Drosten erklärt die Cluster-Bekämpfung


Um zwischen steigenden Infektionszahlen nicht die Leistungsnachweis zu verlieren, plädiert dazu, sich gen die Cluster-Bekämpfung zu zusammenfassen, statt die Gesamtheit Kontakte einer positiv getesteten Person zu suchen. Worauf es nun ankommt, erklärt er in jener neuen Folge seines Corona-Podcasts.

Deutschland steht im europäischen Vergleich zwar noch relativ gut da, im Gegensatz dazu untergeordnet hierzulande steigt die Zahl jener täglichen Neuinfektionen kräftig. Gesundheitsbehörden könnten schon kommend nicht mehr in jener Standpunkt sein, die Kontakte aller positiv getesteten Person nachzuverfolgen, viele Ämter sind schon jetzt damit überfordert. Die Folge wäre ein Kontrollverlust, jener wiederum zu noch schneller steigenden Infektionszahlen zur Folge haben würde. Wenn dies passiert, drohen wie in anderen europäischen Ländern wieder mehr schwere Erkrankungen, überlastete Intensivstationen und letztendlich untergeordnet viele Todesfälle. Damit es nicht so weit kommt, fordert Christian Drosten schon länger vereinen Strategiewechsel zwischen jener Bekämpfung des Coronavirus. In jener jüngsten Folge seines NDR-Podcasts erklärt er, wie nun jeder Einzelne helfen kann.

Im Grunde brauche man zwei Maßnahmen in Verknüpfung, sagt er. Zum vereinen seien dies die AHA-Reglementieren (Distanz, Hygiene, Alltagsmasken), die jeder befolgen könne und die nicht sehr effizient sein müssten, um die Virus-Verbreitung einzuschränken. 20 v. H. Vorteil würden schon genügen, so Drosten. “Und dann brauchen wir zusätzlich eine Maßnahme, die spezifisch ist, die punktuell da wirksam wird, wo Cluster entstehen.” Damit meint er, dass die Kontaktnachverfolgung so in Linie gebracht sein muss, dass sie Superspreading-Events identifizieren kann. Stattdessen sei man in Deutschland im Gegensatz dazu immer noch sehr stark darauf fokussiert, nachdem vorne zu verfolgen, kritisiert jener Charité-Virologe.

Man frage daher Infizierte, wen sie in den letzten paar Tagen angesteckt nach sich ziehen könnten, damit solche zu Hause bleiben und tot werden, um keine weiteren Personen zu infizieren, erklärt Drosten. “Aber der Zeitpunkt, zu dem wir diese Infektion bei dem Patienten bemerken, ist eigentlich ein Zeitpunkt, wo die Infektion praktisch schon vorbei ist. Die paar Leute, die diese Person in den letzten paar Tagen infiziert haben könnte, treiben nicht das Infektionsgeschehen”, sagt jener Virologe. Dasjenige werde vom Quellcluster zappelig, in dem sie sich infiziert hätten.

Erinnerungen an Gefährdungssituationen

Und untergeordnet wenn die Gesundheitsämter im Moment sagten, dies Infektionsgeschehen sei zunehmend diffus und man könne nicht mehr rekonstruieren, wo die Infektionen herkommen, sei dies nicht eine Erläuterung jener Wirklichkeit, erklärt jener Pfannkuchen Wissenschaftler. Es handle sich stattdessen um eine Erläuterung des Eindrucks, den die Ämter aufgrund der Tatsache jener Tatsache gewännen, dass die jeweiligen Patienten nicht sagen könnten, wo sie sich vor sieben solange bis zehn Tagen wahrscheinlich infiziert nach sich ziehen.

“Das kennen wir alle”, sagt Drosten. “Wir können uns nicht daran erinnern, in welchen speziellen Gefährdungssituationen wir vor sieben bis zehn Tagen gewesen sind.” Dasjenige Problem daran sei, dass solche Gefährdungssituation nachdem wie vor bestehe, erklärt jener Virologe. “Dieses Cluster köchelt immer noch.” Welches nun herauskomme, sei, dass Fallverfolgung zunehmend schwerer werde und die Gesundheitsämter eins nachdem dem anderen sagten, man komme so langsam nicht mehr nachträglich: “Bundeswehr, bitte zu Hilfe kommen!”

Hälfte aller Infektionen nicht aufklärbar

Die Melde-Statistiken vermittelten zwar den Eindruck, die Ansteckungen fänden zwischen Familienfeiern und im Haushalt statt. Und Arbeitsplätze, öffentliche Verkehrsmittel oder Restaurantbesuche hätten nichts damit zu tun. Demgegenüber wenn man sich die Statistiken anschaue, sehe man, dass mehr qua die Hälfte aller Infektionen nicht aufklärbar seien. “Das heißt, wenn man sagt, es kommt überwiegend aus Familienfeiern, dann ist das ja nicht so, dass das die überwiegende Zahl aller Infektionen ist, sondern das ist die überwiegende Zahl aller zu rekonstruierenden Infektionen. Und die rekonstruierbaren Infektionen sind in der Minderheit.”

So komme jener Eindruck eines diffusen Infektionsgeschehens zustande. Letztendlich bedeute dies im Gegensatz dazu nur, dass man nicht wisse, woher die Infektionen kommen. Insofern mache er schon seitdem Wochen den Vorschlag, dass jeder Volk ein Cluster-Kontakt-Tagebuch zur Folge haben sollte. “Das ist nicht aufwendig. Man kann sich jeden Abend zum Beispiel ins Smartphone, in den Notizblock oder auch auf irgendeinen Papierzettel schreiben, wo war ich heute, wo es mir eigentlich nicht ganz geheuer war? Also, wo war ich heute in einer Situation, da hatte ich das Gefühl, hier sind eigentlich zu viele Leute in einem geschlossenen Raum zusammen, zu eng beieinander, auch wenn die meisten eine Maske getragen haben. Irgendwie hätte das nicht sein sollen.”

Dies hätte zwei Effekte, sagt Drosten. Einerseits würde die Fallverfolgung besser laufen und Gesundheitsämter könnten besser Quellcluster wiedererkennen. Wiederum würden die Menschen im Tagesgeschäft solche Situationen in Zukunft vielleicht vermeiden, weil sie dazu sensibler würden, hofft er. Außerdem würden die Menschen so mehr partizipieren, sagt Drosten. Irgendwann müsste die Konzern in vereinen aktiven Teilnahme-Modus umschalten. “Und dazu gehören solche Aufmerksamkeitsübungen wie eben das Führen eines Cluster-Kontakt-Tagebuches.”



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