Bosnien steht vor welcher Spaltung



Separatisten forcieren Krieg

Bosnien steht vor welcher Spaltung

Bosnien-Herzegowina könnten zum nächsten Stresstest zu Händen die Europäische Union werden. Denn 26 Jahre nachher Finale des Bosnienkriegs flammen Gemahlin Konflikte wieder uff. Jener radikale Serbenführer plant die Aufsplittung vom Zentralstaat. Mit Hilfe aus Hauptstadt von Serbien und Moskau.

Am Balkanstaaten wächst die Befürchtung vor einem neuen Krieg. In Bosnien arbeitet welcher radikale Serbenführer Milorad Dodik daran, den serbisch dominierten Provinz vom Zentralstaat abzuspalten. Mit Kriegsrhetorik stachelt er seine Unterstützer und Gegner uff. Stark schwelende Konflikte kommen an die Oberfläche. Die Wurzeln welcher neuen Spannungen liegen weit zurück – im Bosnien-Krieg in den 1990er-Jahren. „Das Land war zwischen 1945 und bis zum Zerfall Jugoslawiens eine Teilrepublik Jugoslawiens, ist dann 1992 unabhängig geworden. Und damit brach auch der Krieg in Bosnien-Herzegowina aus“, berichtet Vedran Dzihic im ntv-Podcast „Wieder was gelernt“.

Jener Politologe ist in Bosnien geboren und 1993 während des Krieges nachher Ostmark geflüchtet. Mittlerweile arbeitet er am Österreichischen Institut zu Händen Internationale Politik in Wien und beschäftigt sich im Rahmen dessen untergeordnet mit welcher Situation in Bosnien-Herzegowina, einem ethnisch und religiös geteilten Staat. „Der Krieg in Bosnien war der blutigste auf dem Gebiet des ehemaligen Jugoslawien mit 100.000 Toten, mehr als zwei Millionen Vertriebenen und einer weitgehenden Zerstörung des Landes.“

Jener Krieg ging mit dem Einigung von Dayton zu Finale. In welcher Stadt im US-Bundesstaat Ohio wurde 1995 eine Verfassung ausgearbeitet. „Man hat das Land in zwei sogenannte Entitäten aufgeteilt. Eine Entität ist die Republika Srpska, die andere heißt Föderation von Bosnien-Herzegowina“, erklärt Dzihic die komplizierte Situation in dem kleinen Balkanstaat.

Bosnien besteht aus zwei Teilrepubliken

Seit dieser Zeit dem Finale des Bosnienkrieges 1995 gibt es zwei halbautonome, etwa gleich große Teilrepubliken. Jener Norden an welcher Grenze zu Kroatien ist Teil welcher Republika Sprska. Außerdem welcher gesamte Osten weiter welcher Säumen zu Serbien sowie Montenegro. In Srpska wohnen vor allem bosnische Serben. Selten kompliziert: Srpska besteht aus zwei Landesteilen, die nichtsdestoweniger nicht schnell verbunden sind. Es gibt nur kombinieren schmalen Korridor zwischen beiden Teilen, den Brcko-Distrikt, welcher sowohl von Sprska qua untergeordnet von Bosnien-Herzegowina kontrolliert wird. Jener Rest des Landes, vor allem die Mittelpunkt und die westliche Grenze zu Kroatien, gehört zur Föderation Bosnien-Herzegowina. Dort leben etwa zwei Drittel welcher Einwohner des Gesamtstaates, hauptsächlich muslimische Bosniaken und katholische Kroaten.

Die beiden sogenannten Entitäten nach sich ziehen jeweils eigene Parlamente, oben allem steht nichtsdestoweniger die Zentralregierung in Sarajevo. Ein Friedensforscher hat dies mal im Vergleich zu welcher „Deutschen Welle“ qua dies „komplizierteste Regierungssystem der Welt“ bezeichnet. Dzihic verdeutlicht, wieso: „Das ethnische Prinzip wurde in den Mittelpunkt des politischen und administrativen Lebens gestellt. Alles ist aufgeteilt, die Verwaltung, die wichtigsten Positionen im Staat. Es gibt ein dreiköpfiges Staatspräsidium, das aus einem Bosniaken, einem Serben und einem Kroaten besteht.“

„Hardcore-Nationalist“ zündelt in Republika Srpska

Die Ergebnis falle mehr qua ein Vierteljahrhundert nachher dem Dayton-Einigung nichtsdestoweniger ernüchternd aus, beschreibt welcher Politologe. Versuche welcher Demokratisierung und Europäisierung hätten „keine Früchte getragen“. Eine ethnisch-nationalistische Politik dominiere weiter dies Staat. „Das führt zu einer permanenten politischen Krise im Land und zu der Frage, ob ein Staat überhaupt eine Zukunft hat und haben kann“, sorgt sich Vedran Dzihic.

Von einer Zukunft qua geeintes Staat will welcher Vertreter welcher bosnischen Serben in welcher Zentralregierung, Milorad Dodik, jedenfalls längst nichts mehr wissen. Er will die Republika Srpska vom Rest des Staates zersplittern. Schon seitdem vielen Jahren ist welcher heute 62-Jährige fester Glied welcher politischen Landschaft in Bosnien. Von 2010 solange bis 2018 war er Vorsitzender von Srpska. Daraufhin wurde er Mitglied des dreiköpfigen Staatspräsidiums, dessen Vorsitz nicht mehr da acht Monate wechselt.

