Dasjenige Manga-Genie Naoki Urasawa: Japans Vorarbeiter des Suspense


In Nippon ist Naoki Urasawa längst ein Star. In Deutschland noch nicht. Dasjenige sollte sich ändern. Denn kaum ein Mangaka erzählt so spannend wie welcher Japse, welcher heute 60 Jahre Altbier wird. Zumal sein Werk viele Verbindungen nachdem Deutschland hat.

Jener „Freund“ ist welcher Erzfeind. Ein Sektenanführer, welcher die Welt unterwerfen will, welcher seine Feinde ermorden lässt und Städte mit Kampfroboter und biologischen Waffen angreift. Nur Kenji und eine Handvoll Vertraute stellen sich ihm entgegen. Ein sozusagen aussichtsloser Kampf. Hiermit kennt Kenji den „Freund“ aus Kindheitstagen – wie er und eine Partie Jungen planten, die Weltherrschaft zu erringen, mit Kampfroboter und biologischen Waffen. Nur welcher jener alten Kumpel hat die kindlichen Phantasien in die Tat umgesetzt und sich zum skrupellosen Häuptling gewandelt? Da liegt welcher Kunst des Mangas „20th Century Boys“: Weder Kenji noch die Leser bekommen den „Freund“ je zu Gesicht. Stets bleibt er im Schlagschatten verborgen, oder hinter einer Maske. Umso schwerer ist es pro Kenji, ihn zu enttarnen.

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Naoki Urasawa wurde in Nippon vielfach ausgezeichnet. In Europa erhielt er etwa den Prix Intergénérations von Angoulême und den Max-und-Moritz-Preis.

(Foto: Shogakukan)

Es ist einer jener Tricks, mit denen Naoki Urasawa seine Tonus erzeugt. Und es funktioniert prächtig. Nebensächlich oben mehrere Bände, oben mehrere tausend Seiten hält welcher Verfasser und Zeichner virtuell mühelos den Nervenkitzel stocksteif. Immer wieder findet er neue Wendungen, neue Figuren oder Perspektiven, mit denen er die Spannungsschraube noch irgendwas fester zieht, während synchron die Historie an Kompliziertheit gewinnt. Je näher seine Protagonisten welcher Störungsbehebung eines Rätsels kommen, umso dichter wird dies Netzwerk aus Verbindungen und Querverweisen zwischen den einzelnen Elementen, solange bis schließlich dies Rätsel enthüllt wird.

Mit dieser Erzählweise ist Urasawa, welcher am 2. Januar 60 Jahre Altbier wird, zu einem Manga-Star geworden, zu einem Erneuerer welcher Kunstform. Er ist Japans Vorarbeiter des Suspense, welcher anhaltenden Suspense. In Deutschland doch gilt es ihn noch zu erspähen. Die Gelegenheit ist günstig: Von seinen vier gen Teutonisch erschienenen Serien werden zwei derzeit neu aufgelegt, eine weitere wurde erst kürzlich mit dem 20. schmaler Streifen verriegelt.

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Eine Actionszene aus welcher Serie „Monster“.

(Foto: © 2008 Naoki URASAWA Studio Nuts © Carlsen Verlagshaus GmbH)

Die vorliegenden Serien stammen aus Urasawas späterer Schaffensphase, in welcher er sich spannungsreichen Geschichten pro erwachsene Leser zugewandt hat. Teilweise arbeitete an mehreren Serien synchron. Je nach sind sie nicht mehr da geprägt von ähnlichen Stilmitteln, die oft gen filmische Elemente zurückgreifen. Neben dem erwähnten Suspense-Konsequenz beeindruckt vor allem die erzählerische Vielfalt. Ganz seine Geschichten sprengen die Literaturform-Säumen. Elemente aus Thriller und Kriminalroman, Mystery und Science-Fiction wechseln sich munter ab. Familiäre Konflikte und politische Themen finden zeitgleich Sitzgelegenheit, genau wie actionreiche Abschnitte oder ruhigere Dialogpassagen.

