Bleibt ein Staat ein Staat, wenn er versinkt?



Steigendes Ozean in Ozeanien

Bleibt ein Staat ein Staat, wenn er versinkt?

„Wir sinken“, hat Tuvalus Außenminister Kofe während jener Weltklimakonferenz in Glasgow gesagt. Klimaerwärmung und jener steigende Normalnull bedrohen den winzigen Inselstaat im Südpazifik. Wie andere vor ihm wirft er von dort die Frage gen: Welches passiert, wenn wir untergehen?

Simon Kofe steht knietief im Wasser, wie er sich mit dramatischen Worten an die Weltgemeinschaft wendet. „Wir erleben die Realität des Klimawandels und des Anstiegs des Meeresspiegels“, appelliert er. „Wir können nicht auf Reden warten, wenn das Meer um uns herum ständig steigt. Wir müssen heute mutige alternative Maßnahmen ergreifen, um die Zukunft zu sichern.“

Kofe ist Außenminister des kleinen Inselstaates Tuvalu in Ozeanien. Per Videoschalte ist er zur Weltklimakonferenz in Glasgow zugeschaltet und sorgt pro kombinieren jener eindrücklichsten Moment des Gipfeltreffens in diesem Monat. Er zeichnet dies Portrait von einer Nation, die durch den steigenden Normalnull schon weggespült wurde. Und er wirft die Frage gen: Kann ein Staat ein Staat bleiben, wenn er untergeht?

„Der Klimawandel und der Anstieg des Meeresspiegels sind eine tödliche und weitreichende Bedrohung für Tuvalu und für alle niedrig gelegenen Länder“, sagt Simon Kofe. „Wir sinken, aber das gilt auch für alle anderen.“

Zum Exempel pro Vanuatu, ein anderer Inselstaat im Südpazifik, jener genauso wie Tuvalu langfristig seine Existenz wie Staat gefährdet sieht. Laut Weltrisikobericht ist Vanuatu sogar weltweit dies Nationalstaat, dies am meisten durch Katastrophen bedroht ist. Jedes Jahr wird die Nation mit ihren 300.000 Einwohnern gen 83 Inseln von schweren Zyklonen getroffen. Und Erdbeben. Und jetzt kommt beiläufig noch jener steigende Normalnull dazu.

„Alle Inseln Ozeaniens betroffen“

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Tuvalus Außenminister Simon Kofe während seiner Vortrag im Rahmen jener Weltklimakonferenz.

(Foto: via REUTERS)

In Vanuatu hat jener Völkerkundler und Kulturanthropologe Arno Pascht ein Forschungsvorhaben gut die Situation jener Inselnationen in Ozeanien geleitet. „Mein Gastgeber in einem kleinen Dorf hat mir sehr plastisch gezeigt, wo vor noch 20, 30 Jahren die Küstenlinie war und wo sie jetzt ist. Das waren ungefähr fünf Meter Unterschied“, berichtet Pascht im ntv-Podcast „Wieder was gelernt“.

Vor allem die Inseln jener Region Mikronesien seien „sehr stark betroffen“, so Pascht. „Diese Inselstaaten bestehen zu einem sehr großen Teil aus niedrigen Atoll-Inseln, die zum Teil nur wenige Meter über dem Meeresspiegel liegen. Es gibt auch in anderen Regionen, vor allem in Polynesien, einige dieser Atoll-Inseln.“

Zu Gunsten von die irgendetwas höher gelegenen Inseln, etwa in jener Region Melanesien, ist jener Steigerung des Meeresspiegels sogar noch ein verhältnismäßig kleines Problem. Dazu gehört beiläufig Vanuatu. „Aber die anderen Effekte des Klimawandels machen sich dort bemerkbar. Alle Inseln Ozeaniens sind von den Veränderungen des Wetters betroffen“, erklärt Pascht.

Wo finde ich „Wieder was gelernt“?

Ganz Nachgehen von „Wieder was gelernt“ können Sie in jener ntv-App lauschen und überall, wo es Podcasts gibt: Audio Now, Amazon Music, Apple Podcasts, Google Podcasts und Spotify. Mit dem RSS-Feed beiläufig in anderen Apps.

Dasjenige gilt beiläufig pro Tuvalu, dies wenige hundert Kilometer weiter Nord… von Vanuatu im Südpazifik liegt. In dem Inselstaat leben ohne Rest durch zwei teilbar mal 11.500 Einwohner. Nachdem dem Vatikan, Monaco und dem Nachbarstaat Nauru ist Tuvalu dies viertkleinste unabhängige Nationalstaat jener Welt. Ein Idyll, ein Paradies irgendwo im Nirgendwo. Mit einem großen Problem: Die Atolle Tuvalus liegen an ihrem höchsten Zähler ohne Rest durch zwei teilbar mal fünf Meter gut dem Normalnull. Tendenz sinkend. Mittelfristig zu tun sein die Einwohner wie Klimaflüchtlinge wohl umziehen.

