Die traurigen Staaten von Vereinigte Staaten


Die USA verklären Reformunfähigkeit zur Tradition. Dies desaströse Verhalten von in jener Niederlage legt die Missstände schonungslos ungeschützt. Jener Möchtegern-Gewaltherrscher und seine Spießgesellen lassen ihr Staat wie Bananenrepublik erscheinen.

Traut ist: In jener Niederlage zeigt ein Mensch seinen wahren Veranlagung. Im Kontext Donald Trump war dasjenige nicht nötig. Längst weiß die ganze Welt, dass jener scheidende Vorsitzender jener USA ein Gemüts… beschränkter, dreister, dilettantischer, arroganter, egomanischer und empathieloser Lügner ist. Niemanden dürfte es aus diesem Grund verwundern, dass er sich nun genauso wie hundsmiserabler Verlierer präsentiert. Doch sein unrühmlicher Absendung übertrifft sein bisheriges Verhalten noch um einiges und lässt den politisch interessierten Betrachter wieder einmal den Odem aufhören.

Trumps letzte Wochen in Washington sind wie seine gesamte Amtszeit: ein Zusammenstellung bekannter Melodien aus Trauerspiel und Verspottung. Jener Zuschauer schwankt zwischen Wein- und Lachkrämpfen. Wie sich Trump die Stellung in seiner Parallelwelt zurechtschwindelt, ist absonderlich. Wir wissen: Jener schlimmste Vorsitzender jener USA seit dem Zeitpunkt Nixon wähnt sich hinaus einer Stufe mit Washington, Lincoln und Gottheit. Die Wahlniederlage gegen Joe Biden muss diesem Narzissten unvorstellbare Seelenqualen konfektionieren, gegen die nicht mal Golfen hilft. Um sie auszuhalten, biegt sich Trump die Wirklichkeit wieder einmal zurecht. Er glaubt hold an seine Mär vom Wahlbetrug, damit er sein märchenhaftes Eigenbild vom weißen Riesen im Weißen Haus aufrechterhalten kann. Ein Pfundskerl wie er kann doch weder noch verlieren, nachdem muss ein Komplott stecken.

Dass Trump mit seinem Verschwörungswahnsinn und dünkelhaften Verhalten seinem Staat schadet, ist wiederum zum Lamentieren. Zum Glücksgefühl legen seine Selbstherrlichkeit und sein strategisches Unvermögen ungeschützt, worum es ihm geht: nur um ihn, nicht um dasjenige Wohlsein seines Fußvolks oder gar jener USA. Trump redet von Betrug und stiftet selbst ungeschützt zur Wahlfälschung an. “Ich will nur 11.780 Stimmen finden, was eine mehr ist, als was wir haben”, sagte er in einem Telefonat mit dem Republikaner Brad Raffensperger, Staatssekretär und damit oberster Wahlleiter von Georgia. Ein Wunsch, jener zu Diktaturen und Autokratien passt. Es ist nicht einsam die Unverfrorenheit, die schockiert, sondern die Wortwahl, die seelenruhig daherkommt, dagegen an die Mafia erinnert. Und welches sagt Trump? “Ich liebe mein Telefongespräch.”

Ein Armutszeugnis sind die Figuren, die für jedes Trump streiten. Manche erwecken den Eindruck, wie seien sie Karikaturen aus Comedy- oder TV-Serien wie “House of Cards”. Die Anwältin Sidney Powell redete ernsthaft von “Tausenden”, die “in die Verschwörung involviert gewesen sein” müssten, wie auch Kuba, jener vor Jahren verstorbene venezolanische Staatschef Hugo Chávez und “wahrscheinlich auch China”. Trumps Anwalt Rudy Giuliani ließ vor einem Parlamentsausschuss in Michigan eine offenkundig besoffene Zeugin aufmarschieren.

Trump treibt Spaltung immer tiefer vorwärts

Traurig ist, dass dieser Tollheit verfängt, dass ungefähr ein Viertel jener US-Ami glaubt, im Zusammenhang jener Wahl sei gemauschelt worden – und dasjenige, obwohl die unabhängige Justiz, die sich wie Garant jener Volksstaat erweist, sämtliche Trauern von Trump und seinen Spießgesellen abgewiesen hat. “Anklagen erfordern spezifische Anschuldigungen und dann Beweise. Wir haben hier weder das eine noch das andere”, wies ein von Trump ernannter Richter dasjenige Unterfangen des Noch-Präsidenten ab, 2,5 Mio. Briefwahlstimmen eines Bundesstaates für jedes ungültig zu exemplifizieren. Dennoch genauso dasjenige kann jener Unterlegene nicht billigen: Justiz ist für jedes ihn nur “great”, wenn sie für jedes ihn entscheidet. “Mit dem Supreme Court bin ich nicht glücklich”, weil er “uns im Stich gelassen hat”. Uns?

