“Das Alter der Patienten hat sich verändert”


Universitätskliniken in Esswaren erläutern seitdem Monaten Corona-Patienten. Mit jeder Infektionswelle lernen die dazu, trotzdem sterben noch immer viele Schwerkranke. Gleichermaßen somit hofft dieser Chef dieser Unikliniken, Werner, aufwärts mehr pharmazeutische Wissenschaft. Denn letzthin werden die Patienten, die mit Covid-19 behandelt werden sollen, jünger.

bau-m.com.de: In dieser vergangenen hieß es, sich die Belegungszahlen an den Universitätskliniken in Esswaren dem bisherigen Höchstwert nähern. Wie sieht es inzwischen aus?

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Jener Essener Uniklinikchef Jochen Werner fürchtet, dass harte Maßnahmen zu tardiv kommen könnten.

(Foto: Universitätsmedizin Esswaren)

Jochen Werner: An dieser Universitätsmedizin Esswaren erläutern wir ohne Rest durch zwei teilbar 75 Covid-19 Patientinnen und Patienten stationär, davon 39 intensivmedizinisch. Nachdem einem kontinuierlichen Emporheben dieser Patientenzahlen in den vergangenen Wochen beobachten wir derzeit eine relativ stabile Seitwärtsbewegung sowohl unter dieser Gesamtzahl dieser Patienten wie wiewohl unter den Patienten mit intensivmedizinischer Betreuung. Damit liegen wir unter den Höchstständen dieser zweiten Woge mit Spitzenwerten von 143 Patienten gesamt und solange bis zu 50 Patienten aufwärts unseren Intensivstationen. Zu Händen eine Entwarnung ist es nichtsdestotrotz noch viel zu Vormittag.

Ist dasjenige dieser einzige Unterschied oppositionell dieser ersten Woge?

Nein, unter den genannten Zahlen fällt aufwärts, dass sich dasjenige Verhältnis von stationären zu intensivpflichtigen Patienten verändert hat. Es beträgt derzeit rund 1:1, aufwärts dem Höhepunkt dieser zweiten Woge lag es unter etwa 2,5 zu 1. Für mittlerweile darüber hinaus 2000 stationär behandelten Patienten, davon darüber hinaus 430 intensivmedizinisch, nach sich ziehen unsrige Spezialisten naturgemäß viel mehr Erfahrungen mit diesem neuen Krankheitsbild wie noch zum Zeitpunkt dieser ersten Woge. Damit verbessert sich wiewohl die Einschätzung, welcher Patient eine stationäre Therapie zwingend braucht und welcher nicht. Eine weitere Hinweistext zu Händen selbige Verschiebung ist die spürbare Impfquote dieser älteren Menschen, die unter uns in einem klar geringeren Umfang hospitalisiert werden sollen. Hinzu kommt die im Vergleich zur ersten Woge relevant höhere Reihe von Infektionen unter unter 30-Jährigen durch die Variante B 1.1.7. Erkrankungen in dieser Jahrgang zeugen weniger stationäre Aufnahmen erforderlich. Gleichermaßen konnten wir stationäre Aufnahmen infizierter Risikopatienten in dieser Frühphase ihrer Leiden durch die Zuweisung monoklonaler Antikörper vermeiden. Dies bedeutete zu Händen die genannte Patientengruppe dann just wiewohl die Reduktion schwerer Langzeitverläufe. Gen unseren Intensivstationen verzeichnen wir inzwischen ebenfalls eine Rückgang des Durchschnittsalters, welches im Umkehrschluss zur Folge hat, dass die Therapie vergleichsmäßig jüngerer Patienten mit einer zunächst besseren Grundkonstitution nicht selten in einer ECMO-Therapie, darob in eine externe Sauerstoffversorgung darüber hinaus eine künstlichen Schaltschema, mündet. Unter Umständen wiewohl wie Folge einer Infektion mit dieser inzwischen vorherrschenden aggressiveren Variante B 1.1.7.

Ist die Sterblichkeit inzwischen niedriger?