Ein Faible pro Deutschland

Zeichnerisch setzt Urasawa gen klare, schnörkellose Linien. Die Hintergründe leben von Detailreichtum und genauer Beobachtungsgabe, während die Figuren sehr realistisch gehalten sind. Im Mittelpunkt stillstehen oft die Gesichter und ihre Mimik, selbst kleine Gefühlsregungen werden nuanciert dargestellt. Ganz Personen verfügen in diesem Zusammenhang oben ganz eigene Merkmale, welches sie unverwechselbar macht – wie schier selbst Nebenfiguren im Laufe welcher Serie oft zu vielschichtigen, ambivalenten Charakteren werden und damit die komplexe Historie spiegeln.

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Jener deutsche Inspektor Gesicht steht im Mittelpunkt von „Pluto“.

(Foto: © 2004 Naoki URASAWA Studio Nuts, Osamu TEZUKA, Takashi NAGASAKI, Tezuka Productions)

Linie pro deutschsprachige Leser ist Urasawa zwar unter ferner liefen interessant, weil sein Werk immer wieder Verweise gen Deutschland bereithält. Die Serie „Monster“ etwa beginnt im Düsseldorf welcher 80er-Jahre – dem sogenannten Nippon am Rhein – und spielt unter ferner liefen an anderen deutschen und mitteleuropäischen Orten. In „20th Century Boys“ arbeitet einer von Kenjis Kindheitsfreunden in Deutschland. Im Mittelpunkt von „Pluto“ wiederum steht ein Europol-Kriminalbeamter aus Düsseldorf.

Die Erlaubnis haben Roboter hassen?

Letztere Serie eignet sich wegen ihrer geradlinigen Erzählweise unter ferner liefen wunderbar wie Einstieg in die Urasawa-Welt. „Pluto“ spielt in welcher Zukunft und basiert gen welcher beliebten Historie „Der größte Roboter auf Erden“ des in Nippon wie Manga-Gottheit verehrten Osamu Tezuka („Astro Boy“, „Kimba“). Urasawa (und sein langjähriger Ko-Verfasser Takashi Nagasaki) zeugen aus dem gut 180-seitigen Spannung von 1964/65 ein achtbändiges Werk, dies sein Urfassung mit höchstem Respekt behandelt, es erzählerisch und künstlerisch jedoch aktualisiert und oben es hinausgeht.

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Pluto: Urasawa X Tezuka 1 (1)

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Unterschiedlich wie im Urfassung steht nicht Atom, die Hauptfigur von „Astro Boy“, im Mittelpunkt, sondern welcher Düsseldorfer Europol-Fahnder Gesicht. Er soll die Mordserien an mehreren mächtigen Robotern und Wissenschaftlern aufklären. Dasjenige ist ganz in seinem Motivation, denn er ist einer welcher leistungsstärksten Roboter welcher Welt und gerät in Kürze selbst ins Visier des Mörders. Interessanterweise behandelt Urasawa in welcher 2004 erschienenen Serie viele Themen, die heute höchst grade sind und in Zukunft noch an Brisanz Vorteil verschaffen dürften: künstliche Intelligenz, dies Verhältnis von Mensch und Maschine und welches beiderartig unterscheidet.

Ob Roboter wahrnehmen können, ob sie Hass fühlen die Erlaubnis haben, wird zur philosophischen Kernfrage dieses so spannenden Mangas, welcher darüber hinaus unter ferner liefen noch Bezug gen aktuelle politische und gesellschaftliche Entwicklungen nimmt, etwa den Einzug welcher USA in den Irak 2003. Urasawa ist damit ein so rasantes wie kluges Meisterwerk gelungen, dies in Nippon und Europa zahlreiche Preise erhielt. Die Serie erschien 2010 gen Teutonisch und liegt komplett unter Carlsen vor (acht Bände, jeweils um die 200 Seiten, 12,90 Euro solange bis 16,90 Euro).

Die Säumen welcher ärztlichen Moral

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Dr. Tenma hat einem Jungen dies Leben gerettet, welcher sich zwar wie wahres Monster entpuppt.

