“Corona bleibt tödlich”: Söder lockert – und bremst


Die Beschränkungen im Kampf gegen dasjenige Coronavirus zeigen erste Erfolge. Schon werden Forderungen nachdem Lockerungen laut. Bayerns Premier Söder warnt scharf vor zu großen Schritten. Doch die Bundesländer umziehen längst nicht mehr im Gleichschritt.

Ein Nebenprodukt jener Corona-Zwangslage ist die Häufung von Regierungserklärungen. Inzwischen dürften sich nicht mehr da Ministerpräsidenten uff diesem Wege einmal an die Menschen in ihrem Land weltmännisch nach sich ziehen. Selbst Kanzlerin Angela Merkel durchbrach ihre Routine und nutzte eine Fernsehansprache. Am vierter Tag der Woche wird sie im Bundestag nachlegen. Schon vergangene Woche sagte sie, erste zwar noch “sehr zerbrechliche” Erfolge zu sehen seien. Doch sie schenken inzwischen jenen Auftriebskraft, die dasjenige öffentliche Leben zumindest langsam wieder hochfahren wollen. Und sekundär wenn die Länder ihre Einigkeit herausstellen, vorwärts jener Frage, wie schnell ist langsam, verläuft inzwischen eine Frontlinie und zwar mitten durch die Staatskanzleien.

Und so ist eine Regierungserklärung sekundär eine gute Gelegenheit, dem Amtskollegen taktvoll zwar fühlbar entgegenzutreten – so wie Bayerns Regierungschef Markus Söder zusammen mit jener heutigen Landtagssitzung. Unter jener präsentiert sich jener CSU-Chef denn Vater des größten aller Hilfspakete jener Länder, zwar taktgesteuert sekundär denn beherzter Skeptiker und deutlicher Kritiker am Vorgehen andernorts. Vor allem NRW erweckt den Eindruck, nun eigentlich uff Zeitmaß zu setzen. Dass zusammen mit den unterschiedlichen Herangehensweisen sekundär die Frage nachdem jener Wortführerschaft in jener Union mitschwingt, können Söder, jener Gerüchte um bundespolitische Ambitionen aller Dementis nicht loswird, und Regierungschef Armin Laschet, jener an die Die Schwarzen-Spitze strebt, nicht abschütteln.

Obstkern seiner gut 45-minütigen Ausführungen zwar ist die Versicherung, jener Republik werde sich weiter mit aller Potenz gegen die Corona-Zwangslage stemmen. Dazu werden die Hilfen nochmals aufgestockt. Inzwischen zusammenfassen Kredite, Garantien und Direktzahlungen 60 Milliarden Euro – dasjenige entspreche einem kompletten Jahreshaushalt, verkündet er stolz. Doch zum Kampf gegen die bislang noch immer in weiten Teilen unbekannte und vielfach tödliche Krankheit gehört z. Hd. Söder halt sekundär, mit mindestens einem Mauke uff jener Pferdefliege zu stillstehen. Die kommende Maskenpflicht illustriert dies vielleicht ganz eindringlich.

“Wir sind ein starkes Land. Wir sind eine starke Zivilgesellschaft. Wir stehen zusammen, und wir stehen das zusammen durch”, sagt Söder in seiner mittlerweile zweiten Regierungserklärung zur Zwangslage. Erst vor vier Wochen hatte er sich zu den Gehorchen und dem Kampf gegen die weltweite Seuche geäußert. Nun wagt er ein erstes Fazit – und spart wie erwartet nicht mit Eigenwerbung.

