Diesen Wahlkampf nach sich ziehen wir uns verdient


Dasjenige Gemetzel um die Potenz in Deutschland war jenseits weite Verlängern peinlich. Dasjenige sagen viele Publikum jetzt und sie nach sich ziehen recht: Banalitäten, Tricks und Verrutscher dominierten. Wer hat Schuld am infantilen Zank?

Zuständig sind jedenfalls nicht, wie es gelegentlich heißt, „die Politiker“, „die Medien“ und „das Internet“. Neben… Noch-Kanzlerin Angela Merkel, jetzt in Mithaftung genommen von Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble, kann da wenig für jedes. Wir nach sich ziehen sie schließlich wieder und wieder und wieder und wieder ins Dienststelle gehievt! Nein. Schuld ist ein sattes, müdes Volk. Wir nach sich ziehen genau den Wahlkampf bekommen, den wir verdienen.

Bleiben wir ritterlich: Wahlkämpfe sind selten Feuerwerke für jedes den Spuk, im Unterschied dazu dieser hier war dann doch vornehmlich. Da waren die endlosen Kandidatenshows, ob Trielle, Arenen oder Kinderzelte. Tatsächlich lag dieser Schwerpunkt dieser Öffentlichkeit selten so stark hinaus dieser Performance dieser Kandidaten, welches ein ganzes Stück weit an deren Grundstock lag. Die Union schickte mit Armin Laschet kombinieren Kandidaten ins Rennen, dieser fortan wie eine Erscheinungsform Mr. Bean die moderne Medienwelt erfreute.

Die Überpräsenz von Würsten

Mehr wie manch eine Politanalyse sagt jenseits die Bundestagswahl 2021 die Überpräsenz von Würsten aus. Danach dieser Fleischspeise.

Den Wurst-Revers machte Altkanzler Gerhard Schröder, wie er sich jenseits dasjenige Currywurst-Genug damit für VW empörte („Kraftriegel des Facharbeiters“). Laschet aß dann Wurst mit Ketschup, unbedingt in Sachsen, wo man dasjenige laut Medienberichten „sanft rügte“ – dort nimmt man nämlich quasi Senf. Schnitzer! Unvergessen bleibt dieser Moment, in dem ein Nachrichtensender dasjenige laufende Sendung und den Redeschwall seines Journalisten unterbrach, weil Laschet und Söder ohne Rest durch zwei teilbar jeweils feierlich kombinieren Höhe Bratwürste empfingen.

Nun ist, da darf man nicht vereinfachen, die Wurst tatsächlich seitdem Jahrhunderten ein politische Angelegenheit. Von kurzer Dauer nachdem in Deutschland Martin Luther seine Thesen an die Kirchentür hämmerte, grub man in dieser Schweiz aus Protest beim „Froschauer-Wurstessen“ die Zähne ins umhüllte Fleischgranulat. Warum fernerhin nicht? Die Wurst bietet jeder politischen Strömung die Möglichkeit zur Profilierung: Zum Besten von Konservative ist sie ein nationales Kulturgut und Legitimation für jedes Bürgernähe. Zum Besten von Liberale ist sie in Darm gepresste Unabhängigkeit. Grüne können sie wie Klimaschande anprangern und für jedes ist sie waagerecht ein Kraftriegel des Facharbeiters. Welches für jedes ein Hold für jedes Wahlkämpfer und Kommentatoren!

Eiskreme und „Super-Heli“

Es gab im Unterschied dazu sehr wohl noch andere Themen neben dieser Wurst – nur waagerecht keine guten. Wir diskutierten vermeintliche Kinderfragen jenseits Purzelbäume (Laschet für Prosieben), führten Debatten jenseits zum falschen Zeitpunkt geschlecktes Eiskreme (Laschet in Osnabrück) sowie jenseits deplatzierte Lacher (Laschet in Erftstadt) und ergötzten uns an Finessen jenseits die Transportmittel dieser Kandidaten. Scholz, wenn Sie es verpasst nach sich ziehen, nutzte kürzlich den Privatjet, Laschet kombinieren von dieser „Bild“-Zeitung so getauften „Super-Heli“, Baerbock kombinieren Bus. Weil fernerhin Volksvertreter irgendwann müde und quengelig werden, fühlte sich die letzte Woche an wie ein später Nachmittag in dieser Kita. Wolfgang „Coolbicki“ (wiederum in dieser „Bild“-Zeitung) beschimpfte Karl Lauterbach wie „Spacken“, Kevin Kühnert nennt Christian Lindner ohne Rest durch zwei teilbar kombinieren „Luftikus“.

