Die Kanzlerin, die niemandem wehtun will


Angela Merkel trieb Themen nur voraus, wenn ihre Status damit nicht gefährdet wurde. Dies hat nicht in jedem Kernpunkt gereicht, doch den Deutschen hat dies Passender, dies Zögern und dies Langsame dieser Kanzlerin meist vergöttern.

Mit ihrer Beliebtheit geht es wieder einmal hinauf, doch förmlich ist dies schon so, seitdem sie im zehnter Monat des Jahres 2018 verkündete, dass sie nicht wieder übernehmen will. Derzeit finden mehr qua 84 von Hundert dieser Deutschen, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel ihre Arbeit vielmehr gut macht. Die Phase Merkel geht mit Zustimmungswerten zu Finale, von denen normale Politikerinnen und Volksvertreter nur träumen können.

Merkel ist die Queen dieser Umfragen, dies gilt im doppelten Sinne. Im jüngsten Volksvertreter-Ranking von Forsa steht sie uneinholbar uff dem ersten Sitzgelegenheit. Und beim Regieren stützte sie sich uff die vielen Umfragen, die dies Kanzleramt unter ihrer Vorhut in Auftrag gab. Ob es um die Energiewende ging, um Kitaplätze oder um die Frage, ob dies Volk wohnhaft bei Politikern vielmehr Pragmatismus oder Grundüberzeugungen schätzt: Merkel war stets im Bilde.

Zum Muster beim Themenbereich Wehrpflicht. Solange bis heute hadern Konservative mit ihrer Aufhebung. Es habe hierfür durchaus Gründe gegeben, sagt etwa dieser Historiker Andreas Rödder. “Aber der ‘Staatsbürger in Uniform’ gehörte zur DNA dieser Republik. über Nacht zu kippen, hat Menschen vor den Kopf gestoßen.”

Durchaus hat Merkel die Wehrpflicht nicht “über Nacht” gekippt, sondern nachdem einer Auswertung dieser Stimmungslage uff Sockel einer vom Meinungsforschungsinstitut Allensbach erstellten . Publiziert ist dies, weil dieser “Spiegel” vor Jahren darüber berichtete, wie viele Umfragen Merkel in Auftrag gab und wie sie die Ergebnisse nutzte. Ihre Spiel, die Wehrpflicht hinfallen zu lassen, folgte zwar dieser Ratschlag einer Reformkommission und dem Vorschlag des damaligen Verteidigungsministers Karl-Theodor zu Guttenberg. Vor allem doch folgte sie einer Umfrage. Deren Ergebnis war, dass eine Mehrheit dieser Befragten z. Hd. die Aufhebung dieser Wehrpflicht war, wenn zuvor darauf hingewiesen wurde, dass die Zahl dieser Auslandseinsätze steige. Selbst unter den Anhängern von Union und CSU war dann eine relative Mehrheit z. Hd. ein Berufsheer.

Verständnis z. Hd. ganz

Man kann welche Vergangenheit uff unterschiedliche Modus und Weise erzählen, und dies gilt ebenso z. Hd. Merkels Kanzlerschaft. Man kann es so darstellen, qua folge sie bloß Stimmungen und habe keinen eigenen Kompass. Oder qua warte sie uff den richtigen Moment und denke nachdem, vor sie handelt. Dies ist naturgemäß die Paradigma, die Merkel vorzugsweise. “Bevor ich einen schicken Schritt ins Abenteuer mache, müssen wir immer überlegen, kann ich das wirklich tun?”, sagte sie einmal in dieser Eurokrise. “Deshalb gelte ich manchmal auch als ein bisschen zögernd und langsam, ja.”

Den Deutschen hat dies Passender, dies Zögern und dies Langsame dieser Kanzlerin meist vergöttern, ihre Fan in dieser Union nach sich ziehen es längst zu einem Führungsprinzip erhoben. CSU-Chef Markus Söder etwa sagte beim Wahlkampfauftakt dieser Union, er habe “wahnsinnig viel” von Merkel reichlich die “Führung in schwierigen Zeiten” gelernt und beschrieb Merkels Modus, Politik zu zeugen, dann so: “Auch mal, wenn es ernst wird, und wenn nicht alle von vornherein dafür sind, wenn die Demoskopie keinen klaren Befund gibt, wenn Kommentatoren der Zeitungen nicht von vornherein einen loben, trotzdem Linie zu halten, nach bestem Wissen und Gewissen zu entscheiden, und dann am Ende das Beste für die Menschen zu erreichen – das ist letztlich auch der Stil, und das ist letztlich auch das Führungsprinzip und die Methodik, die Angela Merkel geprägt hat.”

