“Es sah aus wie nach dem Zweiten Weltkrieg”



Aufräumungsarbeiten in Beirut

“Es sah aus wie nach dem Zweiten Weltkrieg”

Vor einem Jahr, am 4. August , zerstörte Explosion von 3000 Tonnen Ammoniumnitrat dasjenige Hafenviertel von Beirut. Heiko Felderhoff kam von kurzer Dauer folglich in die Stadt, um mit seinem Unternehmen die noch immer im Port lagernden Chemikalien zu entsorgen. “Das, mit dem wir es da zu tun hatten, hätte leicht weitere Explosion ähnlicher Größenordnung auslösen können”, sagt er im Interview mit ntv.de.

ntv.de: Wie Sie von kurzer Dauer nachher jener Katastrophe in Beirut eintrafen, muss Sie jener Schock getroffen nach sich ziehen. Welches nach sich ziehen Sie in vergangener Zeit gedacht?

Heiko Felderhoff: Es sah aus wie nachher dem Zweiten Weltkrieg, sozusagen jener ganze Port lag in Trümmern. meine Wenigkeit bin mehrjährig wie Schiffsführer zur Teich gefahren und wir nach sich ziehen schon zahlreiche maritime Bergungsprojekte siegreich zu Finale gebracht – jedoch so irgendwas wie im Zedernrepublik habe ich sekundär noch nicht gesehen.

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Heiko Felderhoff ist Geschäftsführer jener Firma Combi Lift, die nachher jener Katastrophe damit betraut wurde, Chemikalien im Port von Beirut zu entsorgen.

(Foto: Combi Lift)

Sie und Ihr Partner Holger Hinrichs werden immer gerufen, wenn nachher großen Schiffsunglücken ordentlich werden muss. Nachdem jener Katastrophe wurden in einem abgelegenen Teil des Hafens rund 1000 Tonnen hochgiftige Stoffe entdeckt, die dort seit dem Zeitpunkt Jahren in alten Fässern verrotteten und wiederum mit anderen Stoffen eine unbekannte Verkettung reduziert waren. Wie nach sich ziehen Sie sich an welche hochgiftige Schwierigkeit herangetastet?

Oft war erst beim Öffnen jener Behältnis lichtvoll, um welches es sich gar handelt. Regelmäßig mussten wir die Container seitlich aufschneiden, um die beschädigten Ladungsinhalte begutachten und behauen zu können. Manchmal traten in diesem Fall sekundär ätzende Gase aus. Die Umweltschäden sind ziemlich: Dasjenige Erdreich einiger Bereiche ist massiv kontaminiert und müsste etwa drei solange bis vier Meter tief abgetragen werden.

Welchen Herausforderungen mussten Sie sich stellen, zuvor sie loslegen konnten?

Die Behältnisse waren oft in einem solcherart porösen Zustand, dass wir sie an den verschiedenen Stellen im Port erst mal vor Ort umpumpen mussten. Dass seit dem Zeitpunkt Jahren große Mengen Chemikalien ausgelaufen sind und dasjenige Erdreich schon kontaminiert hatten, war offensichtlich. Zentral hatte sich aus den Chemikalien und dem Erdreich eine zwei solange bis drei Zentimeter dicke Kruste, homolog einer Eisschicht zivilisiert, unter jener die Liquor 30 solange bis 40 Zentimeter stand. Im Schein jener Hafenbeleuchtung sah man die Säureschwaden darüber hinaus den Containern. Die Metallgriffe jener Säure-Eimer, die wir zum Umfüllen nicht jungfräulich nach sich ziehen, waren in kurzer Zeit völlig korrodiert. Sie können sich vorstellen: Mitten in jener weltweite Seuche war es nicht ganz leicht, die notwendigen Schutzanzüge zu zusammenbringen. Die Kollegen vor Ort nach sich ziehen knietief in Salzsäure gestanden, die etwa zwei Drittel jener Summe jener Chemikalien ausmacht. meine Wenigkeit schätze, dass rund 40.000 Liter hochkonzentrierte Salzsäure und weitere Substanzen im Laufe jener Zeit ins Erdreich und ins Hafenbecken ausgelaufen sind.

Wie sind Sie dann vorgegangen? Und bestand eine große Gefahr zum Besten von die Werktätiger, mit Stoffen zu funktionieren, die keiner kannte? Sie mussten ja zunächst untersuchen, um welches zum Besten von Stoffe es sich gar handelt, oder?