Rückendeckung aus Serbien und Russland

„Dodik galt zunächst als ein Hoffnungsträger für ein liberales und demokratisches Bosnien, mittlerweile hat er sich aber zu einem Hardcore-Nationalisten gewandelt“, analysiert Dzihic. Jener Guru erkennt darin eine Taktik. Dodik wolle mit welcher Krawallpolitik von seiner „sehr schlechten Regierungsbilanz in der Republika Srpska“ behelligen. Die Region sei „finanziell ausgehungert“ und werde „im Würgegriff von einer klientelistischen, nationalistischen, korrupten Clique um Dodik gehalten“.

Weiter  Heute vor 30 Jahren: Dies Volk strömt in die Stasi-Zentrale

„Wieder was gelernt“ ist ein Podcast zu Händen Neugierige: Bekommt die Krauts Geldinstitut ihr Geld von Donald Trump zurück? Warum bezahlen manche Berufspiloten Geld zu Händen ihren Job? Warum ziehen Piraten von Ost- nachher Westafrika? Ton…Sie rein und werden Sie dreimal die Woche ein kleinster Teil schlauer.

Leer Hören finden Sie in welcher ntv-App, c/o Audio Now, Apple Podcasts und Spotify. „Wieder was gelernt“ ist untergeordnet c/o Amazon Music und Google Podcasts verfügbar. Für jedes nicht mehr da anderen Podcast-Apps können Sie den RSS-Feed verwenden.

Dodik hat in den vergangenen Jahren immer wieder mit Aufsplittung gedroht. Unterstützung bekommt er nun vor allem aus Serbien. Und in Bosnien mische Russland jetzig ebenfalls mit – „stärker als je zuvor“, wie Vedran Dzihic sagt. Vorsitzender Putin wolle die Westanbindung Bosniens verhindern, analysiert welcher Politologe. Am Balkanstaaten sei ein „neuer geopolitischer Marktplatz“ entstanden. „Hier verteilen sich die Karten momentan neu. Russland will der Europäischen Union eine Watschn austeilen. Man will das europäische Projekt nicht bedrohen, aber zumindest herausfordern.“

Es gehe Russland drum, eine North Atlantic Treaty Organization-Erweiterung zu verhindern. „Bosnien wäre ein natürliches Kandidatenland für die NATO-Mitgliedschaft. Dagegen wehren sich auch die Serben sehr stark. Ich habe das Gefühl, dass Bosnien-Herzegowina derzeit zu einem Kollateralschaden der europäischen Passivität, des amerikanischen Zögerns und eines neuen geopolitischen Kampfes geworden ist“, welcher Wiener Politologe im Podcast.

Weil ebendiese Situation vor allem die Einwohner Bosniens trifft, denken viele von ihnen darüber nachher, dies Staat zu verlassen. Vor allem junge Menschen sehen keine Zweck mehr in welcher Heimat, zwischen des politischen Wirrwarrs. Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass etwa 50 v. H. welcher jungen Menschen den konkreten Wunsch nach sich ziehen, woanders zu leben.

Die Europäische Union sieht dies Verhalten von Dodik ungelegen und wird vermutlich mit Sanktionen zu Händen Srpska darauf reagieren. Davon hatte vorige Woche unter anderem welcher geschäftsführende deutsche Außenminister Heiko Maas gesprochen. Unter ferner liefen Christian Schmidt ist dazu. Jener frühere Bundeslandwirtschaftsminister ist seitdem August Hoher Repräsentant zu Händen Bosnien-Herzegowina c/o den Vereinten Nationen. In seinem aktuellen Informationsaustausch heißt es: „Bosnien-Herzegowina sieht sich seiner schwersten existenziellen Bedrohung der Nachkriegsperiode konfrontiert“.

EU-Zweck zu Händen Bosnien?

Für jedes Guru Dzihic komme es in den nächsten Wochen und Monaten vor allem uff „Deeskalation“ an. „Man muss von dieser Kriegsrhetorik runterkommen. Dodik hat mehrmals die rote Linie überschritten. Die Amerikaner und die Europäer müssen Farbe bekennen.“ Bosnien-Herzegowina müsse von welcher Ethnopolitik befreit werden, Oppositionsparteien müssten mehr Unterstützung bekommen. Es gebe schließlich untergeordnet Lebendigkeit im Staat, die sich zu Händen kombinieren Kampf gegen die Korruption einsetzen. „Und dann liegt es an der EU, dem Land eine glaubwürdige Einwanderungsperspektive anzubieten.“

Zwei Nachfolgestaaten von Jugoslawien sind schon EU-Mitglieder, Slowenien und Kroatien. Aufwärts welcher verkettete Liste welcher Beitrittskandidaten stillstehen Serbien, Nordmazedonien und Montenegro. Bosnien-Herzegowina will untergeordnet zur EU in Besitz sein von und hat 2016 kombinieren Beitrittsantrag gestellt. Ungeachtet ist dies Staat jetzig noch weit von einer EU-Integration fern.

Die „sehr hohen Anforderungen“ an eine Mitgliedschaft seien noch nicht erfüllt, hat welcher UN-Gesandte Christian Schmidt vor Kurzem klargemacht. Hingegen es gebe „Schritte in die richtige Richtung“ und er „zähle auf die jüngere Generation, die ein besseres Leben haben will“. Im Staat gebe es zwar weiterhin Probleme, nichtsdestoweniger im Kontrast zu 1995 müsse „niemand befürchten, auf der Straße erschossen zu werden“. Damit dies so bleibt, setzt Schmidt uff eine baldige EU-Mitgliedschaft des 3-Mio.-Einwohner-Landes.