Beklommenheit in Brasiliens Favelas: Jener tödliche Eindringling


São Paulo ist dies Knotenpunkt des Corona-Ausbruchs in . Vielen Familien jener informelle Siedlung fehlt es insofern am Nötigsten. Streetworker ringen gegen falsche Informationen – etwa die, dass Wasser oder Schnaps gegen dies Virus helfen.

Adriana de Santa läuft in diesen Tagen in ihrer Umgebung von innerbetrieblich zu innerbetrieblich. Es sind kurze Wege, die sie nun zurücklegen muss. In jener Favela Peinha im Südwesten jener brasilianischen Millionenmetropole São Paulo stillstehen schmale Häuser gesperrt an gesperrt. Viele sind zwei-, andere dreistöckig. 4000 Menschen leben hier hinauf einer Fläche, die so weitläufig ist wie dies Berliner Pfannkuchen Olympiastadion. Die Gassen resultieren im Zickzack-Marschroute den Hang hoch, hinauf dem sich Peinha seither vierzig Jahren ausbreitet.

Die Postzusteller vererben die Postamt zum Besten von die Bewohner oben in einer Ohne, die nur wenige Meter im informelle Siedlung liegt. Andernfalls würden sie nur durch dieses Labyrinth irren, um die richtigen Haustüren zu finden. Und gefährlich wäre es noch dazu. Wer hier ohne nebenstehend eines Ortskundigen auftaucht, gilt wie Ziel von Kleinkriminellen und Gangs. Adriana de Santa ist hier aufgewachsen. Wer sie begleitet, muss keine Beklommenheit nach sich ziehen, solange es hell ist.

“Seid ihr alle gesund? Bleibt bitte, bitte zu Hause”, appelliert de Santa an die Bewohner. Seit dem Zeitpunkt dem 24. März gelten in jener Metropole strenge Ausgangsbestimmungen, weil ebenso hier dies Coronavirus grassiert. Ganz Brasilien zählte am Wochenmitte gut 30.000 Infizierte und 2000 Todesfälle. São Paulo ist dies Knotenpunkt des Ausbruchs im Nationalstaat.

Kakerlaken kann man wenigstens sehen

Im Zusammenhang einem gemeinsamen Visite jener Favela im zehnter Monat des Jahres 2019 erzählte Adriana de Santa von den Ratten und Kakerlaken, die zum Leben hier zusammenhängen. “Ich schreie dann immer meinen Mann an, dass er die Viecher umbringen soll, wenn ich sie sehe.” Dann lachte sie. An Ratten und Ungeziefer hatte sie sich wohl oder Gemeinheit längst gewöhnt. Jetzt immerhin ist jener potenzielle Eindringling ein winziges unsichtbares Virus, und die Beklommenheit in jener Umgebung ist plötzlich viel größer wie vor Nagetieren und Ungeziefer. “Die Menschen sind sehr besorgt, weil sie sich hier nicht isolieren können. In manchen Wohnungen leben fünf, sechs Menschen in zwei oder drei Zimmern zusammen”, sagt sie. Und die Bildungseinrichtungen zum Besten von Kinder sind zurzeit geschlossen.

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Intim, unübersichtlich, ohne nebenstehend gefährlich: Die Favela Monte Azul.

(Foto: Marcel Grzanna)

Die Favelas sind die informelle Siedlung jener brasilianischen Großstädte, rechtswidrig errichtet, immerhin weitgehend von jener Regierung geduldet, weil die nicht weiß, wohin mit all den Menschen, die durch die massive Industrialisierung Brasiliens in den vergangenen 40 Jahren vom Nationalstaat in die Städte gezogen sind. Von den 200 Mio. Einwohnern Brasiliens leben etwa 13 Mio. Menschen in solchen minderwertigen Behausungen, gibt die größte nationale Favela-Nichtstaatliche Organisation Cufa an. In São Paulo sollen es mindestens zwei Mio. Menschen sein.

Peinha zählt zu den Vierteln, die schon fühlbar schlechtere Zeiten erlebt nach sich ziehen. Vor 40 Jahren bestand hier was auch immer aus Holz und Wellblech. Abwässer flossen durch Wässerchen in den Gassen und unten in den Fluß rein. Breitbeinig mussten die Menschen darüber laufen. Andernorts ist dies immer noch blanke Wirklichkeit. Die schrittweise Versorgung mit Strom und fließendem Wasser hat dies Leid in vielen Favelas verringert, immerhin längst nicht in allen.

