„Butscha? Das ist eine Lügerei!“


Welches halten die in Deutschland lebenden Russen von Putin? Wie stillstehen sie zu den pro-russischen Demos in Deutschland? Wer ist gar schuld an dem Krieg? Oder ist es doch eine „Spezialoperation“? ntv.de hat sich an einem russischen Supermarkt in Spreeathen umgehört. Wenige Beantworten nach sich ziehen es in sich.

Welcher Westen staunt weiterführend die Menschen in Russland, die den Krieg gegen die Ukraine unterstützen und Verbrechen jener eigenen Streitkräfte leugnen oder gar feiern. Qua eine mögliche Erläuterung zu Gunsten von ebendiese Sichtweise wird oft die Wirkung jener Kreml-Propaganda genannt. Zudem sei jener Zugang zu den freien Medien eingeschränkt, es gebe keine Meinungsfreiheit, rechtfertigen die Experten. Doch es gibt zweite Geige Menschen in Deutschland, die Wladimir Putins Richtung unterstützten. In den vergangenen Wochen sorgten etwa pro-russische Autokorsos in mehreren deutschen Städten zu Gunsten von Schlagzeilen. Im sozialen Netzwerk VK findet man einschlägige Gruppen, in denen die in Deutschland lebenden Russen Propaganda-Videos teilen und Verschwörungstheorien verteilen. Wenige dieser Gruppen zählen Zehntausende Mitglieder.

Laut einem Berichterstattung des „Tagesspiegels“ schätzen Migrationsexperten die Zahl jener russischsprachigen Zuwanderer in Deutschland aufwärts etwa 2,2 Mio.. Unter weitem nicht jeglicher sind Putin-Liebhaber. Viele nehmen an pro-ukrainischen Demonstrationen teil, helfen Flüchtlingen und engagieren sich qua Freiwillige. Manche sind gegen den Krieg, zweite Geige wenn sie ihre Ansichten nicht rege zur Schau stellen. Wenige wiederum versuchen, sich aus jener Politik herauszuhalten.

Wir sind zu einem russischen Supermarkt im Krapfen Stadtteil Lichtenberg gefahren, um uns dort mit russischsprachigen Menschen zu unterhalten. Welches halten sie von Putin? Wie stillstehen sie zu den pro-russischen Demos in Deutschland? Wer ist gar schuld an dem Krieg? Oder ist es doch eine „Spezialoperation“? Wenige Beantworten nach sich ziehen es in sich.

„Die Ukrainer sind Verbrecher“

„Ich habe die Bilder aus Butscha gesehen. Das ist eine Lügerei“, sagt eine ältere Madame ntv.de, nachdem sie in einem russischen Supermarkt an jener Landsberger Chaussee ihre Einkäufe erledigt hat. „Denken sie doch nach, wenn ein Mensch irgendwo umkommt – warum liegt denn seine Leiche am Straßenrand? An sowas glaube ich nicht“, argumentiert die Nullipara mit Blick aufwärts die Fotos jener getöteten Zivilisten in Butscha, von denen viele aufwärts den Straßen des Kiewer Vororts entdeckt wurden. „Vieles ist Fake heutzutage“, erklärt die Nullipara, die ihren Namen nicht nennen will. Sie habe darüber zweite Geige mit vielen Ukrainern gesprochen. „Sie sagen, es ist nicht wahr.“

Die Rentnerin informiert sich sowohl im deutschen qua zweite Geige im russischen In die Röhre schauen. Sie wisse freilich nicht, wem sie vertrauen soll: „Jeder sagt was anderes“. Putin habe keinen Krieg herbeiführen wollen, doch niemand habe aufwärts ihn gehört, ist sich die Nullipara sicher. „Die Ukrainer sind Verbrecher. Nicht alle, aber dort gibt es solche Menschen, die es auch in Deutschland früher gab – Faschisten. Aber nicht alle sind so. Viele sind unschuldig. Mir tun sie wirklich leid. Die kleinen Kinder, die alten Leute, die sterben alle“.

Den Krieg nach sich ziehen nachdem ihrer Durchschau „nicht nur“ die Ukrainer verursacht. „Die Amerikaner sind schuld. An dem ganzen Krieg ist (US-Präsident Joe) Biden schuld. Er hat das alles geplant.“

„Im Westen will niemand die Wahrheit hören“

Ebendiese Durchschau teilt zweite Geige ein Mann mittleren Alters, jener vor dem Laden aufwärts seine Nullipara wartet. „Politiker aus England und den USA“ seien schuld an dem Krieg in jener Ukraine, „auf jeden Fall nicht Russland“, erklärt jener Russe aus jener sibirischen Stadt Tjumen. Er lebt seit dieser Zeit sechs Jahren in Deutschland. „Sie sind diejenigen, die Böses im Schilde führen, hinterlistig und aus der Ferne. Die westliche Welt hat das Ziel, Russland zu vernichten, genauso wie die Sowjetunion damals.“ Welcher Westen benutze die Ukraine qua eine Pufferzone, sie sei sein Todesopfer, erklärt jener Mann.