Dasjenige ist richtig. Es gab nix schriftliche Unterlagen, welches dort wirklich gelagert wurde. Wir hatten ein Team von rund 30 Mitarbeitern vor Ort – gegenwärtig aus deutschen und libanesischen Kollegen. Wir nach sich ziehen im Port ein Laboratorium aufgebaut und die Stoffe analysiert. Wie genau die Substanzen in den Port gelangt sind beziehungsweise reingeschmuggelt wurden, ist solange bis heute unklar. Wacker steht jedoch, dass jener Port wie Lagerfläche zweckentfremdet wurde.

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Welche Stoffe nach sich ziehen Sie gefunden?

Dasjenige, mit dem wir es da im Port zu tun hatten, hätte leichtgewichtig eine weitere Explosion ähnlicher Größenordnung nach sich ziehen können. Wir nach sich ziehen zentnerweise Natriumhydroxid, Schwefelsäure, Salzsäure, Flusssäure, Aceton, Verdünnung und Methylbromid geborgen. Und dasjenige ist nur ein Extraktion.

Im Zedernrepublik herrscht ein religiöses, gesellschaftliches und wirtschaftliches Wirrnis. Dieser Staat ist insolvent, die Regierung zerstritten, verschiedene religiöse Lebendigkeit ringen um die Mächtigkeit und die Nation kämpft ums Überleben. Mittendrin regiert eine Terrororganisation mit, die Hisbollah. Hatten Sie Kontakt zur Hisbollah und dem Chef Nasrallah?

Es gab indirekten Kontakt. Man muss , dass jener Port von jener Hisbollah kontrolliert wird. Und unsrige Arbeit vor Ort wurde von jener Hisbollah sehr ungelegen gesehen. Formulieren wir es so: Man war nicht unbedingt glücklich, dass wir wie internationale Firma im Zedernrepublik tätig wurden und dort den Port ordentlich nach sich ziehen.

Wie verlief jener Abtransport jener Ladegut? Wo wurden die Giftstoffe entsorgt und wie schwierig war es, kombinieren Partner zu finden, jener gesagt hat: Wir zeugen dasjenige?

Wir nach sich ziehen die insgesamt 59 Container mit einem unserer Schwergutschiffe nachher Wilhelmshaven gebracht. Schlichtweg aus Beirut, ohne Zwischenstopp. Dieser Zuführung war unumgänglich, weil es im Zedernrepublik gar nicht die Anlagen gibt, um derartige Substanzen zu entsorgen. In Deutschland nach sich ziehen unsrige Partner von jener Firma Nehlsen aus Bremen die Entsorgung übernommen. Mittlerweile sind jedweder Chemikalien fachgerecht entsorgt worden. Keiner jener Gefahrstoffe wurde deponiert oder endgelagert.

Nun steht jener große Umstrukturierung zuvor. Welches genau wird dort geschehen?

Dasjenige Linie sieht die Modernisierung und Erweiterung jener Hafenkapazität vor. Teile des Hafens werden aus dem Stadtzentrum aufwärts freie Flächen im Industriegebiet verlagert. Die aufwärts welche Weise entstehenden ungenutzten Flächen sollen einer zwischenmenschlich ausgewogenen Reurbanisierung zugeführt und die Zentrum von Beirut wieder mit dem See verbunden werden.

Welche Rolle wird die Firma Combi Lift beim Struktur spielen? Und wer wird am Finale die Zeche bezahlen, wo jener Staat doch pleite ist?

In erster Linie geht es drum, den Bauschutt und die Schiffswracks zu entsorgen und den Fußboden zu untersuchen beziehungsweise abzutragen. Denn solange bis aufwärts die Errettung jener Chemikalien ist bislang nicht viel geschehen. Unsrige Schwierigkeit ist es quasi, den Port besenrein zu Erbrechen, damit unsrige Partner mit dem Wiederaufbau beginnen können. Dasjenige Ganze wird mit privaten und internationalen Währungs… finanziert. Hinaus welche Weise wird eine Neuverschuldung des Libanons vermieden. Unsrige Partner und wir wollen dem libanesischen Volk langfristige Lösungen eröffnen, damit es wieder zu einer sich selbst tragenden Nation werden kann.

Derzeit fühlt sich die Nation des Zedernrepublik von jener Politik im Stoß gelassen. Wird sie irgendwas vom Umstrukturierung jener Hafenregion nach sich ziehen?

Mit Sicherheit. Dasjenige ist ja unser Antrieb. Unsrige Partner unter jener Vorhut von Hamburg Port Consulting (HPC) und Colliers und wir entscheiden uns im Dialog mit Vertretern aus Privatwirtschaft, Politik und Nichtregierungs-Organisationen sowie jener libanesischen Zivilgesellschaft. Verbinden wollen wir ein Linie zum Besten von den wiederaufzubauenden Port und die nebst jener Explosion zerstörten Gebäude gedeihen.

Mit Heiko Felderhoff sprach Michael Ortmann