“Das ist echt frustrierend, Herr Braun”


Dieser zweite dauert seit dem Zeitpunkt Monaten an. Lockerungen sind nicht in Sicht. Denn noch sind Corona-Infektionszahlen in Deutschland aufwärts einem zu hohen Niveau. Und durch gefährliche Virus-Mutationen droht neues Ungemach. Welche Strategie ist nun die richtige?

Es ist nunmehr ein Jahr her, dass sich jener erste Mensch in Deutschland nachweislich mit dem Erreger Sars-Co.-2 angesteckt . Die zunächst abstrakte Gefahr aus Fernost stellt seitdem dasjenige Leben in jener Bundesrepublik aufwärts den Kopf. Jetzt, im Januar 2021, nach sich ziehen die meisten Menschen gelernt, mit jener allgegenwärtigen Gefahr irgendwie umzugehen. Doch noch immer gibt es nicht nur regelmäßig neue Erkenntnisse obig den Erreger, neue Varianten, die entstehen, und Fallzahlen, die steigen. Noch immer – so muss jener Eindruck im gleichen Sinne nachher jener abermaligen Themen-Sendung zwischen Anne Will sein – gibt es keine richtige Handhabe, wie ebendiese weltweite Seuche nachhaltig in den Griffstück zu bekommen ist.

Rund siebeneinhalb Zahlungsfrist aufschieben berieten am zweiter Tag der Woche Vertreter jener Bundesregierung mit den Länderchefs obig dasjenige weitere Vorgehen im nunmehr zweiten Lockdown. Dasjenige, welches nachher dem digitalen Höhe qua Verlängerung und im gleichen Sinne teilweise Verstärkung jener bisherigen Maßnahmen verkauft wurde, geht nicht allen weit genug. Mehrere Wissenschaftler fordern, eine “No-Covid”-Strategie umzusetzen und nicht – wie bisher – dasjenige Ziel auszugeben, aufwärts eine Sieben-Tage-Inzidenz von unter 50 zu kommen.

Ende dieser Gemengelage hervor entwickelt sich am Sonntagabend eine kontroverse Debatte. Lukulent in jener Defensive Ergehen sich derbei die politischen Entscheidungsträger selbst, verkörpert durch die Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, Malu Dreyer, und Kanzleramtschef Helge Braun. Letzterer ist sich sicher: Die britische Mutante, die zumindest spürbar ansteckender, wenn roh tödlicher qua die ursprüngliche Coronavirus-Form ist, ist in Deutschland inzwischen angekommen. Dasjenige bedeutet, so Braun, dass sie sich im gleichen Sinne hierzulande im Gegensatz zu anderen Varianten durchsetzen und Probleme zeugen wird. “Da bin ich mir sehr sicher.” Deswegen müsse nun Marschroute gehalten werden, damit die Fallzahlen nachher unten in Betracht kommen. Dann sei sowohl die Mutante qua im gleichen Sinne die “Stammvariante” besser kontrollierbar.

Deutschland ist gut durch die weltweite Seuche gekommen – oder nicht?

Länderchefin Dreyer macht spürbar, dass sie an dem Ziel festhält, möglichst weit – darum mindestens unter 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb sieben Tagen – zu kommen. Jedoch: Eine Null-Covid-Strategie, wie sie etwa im australischen Melbourne triumphierend war, lasse sich in Europa nicht eins zu eins umtopfen. Zu diesem Zweck seien die verschiedenen Länder des Kontinents zu sehr miteinander verflochten. “Jetzt den Menschen zu vermitteln, dass wir bis zu null (Neuinfektionen) kommen müssen, ist, glaube ich, im Moment keine gute Idee.” Nebst einem so ehrgeizigen Ziel könne sie sich nicht vorstellen, dass die Nation mitgehe. Dass es gewisse Stufen spendieren müsse, die die Leckage von einzelnen Bereichen (etwa Schulen und Friseuren) mit sich bringen, befürwortet die -Politikerin. Sie spricht in diesem Zusammenhang im Gegensatz dazu praktisch obig Inzidenz-Größenordnungen von 20 und 35.

Nachrangig Michael Hüther hält dasjenige Ziel von null Infektionen – ohne Rest durch zwei teilbar im Winter – pro unrealistisch. Es drohe sonst eine Abschottung zwischen vermeintlich coronafreien Zonen und anderen Gebieten, welches nicht praktikabel wäre und Wertschöpfungs- und Innovationsketten gefährde, sagt jener Rektor des Instituts jener Deutschen Wirtschaft Köln. Die Journalistin Vanessa Vu widerspricht. Länder wie fünfter Kontinent, Taiwan und Südkorea zeigten, dass es gelingen könne, dass sich Menschen vorübergehend aufwärts lokaler Stufe erniedrigen und es dank gemeinsamer Anstrengungen schaffen, die Ansteckungen unendlich aufwärts ein Niveau nahe null zu einbringen. Sich aufwärts derzeitigen Erfolgen und aufwärts einer Inzidenz von obig 100 auszuruhen, gleiche einer “Kapitulation vor dem Virus”, sagt die Redakteurin von Zeit Online. Und außerdem gebe es die Tendenz: “Je besser man dieses Virus in den Griff bekommt, desto besser geht es der Wirtschaft, desto weniger Einbußen gibt es.”

