25 Kilo zu Gunsten von “Joker” abgenommen: Joaquin Phoenix entwickelte eine “Störung”


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(Foto: imago images/Cronos)

Kommende Woche startet “Joker” in den deutschen Kinos. Gespielt wird der legendäre DC-Bösewicht von Joaquin Phoenix, der für diese Rolle stark an Gewicht verlor. In einem Interview spricht er darüber, das mit ihm gemacht hat.

Joaquin Phoenix verkörpert im Film “Joker” den berühmtesten Gegenspieler von Superheld Batman, der ursprünglich den Namen Arthur Fleck trägt. Eine Rolle, ihn sehr gefordert hat, nahm er dafür doch mehr als 25 Kilogramm ab. In einem Interview gesteht der 44-Jährige jetzt, dass das irgendwann zu einem echten Problem wurde.

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Phoenix spielt Arthur Fleck aka Joker mit vollem Körpereinsatz.

(Foto: Niko Tavernise, Warner Bros.)

Durch den massiven Gewichtsverlust habe sich eine Art “Störung” bei ihm entwickelt. “Sobald Sie das Zielgewicht erreicht haben, ändert sich alles”, so Phoenix im Gespräch mit der Nachrichtenagentur “The Associated ”. “Es ist schwierig, jeden Tag aufzuwachen und über 0,3 Pfund mehr oder weniger nachzudenken.”

Über die Herausforderungen, die mit einem so massiven Gewichtsverlust verbunden sind, sagte er, das sei dennoch notwendig gewesen, um einen Rahmen für die Manierismen und Bewegungen des DC-Bösewichts zu schaffen. “Aber das Interessanteste für mich war, zu erfahren, was ich durch den Gewichtsverlust an Gefühlen erwartet und tatsächlich erlebt habe.” Unzufriedenheit, Hunger, eine bestimmte Art von Verletzlichkeit und Schwäche hätten ihn nicht überrascht, aber “was ich nicht erwartet hatte, war dieses Gefühl des Verflüssigens, das ich körperlich gespürt habe.”

Neue Körperlichkeit

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Er habe seinen Körper dadurch auf eine völlig neue Art und Weise bewegen können, so Phoenix. “Ich denke, dass sich das für einige der physischen Bewegungen auszahlte, die sich als wichtiger Teil des Charakters herauskristallisiert haben.” Auch die schrulligen Tanzbewegungen von Arthur Fleck aka Joker machen die Figur aus, und für die habe er sich an dem 1987 verstorbenen Schauspieler, Sänger und Tänzer Ray Bolger orientiert: “Es gibt einen Song namens ‘The Old Soft Shoe’, den er aufführte. Ich habe ein Video davon gesehen, und es ist diese seltsame Arroganz in seinen Bewegungen. Das habe ich einfach gestohlen”, gibt er unumwunden zu.

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“Joker” startet am 10. Oktober in den deutschen Kinos. Der Film erzählt die des psychisch kranken Arthur Fleck, der Anfang der 1980er-Jahre in Gotham City ein trauriges und einsames Dasein als Werbe-Clown fristet. Sein von Niederlagen geprägtes nimmt eine Wendung, als er drei junge, überhebliche Wall-Street-Angestellte tötet, die ihn in der U-Bahn angreifen. Plötzlich wird der Unbekannte mit dem Clown-Make-up als Held gefeiert und steigt schließlich als der rachsüchtige Bösewicht empor, der aus den Batman-Filmen bekannt ist.

Während Phoenix für seine Darstellung des Fleck gelobt wird und als Oscar-Anwärter gilt, gibt es bezüglich des Films auch kritische Stimmen. Der düstere und brutale Streifen, der bereits am Donnerstag in den USA anläuft, bereitet den dortigen Behörden Sorgen. Die größte Gefahr bestehe laut FBI und in einem hohen Identifikationspotenzial, das Menschen mit Arthur Fleck entwickeln könnten. 2012 stürmte bereits ein junger Mann in ein Kino in der US-Stadt Aurora, während “The Dark Knight Rises” Premiere feierte. James Eagan Holmes erschoss zwölf Menschen und verletzte viele weitere. Der damals 24-Jährige soll sich mit dem “Joker”, seinerzeit gespielt von Heath Ledger, verbunden gefühlt haben. In dem Kino in Aurora wird der neue “Joker” deswegen nicht gezeigt.

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