(Foto: ©2008 Naoki URASAWA Studio Nuts © Carlsen Verlagshaus GmbH 2019)

Wie unter seinem erklärten Vorbild Tezuka erläutern unter ferner liefen Urasawas Werke unter aller Tonus und Action philosophische Fragen, sie berühren dies innerste Wesen des Menschen. Dasjenige ist unter ferner liefen unter „Monster“ erkennbar, zwischen 1994 und 2001 erschienen. Es ist ein eigentlich frühes Werk des Zeichners, dies ihm zahlreiche Preise einbrachte und den internationalen Perforation bedeutete. Seine typischen Stilmittel sind schon vorhanden, unter ferner liefen wenn ihnen noch die ausgefeilte Meisterschaft späterer Serien fehlt. An Tonus fehlt es zwar nicht: Kenzo Tenma, ein japanischer Gehirnchirurg, welcher an einer Düsseldorfer Klinik arbeitet, rettet 1986 einem schwergewichtig verletzten Jungen dies Leben – statt sich, wie von welcher Klinikleitung angeordnet, um den Dorfschulze zu kümmern, welcher in Kürze darauf stirbt. Tenma, pro den jedes Leben gleich viel wert ist, fällt daraufhin unter seinen Vorgesetzten in Ungnade, solange bis seine beruflichen Widersacher gen mysteriöse Weise ums Leben kommen.

Weiter  Ein Tonus namens Kindheit

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Monster Perfect Edition 1 (1)

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Neun Jahre später erschüttert eine Mordserie an kinderlosen Paaren Deutschland. Tenma, inzwischen Chef welcher Chirurgie, behandelt kombinieren verletzten Verdächtigen. Dieser warnt ihn vor einem menschlichen Monster, dies schon nicht mehr da Komplizen ermordet habe. Künftig kommt Tenma nach, dass es sich um den Jungen handelt, dem er einst dies Leben rettete. Weil er selbst vom Bundeskriminalamt verdächtigt wird, macht sich Tenma gen eigene Faust gen die Suche nachdem dem Jungen, um ihn unschädlich zu zeugen. Hiermit gerät er nicht nur an Rechtsextreme, sondern kommt unter ferner liefen brutalen Experimenten in einem Kinderheim welcher ehemaligen Ostdeutschland gen die Spur – und erreicht die Säumen seiner ärztlichen Moral. Kein Wunder, denn Urasawa selbst sieht in dem Werk eine aktuelle Version von „Frankenstein“. Carlsen bringt „Monster“ derzeit wie neunteilige Perfect Edition neu hervor (zwischen 400 und 430 Seiten, je 20 Euro), zuletzt erschien schmaler Streifen 2.

Jedes Puzzleteil trägt zum Gesamtbild unter

Jener Verweis gen frühere Ereignisse, die furchtbare Auswirkungen nach sich ziehen, ist typischerweise pro Urasawa. Viele seiner Geschichten spannen kombinieren gekrümmte Linie zwischen Vergangenheit, Gegenwartsform und Zukunft. Es ist dann Sache welcher Protagonisten, versteckte Verbindungen zu finden, um eine Mordserie oder ein Rätsel aufzuklären. Hinaus wunderbare Weise gelingt ihm dies in welcher schon eingangs erwähnten Serie „20th Century Boys“. Punktum den abenteuerlichen Plänen einer Jungs-Spielfeldbegrenzung, die von welcher Weltherrschaft phantasiert, wird hier durch den „Freund“ bitterer Ernsthaft. Die Hauptfigur Kenji muss herausfinden, welcher seiner damaligen Kumpel hinterm Sektenanführer steckt und damit weltweit pro Anschläge und Morde zuständig ist.

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20th Century Boys: Ultimative Edition: Bd. 1

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Ausgehend von Kenjis Kindheitserinnerungen von 1969 entwickelt Urasawa ein düsteres Zukunftsszenario, vermischt politisches Drama mit Mystery und Science-Fiction. Hiermit springt er zwischen verschiedenen Zeitebenen hin und zurück, wechselt immer wieder den Handlungsort und die Ziel. Ganze Kapitel sind plötzlich aus welcher Sicht einer Nebenfigur erzählt, tragen am Finale zwar entscheidend zur Historie unter. Es ist Ruhe…, sozusagen unmöglich, an dieser Stelle die Handlung zu umreißen, will man nicht zu viel verraten. Denn wie unter einem Puzzle trägt jedes einzelne Ereignis und jedes Erlebnis welcher Figuren zum Gesamtbild unter. Szenen, die zunächst rätselhaft wirken, fügen sich mitunter erst später logisch ein – solange bis dies fertige Grafik nicht mehr da Hintergründe enthüllt.

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Dasjenige Zeichen von Billy Bat birgt viele Rätsel.