Eine Zukunft, gen die sich die Regierung jener kleinen Nation seither Jahren vorbereitet. Im Rahmen seiner Vortrag beim Weltklimagipfel in Glasgow sagt Außenminister Kofe, man wolle die „rechtlichen Möglichkeiten“ prüfen, wie man die „Anerkennung als Staat nach internationalem Recht aufrechterhalten“ kann, wenn die Nation dies Nationalstaat verlassen hat.

„Migration mit Würde“

Ein Nachbarinselstaat hat dieses Szenario schon vor einigen Jahren durchgespielt, erzählt Arno Pascht. „Das berühmteste Beispiel ist der Inselstaat Kiribati. Dort hat der damalige Präsident Anote Tong vor einigen Jahren ein Konzept entwickelt, um die Menschen auf eine Migration vorzubereiten.“

Ein Hauptanteil von Kiribati liegt weniger wie zwei Meter gut dem Normalnull. Langsam dennoch sicher dringt dies salzige Meerwasser ins Grundwasser jener kleinen Nation ein und verseucht es. Dasjenige bedroht die Trinkwasserversorgung, dennoch beiläufig die Landwirtschaft. Selbst, wenn die Non… nicht untergeht, ist sie vermutlich eines Tages nicht mehr bewohnbar.

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Insoweit hat Kribatis damaliger Staatschef Tong den Plan einer „Migration mit Würde“ ausgerufen und ein Stück Nationalstaat gen Fidschi gekauft, einem anderen, viel größeren Inselstaat im Südpazifik. Vor allem die jüngere Generation Kiribatis soll damit die Möglichkeit bekommen, erhobenen Hauptes auszuwandern und ein Leben in einem fremden Nationalstaat zu planen, anstatt Kehle gut Kopf die Winkelzug anzutreten.

Noch hat die Umsiedlung dennoch nicht begonnen, zumal sich die meisten Bewohner Kiribatis dagegen wehren. „Dasjenige ist natürlich eine ganz schwierige Situation, weil die Verpflichtung zu dem Herkunftsland jener Menschen in Ozeanien sehr stark ist. Zu Gunsten von die Identität jener Menschen ist es sehr wichtig, sie Verpflichtung aufrechtzuerhalten. Welches letztlich dann passiert, wenn dies Nationalstaat wirklich weg ist, kann und mag sich natürlich keiner vorstellen“, erzählt Völkerkundler Pascht im Podcast.

Palau befürchtet „Aussterben“

„Wieder was gelernt“-Podcast

„Wieder was gelernt“ ist ein Podcast pro Neugierige: Bekommt die Krauts Sitzbank ihr Geld von Donald Trump zurück? Warum bezahlen manche Berufspiloten Geld pro ihren Job? Warum ziehen Piraten von Ost- nachher Westafrika? Ton…Sie rein und werden Sie dreimal die Woche ein kleinster Teil schlauer. Ganz Nachgehen von „Wieder was gelernt“ finden Sie unter anderem in jener ntv-App, im Zusammenhang Audio Now, Apple Podcasts und Spotify.

Wie katastrophal die Stellung pro wenige Inselstaaten Ozeaniens ist, zeigt beiläufig eine Statement von dem Präsidenten jener Inselgruppe Palau. Die Weltgemeinschaft müsse sofort handeln, „weil es um unser Aussterben geht“, sagt Surangel Whipps. Natürlich könne man die Bewohner jener Inseln im Pazifik umsiedeln – „in ein Gebäude nach Shanghai oder auf ein Feld in Arkansas“ – dennoch dann sind sie „nicht länger ein Volk, nicht länger eine Nation“.

Die Frage, ob ein Staat, jener versinkt, immer noch ein Staat ist, stellen sich in Ozeanien viele Nationen, nicht nur Tuvalu. Nachdem internationalem Recht muss ein Staat eine ständige Nation und ein definiertes Territorium nach sich ziehen. Trifft dies gen ein Feld in Arkansas oder ein Gebäude in Shanghai zu? Die bedrohten Nationen wollen es erst weder noch so weit kommen lassen.

Und vielleicht nach sich ziehen sie Hochgefühl im Unglück: In einer Studie aus dem Jahr 2010 wurden 27 Inseln im Südpazifik untersucht. In diesem Fall ist festgestellt worden, dass durch den steigenden Normalnull nur vier dicker Teppich geworden sind. Die anderen sind wider erwarten gewachsen, dies zeigen historische Luftaufnahmen aus den 50er Jahren, die Forscher mit aktuellen Satellitenbildern verglichen nach sich ziehen. Wenn schon sieben jener neun Atolle Tuvalus in Besitz sein von dazu. Sie da sein aus Korallentrümmern, die von den umliegenden Riffen angespült werden. Handkehrum, warnen die Wissenschaftler, 27 Pazifik-Inseln sind keine belastbare Größe. Und wenn jener Normalnull beginnt, schneller zu steigen, könnte die Korallen nicht mehr reichen, um die Inseln zu schützen.