Neben… er glaubt nicht den Berichten weiterführend die Gräueltaten russischer Soldaten in jener Ukraine: „Fakes kann man heutzutage doch ohne Ende herstellen. Natürlich ist es ein Fake.“ Nachher seiner Meinung lasse jener Westen die „Beweise“ jener russischen Seite außer Achter. „Im Westen will niemand die Wahrheit hören. Russland ist einfach an allem schuld. Russland war schon immer an allem schuld.“

„Putin ist ein guter Mensch“

Walkan, ein junger Mann aus Moldawien, hat die Bilder aus Butscha nachdem eigenen Worten nicht gesehen. Uff die Frage nachdem seiner Stagnation zum Krieg in jener Ukraine hat er freilich eine deutliche Auskunft. „Ich glaube, Putin ist ein guter Mensch“, sagt jener 19-Jährige, während er an seinem Energy-Getränk nippt. „Er wollte den Frieden und Selenskyj wollte den Krieg“. Welcher russische Vorsitzender „wollte einfach nur Donezk zurückbekommen, weil das seine Stadt war. Er hatte sie vor vielen Jahren der Ukraine geschenkt.“

IMG_20220413_140534.jpg

Welcher 19-jährige Walkan ist sich sicher: „Selenskyj wollte den Krieg“.

(Foto: Maryna Bratchyk)

Welcher junge Mann wird von einem seiner nebenstehendunterbrochen: „Die Ukraine und Russland sind ein Volk“, sagt Eduard, jener ebenfalls aus Moldawien kommt. „Am Anfang gab es doch die Kiewer Rus. Es gab keine Ukraine, es gab nur Russland“, behauptet jener 37-Jährige. Die Kiewer Rus war ein mittelalterliches Großreich, dasjenige im 9. Jahrhundert in Osteuropa entstand und qua Vorläuferstaat jener heutigen Staaten Russland, Ukraine und Weißrussland namhaft wird.

Weiter  Von jener Leyen blamiert die EU

Eduard ist gegen den Krieg. „Sie sehen doch, dass in der Ukraine unschuldige Menschen sterben. Wer tötet sie? Das sind die Ukrainer selbst, die andere Ukrainer umbringen.“ Und warum tun sie dasjenige? „Um Panik auf der Welt zu säen und die Militärschläge zu rechtfertigen“, entgegnet jener Mann und fährt fort: „Die russischen Soldaten sind in der Ukraine, um die friedlichen Menschen zu retten.“

„Ukraine ist ein Randgebiet Russlands“

Neben… Igor aus Ekaterinburg ist gegen den Krieg. „Dass Bruder gegen Bruder kämpft, das finde ich nicht in Ordnung“, erklärt jener 51-Jährige, jener nachdem einem Autounfall vor mehreren Jahren zweierlei Beine verloren hat. Vor drei Monaten zog er nachdem Deutschland, jetzt bettelt er vor dem Supermarkt. Widerwille des schwierigen Schicksals wirkt jener Mann fröhlich und lebenslustig. Dasjenige mag daran liegen, dass er nachdem eigenen Worten keine Nachrichtensendung verfolgt. „Wozu auch? Ich brauche keinen Stress.“

Seine Stagnation zur Staatlichkeit jener Ukraine ist in der Tat was auch immer andere qua fröhlich: „Ukraine ist ein Randgebiet Russlands. Ukraine gab es ja nie. Am Anfang war doch die Kiewer Rus – also Russland, nicht Ukraine“, wiederholt jener 51-Jährige sozusagen wortwörtlich Eduards Behauptung und ärgert sich weiterführend die „Undankbarkeit“ jener Ukrainer: „Wir haben sie im Großen Vaterländischen Krieg von den Deutschen befreit. Und jetzt sagen sie, dass wir sie angegriffen haben!“

„Dieser Krieg, das geht natürlich gar nicht“

IMG_20220413_125212.jpg

Xenia floh mit ihrer Schraubenmutter und zwei Kindern aus jener Ukraine.

(Foto: Maryna Bratchyk)

Vor dem russischen Supermarkt treffen wir zweite Geige Xenia, die zusammen mit ihrer Schraubenmutter und ihren zwei Kindern Zustandekommen März aus jener Ukraine geflohen ist – gleichmäßig weil ihr Staat von Russland angegriffen wird. Uff die Demonstrationen jener Putin-Liebhaber in Deutschland reagiert sie zwar mit Verständnislosigkeit: „Wozu provozieren? Nach dem Autokorso in Berlin gab es viel Aggressivität, sowohl gegen die Ukrainer als auch gegen die Russen.“ Obgleich wäre sie störungsfrei weitergegangen, hätte sie solch verschmelzen Korso zufällig in jener Stadt gesehen. „Ich hätte es ignoriert, ich wäre nicht auf die Autos gesprungen“, sagt die Nullipara aus jener westukrainischen Stadt Riwne lächelnd. „Ich denke in erster Linie an die Sicherheit meiner Kinder“.