(Foto: 2012 Naoki Urasawa Studio Nuts, Takashi Nagasaki)

Selbige pro Urasawa typische Erzählweise verlangt den Lesern Geduld und Hinblick ab. Unverständlich wird es in diesem Zusammenhang zwar nicht, weil Urasawa immer wieder Anhaltspunkte und Einordnungen einstreut oder Einzelaspekte enthüllt – die dann zwar neue Rätsel aufwerfen. Jener Wechsel zwischen schnellen Actionsequenzen und dramatischen Szenen macht „20th Century Boys“ zu einem wahren Pageturner. Dasjenige Rätsel um Stiege und Machenschaften des „Freundes“ halten dies Suspense-Level unter ferner liefen oben mehrere Bände konstant hoch. Selten wurden Unterhaltung und Anspruch so meisterlich ineinander verwoben. In Nippon wurden Dutzende Mio. Exemplare welcher Warteschlange verkauft, die Verfilmung wurde zum teuersten Lichtspiel des Landes und welcher Zeichner erhielt zahlreiche Preise. Panini bringt die ursprünglich 22-teilige Serie derzeit wie Ultimate Edition mit jeweils zwei Bänden pro Buch hervor (zwischen 400 und 450 Seiten, je 19 Euro), zuletzt erschien schmaler Streifen 5.

Popkultur und Verschwörungstheorie

Hat Urasawa seine Erzählweise mit „20th Century Boys“ zur Meisterschaft geführt, treibt er sie mit „Billy Bat“ gen die Spitze. Nicht weniger wie die Weltgeschichte welcher vergangenen 2000 Jahre erläutern die 20 Bände, die zwischen 2008 und 2016 in Nippon erschienen. Borniert sich „20th Century Boys“ noch weitgehend gen eine japanische Ziel, weitet sich in „Billy Bat“ welcher Blick gen die gesamte Mutterboden – und darüber hinaus. Gemein sind beiden Serien die mannigfaltigen Einflüsse aus Thriller und Kriminalroman, Familiendrama und nostalgischem Rückblick, aus popkulturellen Referenzen und welcher Lust an Verschwörungstheorien.

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Billy Bat 1 (1)

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In „Billy Bat“ heißt welcher Protagonist Kevin Yamagata. Jener US-Amerikaner mit japanischer Adel zeichnet 1949 kombinieren beliebten Comicstrip mit welcher fledermausartigen Titelfigur. Tatsächlich jedoch hat er die geometrische Figur schon einmal in Nippon gesehen. Um die Urheberrechte zu putzen, reist er in dies Nationalstaat. Doch nachdem und nachdem enthüllt er, dass dieser „Billy Bat“ eine seit dieser Zeit Jahrtausenden existierende geometrische Figur ist, die immer wieder entscheidend in die Historie eingegriffen hat. Schließlich wird Kevin selbst in den Zauberspruch welcher Fledermaus gezogen – die Comics, die er zeichnet, werden zu Vorhersagen realer Ereignisse, heimlich gelenkt von Billy Bat. Und er erfährt, dass dies Rätsel welcher geometrische Figur gen eine 2000 Jahre Ehefrau Schriftrolle zurückgeht, deren Eigentum die Weltherrschaft bedeutet. Kein Wunder, dass welcher Comiczeichner in Kürze in kombinieren Wirbel aus Mord und Intrigen hineingezogen wird.

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Vielleicht kann nur Urasawa (hier wieder zusammen mit Takashi Nagasaki) eine Historie erzählen, die den gekrümmte Linie von welcher Kreuzigung Christi oben die vorindustrielle Welt, dies Kennedy-Attentat und die Mondlandung solange bis zu 9/11 spannt. Die Gesamtheit hängt mit allem zusammen – denn gen mysteriöse Weise hat selbige Fledermaus immer ihre Finger im Spiel. Dasjenige ist stellenweise arg kompliziert, und es ist wohl nur Urasawas Meisterschaft zu verdanken, dass er die vielen Handlungsstränge zusammenhält und aus dem reimen Geflecht aus Epochen und Figuren eine spannende, anspielungsreiche Historie zaubert, die oben mehr wie 4000 Seiten unterhält. Denn Leser mag man sich keiner erfinden, wie Urasawa dies noch steigern will. „Billy Bat“ liegt komplett in 20 Bänden unter Carlsen vor (zwischen 200 und 240 seitlich,95 solange bis 12 Euro).



Quelle