Die Bildungschancen sind immer noch überall gleich schlecht. Viele Menschen funktionieren wie Hilfskräfte und Tagelöhner oder umziehen Putzen, andere funktionieren weder noch. “Viele leben nur von der Hand in den Mund. Der Lockdown zwingt sie jetzt dazu, zu Hause zu bleiben. Die können nichts verdienen, um sich Lebensmittel zu kaufen”, sagt Martina Schmickl. Die 35-Jährige arbeitet zum Besten von die Associação Comunitária Monte Azul, eine Nichtstaatliche Organisation, die 1979 von jener deutschen Entwicklungshelferin Ute Craemer gegründet wurde und seitdem sehr unter Strom stehend mitgeholfen hat, dies Leben in Peinha und jener benachbarten Favela Monte Azul zu verbessern. Jetzt bittet die Nichtstaatliche Organisation spornstreichs um Spenden, um Hunderte Familien mit dem Nötigsten versorgen zu können.

Drogengangs und Streetworker

Basta Rio de Janeiro de Janeiro kamen neulich Berichte, dass Drogenclans unter Bedrohung von Kraft hierfür sorgen, dass die Ausgangsverbot in den Favelas eingehalten wird. In Peinha und Monte Azul wird ebenso mit Drogen gehandelt – hinauf offener Straße, ohne dass sich Leckermäulchen drum schert, dass Fremdstämmiger von dem Verkauf Vorleger Pillen nur fünf Meter fern stillstehen. Gangs nach sich ziehen immerhin hier nicht dies Sagen; ebenso, weil jener Stärke jener Streetworker seither vielen Jahren sehr weitläufig ist. “Es gibt eine schweigende Abmachung, dass die Dealer nicht in der Nähe von Einrichtungen wie Kindergärten oder Gesundheitszentren herumlungern”, sagt Schmickl. Sogar weil die Nichtstaatliche Organisation die Kinder mancher Pusher mit großzieht.

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Die Kindereinrichtungen in jener Favela Peinha sind geschlossen – die Familien sollen noch enger zusammenrücken.

(Foto: Marcel Grzanna)

Die Schwäbin fühlt sich weitgehend sicher in den Favelas, die ihre Nichtstaatliche Organisation betreut. Die meisten Bewohner Kontakt haben Schmickls Gesicht, wissen, dass sie hier ist, um zu helfen. Seit dem Zeitpunkt 2018 arbeitet sie zum Besten von die Associação. Schon verlässt ebenso sie die Viertel, vorweg die Dunkelheit einbricht. “Dann tauscht sich hier schnell das Publikum aus”, sagt sie und meint, dass Familien mit Kindern und die Alten dann in ihren Wohnungen bleiben. Die jungen Wilden übernehmen die Straßen und beginnen ihren “Tag”.

Es gibt ebenso Forderungen nachdem einer kompletten Ausgangsverbot. Die Wut hinauf Staatspräsident wächst in São Paulo, weil er die Gefahr kleinredet. Wie Bolsonaro vor wenigen Tagen seinen beliebten Gesundheitsminister Luiz Mandetta entließ, jener zwei Monate weit versucht hatte, den störrischen Chef zu konsequentem Handeln zu in Bewegung setzen, protestierten Mio. Menschen im Nationalstaat, non… sie an ihren geöffneten Fenstern lärmend hinauf Töpfe und Pfannen einschlugen. Panelaço, sagen die Brasilianer dazu.

Rekognoszierung spornstreichs nötig

Die mangelhafte Gründung vieler Favela-Bewohner stellt eine zusätzliche Herausforderung im Kampf gegen die Seuche dar. Falsche Informationen zur Therapie oder Vorbeugung zeugen rasend schnell die Runde und können dann kaum wieder eingefangen werden. Bolsonaros ‘Dies-ist-nur-ein-Grippchen’-Politik überlässt die Rekognoszierung anderen.

Manche Medien behaupteten jedoch, man könne seine Hände mit handelsüblichem Schnaps keimfrei machen, obwohl jener nur verschmelzen Alkoholgehalt von 40 oder 50 v. H. hat. Adriana de Santa erzählt, dass sich in Peinha ebenso herumgesprochen habe, dass dies Virus vier Tage weit im Rachen eines Menschen sei. Man müsse nur genug Wasser trinken, um andere zu schützen.

Ambulante Notdienste laufen zudem hinauf Sparflamme, weil viele betagte Ärzte aus jener Risikogruppe freigestellt wurden. Vertreter jener zweitgrößten Favela São Paulos, Paraisópolis, beklagten derweil in einem Interview mit jener landesweiten Tageszeitung “O Globo”, dass es keinen Notfallplan zum Besten von die Favelas gebe. Die Krankenhäuser jener Umgebung, in jener rund 60.000 Menschen leben, seien jetzt schon überfordert. Die Bewohner, so jener zweifelhafte Lösungsversuch, sollten jetzt Fürbitte nicht wegen jedes Schnupfens zum Mediziner laufen.



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