Arizona bringt die Gaskammer zurück


In den USA warten derzeit gut 2500 Menschen gen ihre Hinrichtung. Doch in vielen Bundesstaaten ist die Giftspritze nachdem etlichen Pannen ausgesetzt. Statt dasjenige grausame Kapitel zu verfertigen, einbringen die Republikaner eine altbewährte Methode aus welcher Zeit von Hitler-Deutschland zurück.

Arizona hat seine letzte Hinrichtung 2014 durchgeführt. Es war ein grausamer Geschlechtsverkehr. Dieser zweifache Mörder Joseph Woods schnappte noch eine Stunde, nachdem welcher US-Bundesstaat ihm die Giftspritze verabreicht hatte, nachdem Luft. Insgesamt dauerte sein qualvoller Todeskampf weitestgehend zwei Zahlungsfrist aufschieben. Nachdem sieben Jahren Zwangspause plant welcher Wüstenstaat nun sein tödliches Comeback. Um weitere Pannen zu vermeiden, mit einer anderen Methode: Todeskandidaten sollen in welcher Gaskammer umgebracht werden. Sie ist nachdem jahrzehntelanger Pause wieder hergerichtet worden, wie zuerst welcher britische „Guardian“ berichtet hatte.

Staaten, die ihre eigene Volk töten, seien überzeugt, dass sie dasjenige „zivilisiert“ und „human“ hinbekommen, sagt Historiker Jürgen Martschukat von welcher Universität Erfurt im ntv-Podcast „Wieder was gelernt“. Solange bis ins 18. Jahrhundert rein seien Hinrichtungen ungefähr zelebriert worden, erklärt er. In den vergangenen 50 Jahren sei mit welcher Giftspritze eine Methode die dominierende Tötungsart gewesen, die schnell, technisch und medizinisch wirke.

In den USA warten derzeit gut 2500 Menschen gen die Todesstrafe. 2019 sind gleichwohl „nur“ 22 Verbrecher hingerichtet worden, im vergangenen Jahr waren es 17. Im Januar hatte die scheidende Regierung von Ex-Staatsoberhaupt Donald Trump noch drei Hinrichtungen durchgeboxt. Im Mai richtete Texas dasjenige erste Mal in diesem Jahr vereinen verurteilten Mörder hin – am gleichen Tag, an dem Länderchef Greg Abbott ein schärferes Abtreibungsgesetz verabschiedet hat.

Hinrichtung ohne Wehtun

Nur einer dieser Menschen starb durch den elektrischen Stuhl, leer anderen durch die Giftspritze. Im Idealfall soll es gen Außenstehende so wirken, denn würde ein Patient seelenruhig einschlafen. „Ohne Qualen, ohne äußerliche Verletzungen“, sagt Martschukat. „Es gibt ein kleines Einstichloch, aber keine Enthauptung, kein Blut, das spritzt.“ Dies Problem: Unlust klinischer Prozesse gelingt die Hinrichtung ohne Wehtun oder Qualen heute wie früher nur selten.

„Als man im späten 19. Jahrhundert den elektrischen Stuhl eingeführt hat, dachte man, der Strom würde so schnell töten, dass der Getötete das gar nicht spürt. Es gibt einen Schlag und der Mensch ist tot“, erzählt Martschukat im Podcast. „Das hat nicht funktioniert, es ist immer wieder zu sogenannten gescheiterten Exekutionen gekommen, bei denen die Verurteilten fürchterliche Verbrennungen erlitten haben, bei denen Flammen aus dem Kopf geschlagen sind oder die nach dem Stromschlag gar nicht tot waren.“

Denn die Vereinigten Staaten im frühen 20. Jahrhundert die Gaskammer eingeführt nach sich ziehen, war die Idee verwandt. „Der Verurteile sollte ohne äußerliche Verletzung friedlich einschlafen“, sagt welcher Historiker. „Heute wissen wir aus der Geschichte: In der Gaskammer geht das nicht schnell. Das dauert Minuten, um Minuten, um Minuten.“