Bayern und Deutschland seien “zum Glück bislang besser davongekommen” denn viele andere Teile jener Welt. “Vieles ist uns erspart geblieben.” Die Zahlen, die die Streuung jener Zwangslage kennzeichnen, fielen fühlbar besser aus denn noch vor vier Wochen und seien besser denn im Bundesschnitt, “obwohl Bayern wegen der Nähe zu Österreich besonders betroffen war”. Und damit sekundär niemand zweifelt: “Kaum ein Bundesland hat bislang schon so viel gemacht”, fasst jener Regierungschef zusammen. “Ohne unsere Strategie und unser Handeln wäre Bayern von Corona überfahren worden. Wir haben Bayern vor dem Schlimmsten bewahrt.” Inzwischen gebe es “Anlass zur Hoffnung”.

Doch aus den Infektionszahlen ziehen längst nicht nicht mehr da Bundesländer die gleichen Schlüsse. Grund zur Entwarnung gebe es nicht, sagt Söder. “Es ist noch nicht vorbei. Corona bleibt, leider.” Und solange bis es verschmelzen Vakzine gebe, blieben dasjenige einzige Gebot: Vorsicht und Weite. Unlust erster Lockerungsübungen uff jener Suche nachdem einem Weg aus dem bundesweiten warnt Söder, “es wird so schnell kein normales Leben” schenken.

Er sei “froh, dass wir keine überstürzten Exit-Debatten führen”, sagt er. Den Namen Laschet nennt er nicht. Gebe es nachdem zu schnellen Lockerungen verschmelzen Wiedererkrankung, wären dessen Gehorchen wohl schlimmer denn dasjenige, welches bislang erlebt habe, sagt Söder. Man müsse sein Handeln wiegen und prüfen. Selbstredend, dass Bayern genau dies tue: “Wir hatten von Beginn an alles im Blick” und “verfolgen einen mehrdimensionalen Ansatz”. Dass Bayern erst Finale Juli in die Sommerferien geht – solange bis zu sechs Wochen nachdem anderen Ländern – erwähnt er nicht.

“Mein Amtseid gebietet es”

NRW hatte sich zuletzt fühlbar ungeduldiger gezeigt. Dieser landeseigene Expertenrat hatte ein Gutachten verfasst, dass vor gut einer Woche zielsicher seinen Weg in die Öffentlichkeit gefunden hatte. Söder bringt in seinen Ausführungen sein “großartiges Expertenteam” und verschmelzen Monitoringrat zur Sachverständigengutachten jener Maßnahmen in Stellung. “Wir werden beraten und wir beraten uns.” Und dasjenige rhetorische Fingerhakeln geht weiter: Die Anordnungen hätten bislang allen Gerichtsverfahren Stand gehalten. Er verstehe “jeden, der Freiheit will”, sagt Söder. Doch “mein Amtseid gebietet, die Bayern zu schützen”.

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Erst am Morgiger Tag hatte Kanzlerin Merkel dem Vernehmen nachdem im Die Schwarzen-Präsidium von “Öffnungsdiskussionsorgien” gesprochen. Andere Teilnehmer monierten später verschmelzen “Wettlauf der Lockerungsmaßnahmen”. Sie sei in Sorge, sagte Merkel, dass sich die gute Fortgang zusammen mit den Infektionszahlen wieder umkehre. In jener Runde verteidigte Laschet weitergehende Lockerungen in seinem Land. Zusammen zwar unterstützte er Merkel im Grunde, wie es hieß.

“Bayern ist vorsichtiger als andere Länder”, erklärt Söder. Erleichterungen gebe es im Republik “nicht so leicht und überstürzt” wie zusammen mit anderen. Denn es gehe nicht nur um Infektionen, “es geht auch um . Corona bleibt tödlich.” In Bayern sind inzwischen weitestgehend 1300 mit Corona infizierte Menschen verstorben. Deswegen blieben “Achtung und Vorsicht das Konzept der ”.

