„Dauerhaftes Impfen nicht notwendig“



Streeck erklärt Booster-Ziel

„Dauerhaftes Impfen nicht notwendig“

Mittlerweile sind mehr wie 50 v. H. jener Menschen in Deutschland geboostert. Kommt fürderhin die vierte Impfung gegen dasjenige Coronavirus? Und dann eine fünfte? Und sechste? Dann hätten wir irgendetwas falsch gemacht, sagt Virologe Hendrik Streeck.

Werden des Jahres beginnt Israel wie erstes und bisher einziges Nation damit, den darüber hinaus 60-Jährigen eine vierte Impfung gegen dasjenige Coronavirus zu verabreichen. Verdongeln zweiten Booster sozusagen. Dieser werde sogar in Deutschland „notwendig sein“, ist Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach überzeugt.

Ende Israel seien noch keine Fakten publiziert worden, mahnt jener Bonner Virologe Hendrik Streeck im ntv-Podcast „Wieder was gelernt“. „Da warten natürlich im Moment alle drauf, um zu sehen, wie diese vierte Impfung angeschlagen hat. Einzelne Graphen, die ich schon gesehen habe, zeigen aber, dass man die Krankenhauseinweisungen durch eine vierte Impfung reduzieren kann.“

Nicht nur Ressortchef Lauterbach, sogar andere Virologen und Wissenschaftler sind jener Meinung, dass wir händeringend eine vierte Impfung vorbereiten sollen, weil die Schutzwirkung schon nachher wenigen Monaten nachlässt. Vor allem im Kontext Menschen, die älter sind oder Vorerkrankungen nach sich ziehen und damit zur Risikogruppe zu Händen verschmelzen schweren Covid-19-Verlauf in Besitz sein von.

Vierte Impfung erst mit angepasstem Vakzine

Hendrik Streeck hält dasjenige im Prinzip ebenfalls zu Händen richtig, gewiss unter einer Grundvoraussetzung. Er hält eine vierte Impfung erst dann zu Händen sinnvoll, wenn es verschmelzen Vakzine gibt, jener speziell an die Omikron-Variante zugeschnitten ist. „Ich kann mir für Deutschland eher vorstellen, dass wir zum Herbst und Winter mit einem angepassten Impfstoff in Hochrisikogruppen impfen. Also dass man vorschlägt, alle ab 60 zu impfen oder das gegebenenfalls allen Bürgern anbietet, aber keine Verpflichtung daraus macht.“

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Hendrik Streeck ist Mitglied des Corona-Expertenrats jener Bundesregierung.

Ebenfalls die Europäische Arzneimittelbehörde EMA plädiert dazu, mit dem Boostern vorsichtig zu sein. Auffrischungsimpfungen könnten „einmal, vielleicht auch zweimal durchgeführt werden, aber wir denken nicht, dass sie ständig wiederholt werden sollten“, hat die EMA Werden des Jahres mitgeteilt. Sie warnt davor, dass Dauer-Impfen die Immunreaktion in Mitleidenschaft ziehen kann.

Nicht im Kontext jener dritten oder vierten Impfung, sagt Hendrik Streeck. Dasjenige Problem wäre jener regelmäßige Gangart ins Impfzentrum oder zum Hausarzt, wenn die Corona-Impfung zum viertel- oder halbjährlichen Routine wird. „Wir reden spekulativ und hypothetisch über die Zukunft. Ich will nicht, dass die Leute denken, dass eine dritte oder vierte Impfung einen negativen Effekt haben könnte. Es gibt aber in der Immunologie drei Phänomene, die potenziell auftreten können, wenn das Immunsystem zu häufig eine Struktur von einem Erreger sieht.“

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In diesem Kernpunkt kann es zu einer Immuntoleranz kommen. Die Reaktion des Immunsystems aufwärts ein Antigen bleibt ganz aus oder findet nur stark vermindert statt. Oder es kommt zu einer Ermüdung des Immunsystems, wenn Viren für immer aktiviert werden. Dasjenige dritte Phänomen ist die sogenannte Antigenerbsünde. Wenn man mit dem Coronavirus schon infiziert war und dann mit einer weiteren Virusvariante in Kontakt kommt, hat unser körpereigenes Abwehrsystem die Tendenz, Antikörper nur gegen Ingredienzen jener ursprünglichen Virusvariante zu darstellen.