So treibt Trump die Spaltung immer tiefer vorwärts und diskreditiert staatliche Prozesse sowie dasjenige Schaffen kooperativ legitimierter Institutionen. Jener gemeinsame Gastbeitrag aller zehn lebenden Ex-Verteidigungsminister in jener “Washington Post” offenbarte, dass sie dem Möchtegern-Gewaltherrscher sogar zutrauen, die Militär zu schänden, um an jener Mächtigkeit zu bleiben. In asiatischen und südamerikanischen Staaten würde man von Militärputsch reden. Die früheren Ressortchef formulierten vorsichtig, etwaige “Bemühungen” in sie Richtung würden die USA hinaus “gefährliches, rechtswidriges und verfassungswidriges Gebiet” zur Folge haben. Jedem ist lichtvoll, dass damit genauso Blutvergießen gemeint sein sollte.

Z. Hd. Trump votierten 74,2 Mio., für jedes Biden 81,2 Mio. Ami. Gestritten wird sozusagen nur droben die relativ wenigen Stimmen in jenen Bundesstaaten wie Georgia, wo jener Wahlergebnis recht konzis war. Hätten die USA ihr mehr wie 200 Jahre altes Wahlsystem prinzipiell reformiert, gäbe es diesen Streit in jener Form nicht. Selbst Trump würde es nicht wagen, zu fordern: “Ich will, dass Sie ein paar Millionen Stimmen finden.” Dennoch da macht dasjenige politische Establishment nicht mit. Tunlichst hält dasjenige Staat jener unbegrenzten Möglichkeiten, jener Denker und innovativen Tüftler, an uralten Gepflogenheiten hold und verklärt sie Form des Beharrens zur Tradition.

Ein besonderes Trauerspiel im Trauerspiel sind die Republikaner. Im Amtsenthebungsverfahren bewahrten sie Trump vor einem Rauswurf aus dem Weißen Haus. Mehr als Jahre hinweg schauten sie tatenlos zu, wie jener Vorsitzender Gegner, die er wie Feinde betrachtete, beschimpfte, Verbündete jener USA verhöhnte, zusammen dagegen Autokraten oder Diktatoren huldigte, wie er Mächtigkeit missbrauchte, die Justiz für jedes seine Interessen zu instrumentalisieren begann und zuletzt gar Straftäter aus seiner Entourage begnadigte.

Seitdem Wochen heißt es genauso in deutschen Medien, “immer mehr” Parteikollegen Trumps wendeten sich von diesem ab. Dieserfalls nach sich ziehen die führenden Republikaner lediglich dasjenige Wahlergebnis endlich publik akzeptiert. Mitch McConnell, jener Mehrheitsführer jener Republikaner im Senat, gratulierte Biden zum Triumph – Wochen nachher jener Wahl und wenige Zahlungsfrist aufschieben nachher Wladimir Putin.

Erbärmlicher Showdown im Kongress

Wenigstens zeigten die Republikaner neulich Trump an zwei Stellen endlich politisch die Säumen hinaus: beim Verteidigungsetat und beim Corona-Hilfspaket für jedes notleidende Ami. Dennoch gegen dessen Versuche, durch üble Beschuldigungen und Machenschaften im Weißen intern bleiben, wehren sie sich nur mit halber Kraft oder weder noch. Am Mittwoch wird es im Kongress wiederholt zu einem erbärmlichen Showdown kommen, da Dutzende Republikaner gegen die Wahl Bidens Widerspruch erheben wollen. Darunter sind Volksvertreter wie Ted Cruz, die sich in Stellung können wollen für jedes die US-Wahl in vier Jahren. Wenn schon hier unbewirtschaftet Trump sein Wahlversprechen, dasjenige politische Establishment jener USA aufzumischen – in Wahrheit zementiert er nur die Strukturen. Jeder macht dasjenige, welches seine Mächtigkeit sichert.

Und die Demokraten? Von einem überwältigenden Triumph konnte nie die Referat sein. Jener künftige US-Vorsitzender ist die Gesamtheit andere wie ein dynamischer Hoffnungsträger, jener Vereinigte Staaten zu neuen Ufern führt. Verlieren die Demokraten die Nachwahl in Georgia genauso nur teilweise, muss Biden gegen eine republikanische Mehrheit im Senat ankämpfen. Vorteil verschaffen sie, werden die Verschwörungsirren unter den Republikanern erst recht mit Dreck werfen.

Die USA nach sich ziehen jener Welt mit jener Wahl Bidens – schon mit Blick hinaus Herausforderungen wie den Klimawandel – verknüpfen großen Gernhaben getan. Nun ist es vor allem an ihm, die gespaltenen Staaten von Vereinigte Staaten wenigstens ein kleinster Teil zu einigen. Man kann nur wünschen, dass ihn die Republikaner nicht nur auflaufen lassen und selbst an den nächsten Wahlkampf denken. Doch zu befürchten ist: Dies Trauerspiel geht weiter.