Börsensteuer kommt 2021: Scholz bittet Stummelig-Investor zur Kasse


imago87167916h.jpg

Dem deutschen Staat dürfte die seitdem Langem geforderte Börsensteuer 1,2 Milliarden Euro in die Kasse waschen.

(Foto: imago/Panthermedia)

Bundesfinanzminister Olaf Scholz will Anlegern den Aktienkauf mit welcher Finanztransaktionssteuer vermiesen. Sie trifft nicht Spekulanten und Banken, sondern vor allem Privat-Investor, die fürs Herbst des Lebens sparen.

Vermutlich wollen die ehemaligen Volksparteien, in Folge dessen Union/CSU und SPD, Steuern und Gebühren senken – genug Geld ist ja vorhanden. Tatsächlich ist jedoch Bundesfinanzminister Olaf Scholz hierbei, endlich die Finanztransaktionssteuer einzuführen. Widerstand beim Koalitionspartner regt sich bislang kaum. Die Idee zu Händen sie Börsensteuer entstand infolge welcher weltweiten Finanzkrise vor rund zehn Jahren.

Dies ursprüngliche Anstehen war, durch eine Steuer erstens die Banken an den finanziellen Belastungen welcher Finanzkrise zu beteiligen und zweitens riskante Spekulationen einzudämmen. Dies gelinge nur, wenn die Börsensteuer möglichst flächendeckend in Europa eingeführt würde, so die weiland gängige Meinung. Außerdem müssten vor allem riskante Geschäfte besteuert werden.

Von diesen Zielen ist kaum noch irgendetwas übriggeblieben. Insgesamt nach sich ziehen sich offenbar nur zehn EU-Länder im Grunde darauf geeinigt, die offiziell Finanztransaktionsteuer genannte Preis einzuführen. Welcher Finanzplatz Luxemburg gehört nicht dazu. Dies ermöglicht es großen institutionellen Investoren, die Steuer zu umgehen. Dies gilt somit wiewohl zu Händen Hochfrequenzhändler, die permanent Wertpapiere kaufen und verkaufen, um minimale Preisdifferenzen auszunutzen.

Börsensteuer nur zu Händen Aktien

Außerdem sollen Derivate nicht, sondern nur Aktien besteuert werden. Doch ohne Rest durch zwei teilbar Derivate wie Terminmarktgeschäfte gelten wie risikoreich. Die Börsensteuer trifft damit nicht Spekulanten, sondern ungefähr konservative Investor. Jene sollen künftig beim Kauf und Verkauf von Aktien 0,2 von Hundert des Transaktionsvolumens zusätzlich an den Fiskus abführen.

Die neue Steuer, die ab 2021 gelten soll, trifft insgesamt rund zehn Mio. Bewohner. Dies gesamte Aufkommen schätzt die Europäische Kommission uff circa 3,5 Milliarden Euro. Dem deutschen Staat dürfte im Weiteren die Börsensteuer 1,2 Milliarden Euro in die Kasse waschen. Zum Vergleich: Im laufenden Jahr werden Bundeswehr, Länder und Gemeinden zusammen voraussichtlich 794 Milliarden Euro Steuern zur Kasse bitten. Hinsichtlich dieser Zahlen stellt sich die Frage, wie dasjenige Bundesfinanzministerium zu welcher Einschätzung kommt, dass die Finanztransaktionssteuer spürbare Einnahmen generiere. Vielmehr nimmt die Bürokratie ein weiteres Mal zu, ohne dass beim Fiskus ein nennenswerter Summe hängen bleibt.

Bormann 2019.jpg

Steuerexperte Michael Bormann

An den EU-weiten Einnahmen aus welcher Börsensteuer werden wiewohl Slowenien und die Slowakei beteiligt, wo es keine größeren börsennotierten Unternehmen gibt und somit keine entsprechenden Einnahmen zu erwarten sind. Jene Quersubventionierung unter anderem durch den deutschen Steuerzahler ist nötig, da sonst keine neun Länder zusammengekommen wären, die die “Scholz-Steuer” importieren wollen. Es zu tun sein sich jedoch mindestens neun Länder an welcher neuen Steuer beteiligen, um sie uff EU-Lage zu installieren – denn es besteht ein sogenanntes Mitglieder-Quorum. Ohne Slowenien und die Slowakei kämen jedoch nur acht Staaten zusammen.

Stummelig-Investor in welcher Not

Pro die deutschen Privat-Investor hat die neue Börsensteuer spürbar negative Hinterher gehen. Nachher Negativ-Zinsen zusammen mit Bundesanleihen und Null-Zinsen uff Sparbüchern und Bankkonten eingeschränkt künftig welcher Staat wiewohl die Vermögensbildung durch den Erwerb von Aktien. So wird dasjenige fast wie spornstreichs notwendige Sparen zu Händen dasjenige Herbst des Lebens zusätzlich bestraft.

Die geplante Börsensteuer torpediert nicht nur Aktien-Sparpläne, sondern wiewohl Riester-Sparer mit einem Fondssparplan. Sie werden sogar zu zweit abkassiert. Denn die Börsensteuer würde einmal beim Kauf welcher Fondsanteile fällig werden. Und welcher Fiskus würde ein zweites Mal die Hand Einhalt gebieten, wenn dasjenige Fondsmanagement die eingezahlten Sparraten investiert. Schließlich bittet Scholz wiewohl Mitwirkender zur Kasse, die sich mit Belegschaftsaktien an ihrem Unternehmen, zusammen mit dem sie funktionieren, beteiligen. Und die SPD will noch verschmelzen draufsetzen. Scholz plant, die Abgeltungssteuer abzuschaffen. Gewinne aus Aktientransaktionen unterlägen dann welcher Einkommenssteuer. Welcher Fiskus würde dann nicht wie bisher pauschal 25, sondern solange bis zu 45 von Hundert welcher realisierten Gewinne einstreichen. Eine private Vorsorge zu Händen dasjenige Herbst des Lebens dürfte sich damit kaum mehr lohnen.

Dr. Michael Bormann ist Steuerexperte und seitdem 1992 Gründungspartner welcher Sozietät bdp Bormann Demant & Partner bdp-team.de. Schwerpunkte seiner Tätigkeiten sind neben Steuern die Bereiche Finanzierungsberatung sowie dasjenige Sanierungs- und Krisenmanagement zusammen mit mittelständischen Firmen.



Quelle