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Dass in der Gegenwart eine Langfrist-Strategie im Kampf gegen die weltweite Seuche fehlt, es darum von einer Verlängerung des Lockdowns zur nächsten geht, setzt im gleichen Sinne Intensivmediziner Uwe Janssens zu. Sein Urteil fällt mäßig vernichtend aus. Im Kontroverse zu Dreyer vertritt er die Unterstellung, dass Deutschland bislang planar nicht gut durch die weltweite Seuche gekommen ist. Verhältnisse wie in Bergamo habe es zwar nicht gegeben, im gleichen Sinne wenn eine Zeit weit mehr qua 5000 19-Patienten intensivmedizinisch behandelt werden mussten, im Gegensatz dazu dasjenige liege ausschließlich an dem “fantastischen Gesundheitssystem” hierzulande. Dasjenige Personal, dasjenige sich in den Krankenhäusern um die Betroffenen kümmert, sei im Gegensatz dazu inzwischen am Finale. Da könnten im gleichen Sinne die viele Intensivbetten nichts kalibrieren.

Janssens äußert die Besorgnis, dass zu schnelle Lockerungen und ein Flickenteppich an Maßnahmen (von 16 Ärzten beziehungsweise Bundesländern und “Chefärztin ”) pro zusammenführen starken Klimax jener Fallzahlen und damit eine Belastung über dem Limit sorgen werden. “Wir müssen mit den Infektionszahlen runter. Denn je mehr Leute infiziert sind, desto höher ist doch die Wahrscheinlichkeit, dass sich Mutationen entwickeln”, so Janssens. Oder die Mutationen, die ansteckender sind, in die Nation gelangen. Dann komme es zu jener befürchteten dritten Woge.

“Wir wissen nicht so viel, wie wir wissen könnten”

Wahrhaftiger Frust aufgrund des politischen Krisenmanagements bricht sich dann in jener zweiten Hälfte jener Sendung Lokomotive – im gleichen Sinne zwischen Moderatorin Anne Will. Doch jener Schlange nachher. Kanzleramtschef Braun wiederholt, welches er an anderer Stelle schon einmal hat anschneiden. Er hätte sich gewünscht, “dass wir früher einen energischen Lockdown machen”. Und weiter: “Hätten wir die Maßnahmen, die wir jetzt machen, Mitte Oktober gemacht, hätten wir sicherlich viele Todesfälle vermeiden können.”

Es ist dieses eine Wort, “wünschen”, dasjenige Moderatorin Will in den Attackemodus umschalten lässt. Wieso kann sich dasjenige Kanzleramt nicht durchsetzen, sondern äußert im Gegensatz zu den Ministerpräsidenten lediglich Wünsche? Mit falschen politischen Entscheidungen werde Menschen dasjenige Leben genommen. Braun geht aufwärts den Vorwurf nicht ein, sondern will möglichst nachher vorne, aufwärts die nächste Herausforderung namens B.1.1.7 blicken. Doch damit ist dasjenige Wortgefecht obig politische Unzulänglichkeiten noch nicht beendet.

Denn Wirtschaftsvertreter Hüther merkt zusammenführen anderen schmerzlichen Zähler an: Nebst einem Hauptteil jener Infektionen (80 v. H.) ist derzeit nicht nachvollziehbar, wo sie herkommen. Die Gesundheitsämter schaffen es nicht, die Infektionsketten nachzuverfolgen und im gleichen Sinne viele Betroffene können offenbar zu oft nur mutmaßen, wo sie sich dasjenige Virus eingefangen nach sich ziehen. Es fehlt an empirischen Erhebungen, ob sich die Menschen am Arbeitsstelle, aufwärts dem Weg dorthin oder womöglich durch ihre Kinder, die zur Schulgebäude in Betracht kommen, anzünden. “Wir wissen nicht so viel, wie wir wissen könnten, um differenzierter zu agieren”, prangert Hüther an.

Warum dasjenige so sei, hakt Will zwischen Braun nachher. Dieser Union-Volksvertreter erklärt, dass die Gesundheitsämter zwar schon seit dem Zeitpunkt vierter Monat des Jahres 2020 angehalten sind, die “Ansteckungsumstände” zu ermitteln und an dasjenige Robert-Koch-Institut zu melden … Noch vorher er seinen Zähler jedoch verfertigen kann, entfährt jener Moderatorin jener Sine tempore: “Aber das ist echt frustrierend, Herr Braun.” Dieser rechtfertigt sich weiter. Durch die Situation im November, qua die Zahlen wieder sehr hoch waren, sodass die Gesundheitsämter nicht mehr jeden einzelnen Kernpunkt “so liebevoll nachvollziehen konnten”, bleibe planar ein Hauptteil des Infektionsgeschehens “diffus”. “Das ist sehr, sehr ärgerlich.” Kein Sine tempore kann die Jetzt wohl besser zusammenfassen.