Die Konstitution, nichtsdestotrotz wiewohl die Altersstruktur dieser Patientinnen und Patienten nach sich ziehen sich in den letzten Wochen verändert. Für den stationären Covid-19 Erkrankten verzeichnen wir ein Durchschnittsalter von rund 50 Jahren und damit etwa zehn Jahre weniger wie während dieser zweiten Woge. In dieser Intensivmedizin beträgt dasjenige Durchschnittsalter unter uns derzeitig 56 Jahre, wenn wir die dritte Woge gesondert aufgliedern. Wir erwarten, dass sich wiewohl dieser Altersdurchschnitt weiter verringern wird. Die Sterblichkeit von Intensivpatienten ist leider weiterhin hoch. Wenn eine sogenannte invasive Beatmung darüber hinaus verdongeln in die Trachea eingeführten Tubus unumgänglich wird, stirbt darüber hinaus ein Drittel dieser Patienten. Wenn eine ECMO-Therapie erforderlich wird, liegt die Sterblichkeit noch höher.

Stimmen die Berichte, dass mehr Menschen mit nichtdeutscher Herkunft unter den Schwerkranken sind?

Wir zur Folge haben darüber hinaus unsrige Patientinnen und Patienten kein Buch bzgl. dieser Staatszugehörigkeit oder sozio-ökonomischer Faktoren. Dies müsste in einer traditionell stark durch Zuwanderung geprägten Region wie dem Ruhrgebiet extrem detailliert untersucht werden. Unser Eindruck unterlegt doch die Vorausnahme, dass Menschen mit nichtdeutscher Herkunft in relevantem Metrik betroffen sind. Welches mich umtreibt ist die Frage, wie intensiv diejenigen Bürgerinnen und Bewohner, die dieser deutschen Sprache nicht genügend mächtig sind, darüber hinaus die von ihnen konsumierten Medien zu Prävention und Gehorchen dieser Sars-Co.-2 informiert und realistisch werden. Dieser Herangehensweise ist wiewohl somit wichtig, weil manche Studien darauf hinweisen, dass die Infektionsrate spürbar durch soziale und kulturelle Faktoren mitbestimmt wird. Ein relevanter Kennzeichen dürfte hierfür insbesondere die Wohnsituation sein. Davon zugestanden die Erlaubnis haben wir nicht außer Achter lassen, dass wir im klinischen Joch immer feststellen, dass unabhängig von dieser Staatszugehörigkeit verschiedene individuelle Faktoren zu Händen den Krankheitsverlauf entscheidend sind, insbesondere dasjenige Bursche, mögliche Vorerkrankungen oder Risikofaktoren wie etwa Übergewicht.

Wie hat sich die Therapie von Covid-Patienten verbessert?

Vor wenigen Tagen flammte die Hoffnung aufwärts verdongeln Game Changer unter dieser Covid-Therapie aufwärts, die Benutzung des inhalativen Glukokortikoids Budenosid. Im frühen Stadium dieser Sars-Co.-2-Infektion sollen damit die Zeit solange bis zur Genesung verkürzt und schwere Verläufe verringert werden. Krauts und österreichische Lungenspezialisten sehen in den vorgelegten Fakten noch keine generelle Empfehlungsschreiben zu Händen den Pfand dieser Therapie. Wir sollten vor unkritischen Empfehlungen aufwärts weitere Ergebnisse warten. Davon zugestanden sollten die Patienten wiewohl darüber hinaus selbige mögliche Indikation mit den sie versorgenden Ärzten sprechen.

Gibt es noch weitere Ansätze?

