25 Jahre Schwalbenkönig: Andreas Möller sinkt wie für Goethe dorthin


Ein Kernpunkt zum Besten von die Geschichtsbücher: Am 13. vierter Monat des Jahres 1995 löst Andreas Möller mit seiner Schwalbe im Spiel gegen den KSC eine moralische Diskussion aus – und gewinnt dem BVB die Meisterschaft. “Zwischen ihm und mir hätte ein Kleinwagen parken können”, sagt sein Gegenspieler.

Halb zog sie ihn, halb sank er hin – so beschreibt Johann Wolfgang von Goethe in seinem Fischer-Ode von 1779, wie ein Petrijünger von einer Nixe in die Tiefsinn des Wassers gelockt wird. Ob Andreas Möller am 13. vierter Monat des Jahres genau 216 Jahre später an den großen deutschen Lyriker dachte, qua er zur bekanntesten Schauspieleinlage welcher Bundesliga-Historie ansetzte, ist nicht überliefert.

Ungeachtet eine fremde Mächtigkeit schien genauso für dem BVB-Tischfußball die Prüfung reichlich den Leib ergriffen zu nach sich ziehen. Schien ihn gen Untergrund zu ziehen. Irgendetwas riss dem Mittelfeldspieler urplötzlich die Beine unter dem Leib weg, schmiss seine Arme in die Luft – und ließ den Möller-Leib, homolog wie den des Fischers, in die Tiefen des Karlsruher Strafraums sinken.

Borussia Dortmund liegt am 26. Spieltag welcher Spielzeit 1994/95 mit 0:1 hinten im ausverkauften Westfalenstadion gegen den Karlsruher SC. Die Tabellenspitze teilt sich vor welcher Runde mit Werder Bremen, es geht im Bundesliga-Endspurt in jedem Spiel um die Krauts Meisterschaft. BVB-Trainer Ottmar Hitzfeld wirft von welcher Außenlinie Kommentare ein, Winfried Schäfer dirigiert lautstark seinen KSC. Dann dringt Möller in welcher 76. Minute von rechts per Doppelpass mit Karl-Heinz Riedle in den Strafraum ein. Strecke qua er den Tanzfest wieder nehmen kann, stürmt Dirk Schuster heran – und welcher Dortmunder fällt, ohne genauso nur hauchzart berührt worden zu sein. “Zwischen ihm und mir hätte ein Kleinwagen parken können – da fiel er plötzlich hin”, sagt Schuster später. Schiedsrichter Günther Habermann ist die Sicht leichtgewichtig verschleiert, er pfeift und zeigt hinaus den Zähler.

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“Das war eine Schutzschwalbe”

Möller und Schuster stillstehen Kopf an Kopf, diskutieren. Dieser Dortmunder will nichts von Schauspielerei wissen. Die komplette KSC- redet hinaus den Unparteiischen ein. Es hilft nichts, welcher Videobeweis soll erst Jahrzehnte später in Macht treten. Und so versenkt Michael Zorc den Elfmeter im Netzwerk, welcher BVB dreht dasjenige Spiel und gewinnt am Finale die Meisterschaft mit einem Zähler vor Bremen. Dieser KSC muss sich im Kampf um die Uefa-Cup-Plätze hinten ausfressen und schafft die Qualifikation am Finale nicht mehr. Qua erster und einziger Spieler wird Möller nachträglich zum Besten von eine Schwalbe nicht zugreifbar und muss 10.000 D-Mark Strafe zahlen.

Nachdem welcher Runde gegen KSC kochen die Gemüter reichlich, es gibt Rangeleien im Spielertunnel. Dieser BVB-Tischfußball sagt noch in den Katakomben: “Das war eine Schutzschwalbe. Ich dachte, dass Dirk Schuster mich voll umhauen würde.” Insbesondere Möller und Schäfer tragen eine Privatfehde aus. “Bei jedem anderen Trainer wäre ich zum Schiedsrichter gegangen und hätte zugegeben, dass es kein Foul war, aber bei ihm nicht”, erklärt welcher Nationalspieler. Dieser KSC-Trainer kontert hinaus welcher Pressekonferenz: “Wenn man sich so unsportlich verhalten hat wie er heute, eine Mannschaft so zu bestrafen, das spricht Bände.” Und welcher Trainer fügt welcher Diskussion noch eine weitere moralische Komponente hinzu: “Ich bin gerade vom Platz gegangen, und da haben kleine Kinder meiner Mannschaft den Mittelfinger gezeigt”, sagt Schäfer nachdem dem Spiel. “Das ist das Produkt von Andy Möller.”

“Hätte dem ins Gesicht gespuckt”

Später gibt Möller an, dasjenige Kriegsbeil mit Trainer begraben zu nach sich ziehen und sagt: “Ich bin auch nur ein .” Andere lässt die Schwalbe solange bis heute nicht los. Bundesliga-Ikone Thorsten Vermittler sagt Jahre später einmal: “Wenn ich damals sein Gegenspieler gewesen wäre, dann hätte ich dem ins Gesicht gespuckt. Als Strafe hätte ich dann wohl acht Jahre keinen Fußball mehr gespielt. Aber das hätte ich in Kauf genommen.”

Viele Spieler nach sich ziehen seither dem 13. vierter Monat des Jahres 1995 versucht, Andy Möller nachzueifern. So ein seltsamer Vogel ist nunmehr nie mehr durch die deutschen Strafräume geflogen. Schuster kommt zu dem Fazit, dass es genauso Goethe nicht besser hätte niederschreiben können: “Als Schwalbe würde ich es mir verbitten, mit Möller verglichen zu werden.” In Goethes Ode heißt es am Finale: Halb zog sie ihn, halb sank er hin – Und ward nicht mehr gesehn. Möller verschwand nachdem seinem Sinkflug nicht. Er wurde 1996 Gewinner der Europameisterschaft, 1997 dank Lothar Matthäus zur “Heulsuse” und 2000 ein Schalker.



Quelle

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