Begegnungen uff dem Jakobsweg: Erkenntnis zum Mitnehmen, Bittgesuch!


Mehr wie 300.000 aus dieser ganzen Welt pilgerten im vergangenen Jahr uff dem Jakobsweg solange bis nachher Santiago de Compostela. Jeder Wallfahrer trägt seinen Rucksack mit den wichtigsten Dingen, jeder geht den Weg uff seine Weise und jeder nimmt am Finale seine eigene Erkenntnis mit nachher Hause.

Wie erstes ist da nur . Vom Kinn solange bis zur Fußsohle ist jeder einzelne ausgeprägte oder verkümmerte Muskel zu spüren, wie dieser Weg noch steiniger wird und noch klitzekleines bisschen steiler bergauf führt. Die gelben Pfeile, die Wegweiser, uff dem Pilgerweg Camino Francés, dem Jakobsweg, solange bis nachher Santiago de Compostela, sind durch die beschlagenen Brillengläser kaum noch zu wiedererkennen. Noch 95 Kilometer solange bis nachher Santiago.

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Nachher tagelangem Regen hängt dieser Nebel luftdicht oberhalb den Tälern.

(Foto: n-tv.de)

Im Mittelalter sind die Gründe zum Besten von eine Pilgerschaft in aller Regel religiöse. Läuft man den Weg im 21. Jahrhundert, trifft man uff viele Menschen, die vorerst uff dieser Suche sind. Hinaus dieser Suche nachher Gottheit, nachher Verlangsamung vom stressigen Leben oder beiläufig nachher Verlorenheit. Wallfahrer darf sich nennen, wer mindestens die letzten 100 Kilometer zu Käsemauke zurückgelegt hat – oder 200 Kilometer mit dem Fahrrad.

Jeder Wallfahrer hat zum Besten von diesen Weg seinen Rucksack gepackt. Darin sind nützliche Sachen, wie etwa dieser Schlafsack, dieser in den einfachen Schlafsälen dieser Herbergen unerlässliches Luxusgut ist, oder beiläufig ein winziges Handtuch, dies schnell trocknet und nicht viel Spielfeld wegnimmt. Im Gepäck, dies wird schnell lukulent, wenn man es vorerst gute 120 Kilometer von Sarria nachher Santiago de Compostela geschleppt hat, ist beiläufig jede Verletzung, jedes Problem, zum Besten von dies man keine Problembeseitigung findet, und jede noch so kleine Retraumatisierung, die man zum Besten von immer im Schmiegen trägt.

Nur langsam kommt dies Ziel näher. Dasjenige Möglich sein ist nach Schema F geworden, die Pustel drückt, dies Mahl ist die Gesamtheit, die Kohlenhydrate des Pilgerfrühstücks hat dieser Leib längst verbraucht. Welcher Weg führt trotzdem immer weiter geradeaus. Die Beine wehtun nun heftiger, jeder Schrittgeschwindigkeit ist zäh. Noch 76 Kilometer solange bis nachher Santiago.

Zurückgezogen, im Gegensatz dazu in einer Seelenverwandtschaft

Hinaus dem Camino kennt man weder den Nachnamen noch dies genaue Bursche dieser anderen. Die Australierinnen Barbara und Joclyn lernen sich hier Kontakt haben, Larry aus Oregon gesellt sich mit dazu. Ganz drei sind um die 60 Jahre in die Jahre gekommen. Oft trennen sie sich zum Besten von ein paar Zahlungsfrist aufschieben, einer geht vorne, einer bleibt zurück, eine geht in dieser Mittelpunkt. Immer treffen sie sich wieder. Die Gespräche werden schnell tief. Joclyn hat ihre Schraubenmutter im vergangenen Jahr verloren. Larry seine Nullipara. Verbinden umziehen sie Schrittgeschwindigkeit zum Besten von Schrittgeschwindigkeit dieser Zukunft entgegen. Am Rucksack baumelt die Muschel, die jeden Wallfahrer sofort kenntlich macht. Gleichwohl wenn man sich kaum kennt, ist man doch eine Seelenverwandtschaft.