Nachdem den bisherigen Ergebnissen steht Risikopatienten in dieser frühen Erkrankungsphase mit dem Pfand bestimmter monoklonaler Antikörper ein wirksames Mittel zur Verfügung. Welche mit Bindebogen spielen an die Spike-Proteine des Virus, womit dessen Eintritt in die Zelle verhindert wird. Damit kann zu Händen eine relativ kurze Zeit ein sofortiger Schutzmechanismus erzielt werden, eine passive Immunisierung. Die Indikation ist sehr genau zu stellen. Gut ausgewiesene Zentren können selbige Medikamente dann verteilt werden. Nachdem rund 15 Monaten weltweite Seuche gibt es mittlerweile wichtige Erfahrungswerte im Umgang schwergewichtig erkrankten Patientinnen und Patienten, etwa unter dieser Beatmung oder beim medikamentösen Pfand, zu welchem Zweck wiewohl die antithrombotische Medikation gehört. Je schwerer jedoch dieser Krankheitsverlauf ist und je länger dieser Aufenthaltsort dauert, umso schmaler wird dieser Einsatzbereich neuer Medikationen external des klassischen intensivmedizinischen Instrumentariums. Es gibt leider noch keine wirkungsvolle kausale Therapie zu Händen dasjenige fortgeschrittene, lebensbedrohliche Erkrankungsstadium. Welche Situation ruft geradezu nachdem einer vorrangig notwendigen weiteren Zusammenballung pharmazeutischer Wissenschaft aufwärts Auswahlmöglichkeit therapeutische Ansätze im fortgeschrittenen Stadium von Covid-19.

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Nach sich ziehen Sie neue Therapien darüber hinaus die bekannten hinaus in dieser Pipeline?

Die bisher untersuchten medikamentösen Therapien ließen leider noch keine bahnbrechenden Erfolge wiedererkennen. Gen manche Therapieansätze habe ich schon verwiesen. Für Intensivpatienten nach sich ziehen wir zudem z. B. an Unterrichts… monoklonalen Interleukin-6-Rezeptor-Antikörpern teilgenommen. Von durchschlagenden Behandlungsoptimierungen zu sprechen, wäre doch viel zu Vormittag. Derzeit bleibt es noch in diesem Fall, dass die Intensivpatienten unsrige größte Herausforderung darstellen. Wie eines von noch wenigen Zentren weltweit konnten wir verdongeln jungen Patienten mit schwerstem Covid 19-bedingtem Lungenschaden triumphierend verpflanzen. Nachdem den bisher gemachten Erfahrungen ist es darob unverändert wichtig, die Krankheit möglichst Vormittag zu erläutern. Liegt die Patientin oder dieser Patient vorerst aufwärts dieser Intensivstation, ist dasjenige Covid-spezifische Behandlungsinstrumentarium sehr eingeschränkt. Gen absehbare Zeit bleibt es in diesem Fall: Jener beste Schutzmechanismus gegen dasjenige Virus bleibt die Einschränkung von Kontakten, Einhaltung dieser - und Abstandsregeln sowie dasjenige Impfen, dasjenige glücklicherweise Reise aufnimmt.

Wie heftige Menstruationsblutung können Sie noch Intensivpatienten rezipieren?

An dieser Universitätsmedizin Esswaren nach sich ziehen wir mit den Erfahrungen dieser ersten Woge, in dieser eine Vielzahl von Krankenhausbetten vollkommen ungenutzt leerstanden, ein flexibles Handlungskonzept entwickelt, dasjenige die gesamten Kapazitäten in Unselbständigkeit von dieser Reihe dieser Covid-19 Patienten tagesaktuell steuert. Derzeit verfügen wir noch darüber hinaus freie Intensivbetten sowohl zu Händen Covid-19 wie wiewohl zu Händen den zahlenmäßig klar größeren Einflussbereich an Non-Covid Patienten. Die Reihe dieser Intensivbetten zu Händen Covid-19 Patienten kann unter Gier zu Lasten anderer Fachdisziplinen oder durch den weiteren Verzicht aufwärts bestimmte Eingriffe gesteigert werden. Jener tatsächliche limitierende Kennzeichen ist nichtsdestotrotz nicht die Reihe an Intensivbetten, sondern dasjenige betreuende, hochqualifizierte medizinische Personal. Gleichermaßen in einer großen Universitätsklinik sind die technischen, vor allem nichtsdestotrotz die personellen Ressourcen restriktiv. Jede Dehnung dieser Kapazitäten zu Händen die Therapie von Covid-19 führt im Umkehrschluss zu einer Einschränkung dieser übrigen Krankenversorgung, sowohl unter den Intensivkapazitäten wie wiewohl beim regulären medizinischen Angebot. Jener Komprimierung aufwärts unsrige Beschäftigten nimmt in den letzten Wochen wieder spürbar zu. Wir sollen sehr darauf beachten, unsrige ohnehin schon seitdem langer Zeit an dieser Belastungsgrenze arbeitenden Beschäftigten im Intensivbereich, vor allem – nichtsdestotrotz nicht nur – in dieser Pflege, nicht zu zu viel sein.

