50 Jahre “Dr. Sommer”: Liebeskummer, Brüste und dasjenige erste Mal


Werde ich vom Küssen schwanger? Ist mein Penis zu stummelig? Fragen, die in Flammen stehend interessieren, die sie ihren Erziehungsberechtigte immerhin nie stellen würden, beantwortet seither 50 Jahren “Dr. Sommer”. Zum Jubiläum verrät Klaus Mauder vom “Dr. Sommer”-Team n-tv.de, welche die drängendsten Fragen sind, wie Pornos dasjenige Sexleben jener Jugendlichen verändern und wer sich hinter “Dr. Sommer” verbirgt.

n-tv.de: “Dr. Sommer” beantwortet jetzt schon seither 50 Jahren Fragen in jener “Bravo”. Nach sich ziehen Teenager aus dem Jahr 2019 die gleichen Probleme wie Teenager aus dem Jahr 1969?

Klaus Mauder: Die Fragen nach sich ziehen sich im Wesentlichen nicht verändert. Jugendliche nach sich ziehen während jener Pubertät Probleme, die sich in jeder Generation wiederholen. Sie stellen vor allem Fragen zur körperlichen Erfindung, jener ersten Liebe oder zur Verhütung. Mit jener Digitalisierung und dem Web kamen natürlich neue Fragen dazu. Online flirten, sich im Web verlieben – dasjenige sind ganz neue Möglichkeiten zum Besten von Jugendliche, die immerhin wiewohl wieder neue Fragen aufwerfen. Hinzu kommen Themen wie Sexting oder Cybermobbing.

Stichwort Web: Sexuelle Inhalte sind heute viel leichter zugänglich wie noch vor einigen Jahrzehnten. Führt dasjenige dazu, dass die Jugendlichen früher vorurteilsfrei sind – oder verunsichert es ungefähr?

meine Wenigkeit denke dasjenige trifft sowohl als auch zu. Erkenntlichkeit des Internets Kontakt haben sich viele Teenager mit Verhütung und Cobalt gut aus, sind vorurteilsfrei und informiert, immerhin wiewohl verunsichert – und zwar immer dann, wenn es um sie privat geht, um ihre Fragen, um ihre Pubertät. Die können sie oft schwergewichtig ergoogeln. Denn zu welchem Zeitpunkt ist denn nicht zum Besten von irgendwen, sondern zum Besten von mich privat jener richtige Zeitpunkt zum Besten von dasjenige erste Mal? Dazu kommt, dass Inhalte im Web zum Themenbereich oft nicht altersgerecht aufbereitet sind. Vieles verwirrt dann ungefähr, wie dass es zum Besten von Rekognoszierung sorgt.

Gilt dasjenige wiewohl zum Besten von Pornos?

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Sozialpädagoge Klaus Mauder beantwortet seither sozusagen 20 Jahren die Fragen jener jugendlichen “Bravo”-Leser.

(Foto: Käfig Media/ B. Müller/ M. Merk)

Jener frühe und leichte Zugang zu Online-Pornos hat schon Macht hinaus die Jugendlichen. Wir nach sich ziehen dasjenige in einer “Dr. Sommer”-Studie erhoben: Die Hälfte jener 15-jährigen Jungen und ein Drittel jener gleichaltrigen Mädchen nach sich ziehen schon Pornos gesehen. Wir stellen hold, dass dasjenige die Sprache verändert, sie wird viel härter und direkter. Und es verändert den Pressung hinaus die Jugendlichen. Gewiss ich möchte sie wiewohl verteidigen: Viele sind in jener Standpunkt, zwischen Fiktion und Wirklichkeit zu unterscheiden. Es ist nicht so, dass jeder, jener Pornos sieht, denkt, dass Sexualität im echten so abläuft. Je besser Jugendliche in ihrer sexuellen Erfindung begleitet werden, je mehr sie zusätzlich Sexualität wissen, umso besser gelingt die Unterscheidung. Jugendliche, die sehr wenige Non… nach sich ziehen, sind zum Besten von Vollerotik anfälliger.

Sind Jugendliche heute dann wiewohl früher sexuell engagiert?

Dies ist allgemeingültig verblüffend, immerhin: nein. 47 v. H. jener Jugendlichen nach sich ziehen mit 17 Jahren zum ersten Mal Sex. Zwischen dem Ergebnis in unserer Studie war ich selbst überrascht. Die Jugendlichen lassen sich sehr viel Zeit mit dem Sex, da ist viel Zurückhaltung. Dies widerspricht dem Klischeevorstellung.

Welches sind die Dauerbrenner unter den Fragen?

Immer wieder kommen Fragen zum eigenen Leib: Sind meine Brüste normal? Ist mein Penis zu stummelig? Hinzu kommt die Gesamtheit, welches mit jener ersten Liebe zu tun hat: Wie merke ich, dass ein Junge oder ein Mädchen hinaus mich steht? Welches kann ich gegen Liebeskummer tun? Zu welcher Zeit ist jener richtige Zeitpunkt zum Besten von dasjenige erste Mal? Und wie verhüte ich dann der bevorzugte Lösungsweg?

