“Das war Guerilla-TV”: Quarantäne-WG im Krisenmodus


Corona macht’s möglich. Da gründen , und sogar spontan eine Männer-WG, in welcher dasjenige Duz-Verbot aufgehoben und welcher Komödiant die Wahlstimme welcher Vernunft ist. Ein -Testlauf zur richtigen Zeit, jedoch mit Luft nachdem oben.

Wer putzt? Wer macht den Spülbecken? Und wer verdammt hat meinen Jogurt gegessen? In Wohngemeinschaften tun sich doch so manche Abgründe aufwärts, womöglich erst recht, wenn sich drei Herren welcher Schöpfung die Hütte teilen. Doch Männer-WG hin oder her – einem ähnlichen Katastrophen-Szenario musste sich solange bis dato ganz sicher noch keine Wohngemeinschaft stellen.

Schließlich nach sich ziehen sich Thomas Gottschalk, Günther Jauch und Oliver Pocher nichts Geringeres vorgenommen, wie verbinden im In die Röhre schauen die Corona-Weltweite Seuche auszusitzen. “Die Quarantäne-WG – Willkommen zuhause” heißt dasjenige Format, dasjenige RTL dazu in Windeseile mit dem Dreigestirn welcher TV-Unterhaltung aufwärts die Beine gestellt hat.

TV in welcher Corona-Periode

Natürlich sitzt dasjenige Trio zwischen 42 (Pocher) und 69 (Gottschalk) in diesem Zusammenhang nicht solo in seinem virtuellen Mehr-Generationen-Haus, dasjenige aus ein paar Webcams und Headsets in den wahren Behausungen welcher drei von Potsdam (Jauch) solange bis Kraulen-Kraulen (Gottschalk) errichtet wurde. Es gibt mehrere Gäste – in welcher ersten Folge Moderatorin Laura Karasek, Notaufnahmestelle-Ärztin Carola Holzner und Musiker Max Giesinger. Und gleichermaßen die Zuschauer sind mit von welcher Runde, etwa mit Fragen, die sie den Bewohnern und Besuchern welcher WG via Social Media stellen können.

Die Sendung, die so entstanden ist, befindet sich zum Auftakt im wahrsten Sinne des Wortes im Krisenmodus. Die einst von Gottschalk Herkunft welcher 80er-Jahre in welcher Das Erste präsentierten “Telespiele” mit den ersten verspielten Computer-Pixeln wie Show-Sensation muten dagegen beinahe wie ein fantastisches Wunderwerk aus welcher Zukunft an. Die Bewohner welcher “Quarantäne-WG” kommunizieren “ohne Duz-Verbot” (Original-Ton Jauch) im fahlen Schein ihrer Wohnzimmerlampen mit verzerrten Stimmen reichlich krisselige Monitore im Splitscreen miteinander – dasjenige war’s. Willkommen beim In die Röhre schauen in welcher Corona-Periode!

“Absurde Zeiten”

Doch genau dasjenige ist es, welches in diesen “absurden Zeiten” (Original-Ton Giesinger) absurderweise genau sinnvoll erscheint, gleichermaßen wenn beim ersten WG-Treffen noch so einiges drunter und drüber geht. “Irgendeiner muss was sagen”, wirft Pocher in einem Moment welcher Stille ein, während in anderen Augenblicken jeder aufwärts einmal zu quasseln beginnen. Dem TV-Testlauf mangelt es zu Beginn noch an einer richtigen Regie – ganz so wie welcher Weltweite Seuche, durch die es inspiriert wurde. Wiewohl: Die Idee zur Gründung welcher “Quarantäne-WG” ist durchtrieben und hat jede Menge Potenzial.

Nicht nur, weil mit Pocher einer welcher Promis, die sich hierzulande den Virus schon eingefangen nach sich ziehen, zu den Bewohnern zählt. Einer, welcher wie Komödiant zwischen Deutschlands Oberlehrer Jauch und dem “fleischgeworden Sonnenschein” Gottschalk (Original-Ton Jauch) unbedingt zur “Stimme der Vernunft” (Original-Ton Gottschalk) mutiert. Schließlich war Pocher – noch vor seiner Krankheit – eine welcher ersten Show-Größen, die publik vor welcher Weltweite Seuche warnten und pro radikale Maßnahmen gegen sie plädierten.

