Die vogelwilde Idee des Til Schweiger


Schon seitdem einem Vierteljahrhundert schalten solange bis zu einer Million Zuschauer am Sonntagmorgen um 11 Uhr ihre Fernsehgeräte an, um einem Pille-Stammtisch zu nachstellen. Jener “Doppelpass” feiert mit vielen irren Geschichten sein Jubiläum!

Jener “Doppelpass” hatte von Ursprung an selbige gewisse Mischung aus Relevanz und Popularität. Wenn am Sonntagmorgen um 11 Uhr in München Journalisten, (Ex-)Fußballer und Showprominenz zum launigen Stelldichein zusammentreffen, dann geht es um Fußballfachfragen – nunmehr vor allem wenn schon um Unterhaltung. Jener Untertitel aus den Anfangstagen von vor 25 Jahren ist wenn schon heute noch Sendung, wenn schon wenn er mittlerweile wohl offiziell nicht mehr so mit Vergnügen gesehen wird. Doch die SPORT1-Sendung ist und bleibt: jener “Fußballstammtisch”.

Eine Posse aus einem Vierteljahrhundert “Doppelpass” zeigt uff spezielle Menge und Weise, welches es mit dem Parole Relevanz und Popularität uff sich hat. Nachher dem 19. Spieltag jener Spielzeit 2015/2016 wurde jener Schauspieler und Produzent Til Schweiger in jener Sendung erwartet. Qua man früher uff die Spiel des Vortags zwischen Borussia Dortmund und dem FC Ingolstadt, c/o jener es manche umstrittene Entscheidungen durch den Schiedsrichter des Spiels, Guido Winkmann, gegeben hatte, zu sprechen kam, meldete sich Schweiger zu Wort.

Dann “wird die Post abgehen”

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Insbesondere eine kniffelige Abseitsstellung-Frage – früher noch in grauen Videobeweis-Vorzeiten – hatte den Schauspieler in Wallung gebracht. Welches er dann jedoch vortrug, erregte die Runde noch mehr. Seine vogelwilde Idee im Wortlaut: “Ich habe einen eigenen Lösungsvorschlag. Schon damals, als ich selber noch aktiv Fußball gespielt habe, habe ich immer gesagt: ‘Was is’n das für ‘ne Scheiße mit dem Abseits, das müssen wir abschaffen! Dann wird das Spiel viel attraktiver, ne?’ Denn wovon lebt denn ein Spiel? Von Toren, von Torsituationen, von Spannung. Und ohne Abseits wird die Post abgehen!”. Wie wir ganz wissen, wird Pille noch immer mit jener Abseitsregel gespielt – nunmehr jener Live-Veranstaltung von Til Schweiger ist obgleich unvergessen.

Genauso wie einer jener skurrilsten und denkwürdigsten Auftritte eines deutschen Fußballoffiziellen aller Zeiten. Am Mittag des 18. August 2002 sagte jener sichtlich irritierte Aufsichtsratsvorsitzende des 1. FC Kaiserslautern, Robert Wieschemann, beim “Doppelpass” folgenden Sine tempore in die Runde und zum Millionenpublikum zuhause vor den -Geräten: “Ich bin ja einverstanden, wenn Sie Ihren Spaß haben”. Und tatsächlich: Unterhaltsam waren selbige Minuten im warme Jahreszeit 2002 gewiss – vor allem wenn schon insofern, weil sich Zuschauer wie Beteiligte die ganze Zeit jenseits fragten: Welches passiert hier im Prinzip ohne Rest durch zwei teilbar?

Es begann damit, dass jener Moderator jener Sendung, Rudi Brückner, verkündete, er wolle den Trainer jener Pfälzer, Andi Brehme, keiner zitieren, es schließlich nunmehr doch tat und berichtete, dass dieser jenseits Wieschemann gesagt habe, jener erzähle sowieso nur dummes Zeug und habe keine Gespür. Verständlicherweise ging früher ein erstauntes Raunen durchs Publikum.

“Man muss die notwendige Delikatess wahren”

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Und dann kam Wieschemann selbst zu Wort. Sichtlich nervös verwechselte er Wörter bzw. erfand manche Wörter komplett neu und wirkte die ganze Zeit jenseits seltsam sprunghaft. Er sagte Sätze wie diesen: “Man muss hier die notwendige Delikatess wahren. Und bitte, ich kann es nicht ändern. Wenn Sie wollen, dass ich den Namen preisgebe, so ist das Ihr gutes Recht, aber es ist nicht Ihre …” (Jener Sine tempore endet mitten im Nirgendwo.)

Märchenhaft wenn schon folgende Ausschnitte des Gesprächs: “Wir brauchen Klose überhaupt nicht zu vergeben. Also, der ist bei uns in sicheren Tüchern”, und: “Die Sprachlosigkeit von Andi Brehme ist eine Gesundung, nee, Entschuldigung, ist eine Fehlerhaftigkeit im Sein.” Qua Wieschemann schließlich zugab: “Wir haben eine anormale Satzung”, konterte jener ehemalige Pfälzer Meistertrainer Karl-Heinz Feldkamp: “Von dir ausgearbeitet”, und Wieschemann bestätigte treuherzig: “Ja, von mir ausgearbeitet!”