Gibt es Wichtigeres? Oh ja. Muster: Digitalisierung. Deutschland liegt in manchen Rankings hinaus dem vorletzten Sportplatz vor Albanien. Vor Albanien! Die Wirtschaft befürchtet „massiven Schaden“ für jedes die deutsche Wirtschaft, weil es hiesigen Datenschützer noch immer Tränchen in die Augen treibt, wenn man Software amerikanischer Unternehmen verwendet. In Schmallenberg-Oberkirchen kann man 4,5 Gigabyte Fotos jenseits eine Weite von 10 Kilometern schneller zu Pferd wie jenseits dasjenige Web transportieren, wie ein Studie zeigte.

Weiter  Kleine Zahlen, weil seltener getestet wird?

Obschon war dasjenige Themenkreis Digitalisierung im Wahlkampf nahezu unsichtbar, sieht man von Laschets hohlem Gerede jenseits ein „Digitalministerium“ ab. In Fachkreisen rollt man da nur die Augen, die Idee ist steinalt und war nie gut. Die Wahrheit ist schrecklich kompliziert, die Digitalisierung krankt an Zuständigkeitswirrwarr, Beharrungsvermögen einzelner, amtlicher Eigenbrötelei. Die beschränkte Bundesmacht jenseits dasjenige Digital sitzt längst in einer Geschwader des Kanzleramts – mehr geht fernerhin nicht mit einem Digitalministerium.

Keine dieser großen Parteien bietet eine griffige Vision

Man könnte ja fernerhin jenseits Außenpolitik reden. Afghanistan ist ein unüberschaubarer Schwelbrand. Linie erschüttert ein U-Schiff-Streit Gemahlin globale Allianzen, die westliche Welt zittert vor Volksrepublik China, Putin droht uns im Winter mit dieser neuen Gas-Untertagebauwerk zu erwürgen. Niemand weiß so recht, wie man mit Afghanistan umgehen soll, die Impfstoffverteilung läuft in weiten Teilen des Globus katastrophal – und wie soll Deutschland quasi oppositionell den Vereinigten Staaten zu Tage treten?

Oder vielleicht reden wir einmal jenseits den Zustand dieser EU, dieser nicht nur ohne Rest durch zwei teilbar ein Mitglied absprang, sondern in dieser zwei Staaten, Polen und Ungarn nämlich, offenkundig mit dem Rechtsstaat hadern. Oder sind es drei? Neben Ungarn und Polen fängt ja fernerhin Deutschland ohne Rest durch zwei teilbar Streit mit dieser EU an: Dasjenige BVG ringt mit dem Europäischen Gerichtshof wegen – hey, sind Sie noch wach? – des EZB-Anleihekaufprogramms. Da wedeln die Wände im Haus Europa.

Es gibt nur ein Problem: Solche Themen interessieren leider kaum jemanden und sie eignen sich nicht für jedes Eingrenzung und Emotion. Es geht zwar quasi um existenzielle Fragen. Keiner dieser großen Parteien bietet jedoch eine griffige, plastische Vision an. Es ist ein Wechselspiel, denn die Politik reagiert damit fernerhin hinaus ein gewisses Desinteresse in dieser Öffentlichkeit. Jener Wirtschaft geht es doch gut, Jobs sind genug da und Wurst fernerhin. Welches die unmittelbare Zukunft angeht, bietet sich vielleicht ohne Rest durch zwei teilbar noch Corona wie politische Angelegenheit an – welches womöglich dieser Grund ist, warum die Union und die Freie Demokratische Partei sich derzeit so hinaus dieses Themenkreis stürzen – Stichwort autonomes Saufen (Coolbicki).

Menschen reden jenseits Menschen

Danach: Welches tun Menschen, die sich nicht jenseits Themen unterhalten können? Sie reden jenseits Menschen. Die Deutschen wollten vornehmlich genau wissen, welches für jedes eine Person da ins Kanzleramt ziehen will. Vor diesem Hintergrund war es eine dreiste Reizung, dass unbedingt eine inhaltlich entkernte und entrückte politische Kraft wie die Christlich Demokratische Union den Menschen kombinieren Armin Laschet wie Kandidaten vor die Nasen setzte.

Jener Trost: Am Sonntag, 18.00 Uhr, schlägt eine Erscheinungsform Geisterstunde. Totgeschwiegene Themen und Parteifreunde (Auslandspolitik, Saskia Esken) stoßen dann ihre Fäuste durch die Sargdeckel und krabbeln durch die Erdkruste zurück an die Öffentlichkeit. Die -Linke wird sich eine Update dieser Großen Koalition verbitten. In dieser Freie Demokratische Partei werden manche ihren Spitzenkandidaten an dasjenige Jamaika-Niederlage vom letzten Mal erinnern, nur dass bitteschön dasjenige Gegenteil gelte: besser Schlechtregieren wie Nichtregieren. Jener Union blüht eine hitzige Debatte darüber, ob sie quasi noch jedwede Vorstellung davon hat, welches „konservativ“ in den Zwanzigerjahren bedeutet.

Dann wird es endlich doch noch um Richtungen und Themen in Betracht kommen.

Ohne Stadion, ohne Kinderzelt.

Und ohne Wurst.