75 Jahre Auschwitz-Dispens: Wie Putin versucht, Vergangenheit umzuschreiben


Dasjenige historische Schoah-Gedenken in Israel droht zum Eklat zu werden. Polens Staatsoberhaupt Duda kommt nicht, da er keine Referat halten darf – im Streitfrage zu Putin. Warschau fürchtet, dass dieser nun erneut Polen qua Nazi-Verbündeten verleumdet.

Die Erinnerungen von Sarah Traub sind nicht verblasst. Die 90-Jährige aus Tel Aviv-Jaffa, die Auschwitz überlebt hat, spricht noch heute qua Zeitzeugin weltweit vor Schülern von den Verbrechen dieser Nationalsozialisten. Geboren in Straßburg, kam sie im Lebensalter von 12 Jahren mit ihrer Schraubenmutter ins Vernichtungslager und blieb qua Einzige aus ihrer Familie am Leben. „Auschwitz steht für die Zerstörung aller menschlichen Werte und ist das Sinnbild der Schoah“, sagt Traub, eine zierliche elegante Frau mit schneeweißem Matte. „Von Straßburg brachte man uns zunächst ins Sammellager Drancy nordöstlich von Paris. Dort erschossen sie meinen Vater.“ Eingepfercht in zusammensetzen Viehwaggon erreichte Traub die Hölle von Auschwitz. Mehr qua eine Million Menschen wurden in dem deutschen im besetzten Polen ermordet, die meisten davon Juden. Am 27. Januar 1945 befreiten Soldaten dieser Roten Truppe dies Schule.

Zum 75. Jubiläum dieser Dispens des KZs Auschwitz-Birkenau kommen an diesem vierter Tag der Woche rund 50 Staats- und Regierungschefs aus aller Welt nachher Israel, um am Schoah-Gedenken teilzunehmen. Russlands Staatsoberhaupt Wladimir Putin, Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron, US-Vize-Staatsoberhaupt Mike Pence und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier werden erwartet. Sarah Traub ist nicht zuletzt eingeladen – qua eine dieser letzten Auschwitz-Überlebenden. Sie will zugegeben nicht hingehen. Und Traub ist nicht die Einzige, die mit dieser Gedenkveranstaltung nichts zu tun nach sich ziehen will. Polens Staatsoberhaupt Andrzej Duda wird nicht zuletzt nicht unterdies sein. Er boykottiert dies Gedenken, dies zum größten Staatsereignis seit dieser Zeit dieser Gründung Israels 1948 werden soll.

Milliardenschwerer Russe verbietet Duda dies Reden

Jener Grund zu Händen Polens Verweigerung: Unterschiedlich qua andere ausländische Würdenträger bekommt Duda nicht dies Recht, zum Schoah-Gedenken eine Referat zu halten. Jener polnische Staatsoberhaupt wurde von dieser Rednerliste unmöglich. Nicht etwa von Israels Staatsoberhaupt Reuven Rivlin oder dem israelischen Außenministerium – die sind nämlich weder noch die Wirt. Organisiert und eingeladen hat Mosche Kantor, Vorsitzender des europäischen jüdischen Kongresses, ein milliardenschwerer russischer Oligarch mit besten Beziehungen zu Russlands Präsidenten Wladimir Putin. Und die nach sich ziehen, so scheint es Beobachtern, Andrzej Duda dies Rederecht gekostet.

Denn „die Erklärung von Yad Vashem, dass alle Redner Staatsoberhäupter sind, die die Befreiung der Welt von der nationalsozialistischen Besatzung bewirkt haben“, könne nicht relevant sein, erklärt Ofer Aderet, Geschichtskorrespondent zwischen dieser israelischen Tageszeitung „Haaretz“: „Unter solchen Voraussetzungen dürften Vertreter aus Berlin und Paris überhaupt nicht sprechen.“ Steinmeier und Macron sollen zugegeben durchaus zu Wort kommen, wie Putin und Rivlin.

