Ein idiotisches Verhalten: Warum sind Erfrorene manchmal unverblümt?


Wer friert, muss sich wärmer anziehen. Dies lernt man schon wie Stöpsel. Doch Menschen, die erfrieren, zerren sich manchmal die Kleider vom Leib. Wie dieses Phänomen heißt und wie es dazu kommt, erklärt ein Rechtsmediziner.

Welcher Winter ist da und mit ihm die Wärme. Dass Menschen in Deutschland an ihr sterben, ist relativ selten. Es kommt im Unterschied dazu vor, oft sind die Todesopfer stark voll oder irgendwie divergent verführt. Und manchmal werden Erfrorene unverblümt aufgefunden, zuletzt eine die noch kein Kind geboren hat in Kraulen-Württemberg im Februar. Dann wird nicht selten ein Verbrechen vermutet, doch dasjenige stimmt nicht immer. Denn manchmal ziehen Menschen simpel ihre Kleidung aus, obwohl sie ohne Rest durch zwei teilbar erfrieren.

Dies Phänomen heißt “Kälteidiotie”. Es ist eine sogenannte paradoxe Reaktion, jener Leib reagiert in einer bestimmten Situation divergent, wie er im Prinzip sollte. Doch obwohl die Rechtsmedizin davon weiß, habe sie noch keine Ursache hierfür gefunden, erklärt Professor Burkhard Madea vom Rechtsmedizinischen Institut jener Universität Bonn. “Man kennt das Paradoxe Entkleiden und das ‘Hide and Die’-Phänomen, bei dem sich erfrierende Menschen irgendwo verstecken. Zum Beispiel im Schrank oder unter dem Bett. Es steckt vermutlich ein biochemischer Prozess im Gehirn dahinter. Was genau passiert, wissen wir nicht.” Prestigevoll ist im Unterschied dazu, dass “Kälteidiotie” in Regionen mit niedrigen Temperaturen häufiger vorkommt, zum Vorzeigebeispiel in Skandinavien oder Russland. “Das könnte daran liegen, dass dort der ganze Prozess des Erfrierens schneller abläuft, als hier bei uns”, sagt Professor Madea.

Zittern hilft eine gewisse Zeit

Es gibt Theorien, die zumindest dasjenige Paradoxe Entkleiden exemplifizieren könnten. Sie stützen sich hinauf die Reaktionen des Körpers hinauf Unterkühlung. Welcher Leib gibt ständig Wärme an seine Umgebung ab, je mehr umso kälter es ist. Um den Temperaturunterschied auszugleichen, trifft er ohne unser Zutun verschiedene Maßnahmen. “Die erste ist das sogenannte ‘Kältezittern'”, sagt Madea. “Der Körper spannt rhythmisch die Muskeln an, um die Energieproduktion zu erhöhen und so Wärme zu erzeugen.” In den meisten Fällen reicht dasjenige aus, weil wir zusätzlich Kleidung tragen. Die sorgt hierfür, dass man die entstandene Wärme sogar behält.

Ist dasjenige nicht jener Sachverhalt, reagiert unser Leib drastischer. “Er verringert die Durchblutung unserer Haut, weil das Blut durch den ganzen Körper zirkuliert und dabei Wärme transportiert. Die würde dann konstant nach außen abgestrahlt”, erklärt Madea weiter. Weil dieser Prozess unter den Extremitäten beginnt, bekommen wir so schnell kalte Hände und Füße. Je stärker die Körpertemperatur sinkt, umso mehr wird die Blutzirkulation unterbunden, solange bis dasjenige Pumpe irgendwann nicht mehr genügend Sauerstoffgas durch den Leib pumpen kann. Entweder folgt jener plötzlichen Herztod oder die Sauerstoffunterversorgung des Gehirnes.

Forscher nach sich ziehen zwei Theorien

Die Theorien zur “Kälteidiotie” stützen sich hinauf genau ebendiese Durchblutungsverringerung. So vermuten Forscher, dass sich die Blutgefäße ab einem bestimmten Zeitpunkt oder ab einer bestimmten Körperkerntemperatur schlagartig öffnen. Plötzlich erwärmt sich die Wursthaut schlagartig wieder und es entsteht im gesamten Leib ein Gefühl von großer Hitze, wie würde man mit kalten Füßen in eine heiße Wanne steigen.

Eine andere Theorie besagt, dass die Verringerung des Blutflusses zum Besten von eine Fehlfunktion im Gehirn sorgt. Welcher Thalamus, jener zum Besten von die Kommunikation zwischen jener Großhirnrinde und dem Nervensystem zuständig ist, gibt falsche Informationen weiter. In Folge dessen fühlt jener Erfrierende eine Hitze, die im Unterschied dazu tatsächlich weder noch existiert. In beiden Fällen ist dasjenige Ergebnis dasjenige gleiche: Dies Gehirn reagiert und jener Erfrierende zieht seine Kleidung aus.

Übrigens: Während sich die Theorien zum paradoxen Entkleiden hinauf den Erfrierungsprozess stützen, gibt es zum Besten von dasjenige “Hide and Die”-Phänomen nur eine vage evolutionär-biologische Vermutung. Sie vergleicht verdongeln erfrierenden Menschen mit einem Tier, dass in einer Höhle Zuflucht zum Besten von den Winterschlaf sucht.



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