Langsam gewöhnt sich die Muskulatur an den anstrengenden Weg. Noch immer wehtun die Waden jeden Abend, doch dieser Rucksack fühlt sich leichter an. Welcher Jakobsweg ist kein Rennen. Niemand muss sich mit anderen oder dieser Beste sein. Jeder Wallfahrer hat seine eigene Leistung. In den Morgenstunden liegt dies Tal glimpflich da, dieser Treppe uff den Hügel, dieser wieder zurück in die so ursprüngliche spanische Natur führt, ist weit und steil. Welcher Nebel verstärkt die Schönheit dieser Panorama. Nichts kann hier geschehen. Oder was auch immer. Noch 54 Kilometer solange bis Santiago.

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Hin und wieder begegnet einem in Nordspanien tatsächlich ein Einheimischer. Meistens bleiben die Fenster und Türen jedoch vor den Wallfahren verschlossen.

(Foto: n-tv.de)

Maria, Nonne aus Ohio, lebt seither ihrem 14. Lebensjahr in einem Konvent. Mit kleinem schwarzen Häubchen, schwarzer Kleidung und einem sportlichen Rucksack hat sich die oberhalb 60-Jährige uff den Weg gemacht. Zur Menschenschar gehört beiläufig Mary-Jo aus Republik Irland. Die freundliche, tief religiöse Nullipara plappert etwa vier Zahlungsfrist aufschieben, ohne nennenswerte Gedankenpause. Sie malt sich schon nachher kurzer Zeit aus, welche Schauspielerin welche Nullipara aus dieser Menschenschar darstellen könnte, sollte dieser gemeinsame Jakobsweg verfilmt werden. Z. Hd. sich selbst wählt die Mitfünfzigerin . Amüsiert blickt die Nonne hin und wieder hoch, wirft manchmal vereinen wissenden Blick quer durch oder macht eine trockene, humorvolle Notiz. Gelächter klingt weit vorne. Dasjenige Gespräch dreht sich zeitnah um den Vertrauen schenken und welches er zum Besten von jene beiden Frauen bedeutet. “Er gibt dir Hoffnung in schweren Zeiten”, sagt die Nonne schlicht. “Du musst Vertrauen in dich selbst haben und in das, was du tust.”

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Ein Städtchen, mit wenigen Bewohnern und Rindern uff dieser Weide

Äste knacken leise unter den robusten Wanderschuhen. Jeder Schrittgeschwindigkeit fühlt sich tonnenschwer an. Luft holen und Aushauchen. Irgendwann wird sich dieser inzwischen geschundene Leib schon an die Daueranstrengung gewöhnen. Nachher dem Treppe geht es zum Besten von eine Weile halt weiter. Kein anderer Mensch ist in Sicht. Die Frage nachher dem Sinn dieser unglaublichen Kraftaufwand drängt sich uff. Und dann steht in einem kleinen Städtchen, in dem vermutlich nur zehn Menschen und die drei Rinder uff dieser Weide leben, plötzlich eine Religionsgemeinschaft. Noch 38 Kilometer solange bis Santiago.

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Und dann steht da plötzlich eine Religionsgemeinschaft.