Putin hat eine Kampagne gegen Polen gestartet

Stichhaltiger qua Motivation zu Händen dies Redeverbot des polnischen Würdenträgers scheint die Notlage zwischen Moskau und Warschau, seit dieser Zeit Staatsoberhaupt Putin eine antipolnische Kampagne gestartet hat. Im Mittelpunkt steht seine Behauptung, Polen sei ein Komplize von Nazideutschland gewesen und zu Händen den Eruption des Zweiten Weltkriegs zuständig. Die sowjetisch-deutsche Zusammenarbeit, die in dem berüchtigten Molotow-Ribbentrop-Pakt gipfelte, dieser Polen zwischen den beiden Ländern aufteilte, stellt Putin nun qua unvermeidlich dar. Denn irgendwas, dies Polen im Prinzip helfen sollte. Mit Bezug auf solcher Verzerrung dieser Vergangenheit fürchtet Warschau nun, Putin könne dies Forum in dieser Gedenkstätte Yad Vashem zu Händen antipolnischen Revisionismus nutzen, um die Rolle dieser UdSSR zwischen Kriegsbeginn herunterzuspielen und ihre Verbrechen gegen dies polnische Volk zu verleugnen. Es könnte zu einem Eklat kommen.

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Demgegenüber nicht zuletzt die Regierung in Polen verfolgt eigene politische Motivation. Viele Polen halfen zwar ihren jüdischen Mitbürgern, es gab zugegeben nicht zuletzt willige Unterstützer Nazi-Deutschlands. Ein umstrittenes Schoah-Vorschrift von 2018 verbietet es jedoch, Polen eine Mitschuld an den Verbrechen dieser deutschen Crew vorzuwerfen.

Yad Vashem wird zu Händen „Show beschlagnahmt“

Mitwirkender dieser Schoah Gedenkstätte Yad Vashem sind frustriert darüber, „dass das Museum die Interessen des Kremls einnimmt und von einem Oligarchen für seine Show beschlagnahmt wird“, so formuliert es ein Forscher des Instituts, dieser unbekannt bleiben möchte. „Dieses Museum ist die wichtigste Institution der Welt, um die Erinnerung an der Schoah zu bewahren“, sagt er. „Es hat die Pflicht, sich so weit wie möglich von allen politischen, diplomatischen und organisatorischen Aspekten fernzuhalten.“ Stattdessen werde die Tagung zur politischen Podium des russischen Präsidenten „für seinen eigenen Geschichtsrevisionismus“.

Ein Privatperson finanziert die Gedenk-Veranstaltung zum 75. Jubiläum dieser Dispens von Auschwitz, stellt die Gäste- und die Rednerliste zusammen – zu Händen viele Mitwirkender Yad Vashems bedeutet dies schlicht „Kapitulation“. Doch Israels Regierung will sich derzeit keine Notlage mit Moskau leisten. Seit dieser Zeit 2015 unterstützt Putin qua neuer Hegemon im Nahen Osten Syriens uneingeschränkter Machthaber Baschar al-Assad und kontrolliert den Luftraum droben dem Nation. Israel braucht Russland von dort, um seine Angriffe gegen den dort wachsenden iranischen Kraft zu koordinieren. Und so bleibt die Rednerliste ohne polnischen Mitgliedsbeitrag.

Dem hochkarätigen Schoah-Gedenken bleibt zugegeben nicht zuletzt Sarah Traub Fern…, die nicht unterdies sein will, die Schoah immer mehr zum politische Angelegenheit wird. „Yad Vashem hätte sich von all dem fernhalten sollen“, sagt sie, „hätte öffentlich Putins jüngste Äußerungen kritisieren und dem polnischen Amtskollegen die Chance ermöglichen sollen, ebenfalls zu sprechen“. Traub konzentriert sich nun tunlichst aufwärts ihre Arbeit mit jungen Menschen, statt frustriert zu erleben, wie sich dieser Schoah immer stärker „von einem Geschichts- zu einem politischen Thema entwickelt“. Es sei weniger ein Gedenken an die sechs Mio. Todesopfer, sagt die Überlebende, „als eine gezielte Politik, was man erinnern oder vergessen soll“.



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