Erdogan und die Furcht Europas: “Geld alleine hilft nicht”


Welcher türkische Staatsoberhaupt Recep Tayyip Erdogan öffnet Flüchtlingen die Säumen nachdem Griechenland, und in Europa wächst die Sorge vor einer Wiederholung des Jahres 2015. Nahost-Guru Kristian Brakel von welcher Heinrich-Böll-Stiftung hält sie wirklich zu Gunsten von “unrealistisch”. Die viel schlimmere Krisis spiele sich woanders ab, sagt er im Interview mit ntv.de.

ntv.de: Wie hochexplosiv ist die Situation an welcher Grenze zu Griechenland?

Kristian Brakel: Hier wird ein politisches Versagen welcher und welcher hinaus dem Wirbelsäule welcher Geflüchteten ausgetragen. In welcher Grenzregion harren Tausende Menschen aus. Viele sind von türkischer Seite belogen worden, nach sich ziehen nun schlicht kein Geld zu Gunsten von eine Rückfahrt und wissen nicht wohin. Diejenigen, die es gut die Grenze geschafft hatten, wurden von welcher griechischen Polizei oft misshandelt, all ihrer Besitztümer beraubt und zurück in die Türkei geschickt. Jetzt sitzen sie straff. Dazu kommt dasjenige Vorgehen welcher griechischen Grenzschutzbehörden, die mit Tränengas und Gummigeschossen geschossen nach sich ziehen. In diesem Zusammenhang sind die nicht bewaffnet, unter ihnen entscheiden sich viele Familien mit Kindern. Wenn ein Kleinkind Tränengas einatmet, ist dasjenige natürlich gefährlich. Am Montagmorgen soll genauso ein syrischer Geflüchteter ums Leben gekommen sein, denn ihm offenbar mit einem Gummigeschoss in die Kehle geschossen wurde.

In Europa wächst die Furcht vor einer Wiederholung des Jahres 2015, denn Hunderttausende Flüchtlinge gut die Säumen kamen. Ist die Sorge rechtmäßig?

Die Furcht vor einer Wiederholung von 2015 ist weithin. Dasjenige sieht man genauso an welcher hysterischen Reaktion in Griechenland. So bezichtigt Hauptstadt von Griechenland Hauptstadt der Türkei, dasjenige Nation destabilisieren zu wollen. Selbige Sorge ist demgegenüber unrealistisch. Die Türkei spricht zwar von 100.000 Personen an welcher Grenze, demgegenüber dasjenige hat bisher keine Organisation bestätigt, laut UN sind es um die 13.000. Welcher große Unterschied zu 2015 ist genauso, dass nicht nur die griechische Grenze massiv ist, sondern ebenfalls die Balkanroute. Sogar wenn die Volk Griechenland durchqueren sollten, könnte es sein, dass sie nicht weiterkommen. Die klar schwierigere Flüchtlingssituation, die demgegenüber nicht so viele Fernsehbilder produziert, spielt sich an welcher Grenze zwischen welcher Türkei und Syrien ab.

Wie schwierig ist die Standpunkt dort?

Durch die -Offensive sind solange bis zu einer Million Menschen hinaus welcher Winkelzug, laut UN Unterlagen gut 80 von Hundert davon Frauen und Kinder, die an welcher Grenze unter erbärmlichen Bedingungen in welcher Temperatur ausharren. Die Türkei hat die Grenze dichtgemacht. Wenn dasjenige syrische Regime Idlib komplett aufrollt, dann gibt es ein reales Sicherheitsrisiko zu Gunsten von die Türkei und könnte dort zu einer Destabilisierung zur Folge haben. Wohnhaft bei einer Fortsetzung welcher Kämpfe könnten sich noch mehr Menschen hinaus den Weg zeugen, irgendwann die Grenzabsperrungen stürmen und in die Türkei kommen. Die Türkei hat Furcht davor und genauso zu Gunsten von Europa hätte dies Konsequenzen.

Kann die Türkei in Idlib dem Assad-Regime und dessen russischen Verbündeten schier irgendwas entgegensetzen?

Idlib ist ein Dilemma, von dem niemand richtig weiß, wie es gelöst werden kann. Zu Gunsten von Erdogan ist es hinaus jeden Kern wichtig, dass die Geflüchteten in Syrien bleiben, zu diesem Zweck möchte die Türkei seit dieser Zeit Jahren eine Schutzzone schaffen. Außerdem will Erdogan eine Form von militärischem Rückstellung von welcher Nato nach sich ziehen, um für Verhandlungen mit Russland an diesem Wochenmitte irgendwas in welcher Hand nach sich ziehen. Die Türken wollen hierbei, dass gut die Zukunft von Idlib erst in Friedensgesprächen kategorisch wird. Die russische Stellung dagegen ist: Erst soll dasjenige syrische Regime dasjenige ganze Nation zurückerobern und dann gibt es Friedensgespräche, in denen die Gesamtheit Weitere festgesetzt wird.

