“Die waren wie eine Familie”: Stasi umwarb und erpresste Jugendliche


Jener Überwachungsapparat jener Ostzone machte wenn schon vor den Jüngsten nicht halt: und Jugendliche wurden präzise vom Ministerium zu Gunsten von Staatssicherheit angeworben. Wenn Betroffene extra ihre Erfahrungen sprechen, zeigt sich: Frage nachher Tätern und Opfern lässt sich nicht leichtgewichtig beantworten.

Christian Ahnsehl steht im Altarraum jener Religionsgemeinschaft jener Siebenten-Tags-Adventisten in Rostock und unterhält sich mit einem Kirchenmitglied. Die beiden Männer mittleren Alters wirken wie Schnee von gestern Bekanntschaften, die sich nachher langer Zeit zum ersten Mal wiedertreffen. Ihr Gespräch demgegenüber hat es in sich: Sie sprechen darüber, dass Ahnsehl qua Jugendlicher die Kirchgemeinde in Rostock bespitzelt hat. In vergangener Zeit hat man für ihm keinen Verdächtigung geschöpft.

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Christian Ahnsehl bespitzelte qua Minderjähriger eine Rostocker Freikirchengemeinde.

(Foto: NDR)

Die beklemmende Szene ist zu sehen im Dokumentarfilm “Die Stasi im Kinderzimmer” von Kathrin Matern. Denn Christian Ahnsehl wurde im am Lebensabend von 15 Jahren von jener Staatssicherheit angeworben. Die Produktion erzählt sein Schicksal und dies von drei weiteren Menschen, die in ihrer Sturm-und-Drang Zeit in jener Ostzone mit jener Stasi zu tun hatten.

Schätzungsweise 190.000 Menschen waren im Jahr 1989 zu Gunsten von die Stasi qua Inoffizielle Mitwirkender (IM) tätig. Zweite Geige so sollte die nahezu komplette Überwachung jener Ostzone-Bevölkerung abgesichert werden. Ständig lief man Gefahr, beobachtet oder belauscht zu werden: Eine einzige unbedachte Vorbringen konnte zum Verhängnis werden. 

Junge Personen sind zu Gunsten von dies Ostzone-Regime die Zukunft. Von Kindesbeinen an werden sie zur Staatstreue erzogen. Taktgesteuert befürchtet die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands-Vorhut selten von Jugendlichen “feindliche Handlungen”, denn sie gelten qua schwächlich zu Gunsten von schädliche Einflüsse aus dem Westen. Per Erlass erlaubt Stasi-Chef Erich Mielke deswegen schon 1966 die gezielte Rekrutierung von Kindern und Jugendlichen.

“Es war wie ein Kick”

Während gegenseitiges Misstrauen in jener Ostzone zum Joch gehört, versucht die Stasi dies Vertrauen von Minderjährigen zu profitieren. Selten Kinder aus zerrütteten Familien, demgegenüber wenn schon schon “auffällige” Jugendliche werden präzise ausgesucht. C/o Ahnsehl kommt zum Anderen zusammen: Seine Erziehungsberechtigte streiten ständig, weil die Schraubenmutter in jener Religionsgemeinschaft und jener Vater Sozialistische Einheitspartei Deutschlands-Mitglied ist. Um aus dem tristen Joch auszubrechen, schreibt er ein paar Worte an die Wand seiner Schulhaus: “Steht auf. Wacht auf. Befreit euch. Ich will leben.”

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Eine Wandschmiererei macht Ahnsehl erpressbar.

(Foto: BStU)

Im Streifen beschreibt Ahnsehl, wie er wenige Tage im Weiteren von einem Stasi-Beamten zu Hause abgeholt wird. Jener Offizier erpresst ihn mit seinen Wandschmierereien und zwingt ihn, eine sogenannte Verpflichtungserklärung zu unterschreiben. Von da an trifft sich jener Jugendliche regelmäßig mit dem Mann in einer speziell zu diesem Zweck angemieteten Wohnung, darf sogar Zigaretten rauchen. Er wird hinauf eine Kirchengemeinde angesetzt, da in jener Ostzone Kirchenmitglieder per se qua verdächtig galten. “Es war wie ein Kick”, sagt Ahnsehl extra seine Gefühle in vergangener Zeit.

Wahrscheinlich hätte er so weitergemacht, wenn es nicht zu diesem zusammenführen folgenschweren Zwischenfall gekommen wäre: Ahnsehl plaudert im Vergleich zu seinem Führungsoffizier aus, dass sich sein Klosterbruder unbequem extra die Ostzone geäußert hat. Augenblicklich macht sich jener junge Mann schwere Vorwürfe: “Was hast du jetzt gemacht?”, erzählt er extra diesen Moment in jener Dokumentation. Daraufhin lässt er Treffen häufiger ausfallen, solange bis er nachher neun Monaten den Kontakt zur Stasi ganz abbricht. Am Finale werden die Schuldgefühle übermächtig.