„Müssen wir so häufig impfen, haben wir schlechten Job gemacht“

Ein gutes Musterbeispiel, wie eine Immuntoleranz oder eine Ermüdung des Immunsystems entstehen kann, ist die Hyposensibilisierung zum Musterbeispiel gegen Allergien oder Bienenstiche. In diesem Fall wird dasjenige Allergiestoff oder dasjenige Toxikum so oft in den Leib gespritzt, solange bis dasjenige körpereigenes Abwehrsystem irgendwann kaum oder keiner mehr darauf reagiert, weil es sich daran gewöhnt hat. Dasjenige sei „ein Effekt, der theoretisch auch bei häufigem Impfen auftreten kann“, erklärt Hendrik Streeck. Erste Evidenz dazu sind in Israel schon zu sehen. „Das negative Signal ist, dass diese Wirkung nochmal verkürzt zu sein scheint. Das könnte für Immuntoleranz sprechen. Aber das ist wieder spekulativ.“

Ende diesen Gründen warnt die EMA davor, vorschnell dasjenige Boostern jener Zukunft zu planen. Eine fünfte, sechste, siebte Impfung könnte kontraproduktiv sein. Die immunologischen Phänomene sollten jedenfalls erstmal besser erforscht werden. Erst im Folgenden könne man aus den Ergebnissen konkludieren, wie oft Corona-Impfungen nottun werden, betont Virologe Streeck im Podcast.

„Wir haben vor allem die Sorge, dass sich das Virus immer weiter verändert und diese Anpassung von den Impfstoffen gar nicht so schnell geschafft werden kann und man dann eigentlich immer hinterherhinkt. Wenn wir gegen einen Virus so häufig impfen müssten, haben wir einen schlechten Job gemacht.“ Stattdessen solle man dann „einen Schritt zurückgehen und einen Impfstoff entwickeln, der eine bessere langfristige Effektivität zeigt“.

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Laut EMA könnte zudem die Omikron-Variante und ihre schnelle Verbreitung wie ein „natürlicher Booster“ wirken. Heißt, wer zweifach geimpft ist und sich im Folgenden infiziert, ist zunächst genauso gut geschützt wie ein ternär Geimpfter. Die Fakten aus jener Zeit vor Omikron würden jedenfalls zeigen, dass Genesene verschmelzen „sehr guten Schutz vor einer Infektion“ und verschmelzen „hervorragenden Schutz vor einer Krankenhauseinweisung“ nach sich ziehen, stellt sogar Streeck lukulent.

„Werden alle Kontakt haben mit dem Virus“

Eine Studie aus Qatar zeige aufwärts, dass eine Infektion, sogar mit Omikron, „in den ersten rund 200 Tagen einen hervorragenden Schutz vor einer Hospitalisierung“ biete, erklärt Streeck und fordert, den Genesenen- mit dem Impfstatus gleichzusetzen. „Wir werden alle irgendwann Kontakt haben mit dem Virus und müssen jetzt nicht glauben, dass wir einen Status immer wieder neu auffrischen müssen. Das macht die Natur von alleine. Man kann jedem nur empfehlen, sich impfen zu lassen. Aber ich glaube nicht, dass für jeden eine dauerhafte Impfung empfehlenswert ist.“

Langfristig werde aus jener Corona-Weltweite Seuche eine Endemie. Dann sei eine Impfung nicht mehr zu Händen die Gesamtheit Menschen nötig, so Hendrik Streeck, zu Händen die vulnerablen Gruppen trotzdem weiter empfehlenswert – wie im Kontext jener Influenza sogar.

„Wieder was gelernt“-Podcast

„Wieder was gelernt“ ist ein Podcast zu Händen Neugierige: Bekommt die Krauts Bankhaus ihr Geld von Donald Trump zurück? Warum bezahlen manche Berufspiloten Geld zu Händen ihren Job? Warum ziehen Piraten von Ost- nachher Westafrika? Ton…Sie rein und werden Sie dreimal die Woche ein kleinster Teil schlauer.

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