Dies tut Pocher gleichermaßen jetzt noch, wogegen sich zusammen mit ihm ein ähnlicher Krankheitsverlauf wie zusammen mit einer normalen Influenza abzeichnet – “nicht fantastisch” mit Pyrexie, Schüttelfrost und fehlendem Geruchssinn, jedoch waagrecht gleichermaßen nicht lebensbedrohlich. So kann und will Pocher beschwichtigen, ohne zu verharmlosen. Ein Lichtblick neuwertig in diesen unsicheren Zeiten, in denen Pocher noch eine bedeutende Botschaft hat: “Das Wichtigste ist: Wir haben genug Klopapier.”

Retraumatisierung an Tschernobyl

Doch gleichermaßen Jauch und Gottschalk können ihr Scherflein zum Gelingen welcher Sendung hinzufügen. Dann etwa, wenn welcher “Wer wird Millionär?”-Moderator an die Kernreaktor-Katastrophe in Tschernobyl 1986 erinnert und damit daran, dass die Corona-Krisis vielleicht weder noch so singulär ist, wie es derzeit oft beschworen wird. Mit dem Unterschied, dass sie heute aufwärts eine Körperschaft trifft, die offener, aufgeklärter und wehrhafter ist wie noch vor 34 Jahren. Nicht zuletzt dasjenige, so fratzenhaft es in diesen absurden Zeiten tönen mag, ein positiver Lichtblick.

Oder dann, wenn Gottschalk sich mit seiner sympathischen “Ich bin doch nur ein Unterhaltungs-Dödel”-Grundeinstellung die Frage stellt, ob er mit seiner Gute-Laune-Mentalität ohne Rest durch zwei teilbar womöglich im falschen Lichtspiel unterwegs ist. Natürlich nur, um sich von Ärztin Holzner die Diagnose abzuholen, dass ein Attacke von Humorlosigkeit und jeglicher Verzicht aufwärts Leichtigkeit gleichermaßen in schwierigen Zeiten noch niemandem dasjenige Leben gerettet hat.

Nicht zuletzt in anderer Hinsicht vermag die Medizinerin den Showmaster zu beschwichtigen: Widerwille seines fortgeschrittenen Alters und seiner eigenen Einstufung wie “Vertreter der Risikogruppe” ist ihm ein schwerer Verlauf einer Corona-Infektion nicht garantiert. Mit dem weniger beruhigenden Umkehrschluss versteht sich, dass sich gleichermaßen junge Menschen wie die an Zucker vorerkrankte Laura Karasek nicht darauf verlassen können, zusammen mit einer Kontamination in jedem Sachverhalt nachsichtig davon zu kommen.

“Nie stärker als jetzt”

Holzner verleiht welcher Plauderei in welcher “Quarantäne-WG” die vielleicht notwendige Sach- und Fachlichkeit, die jedoch aus all den anderen Diskussionen rund um Corona schon prestigevoll ist. Giesinger dagegen kann vor allem eines hinzufügen: seinen neuen Song “Nie stärker als jetzt”, mit dem er gegen die Weltweite Seuche ansingt. Nicht zuletzt wenn welcher Sänger versichert, die Einnahmen mit dem Song spenden zu wollen, rollt da nicht nur Pocher klitzekleines bisschen beschämt mit den Augen.

Doch gleichermaßen und ohne Rest durch zwei teilbar dasjenige hat Unterhaltungswert. “Das war Guerilla-TV”, muss Jauch am Finale welcher Sendung einsortieren, während Karasek es aufwärts den Zähler bringt: Sich in welcher Krisis auszutauschen, helfe ihr, welcher “Quarantäne-WG” und hoffentlich gleichermaßen den Zuschauern. Ja, es gibt noch Luft nachdem oben. Zwar tatsächlich kann die Sendung in welcher aktuellen Situation dazu hinzufügen, Ängste zu nehmen, ein Wir-Gefühl zu vermitteln und pro klitzekleines bisschen positive Beschäftigung zu sorgen, ohne die Sorgen zu negieren. Es ist dasjenige richtige Format zur richtigen Zeit.



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