Solange bis heute gibt keine genauen darüber, wie Minderjährige tatsächlich zu Gunsten von die Stasi gespitzelt nach sich ziehen. In der Tat nach sich ziehen sie nur zusammenführen kleinen Teil jener sogenannten IM ausgemacht. Zudem in Betracht kommen nicht jedweder Jugendlichen hinauf Anwerbeversuche jener Stasi ein. Einer, jener es doch macht, ist Sascha Kriese, jener ebenfalls im Streifen zu sehen ist. Nachdem sich seine Erziehungsberechtigte beim Staatsrat jener Ostzone beschweren, wird jener in vergangener Zeit 16-Jährige aus Neustrelitz nicht mehr behelligt.

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Eine Gelegenheit zur Überholung

Denn Kind in jener Ostzone aufgewachsen, hat dies Themenkreis zu Gunsten von Selbst… Kathrin Matern eine persönliche Einfluss. “Irgendwann habe ich mich schon angefangen zu fragen: Kenne ich eigentlich jemanden in meinem Bekanntenkreis, der als Jugendlicher mit der Stasi in Berührung gekommen ist?”, erzählt sie n-tv.de. Außerdem seien von kurzer Dauer nachher dem Mauerfall viele in einer Täter-Todesopfer-Debatte unterwegs gewesen. “Ich glaube, das hat dazu geführt, dass viele Menschen ihre Geschichten nicht erzählt haben.”

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Anna Frieda Schreibstift lebte solange bis zum Jahr 2015 qua Mann mit dem Vornamen Andreas.

(Foto: NDR)

In einem menschenleeren Hörsaal setzt sich Anna Frieda Schreibstift hinauf zusammenführen jener hölzernen Sitze. Hier an jener Juristischen Fachhochschule in Potsdam wurde sie, in vergangener Zeit noch qua Andreas Schreibstift, hinauf eine berufliche Zukunft im Überwachungsapparat jener Ostzone vorbereitet. Mit 16 Jahren verpflichtet er sich in vergangener Zeit, hauptamtlicher Stasi-Mitwirkender zu werden.

“Die waren wie eine Familie”, sagt Schreibstift heute. Zweierlei Erziehungsberechtigte waren für jener Stasi, qua Kind ging es ins Ferienlager jener Staatssicherheit. Wenngleich hat es viel Zeit gebraucht, solange bis Schreibstift dies Geschehen zu Gunsten von sich nacharbeiten konnte. “Anna Frieda Schreiber ist durch die Dokumentation dazu gekommen, sich ihre eigene Geschichte nochmal wirklich anzuschauen”, erläutert Selbst… Matern. Zusammen mit ihrer die noch kein Kind geboren hat Kerstin geht Schreibstift während jener Dreharbeiten zum ersten Mal ihre Stasi-Unterlagen durch. Glaubt man den Akten, wollte Andreas schon mit 14 Jahren Offizier werden, hier nach sich ziehen die Erziehungsberechtigte dies zu Gunsten von ihr Kind arrangiert. Fassungslos muss die nun erwachsene die noch kein Kind geboren hat feststellen, dass die Erziehungsberechtigte in vergangener Zeit versucht hatten, dies gesamte Leben durchzuplanen.

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Sowohl für Schreibstift qua wenn schon für Ahnsehl ahnt man, wie sehr sie solche beschäftigt. In ihrer alten Ausbildungsstätte hält Schreibstift zusammenführen Moment inne: “Ich hätte gerne ein richtiges Leben gehabt”. Sie sagt solche Worte ohne Selbstmitleid, demgegenüber mit Reumütigkeit darüber, nie eine andere Wahl gehabt zu nach sich ziehen. Ahnsehl wiederum spricht im Streifen von “Psycho-Terror”, um seine inwendig Zerrissenheit irgendwie in Worte zu fassen.

Menschen sollen ihre Geschichten erzählen

“Inwieweit bin ich verantwortlich? Inwieweit bin ich auch schuldig?”: Ebendiese Fragen nach sich ziehen laut Matern für allen Protagonisten eine Rolle gespielt. Jedoch verarbeitet jeder dies Geschehene hinauf ganz eigene Weise. Christian Ahnsehl zum Paradebeispiel habe seine Historie aufgeschrieben. “Sascha Kriese musste weit weggehen, um überhaupt einen Abstand zu bekommen. Gar nicht explizit auf die Stasi-Geschichte, sondern überhaupt auf die DDR.” Er, jener heute in Großbritannien lebt, spricht dies wenn schon im Streifen an: “Aus so einer Situation kommt niemand unbeschadet heraus.”

Die Selbst… betont hier, dass die Betroffenen “die Tragweite so einer Entscheidung, sich bei der Stasi zu verpflichten, in so einem Alter nicht begreifen können.” Es habe ein Vergewaltigung jener jungen Menschen stattgefunden. “Dieser Teil der Geschichte der DDR macht deutlich, dass es eine Diktatur war”. Deswegen sei es wichtig, solche Geschichten wenn schon 30 Jahre nachher dem Mauerfall zu erzählen. “Ich denke, dass wir so voneinander lernen, gerade in Bezug auf Ost und West.”

Jener Dokumentarfilm “Die Stasi im Kinderzimmer” wird am 6. November um 22 Uhr im NDR ausgestrahlt.



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