Tatsächlich schaffte es Merkel meist, einer Mehrheit dieser Bürgerinnen und Staatsbürger zu vermitteln, dass es schon nicht so schlimm werde. Dies war untergeordnet die Botschaft, die ihr “Wir schaffen das” vom 31. August 2015 vermitteln sollte. Dass dies im Laufe dieser Zeit immer weniger gut gelang, lag untergeordnet daran, dass dieser Streit mit dieser CSU überdeckte, dass sie keineswegs eine “Politik der offenen Grenzen” betrieb, wie es ihr von Kritikern vorgeworfen wurde. Ziel und Sinn des von ihr betriebenen EU--Abkommens war ja ohne Rest durch zwei teilbar, Flüchtlinge daran zu hindern, in die Europäische Union zu gelangen. Dass ihre reale Politik mitunter keiner zu ihrem Image passt, ist geradezu typischerweise z. Hd. Merkel.

So war es untergeordnet wohnhaft bei einem Themenbereich, dies wie die Wehrpflicht z. Hd. viele Union-Mitglieder stark identitätsstiftend war: dieser Verhinderung dieser Ehe z. Hd. gleichgeschlechtliche Partnerschaften. Merkel verzichtete in dieser Debatte in dieser Regel uff Argumente und führte stattdessen ihre Konstitution an. Zu Händen sie hatte dies den Vorteil, dass eine echte Diskussion so kaum möglich war. “Ich sage Ihnen ganz ehrlich, dass ich mich schwer tue mit der völligen Gleichstellung”, sagte sie 2013 einem Fragesteller in einer Das Erste-Sendung zur weiland anstehenden Bundestagswahl. Damit betonte sie, es verstehe sich “von selbst, dass ich gegen Diskriminierung bin”, und untergeordnet in gleichgeschlechtlichen Beziehungen würden “gleiche Werte gelebt”. Warum dann die Rechtswidrigkeit im Kernpunkt dieser Ehe? Es gehe ums “Kindeswohl” und die Frage dieser Adoption, letztlich jedoch – so tat Merkel zumindest – um ihr Gefühl: “Ich weiß, dass das für viele gleichgeschlechtliche Paare schwer ist, aber ich bin mir einfach da nicht ganz sicher.”

In diesen Sätzen liegt dieser Samenkern von Merkels Beliebtheit: Sie will niemandem wehtun – selbst dann nicht, wenn sie es doch tut. Natürlich ging es weiland nicht wirklich um die Gefühle dieser Kanzlerin. Es ging solo drum, ob die Konzern insgesamt schon so weit war. Ob Wehrpflicht, Ehe z. Hd. ganz oder Klimawandel: Merkel trieb Themen nur dann und nur so stark voraus, wie ihre Machtbasis nicht gefährdet wurde.

In dieser Klimakrise reicht Merkels Modus dieser Politik nicht

Jener Union-Volksvertreter Klaus Töpfer hat uff die Frage, warum er qua Umweltminister in den 1980er- und 90er-Jahren nicht vehementer z. Hd. seine Anstehen geworben habe, einmal folgende Ergebnis gegeben: “In einer Staatsform, in der man mit Mehrheiten arbeiten muss, ist es wichtig, zu organisieren. Geht man weg, dann ist die Frage: Wer organisiert diesen Prozess stattdessen?” Töpfer verwies uff den früheren britischen Premierminister Winston Churchill, dieser den schönen Sine tempore gesagt habe: “Never miss a good crisis.” Gemeint sei damit: “Man muss Krisen so nutzen, dass denkbar wird, was vorher nicht möglich war.”

Töpfers Sätze passen untergeordnet z. Hd. Merkel. Oberhalb sie sagte er: “Sie ist keine, die ‘Basta’ sagt. Das kann man ihr vorwerfen, man kann es ‘aussitzen’ nennen. Aber wahrscheinlich hat sie nicht die Möglichkeit, alles so zu machen, wie sie es gern machen würde.”

