Christliche Tradition seitdem 1823: Fromme Schützen trotzten Nazis, nun Corona


Ein Schützenverein in NRW bringt seitdem weitestgehend 200 Jahren ein und dieselbe Laterne zu einer Religionsgemeinschaft. Enervieren Mitglieder dies Gelübde, sollen sie den Leuchter einem Fürstenhaus zurückgeben. Deswegen findet die Prozession Neben… zu -Zeiten statt.

Ostersonntag, es ist wieder so weit. Die Messinglaterne, die ein ganzes Jahr in den Räumen jener “Prinzen Schützengesellschaft von 1490” im münsterländischen Steinfurt-Borghorst aufwärts ihren Kapitaleinsatz wartete, ist aus dem Tresor geholt, schön poliert und mit drei Kerzen bestückt worden. Von kurzer Dauer vor Take-off jener Dunkelheit werden sie angezündet und jener Leuchter durch die kleine Kirchgemeinde getragen. Jener Weg jener Prozession ist ziemlich exakt kombinieren Kilometer weit, er endet am Opfertisch jener katholischen Religionsgemeinschaft Sankt Nikomedes.

Seitdem nunmehr 197 Jahren halten die “Schütten tho Borchorst” an dieser Tradition verspannt. Sie gerecht werden damit einerseits ein Gelübde und erhalten eine andere Sache ist kombinieren christlichen Gewohnheit: den Emmausgang. Er erinnert an den Marschmusik jener Jünger nachdem Emmaus, einem Ort nahe .

Hauptmann Stephan Knubel-Sicking (r.) entzündet der Kerzen beim Emmausgang 2008.

Hauptmann Stephan Knubel-Sicking (r.) wund die Kerzen beim Emmausgang 2008.

(Foto: Schützenverein “Schütten tho Borchorst”)

Die Prozession von Borghost ist in doppelter Hinsicht eine besondere. Die Prinzen-Schützen nach sich ziehen keine Gespür, warum sich ihre Vorgänger 1823 verpflichteten, jedes Jahr am Ostersonntag drei Kerzen zur Religionsgemeinschaft zu tragen und zu warten, solange bis sie niedergebrannt sind. Vor allem gleichwohl dürfte es sich um kombinieren frühen Mitgliedsbeitrag zur Versöhnung jener beiden christlichen Konfessionen gehandelt nach sich ziehen. “Wir gehen davon aus, dass damit eines der ersten ökumenischen Zeichen in der Region gesetzt werden sollte”, sagte Kai Laukemper, Vorsitzender jener Prinzen-Schützen. “Schließlich war der Messingkandelaber eine Gabe aus einem durch und durch evangelischen Fürstenhaus an eine durch und durch katholische Gemeinde.”

Immer wieder neue Meilensteine

Tatsächlich begründete jener protestantische Fürst Alexius zu Bentheim und Steinfurt die Tradition des Borghorster Emmausgangs mit dem Geschenk jener Laterne an die in vergangener Zeit rein katholische Schützengesellschaft, die Werden des 19. Jahrhunderts die Niederlage einer Stadtwache hatte. Warum jener Adlige dies tat, welches sein Tonfigur hinter war und weshalb daraus dies Gelübde entstand, die drei Kerzen Jahr pro Jahr zur St-Nikomedes-Religionsgemeinschaft zu tragen, ist nicht überliefert. Wacker steht gleichwohl: Fällt ein einziger Emmausgang in Borghorst aus, sollen die Prinzen-Schützen die Laterne an dies Fürstenhaus zurückgeben. “Es ist sehr seltsam und bleibt vielleicht für immer ein ”, meint Laukemper. “In den Dokumenten unseres Schützenvereins ist dazu nichts überliefert. Auch Historiker, die schwerpunktmäßig zum Münsterland forschten, fanden es nicht heraus. Aber die Prozession hat für uns auch ohne das Wissen darum eine enorme Bedeutung.”