(Foto: n-tv.de)

Die Religionsgemeinschaft ist nicht vor allem weithin. Nur schwergewichtig lässt sich die Tür öffnen. Wer hier rein will, muss es wirklich wollen. Etwa 150 Kerzen erleuchten den kleinen Raum, in dem uff jeder Seite fünf Bänke stillstehen. Eine große Skulptur dieser Jungfrau Maria ragt aus dem Kerzenmeer. Die Stille wirkt weitestgehend vernichtend. Die Geldhaus ist unbequem, geräuschvoll schnäuzt sich ein Kirchenmitarbeiter in den hinteren Räumen. Die Retraumatisierung an den letzten Visite in einem ähnlichen Gebetsraum kommt selbständig. Einst war jede Hoffnung schon fort und wenig später beiläufig zum Besten von immer dieser Herzensmensch. Wenn man sich von einem geliebten Menschen verabschieden muss, bleibt einem vielleicht nichts anderes übrig, wie 120 Kilometer zu laufen. Seine Toten nimmt man immer mit, wissen beiläufig die Wallfahrer. Sie sind in dieser Luft, dem Wald, dem freundlichen Lächeln eines anderen Pilgers, wenn er den Gruß “Buen Camino” sagt. Die Religionsgemeinschaft ist dann ein Ort dieser Einkehr, dieser Besinnung und vielleicht beiläufig des Loslassens. Von Dingen, die man nicht mehr ändern kann.

An einem Baum nach sich ziehen Wallfahrer eine Betriebsart Schrein mit Möbeln ausgestattet. Kleine laminierte Karten sind offenbar schon tief mit bunten Bändern an einzelnen Ästen festgeknotet. Die Gesichter sind vor dieser Witterung geschützt. Sozusagen die Gesamtheit Menschen strahlen uff den Fotos, oft stillstehen unter dem Portrait ihre Lebensdaten. Manche wurden keine 30 Jahre in die Jahre gekommen. Dann sind die Gedanken still, nur noch dies Plumpsen dieser Regentropfen, heulende Käuzchen in dieser Ferne und immer wieder dies Klang dieser eigenen Schritte sind zu vernehmen. Noch 22 Kilometer solange bis Santiago.

Mit strammen Schritten, immer weiter

Klack, Klack, Klack – die Geräusche ihres Wanderstocks verlassen sie schon von weitem an. Mit dieser Kapuze im Gesicht trotzt eine etwa 50-Jährige dem Regen, läuft leichtgewichtig nachher vorn gebeugt strammen Stufen…immer weiter. Gleichwohl sie hat ihren Rucksack gepackt und trägt oberhalb den gesamten Jakobsweg die Mäuse ihrer Schwesterherz darin mit sich. Zumindest vereinen Teil davon. Und damit beiläufig dies Versprechen, es zu schaffen. Den ganzen Camino Francés zu laufen, von Französische Republik solange bis nachher Spanien, oberhalb die Pyrenäen und jedes einzelne Städtchen uff dem Weg. Die Schwesterherz konnte es nicht mehr und nun hat sie dieses Ziel zu ihrem eigenen gemacht. Die Pilgerin hat viel durchgemacht, viele körperliche Hürden überwunden, um den Weg zu umziehen. Sie zeigt sich selbst: Die Gesamtheit ist erreichbar, wenn dieser unbedingte Wille dieser Antrieb ist.

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Welcher Moment, zum Besten von den sich viel gelohnt hat: Erscheinen an dieser Kathedrale in Santiago de Compostela.

(Foto: n-tv.de)

Die letzten Kilometer mit Sprühregen im Gesicht, Nebel versperrt die Sicht. Inzwischen tragen die Füße dies Masse des Körpers und die extra zehn Kilo des Rucksacks, wie wären sie weder noch mehr vorhanden. Entweder ist was auch immer taub oder tatsächlich leichter geworden. Noch sieben Kilometer solange bis Santiago.

Etwa eine Stunde vor dieser Kathedrale von Santiago verliert dieser Weg plötzlich seinen Zauber. Autos hupen, unzählige Wallfahrer erinnern an eine Schulfahrt. Die Gesamtheit ist viel zu laut. Ungeachtet durchströmt ein Gefühl von Stolz und Freude jeden Winkel des Körpers, wie sich die Wallfahrer uff dem Spielfeld versammeln. Und dann gibt es vereinen Moment dieser Klarheit und die Erkenntnis: Da ist so viel Licht.



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