Höhepunkt des Tages war in der Tat folgender Gesprächspart. Wieschemann: “Wir haben zweifellos Schwierigkeiten mit der Umsetzung dessen, was geplant ist. Und wir haben eine … Wie soll ich sagen? Wir haben eine …” Brückner: “Frei raus!” Wieschemann: “Ja. Wir haben ein Defizit an …” Karl-Heinz Feldkamp: “Mitarbeit?” Thomas Herrmann: “Kommunikation?” Wieschemann: “Kommunikation. Ja! Wir haben … ich wiederhole jetzt meinen Satz von vorhin: Wir haben ein Defizit an Durchblick und … ja … an Durchblick!” Brückner verwundert: “Wer hat den? Sie als Aufsichtsrat?” Wieschemann: “Nein, wir haben ein Defizit an Durchblick – alle! Und wir sind total be …” Brückner spöttisch: “… beschränkt in der Überlegung, was Fußball angeht. Oder was wollen Sie sagen?” Wieschemann: “Ja!”

Stellenmarkt für jedes die Trainerlegende

Welches am 03. September 1995, dem Tag jener allerersten Sendung in der Tat noch niemand ahnen konnte: Jener “Doppelpass” entwickelte sich in all den Jahren wenn schon zu einer Menge Stellenmarkt. Nachdem jener niederländische Trainer Huub Stevens in jener Rückrunde jener Spielzeit 2013/2014 den VfB Stuttgart vor dem Talfahrt bewahrt hatte, hatte er dies Schwabenland wieder verlassen.

Ben Redelings

Ben Redelings ist ein leidenschaftlicher “Chronist des Fußballwahnsinns” (Manni Breuckmann) und Sympathisant des ruhmreichen VfL Bochum. Jener Selbst…Filmemacher und Komödiant lebt im Ruhrgebiet und pflegt sein Schatzkästchen mit Anekdoten. Z. Hd. ntv.de schreibt er dienstags und samstags die spannendsten und lustigsten Geschichten uff. Weitere Informationen zu Bens aktuellem Buch und seinem gleichnamigen Tourprogramm (“Fußball. Die Liebe meines Lebens”) gibt es uff seiner Seite www.scudetto.de.

Im November saß er nun in München im “Doppelpass” und erzählte später folgende Vergangenheit: “Ich wurde gefragt, ob ich noch einmal in die deutsche Bundesliga zurückkehren würde. Ich wusste es nicht, wollte es aber auch nicht ausschließen. Am Abend rief mich Jochen Schneider an, der inzwischen Manager bei Stuttgart war. Schneider hatte die Sendung gesehen und fragte mich, ob ich mir vorstellen könne, zu Stuttgart zurückzukehren.” Stevens konnte. Und schon am nächsten Abend waren die Verträge unterschrieben. Dankbarkeit eines Auftritts am legendären Sonntagmorgen uff Sport1.

In Prägnanz erscheint wenn schon ein Buch zum 25jährigen Jubiläum des “Doppelpass” mit “Geschichten rund um die Kultsendung”. Man darf gespannt sein, an welche Storys aus einem Vierteljahrhundert in dem Werk erinnert werden wird. Eine Vergangenheit wird nunmehr voraussichtlich nicht drinstehen. Sie handelt vom langjährigen, heimlichen Star jener Sendung: Udo Lattek. Jener TV-Sachkundiger und frühere Erfolgstrainer bereicherte den Pille-Stammtisch, weil er nie um ein deutliches Wort verlegen war.

Lattek neckt, Wontorra kalauert

Doch Lattek hatte stets wenn schon noch Sinn für jedes andere unterhaltsame Zeug. So hatte eines Tages Philipp Köster, einer jener beiden Gründer des Magazins “11 Freunde”, neben ihm Sportplatz genommen. Qua die Gäste wie immer einzeln und nacheinander vorgestellt wurden, passierte folgendes: Unvermittelt beugte sich Lattek – für jedes die Zuschauer nicht zu lauschen und sehen – zu Köster rüber und sagte: “Einer von uns beiden hat den Hosenstall offenstehen – und ich bin es nicht.”

Genau in diesem Sekunde schwenkte die Kamera uff Köster. Und die Zuschauer an den Bildschirmen sahen zusammenführen jungen Mann, jener sie nicht – wie zuvor ganz anderen Gäste in jener Runde – anschaute, sondern mit gesenktem Kopf sehr irritiert uff seinen Hosenstall blickte. Qua nächstes lächelte Udo Lattek mit einem breiten Grinsen für jedes die Zuschauer zuhause in die Kamera. Und Köster? Jener wusste mittlerweile: Nebensächlich sein Reißverschluss war zu.

Doch Udo Lattek konnte wenn schon einstecken. Minuten vor jener Sendung heizte im November 2008 Jörg Wontorra noch ein letztes Mal dies Studiopublikum im Hotel Kempinski am Münchner Flughafen ein. Dieserfalls ging jener langjährige Moderator wenn schon zu Udo Lattek, jener ohne Rest durch zwei teilbar mit geschlossenen Augen von einer Maskenbildnerin noch einmal gepudert wurde. Wontorra blieb grinsend neben dem alten Erfolgstrainer stillstehen, wandte sich zu den Zuschauern hin und sagte: “Das ist übrigens der Unterschied zwischen mir und Udo. Ich gehe in die Maske, Udo muss zum Stuckateur!” Gejaule und Geklatsche im Publikum. Die Sendung konnte gut gelaunt starten. In diesem Sinne: Herzlichen Gratulation an den ewig jungen “Doppelpass” zu 25 Jahren Fernsehunterhaltung, Hochgefühl uff und Prost!