Zum Begriff dies Neben… darin, dass die Prinzen-Schützen immer wieder neue Meilensteine des christlichen Miteinanders setzten. Am 190. Wiederkehr eines Gedenktages des Laternenumzugs feierten ihn erstmals Protestanten und Katholiken in ökumenischer Seelenverwandtschaft in jener Religionsgemeinschaft. Jener Emmausgang endete mit einer Besinnung beider christlicher Konfessionen. Inzwischen gehörten dem Verein Christen beider Glaubensrichtungen, Muslime und Atheisten an, sagt jener Vorsitzende. “Wir sind bunt und weltoffen.” Die drei Kerzen stillstehen übrigens pro den Vater, den Sohn und den Heiligen Spuk: Die Dreifaltigkeit gilt qua einziges Glaubensbekenntnis, dies die Konfessionen verbindet.

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Selbst während jener zwei Weltkriege soll jener Gewohnheit aufrechterhalten worden sein. “Wir wissen von Zeitzeugen, dass die Nazis den Emmausgang schon 1939 ablehnten, aber noch nicht verboten”, erklärt Laukemper. “1941 und 1942 wurden die Anfeindungen schlimmer, bevor sich 1943 bewaffnete Nazi-Anhänger sogar versteckt haben, um auf den Laternenträger und sein Gefolge zu warten.” Die Teilnehmer jener Prozession hätten sich somit ebenfalls bewaffnet, um sich wehren zu können. Passiert sei nichts, “auch weil die Bevölkerung vollkommen dahinter stand”. In den letzten zwei Kriegsjahren sei jener Emmausgang verboten worden. “Zwei Schützenbrüder brachten den Kandelaber mit den drei brennenden Kerzen über Vorgärten und Betriebsgelände bis zur Kirche. Sie riskierten Leib und , um das Gelübde zu erfüllen.”

Umzug ohne Menschen und Party

Hauptmann Volker Stockbrink (l.) entzündet die Kerzen in der Emmauslaterne. Schützenkönig Kai Laukemper (r.) hält den Kandelaber fest.

Hauptmann Volker Stockbrink (l.) wund die Kerzen in jener Emmauslaterne. Schützenkönig Kai Laukemper (r.) hält den Leuchter verspannt.

(Foto: Schützenverein “Schütten tho Borchorst”)

Jener Brauch nachdem soll jener Fußweg 1945 zwei Zahlungsfrist aufschieben gedauert nach sich ziehen. Normalerweise sind es – in gemächlichem Schritttempo – gut 20 Minuten. So Neben… diesen Sonntag. Denn stattfinden soll er Neben… im Zeitalter von Corona. Die Leitsatz jener Prinzen-Schützen lautete: Wen die Nazis nicht stoppen konnten, den hält Neben… ein Virus nicht aufwärts. Zwar war diskutiert worden, dies nachdem wie vor existierende Fürstenhaus Bentheim-Steinfurt zu bitten, die Verein pro ein Jahr von dem Gelübde zu entbinden. Nunmehr die Idee wurde zugunsten des Versprechens verworfen, “auch in schweren Zeiten Mögliche dafür zu tun”, jener Pflicht nachzukommen.

“Gerade jetzt sollen die Kerzen Hoffnung und vielleicht auch als Licht am Ende des Tunnels gesehen werden”, meint Laukemper. Jener Verein passte die Tradition den Vorgaben zum Sicherheit vor einer Kontamination mit dem Coronavirus an – Neben… aus Vorbildfunktion. Strecke NRW hat es heftig erwischt. Während in all den Jahren nachdem dem Zweiten Weltkrieg sich wenigstens 100 Personen an dem Umzug beteiligten, einfahren diesjährig – in gebührendem Distanz zueinander – nur zwei Personen, Laukemper und jener amtierende Schützenkönig, die Laterne zum Opfertisch. “Wir bitten die Anwohner, Kerzen in die Fenster zu stellen und von dort aus zuzusehen, aber bitte auf alle Fälle daheim zu bleiben.”

Wiewohl die gemeinsame Party im Vereinslokal, die im Prinzip so Menorrhagie geht, solange bis die drei Kerzen heruntergebrannt sind, musste abgesagt werden. Nun ist geplant, den Vorgang weiterführend Video im kleinen Ring aufwärts Facebook zu veräußern. “Wichtig ist für uns, dass der Emmausgang stattfindet und die Tradition nicht unterbrochen wird”, sagt Laukemper. “Sonst müssten wir die Laterne zurückgeben. Aber das wollen wir nicht. Ihr ideeller Wert für uns ist unschätzbar.”



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