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Man kann mit dieser Politik Wahlen profitieren, immer wieder. Man kann den “Zusammenhalt in der Gesellschaft”, den Merkel vielerorts betont, erhalten, zumindest weitestgehend. Dagegen nicht wohnhaft bei allen Themen ist ein solches Vorgehen sinnvoll. Klimapolitik unterscheidet sich von allen anderen Politikfeldern darin, dass es untergeordnet uff stark Sicht nicht egal ist, zu welcher Zeit man irgendetwas macht. Politik wirkt sich immer uff dies von Menschen , doch in keinem Radius ist dieser Verzicht uff politisches Handeln so folgenschwer wie beim Witterung. Versäumnisse wohnhaft bei dieser Digitalisierung waren in dieser Corona-Notlage eine Katastrophe. Dagegen wer aus dem Jahr 2100 zurückschaut, wird sich nicht hierfür interessieren, zu welcher Zeit schnelles WWW dies letzte Städtchen in Deutschland erreicht hat. Die Hören dieser heutigen Klimapolitik dagegen werden dann noch immer spürbar sein – umso stärker, je weniger Klimapolitik heute gemacht wird.

Und dann kam die Ehe z. Hd. ganz

Zu ihren eigenen klimapolitischen Leistungen sagte Merkel in ihrer Warme Jahreszeit-Pressekonferenz im Juli: “Wir sollten nicht so tun, als wenn nichts passiert sei.” Dagegen sie fügte hinzu, “gemessen an dem Ziel, deutlich unter einem Anstieg von 2 Grad Celsius zu bleiben oder möglichst nah an 1,5 Grad Celsius heranzukommen, ist nicht ausreichend viel passiert”. Die Kanzlerin sprach vom “tiefgreifenden Transformationsprozess”, dieser jetzt anstehe und wohnhaft bei dem “natürlich auch darauf geachtet werden muss, dass wir auf diesem Weg möglichst viele Menschen mitnehmen”.

Meist hat Merkel tunlichst möglichst viele Menschen mitgenommen, qua tiefgreifende Transformationsprozesse anzustoßen.

Die Hochwasserkrise dieses Sommers kam z. Hd. Merkel zu tardiv. Um sie qua “gute Krise” zu nutzen, ist die Kanzlerin nicht mehr stark genug im Amtei. Hätte sie andernfalls Churchills Wahlspruch befolgt? Vielleicht. Dagegen untergeordnet in Krisen folge sie dem anderen von Klaus Töpfer erwähnten Prinzip: Tue nichts, welches deine Status gefährden könnte, denn dieser nächste, dieser deinen Job übernimmt, macht ihn vermutlich untergeordnet nicht besser. Wenn es nicht ohne Rest durch zwei teilbar um Menschheitskrisen wie den Klimawandel geht, kommt man so ja untergeordnet meist gut durch.

Vier nachdem Merkels Nicht mit der Sprache herauswollen um die Ehe z. Hd. gleichgeschlechtliche Paare war wieder Bundestagswahl, und wieder wurde sie daraufhin gefragt. Dieses Mal war es “ein großer Fan” dieser Kanzlerin, wie er sich vorstellte, dieser wissen wollte, zu welcher Zeit er endlich seinen Mann heiraten könne.

Wieder hatte Merkel keine Argumente in dieser Sache. Sie sei “ein bisschen bekümmert”, dass dies Themenbereich nun Gegenstand von Parteitagsbeschlüssen geworden sei, sagte sie, qua sei es unnormal, dass uff Parteitagen irgendetwas beschlossen wird. Und wieder sprach sie von den “gleichen Werten”. Wieder war ihr Haupteinwand dies “Gefühl, Mann und Frau, das ist eben die Ehe wie wir sie kennen”.

Damit hätte die Vergangenheit zu Finale sein können – die Moderatorin war schon hier, die nächste Frage zu stellen. Dagegen Merkel wollte noch irgendetwas ergänzen. Zum Nachdenken habe sie gebracht, dass sie eine lesbische Nullipara getroffen habe, die ihr erzählte, sie habe mit ihrer Lebensgefährtin acht Pflegekinder. Wenn die Behörden einem solchen Paar Pflegekinder in die Obhut gäben, so Merkel, dann könne sie “nicht mehr ganz so einfach” mit dem Kindeswohl debattieren. “Allein die Tatsache, dass deutsche Jugendämter so entscheiden, dass es besser ist, ein Kind in einer gleichgeschlechtlichen Beziehung aufwachsen zu lassen als (bei) Vater und Mutter, wo vielleicht ein oder zwei Elternteile dem Kind jeden Tag Gewalt antun, das ist ja doch eine Entscheidung, die muss ich in meine Urt- … wie bitte?” Denn an dieser Stelle wurde die Kanzlerin unterbrochen.