Qualvolle Pannen

Trotzdem halten die USA und Land der aufgehenden Sonne denn einzige Industrienationen an welcher Todesstrafe starr. Die Giftspritze war in den Augen welcher Vereinigten Staaten die perfekte Methode, um Menschen schmerzlos zu töten. Erst erhalten die Verurteilten ein Suchtgift, dasjenige sie bewusstlos macht. Daraufhin wird ihnen ein Relaxans verabreicht, dasjenige die Atemmuskulatur lähmt und zum Ersticken führt. Denn dritte Substanz folgt Kaliumchlorid, dasjenige den Puls stoppt. Nur fünf Minuten soll die tödliche Prozedur dauern.

Demgegenüber in den letzten Jahren nach sich ziehen sich die qualvollen Pannen aus unterschiedlichen Gründen gehäuft. In vielen Fällen werde ungeschultes Personal eingesetzt, weil sich Ärzte und Mediziner weigern, die tödliche Spritze zu setzen, erzählt Jürgen Martschukat. Viele Todeskandidaten seien außerdem stark Jahre drogensüchtig gewesen, seien an giftige Stoffe und Suchtgift in ihrem Leib gewöhnt und hätten Venen, die nicht problemlos zu finden seien. Und welcher Giftcocktail, welcher nicht frisch wird? „Der ist manchmal überholt und manchmal falsch zusammengemischt“, sagt welcher Historiker – weil sich viele Pharmafirmen weigern, den USA dasjenige wichtige Suchtgift für jedes den ersten Tötungsschritt zu liefern. So gesehen setzen die Bundesstaaten, die noch töten wollen, Präparate ein, die weder zugelassen noch erprobt sind.

Ein Deutscher war welcher Letzte

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So gesehen sieht Wirklichkeit erschreckend oft so aus, wie die Hinrichtung von Clayton Lockett im Bundesstaat Oklahoma. Dieser verurteilte Mörder erhielt 2014 wie Joseph Woods in Arizona vereinen unerprobten Ternär-Mischgetränk. Zwei Paar Schuhe denn geplant, wird er nicht bewusstlos und schläft seelenruhig ein: Wohnhaft bei dem 38-Jährigen platzt eine Vene, die tödlichen Chemikalien gelangen nicht dorthin, wo sie hin sollen. 43 Minuten weit schnappt welcher US-Amerikaner afrikanischer Herkunft sterbend nachdem Luft, vorweg er schließlich vereinen Myokardinfarkt erleidet.

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Unter anderem wegen solcher Schreckensgeschichten steht die Todesstrafe in den USA seither vielen Jahren stark unter Komprimierung. Immer mehr Staaten sehen ein, dass sie keine humane Hinrichtung garantieren können. Nach sich ziehen 2007 noch 38 welcher 50 US-Staaten zur höchsten aller Strafen gegriffen, sind es heute nur noch 27, in Folge dessen rund die Hälfte. „Das erhöht den Handlungsdruck auf Staaten wie South Carolina oder Arizona“, sagt Historiker Martschukat. „Die haben im Prinzip zwei Möglichkeiten: Sie können das Verfahren und bei der Todesstrafe bleiben. Oder sie schaffen sie ab. Aber dieser Schwebezustand scheint etwas zu sein, was auf Dauer nicht hinnehmbar scheint.“

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Walter LaGrand hatte 1982 mit seinem Bruderherz Karlheinz eine Sitzbank in Arizona überfallen. Die Deutschen erstachen in diesem Fall den Bankdirektor.

(Foto: picture-alliance / dpa)

Arizona und South Carolina nach sich ziehen ihre Status fühlbar gemacht: Die Todesstrafe abzuschaffen, kommt für jedes sie nicht infrage, stattdessen versuchen sie es wie Hitler-Deutschland in den Vernichtungslagern welcher Nazis. South Carolina bringt dasjenige Erschießungskommando zurück, Arizona seine Gaskammer. In die ist dasjenige letzte Mal 1999 hochgiftige Blausäure geleitet worden, um unbedingt den Deutschen Walter LaGrand zu töten. Im Zweiten Weltkrieg war Blausäure noch denn Zyklon B namhaft.

