Anna Schudt erklärt ihr „Tatort“-Schluss



Warum musste Bönisch sterben?

Anna Schudt erklärt ihr „Tatort“-Schluss

Welcher Dortmunder „Tatort“ endet am Sonntagabend einem Schlag: Kommissarin Martina Bönisch stirbt den Serientod – und lässt nicht nur ihren von Jörg Hartmann gespielten Kollegen Peter Faber fassungslos zurück. Darstellerin Anna Schudt erklärt nun, weshalb sie geht.

Schauspielerin Anna Schudt war am Sonntag im „Tatort: Liebe mich“ zum letzten Mal wie Kommissarin Martina Bönisch zu sehen. Nachher mehr wie zehn Jahren und insgesamt 22 Einsätzen verabschiedete sich die 47-Jährige vom Dortmunder Kriminalpolizist-Team und den Zuschauerinnen und Zuschauern.

„Ich bin wahnsinnig stolz darauf, dass ich Teil dieses wunderbaren Teams sein durfte“, sagt Anna Schudt in einem Statement des Westdeutschen Rundfunks (Westdeutscher Rundfunk). Es sei leichter Abschiedsakt gewesen, betont sie: „Abschied vom Dortmunder ‚Tatort‘ zu nehmen, ist mir sehr schwer gefallen. Denn im Gegensatz zum häufig angespannten Arbeitsklima in der Dortmunder Mordkommission fühlt sich jeder Dreh fast wie ein vertrautes Familientreffen an.“ Martina Bönisch zu spielen, habe in den vergangenen zehn Jahren vereinen großen Sportplatz in ihrem Kraulen eingenommen, erklärt sie weiter.

„Raum für Neues“

Wenn schon dieser Sender verneigt sich vor dieser Schauspielerin: „Anna Schudt ist und bleibt untrennbar mit dieser Reihe verbunden“, sagt Alexander Bickel, Leitweglenkungdes Westdeutscher Rundfunk-Programmbereichs Fiktion. „Für die Kreativität und Energie, die sie dem Team gegeben hat und für die vielen Stunden berührender, hochspannender und vor allem hoch authentischer Krimi-Unterhaltung, die sie uns allen geschenkt hat, schulden wir ihr größten Dank und Anerkennung. Wir verabschieden sie schweren Herzens, aber in großer Verbundenheit“, so Bickel.

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Anna Schaudt nennt sekundär den Grund zum Besten von ihren Ausstieg trotz dieser großen Popularität: „Aber ich finde, dass es nach den 22 intensiven Einsätzen der toughen Kommissarin mit all ihren Stärken und Schwächen nun an der Zeit ist, Lebewohl zu sagen. Für mich entsteht damit Raum für Neues, auf das ich mich sehr freue.“

Fortan nur noch Zuschauerin

Dies Schicksal ihrer Sonntagskrimi-Kolleginnen und -kollegen Jörg Hartmann, Rick Okon und Stefanie Reinsperger wissensdurstig sie daher weiterhin: „Wie es mit Faber ohne Bönisch und dem Dortmunder Team weiter geht, werde ich von nun an gespannt als Zuschauerin verfolgen“, so Schudt.

Anna Schudt war sekundär während ihres „Tatort“-Engagements immer wieder in anderen aufsehenerregenden Produktionen zu sehen. Pro ihre Rolle wie Schauspielerin Gaby Köster in dieser Lebensablauf-Verfilmung „Ein Schnupfen hätte auch gereicht“ wurde Schudt 2018 mit dem International Emmy Award wie beste Schauspielerin ausgezeichnet.

Zuletzt war sie in dieser TV-Miniserie „Ein Hauch von Amerika (2021) zu sehen. Immer wieder war sie auch Teil der Improgruppe um Ex-„Polizeiruf“-Star Charly Hübner und Impro-Spezialist Jan Georg Schütte, beispielsweise in „Kranitz – Unter Trennung Geld zurück“ (2021) oder „Klassentreffen“ (2019).