Wie sieht es inzwischen unter Ansteckungen von Ärzten und Pflegepersonen aus?

Wir spüren mittlerweile sehr positiv die Impfung eines Weitgehend unserer Mitarbeiterinnen und Mitwirkender mit Patientenkontakt. Welche Menschenschar unserer Beschäftigten ist weitestgehend vollwertig geimpft und erkrankt nicht mehr an Covid-19, maximal noch mit milden Krankheitsverläufen. Dies ist zu Händen uns ein zentraler Zähler, denn indem können wir die Ausfallzeiten signifikant reduzieren und die Arbeit besser aufwärts die gesamten Beschäftigten verteilen. Dies beruhigt und freut mich Personal… ganz vor allem, nach sich ziehen sich doch insbesondere jeglicher Mitarbeiterinnen und Mitwirkender mit unmittelbarem Patientenkontakt unter Pfand ihrer Gesundheit darüber hinaus viele Monate uneigennützig zu Händen ihre Patientinnen und Patienten eingesetzt, mit dieser Möglichkeit, sich selbst zu infizieren und vielleicht sogar lebensgefährlich zu erkranken.

Wie schätzen Sie die Überarbeitung des Bundesinfektionsschutzgesetzes? Sind die Maßnahmen genügend und kommen sie noch rechtzeitig?

Es ist zu Händen uns im Grunde nicht wesentlich, ob es sich um bundesweite, regionale oder lokale Regelungen handelt. Entscheidend ist einzig und nur, dass zielgerichtet gehandelt wird und die Politik die richtigen Maßnahmen trifft, um die Zahl dieser Infizierten zu reduzieren. Jede Maßregel, die zu diesem zentralen Ziel beiträgt, ist sinnvoll. Selbst kann es nur immer wieder exponieren: Eine geringe Zahl an Infizierten bedeutet nicht nur während weniger hospitalisierte Covid-19 Patienten, sondern vor allem eine stabile Versorgung aller anderen teils schwergewichtig erkrankten Non-Covid-Patienten, die wiewohl während dieser weltweite Seuche immer den weitaus größten Quotient dieser Patienten ausgemacht nach sich ziehen. Gen deren Schultern wird die weltweite Seuche maßgeblich mitgetragen. Ihnen sind wir genauso verpflichtet wie den Covid-19 Patienten. Bspw. nach sich ziehen die drei führenden Krebs-Institutionen in Deutschland in einer aktuellen Pressemitteilung darauf hingewiesen, dass sie durch die Ressourcenbindung zu Händen an Covid-19 Erkrankte befürchten, dass unter vielen Patienten die Krebserkrankung zu tardiv entdeckt und damit wiewohl die Heilungschancen verringert würden. Die Folge wäre eine klar erhöhte Krebssterblichkeit.

Dies klingt, wie seien Sie von den Maßnahmen nicht überzeugt.

Es ist schon bemerkenswert, dass seitdem dieser letzten Ministerpräsidentenrunde mit dieser Kanzlerin am 22. März 2021 keine zu Händen die Nation erkennbaren neuen Handlungsstrategien umgesetzt wurden. So fokussierte sich dieser Blick mehr und mehr aufwärts dasjenige Bundesinfektionsschutzgesetz, abwartend, zum Zeitpunkt einer ansteigenden dritten Infektionswelle. In Sachsen wurde zwischenzeitlich die Impfpriorisierung zu Händen den AstraZeneca-Vakzine aufgehoben. Bayern und Mecklenburg-Vorpommern sicherten sich offensichtlich Lieferungszusagen des russischen Impfstoffs Sputnik Vanadium. Wen wundert dann dieser Ruf nachdem einer Vereinheitlichung von Vorgaben. In einigen Wochen werden wir feststellen können, ob wir vier wichtige Wochen verloren nach sich ziehen.

Mit Jochen Werner sprach Solveig Flüsschen.