Die Mehrheit mag Merkel, untergeordnet wenn sie anderer Meinung ist

Uff dem Video dieser Veranstaltung – es war ein “Brigitte Live”, wie sie unlängst wieder Beachtung gefunden nach sich ziehen – ist dieser Zwischenruf nicht vollwertig zu verstehen. Vermutlich beschwert sich ein Zuschauer reichlich den Vergleich, den Merkel ohne Rest durch zwei teilbar beschäftigt hat – nachdem dem Phrase: So schlimm wie prügelnde Erziehungsberechtigte ist ein homosexuelles Paar nun untergeordnet wieder nicht. “Ich glaub, da haben Sie uns missverstanden”, springt eine dieser Moderatorinnen dieser Kanzlerin wohnhaft bei. Merkel greift dies uff und wiederholt, welches sie gesagt hat: “Ich glaube, Sie haben es missverstanden. Ich hab’ gesagt, wenn ein Jugendamt sagt, einem Kind geht es viel, viel besser – und das unterstütze ich – in einer gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaft, als wenn leider bei Vater und Mutter vielleicht zu Hause Gewalt ausgeübt wird, was es ja leider gibt, dann muss ich das doch positiv zur Kenntnis nehmen und in meine Urteilsbildung mit aufnehmen. Das habe ich hier nur gesagt.” Zu Händen welche Sätze gab es weiland stärkeren Beifall qua z. Hd. Merkels ursprüngliche Ausführungen.

Merkel sagte wohnhaft bei dieser Veranstaltung untergeordnet, sie wolle dies Themenbereich “in Richtung einer Gewissensentscheidung” münden. Dies war an einem Montagabend. Vier Tage später kam dieser Bundestag zum letzten Mal vor dieser Bundestagswahl zusammen. In dieser Zwischenzeit hatte die SPD dies Stichwort von dieser Gewissensentscheidung aufgegriffen und durchgesetzt, dass es noch am Freitag die Synchronisierung im Bundestag gab. Merkel kritisierte dies qua “überfallartiges Verfahren”.

Sie selbst stimmte an jenem Freitag im Bundestag mit Nein, und dies kann an ihrer Konstitution gelegen nach sich ziehen oder an den Mehrheitsverhältnissen in ihrer Gruppe, denn doch nach sich ziehen untergeordnet Kanzlerinnen nicht die Möglichkeit, was auch immer so zu zeugen, wie sie es mit Freude zeugen würden. Die Mehrheit dieser Deutschen vertrat sie damit zwar nicht: Eine Umfrage hatte im vierter Monat des Jahres 2017 herausgefunden, dass 75 von Hundert z. Hd. die Ehe z. Hd. ganz waren. Merkel dürfte dies sehr kognitiv gewesen sein. Ihr Ziel hatte sie doch erreicht: Sie hatte ein kontroverses Themenbereich abgeräumt, dies z. Hd. die Union immer schwerer zu vertreten war.

Die Kapitulation von konservativen Parteien ist es, darauf zu anerkennen, dass gesellschaftlicher Wandel langsam genug vollzogen wird, um möglichst viele mitzunehmen. Dies ist gelungen: Unähnlich qua bspw. in Französische Republik gab es in Deutschland keine relevanten Proteste gegen die Ehe z. Hd. ganz. Dagegen konservative Parteien zu tun sein untergeordnet darauf anerkennen, Wandel nicht zu tardiv mitzumachen, und sie sollten nicht darauf verzichten, ihn zu gestalten. Unter Merkel hat die Union diesen Anspruch aufgegeben.

Ihrer Popularität tat ihr Abstimmungsverhalten wohnhaft bei dieser Ehe z. Hd. ganz keinen Abriss. Wie die Forschungsteam Wahlen ein paar Tage später wieder nachdem Merkels Beliebtheit fragte, sagten 79 von Hundert, sie mache ihre Arbeit vielmehr gut.