Stellung nehmen hinaus Verhütungsfragen findet man wiewohl online. Wie viele Zuschriften erhalten Sie denn noch?

Uns hinhauen etwa 200 solange bis 250 telefonische und schriftliche Anfragen in jener Woche. In den Anfangszeiten konnte man noch von einer ganz anderen Menge berichten. Da waren es tatsächlich Tausende Korrespondenz, die pro Woche komprimiert sind. Die altbekannten Korrespondenz von früher gibt es natürlich nicht mehr. Uns hinhauen E-Mails, und wir nach sich ziehen dreimal in jener Woche eine Telefonhotline mit Möbeln ausgestattet. Bravo ist wiewohl unter Instagram, unter Facebook, hinaus Youtube, und wir offenstehen Podcasts an. Hinaus dem Dr. warme Jahreszeit Channel hinaus bravo.de finden die Jugendlichen Stellung nehmen hinaus sozusagen jedweder Fragen rund um dasjenige Themenbereich Sex. Zudem können sie sich mit persönlichen Fragen an unser Expertenteam und die Gemeinschaft wenden. 

Bleibt die Frage, wer antwortet – wer steckt hinter “Dr. Sommer”?

Jener inzwischen verstorbene Doktor und Seelenarzt Martin Goldstein war jener erste Jugendberater jener “Bravo” unter dem Synonym “Dr. Sommer”. Er war jener Ideengeber und hat vorgeschlagen, die eingesendeten Fragen wiewohl im Heft zu veröffentlichen. Die Reaktionen waren riesig und “Dr. Sommer” war geboren. Solange bis 1984 hieß die Rubrik gewiss “Was uns bewegt”. Schon in den 70er Jahren stand hinter Dr. Goldstein ein Team, sonst hätte man die Menge an Zuschriften nicht geschafft. Heute sind wir zu dritt. meine Wenigkeit bin Sozialpädagoge, hinzugefügt werden zwei Redakteurinnen.

Warum brauchte es „Dr. warme Jahreszeit“ gar?

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“Dr. Sommer” hieß jahrzehntelang sozusagen Dr. Goldstein.

(Foto: picture alliance / dpa)

Jener Begierde war reibungslos da. Neben jener elterlichen und jener schulischen Rekognoszierung klaffte eine ganz große Lücke zum Besten von Jugendliche in jener Pubertät. Dies ist eine Winkel, in jener sie sich Erwachsenen reibungslos nicht anvertrauen wollen, vor allem nicht Schraubenmutter und Vater. Ebendiese Lücke füllen wir noch immer.

Gibt jener “Dr. Sommer” von heute andere Stellung nehmen wie jener jener 60er oder 70er Jahre?

Welches die Inhalte betrifft, ist nicht viel divergent. “Dr. Sommer” ist es schon in den Anfängen gelungen, Fragen nie mit erhobenem Zeigefinger zu beantworten und immer vorurteilsfrei aufzuklären. Welches sich verändert hat, ist die Typ, wie wir Fragen beantworten: Inzwischen sind wir direkter, kommen schneller zur Sache. Früher war die Sprache irgendwas blumiger und umschreibender.

Wie reagieren Sie, wenn sich der gerne Süßigkeiten isst mit Problemen an Sie wendet, die zusätzlich die alltäglichen Teenagersorgen rausgehen – wenn es zum Paradebeispiel um körperliche oder sexuelle Kraft geht?

Dies kommt nicht selten vor. Wir wollen den Jugendlichen in dem Kern dazu in die Lage versetzen, dass er sich jemandem aus dem persönlichen Umfeld anvertraut. Dass dasjenige Problem nicht unter uns bleibt, sondern dass er es schafft, sich im Gegensatz zu Erziehungsberechtigte, Schulsozialarbeitern, Lehrern oder Beratungsstellen zu öffnen. Schwierig ist es, wenn Kraft im familiären Nahbereich stattfindet. Noch schwieriger wird es, wenn es um sexualisierte Kraft geht. Dann ist dasjenige familiäre Umfeld betroffen und jener Ratschlag „Referat doch mal mit deinen Erziehungsberechtigte“ sehr kontraproduktiv. Da ist es sehr wichtig, sich an dasjenige Jugendamt zu wenden. In solchen Fällen konstruieren wir den Kontakt wiewohl mal längerfristig hinaus, und es gibt Beratungsprozesse, die sich zusätzlich Wochen und Monate ziehen. meine Wenigkeit biete dann wiewohl an zu telefonieren, manchen Jugendlichen ist es wichtig, eine Wahlstimme zu lauschen.

Mit Klaus Mauder sprach Franziska Türk



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