Es werde zusammen mit Geschäftsöffnungen keinen Kaltstart schenken und sekundär die 800-Quadratmeter-Regulierung sei ihm “fast zu viel”. Bayern wolle “das genau beobachten” und hierfür sorgen, “dass es zu keinem Massenansturm und Massenandrang kommt”. Man “werde in anderen Ländern sehen, wie es sich anders auswirken wird”. Er “befürchte”, dass es zu Rückschlägen komme. Erst wenn sich die “Zahlen stabilisieren, geht mehr” und “wenn sie sich deutlich verschlechtern würden, kann es sein, dass wir anders entscheiden müssen”. Und damit es sekundär wirklich jeder Kritiker und vielleicht sekundär so mancher Amtskollege versteht: “Jeder, der Enddatum nennt, setzt sich dem Vorwurf aus, nicht den ganzen Ansatz der Dramatik verstanden zu haben.”

Deswegen bleibe jener Sicherheit jener Menschen dasjenige oberste Gebot, wiederholt er. Wie z. Hd. die Ministerpräsidentinnen von Mecklenburg-Vorpommern und Rheinland-Pfalz, Manuela Schwesig und Malu Dreyer sowie Sachsens Regierungschef Michael Kretschmer – Söder nennt sie namentlich – spielten hier sekundär z. Hd. ihn Schutzmasken “eine zentrale Rolle”, weswegen er sich in jener Kommiss-Länder-Runde vergangene Woche sekundär z. Hd. deren verpflichtendes Tragen wirklich habe.

Am Finale stand zwar nur eine dringende Vorschlag – doch “Appelle allein reichen nicht”. Ab kommender Woche gelte in Bayern deswegen nun eine “Mund-Nasenschutz-Verpflichtung” im Nahverkehr und allen Geschäften. In einigen Kommunen unter Umständen schon früher.

Und ebenfalls wegen des Schutzgedankens bleiben Kitas und Grundschulen weiter geschlossen. Die Schulschließungen “hatten unmittelbare Wirkung in den Zahlen”, sagt Söder. Von dort müsse man nun Seltenheitswert haben vorsichtig handeln. Gen jeden Sachverhalt zwar würden nicht mehr da Schritte mit Lehrern, Schülern und Erziehungsberechtigte besprochen. “Wir machen es miteinander und nicht von oben herab.” In anderen Ländern hatte ein rasches Hochfahren des Schulbetriebs teils deutliche Kritik nachdem sich gezogen. Mehrere Beteiligte fühlten sich übergangen. In NRW formiert sich jener Protest mittlerweile unter dem Hashtag “schulboykott.nrw”.

“Die Welt schaut auf uns”

“Corona bleibt – Corona schläft nicht. Wir aber auch nicht”, fasst Söder zusammen. “Das Schlimmste haben wir hoffentlich überstanden, aber wir sind nicht durch.” Und so klotzt Bayern weiter zusammen mit den Wirtschaftshilfen. Wenigstens gehe es “um unseren gesamten Wohlstand”. Er wolle die Menschen “darauf einstellen, es wird eine härtere Zeit, als die meisten denken”. Immerhin, “wir denken groß”, weil jener Republik in den vergangenen Jahren solide gewirtschaftet habe. Nun könne man dasjenige “stärkste Wirtschafts- und Finanzprogramm des Freistaats seit dem Zweiten Weltkrieg” schnüren.

Zum Schluss dreht Söder nochmal dasjenige ganz große Rad. “Täuschen wir uns nicht, der Rest der Welt schaut derzeit auf Deutschland und Bayern und sagt: ‘Gar nicht so schlecht, wie ihr das gemacht habt’.” Laschet hatte am Morgiger Tag im Die Schwarzen-Präsidium zusammen mit seiner Rechtfertigungsrede von NRW denn Nation jener Küchenbauer gesprochen.

Seine Erläuterung schließt Söder dann mit dem Verzeichnis, “wir sind noch nicht in der Halbzeit”. Und aus anderen Sportarten wisse man, in jener zweiten Halbzeit könne noch einiges vorbeigehen. In jener Staatskanzlei in Düsseldorf dürften sie spätestens an dieser Stelle aufgehorcht nach sich ziehen – aller Dementis aus München zum Unlust.



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