Im Kontrast dazu ist es nicht ungeschickt von Erdogan, hinaus Nato-Unterstützung zu wünschen und taktgesteuert die Säumen nachdem Europa zu öffnen?

Natürlich. Dasjenige und die unerträgliche Rhetorik aus Hauptstadt der Türkei in Besitz sein von zu den vielen Widersprüchen welcher türkischen . Sehr wohl hat genauso welcher Westen es gut neun Jahre nicht geschafft, eine kohärente Syrien-Politik zu betreiben, welches vornehmlich die Türkei sehr stark belastet. Die offizielle türkische Status ist, wenn sie nun die Flüchtlinge ziehen lässt, dass dasjenige Nation schon völlig am Limit ist. Oder sogar jenseits.

Und ist sie dasjenige?

In welcher Türkei leben zurzeit rund 3,6 Mio. registrierte syrische Flüchtlinge. Hinzu kommen noch Syrer, die keiner registriert sind, sowie Migranten und Geflüchtete aus Afghanistan, Pakistan, dem Persien. In diesem Zusammenhang befindet sich die Türkei seit dieser Zeit zwei, drei Jahren in einer sehr schwierigen wirtschaftlichen Standpunkt, die dasjenige Nation an den Rand welcher Belastungsgrenze bringt. Welches genauso dazu geführt hat, dass sich die Stimmung gegen Fremdstämmiger und Flüchtlinge massiv verschlechtert hat. Doch selbst in guten Zeiten hatte die türkische Wirtschaft nicht dasjenige Potenzial, um Mio. Syrer zu integrieren. Die Beschäftigungslosigkeit schon unter den Türkinnen und Türken liegt für gut 13 von Hundert.

Hätte sich Europa da noch mehr engagieren zu tun sein?

Kristian Brakel leitet das Büro der Heinrich-Böll-Stiftung in Istanbul.

Kristian Brakel leitet dasjenige Büro welcher Heinrich-Böll-Stiftung in Istanbul.

(Foto: picture alliance / dpa)

Europa glaubt immer, es reiche, Währungs… spendieren. Im Kontrast dazu Geld einzeln hilft nicht. Im Prinzip hätte die EU zu Gunsten von die Syrer kombinieren Beobachtung- und Verteilungsschlüssel gedeihen zu tun sein – wenn nicht in welcher ganzen EU, dann zumindest in einigen Ländern oder Städten, die willens sind. Da wäre die Verteilung selbst von vier Mio. Syrern ein Klacks gewesen. Und eine solche Verteilung wäre genauso jetzt hip zu Gunsten von diejenigen, die in Syrien an welcher Grenze ausharren. Und ohne eine Lösungskonzept in Syrien, wie welcher Krieg beendet werden kann – und zwar so, dass Menschen genauso nicht fürchten zu tun sein, für einer Rückkehr gleich ins nächste Foltergefängnis zu wandern – solange werden wir genauso in Europa sie Probleme nicht lockern können. Nur: Es ist sehr unwahrscheinlich, dass dies ohne militärisches Engagement möglich sein wird.

Welcher EU-Türkei-Handel sieht vor, dass die EU welcher Türkei Geld gibt, damit sie die Flüchtlinge für sich behält. Ist dasjenige Vertrag mit welcher einseitigen Grenzöffnung durch Erdogan nun vollends gescheitert?

Welcher Handel hat immer schon bestimmte Defekte gehabt, weil er hinaus Preis welcher Flüchtlinge ging und die UN-Flüchtlingskonvention aushebelte. Außerdem hat dasjenige Asylsystem in Griechenland nicht funktioniert und Europa hat es versäumt, ein einheitliches Asylsystem hinaus die Beine zu stellen. Und: Welcher Handel galt immer nur zu Gunsten von Syrerinnen und Syrer. Die meisten Menschen, die jetzt an welcher griechischen Grenze stillstehen, kommen von dort aus anderen Ländern, denn sie sind es, die in welcher Türkei keine Zukunft nach sich ziehen. Dasjenige Ergebnis sehen wir jetzt: eine Instrumentalisierung durch die Türkei, ein totales Versagen des griechischen Staates und ein Versagen welcher EU, die sich nicht einigen konnte.

Mit Kristian Brakel sprach Gudula Hörr



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