Postmeilensäule in Virginia

Demgegenüber es gibt es im gleichen Sinne Erfolgsgeschichten. Eine davon kommt aus Virginia. Dieser Südstaat hat noch solange bis vor zehn Jahren regelmäßig Hinrichtungen durchgeführt. Im März hat er die Todesstrafe denn erstes Mitglied welcher früheren Südstaaten völlig fertig. Oder Illinois. Dort hat welcher republikanische Länderchef George Ryan 2003 leer 167 Todeskandidaten begnadigt – obwohl er die Todesstrafe langjährig befürwortet hatte. Demgegenüber seither den 1970er- Jahren sind in den USA weitestgehend 200 Todeskandidaten freigekommen, die unschuldig im Loch saßen. In der Regel US-Amerikaner afrikanischer Herkunft.

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LaGrand, im Hintergrund im Zusammenhang einer Gnadenanhörung, entschied sich für jedes die Gaskammer, weil er hoffte, dass welcher Oberste Gerichtshof welcher USA die Methode denn zu hart einstufen würde.

(Foto: picture-alliance / dpa)

Ein Justizsystem darf sich vor allem im Zusammenhang welcher Todesstrafe keine Fehler erlauben. George Ryan hat stattdessen erkannt, dass dasjenige amerikanische rassistisch und unfair war. Und verdammt teuer. Denn natürlich gehe so gut wie jedes Todesurteil zigfach in Ernennung und Revision, sagt Parteienforscher Philipp Adorf von welcher Universität Bonn im „Wieder was gelernt“-Podcast. Dies sei interessanterweise eines welcher Argumente von konservativen Kritikern welcher Todesstrafe, dass sie sagen: Dies dauert zu stark, dasjenige ist zu teuer. Wäre es nicht sinnvoller, die Strafe problemlos gen lebenslang umzuändern?

In Arizona und South Carolina hat dieses Beweis noch nicht gewirkt. Die Republikaner stellen in beiden Staaten den Länderchef, nach sich ziehen Mehrheiten in Senat und Repräsentantenhaus und kontrollieren damit dasjenige Geld, gleichwohl die Todesstrafe unterstützen sie aus Überzeugung.

Republikaner hängen an welcher Todesstrafe

„Mitte der 90er-Jahre waren 87 Prozent aller Republikaner für die Todesstrafe und 71 Prozent aller Demokraten“, sagt Philipp Adorf. „Die jüngsten Daten zeigen, dass es bei den Republikanern immer noch 77 Prozent sind, bei den Demokraten sind es nur noch 46 Prozent.“

Warum sind die ohne Rest durch zwei teilbar die Republikaner so versessen gen Hinrichtungen? Es hängt vermutlich mit welcher Buch der Bücher und ihrem Vertrauen schenken zusammen. Die Todesstrafe werde in mehreren Versen erwähnt und gefordert – und dasjenige sei dasjenige unverfälschte Wort Gottes, sagt Parteienforscher Adorf. Untergeordnet Historiker Martschukat glaubt, dass eine „Auge um Auge, Zahn um Zahn“-Philosophie eine Rolle spielt; dass unschuldiges Leben nachträglich geschützt werden soll.

Er glaubt gleichwohl im gleichen Sinne, dass Staaten wie Arizona und South Carolina unschlüssig sind, wie sie mit dem Problem „Todesstrafe“ umgehen sollen. Vielleicht sogar so verzweifelt, dass sie erneut gen Hinrichtungsmethoden setzen, die schon vor vielen Jahrzehnten denn „unmenschlich“ völlig fertig wurden. Zu Händen Anwälte welcher Todeskandidaten ein wichtiges Beweis, wenn sie gegen Arizona und South Carolina vor Strafgericht ziehen.