IMG_20220413_131753.jpg

Swetlana Zimmermann kennt niemanden mehr, jener Putin unterstützt.

(Foto: Maryna Bratchyk)

Neben… jener 52-Jährige Karl ist gegen die pro-russischen Demonstrationen, akzeptiert sie freilich. „Solange es Meinungsfreiheit und Demokratie gibt, dürfen sie das tun. Auch wenn es stinkt“, sagt jener Krauts aufwärts perfektem Russisch. Qua Kind habe jener Krapfen lange Zeit Zeit in jener UdSSR gelebt. „Dieser Krieg, das geht natürlich gar nicht. Es gibt verstrahlte Leute, die so etwas unterstützen. Ich finde ihre Aktionen unsympathisch, aber wir müssen damit leben“.

„Dasselbe fand auch in Tschetschenien statt“

Swetlana Zimmermann, gebürtige Russin, die seit dieser Zeit 25 Jahren in Deutschland lebt, hält Russlands Überfall aufwärts die Ukraine zu Gunsten von inakzeptabel. Genauso wie die pro-russischen Demonstrationen: „Ich finde, dass ein Land, das den Krieg angefangen hat, kein Recht mehr auf irgendwelche Meinungsäußerungen hat. Ich finde, dass die ganze Welt jetzt die Ukraine unterstützen muss“, sagt die 56-Jährige. Vor dem Krieg habe sie manche Umgang gehabt, die Putins Politik befürworteten, „aber sofort nach dem Kriegsbeginn haben sie ihre Meinung geändert. In meiner Umgebung gibt es keine Leute mehr, die Putin unterstützen“, sagt Zimmermann.

IMG_20220413_135050.jpg

Die Bilder aus jener Ukraine erinnern Riswan an die Kriege in seiner Heimat Tschetschenien.

(Foto: Maryna Bratchyk)

Den Überfall aufwärts die Ukraine verurteilt zweite Geige Riswan aus Tschetschenien. Die Bilder von getöteten Zivilisten erinnern ihn an die Kriege in seiner Heimat. In den Tschetschenienkriegen in den 90ern und Zustandekommen jener 2000er Jahre verübten russische Soldaten zahlreiche Massaker an jener Zivilbevölkerung. „Dasselbe fand auch in Tschetschenien statt. Genau so.“ Welcher 52-Jährige versteht nicht, „wozu man einfache Leute umbringt. Es gibt doch genug Platz für alle auf der Erde.“ Welcher Mann gibt selbst eine mögliche Erläuterung. „Das passiert, weil man die Welt aufteilen will. Und die einfachen Leute leiden daran.“ Uff die Frage, wer die Welt teilen will, gibt Riswan eine vage Auskunft: „Diejenigen, die Macht haben.“ Er betont, dass Russland sich hätte zurückhalten sollen. „Man muss doch zugeben, niemand wollte es angreifen.“

„Was willst du von Menschen, die dem deutschen TV glauben?“

Uff dem Parkplatz vor dem Supermarkt sprechen wir ein letztes Paar an. Verknüpfen Mann und eine Nullipara, zweierlei in ihren Vierzigern oder Fünfzigern. Ihre Namen wollen sie nicht nennen. Pro die beiden Russen, die „schon lange“ in Deutschland leben, besteht kein Zweifel: Die Ukraine ist schuld an dem Krieg.

Uff die Nachfrage, warum die Ukraine schuld ist, wenn sie doch von Russland angegriffen wurde, reagieren die beiden verwundert. „Wissen Sie, ich glaube jeder wird sowieso bei seiner Meinung bleiben“, weicht die Nullipara jener Frage aus. Welcher Mann regt sich aufwärts: „Kennen Sie überhaupt die Vorgeschichte? Warum haben Sie geschwiegen, als der Krieg 2014 im Donbass angefangen hat? Erst jetzt reagieren Sie, nach dem Beginn der Spezialoperation, erst jetzt, als in der Ukraine der Nazismus aufgeblüht ist. Sie verstehen doch, was ich meine, oder?“. Uff die Bitte sehr nachdem einer Erläuterung erwidert jener Mann: „Worüber kann man mit euch überhaupt reden? Ihr habt doch ein Tunneldenken.“

Die Bilder von getöteten Zivilisten in Butscha bezeichnet jener Mann qua eine „Provokation“. „Selbstverständlich sind es inszenierte Aufnahmen, mein Gott!“, sagt jener Mann, im Vorhinein seine Nullipara dasjenige Gespräch beendet: „Komm, gehen wir. Was willst du von Menschen, die dem deutschen Fernsehen glauben?“