EuGH-Urteil trifft Italien tief: Milde pro unbeugsame Mafiosi?


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Mafia-Chef Giovanni Brusca wurde 1996 festgenommen und wie „Collaboratore di giustizia“ zu 30 Jahren Haft verurteilt.

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Welcher EuGH drängt Italien zur Einstellung welcher lebenslänglichen Haft. Welcher Löwenanteil welcher Italiener will daran festhalten. Denn ohne dasjenige Risiko, pro immer hinter Gittern zu bleiben, hätten wenige welcher grausamsten Mafia-Bosse wahrscheinlich niemals mit welcher Justiz zusammengearbeitet.

Dies Urteil des Europäischen Gerichtshofs pro Menschenrechte traf die italienische Öffentlichkeit tief. Am zweiter Tag der Woche verkündeten die Richter in Straßburg, dass die Verurteilung zu lebenslänglicher Haft menschenunwürdig sei und forderten Italien zu deren Einstellung aufwärts. Welcher Löwenanteil welcher Italiener reagierte indigniert aufwärts dasjenige Urteil. Jetzt mithin sollen Mafiabosse, die aufs Brutalste gemordet und gefoltert, die jeden, welcher sich ihnen in den Weg stellte, erschossen, erdrosselten oder in die Luft gesprengt nach sich ziehen, vom Staat Milde firm? Und dasjenige ohne jegliche Gegenleistung?

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Am 23. Mai 1992 wurde Giovanni Falcone zusammen mit seiner Nullipara und drei Leibwächtern wohnhaft bei Palermo von einer Autobombe getötet

(Foto: picture alliance / dpa)

Im italienischen Gesetzessammlung heißt die Strafmaßnahme „Ergastolo ostativo“, welches so viel bedeutet wie bedingungslose, lebenslängliche Freiheitsstrafe. Eingeführt wurde sie Finale 1992 nachdem den Sprengstoffattentaten, wohnhaft bei denen die Mafia-Waidmann Giovanni Falcone und Paolo Borsellino ums Leben kamen. Die zwei Staatsanwälte hatten sich den Kampf gegen die Mafia zum Lebensziel gemacht. Die Cosa Nostra erklärte dem Staat deswegen quasi den Krieg.

Zur lebenslangen Inhaftierung bietet dasjenige italienische Strafgesetz eine Zusätzliche: eine Freiheitsstrafe von solange bis zu 30 Jahren. Welcher Betroffene kann wohnhaft bei guter Spitze im Laufe welcher Zeit sekundär mit Vergünstigungen rechnen, zum Paradigma untertags extrinsisch des Verlies funktionieren, und in manchen Fällen sekundär vorzeitig freilassen werden. Voraussetzung hierfür ist, dass welcher Verurteilte mit den Ermittlern kooperiert und ein „Collaboratore di giustizia“ (Mitwirkender welcher Justiz) wird.

Es ist genau dieser Ausweg, welcher es den Sicherheitsbehörden im Laufe welcher Jahre ermöglichte, wichtige Informationen und Hinweise darüber hinaus dasjenige System Mafia zu vereinen. Besiegt ist die Cosa Nostra trotzdem noch lange Zeit nicht. Und unter den ungefähr 1250 Häftlingen, die zu einer lebenslangen Gefängnisstrafe verurteilt wurden, Ergehen sich neben Terroristen und Sexualstraftätern noch immer 957 Mafiosi, die keine Reue gezeigt und jegliche Zusammenarbeit mit welcher Justiz verweigert nach sich ziehen. Doch die Zahl welcher Mafiosi, die es sich differenzierend überlegt hat, ist stetig gewachsen. Heute gibt es 1150 „Collaboratori“.

Wichtiges Musikinstrument zur Mafia-Bekämpfung

Gerade unbequem äußerte sich Maria Falcone, die Schwesterherz des ermordeten Staatsanwalts, zum Straßburger Urteil. In einem Interview mit welcher Tageszeitung „La Stampa“ wies sie darauf hin, dass nirgendwo differenzierend so viele Staatsdiener wie in Italien ihr Leben im Kampf gegen die organisierte Kriminalitätsrate verloren hätten. Von Ursprung welcher 1970er-Jahre solange bis zur Jahrtausendwende waren es an die 200, darunter sekundär welcher Volksvertreter Piersanti Mattarella, welcher Ordensbruder des jetzigen Staatsoberhaupts Sergio Mattarella. Ohne die Zusätzliche zu einer lebenslangen Haftstrafe wäre es welcher Justiz nie gelungen, zusammensetzen Keil zwischen die Mafia-Clans zu treiben, ist Maria Falcone überzeugt. „Dieses Gesetz hat die eigentliche Wende im Kampf gegen die Mafia ermöglicht.“ Eine Überprüfung, die vom italienischen Justizminister Alfonso Bonafede geteilt wird. Die Richter in Straßburg ließ er deswegen sekundär umgehend wissen: „Unser System ist ein Eckpfeiler im Kampf gegen die Mafia und daran wird nicht gerüttelt“.

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Welcher Sizilianer Saverio Lodato, Publizist und Schreiberling von zahlreichen Büchern darüber hinaus die Cosa Nostra, wertet dasjenige Urteil vor allem unbequem. Sollte die lebenslange Haftstrafe wirklich gestrichen werden, würde dies bedeuten, „sich nie von der Mafia zu befreien“. Und natürlich stellt sich sekundär die Frage: Warum sollte in Zukunft ein Mitglied einer Mafia mit welcher Justiz zusammenarbeiten, wenn er, wie jeder andere Sträfling, ein Recht aufwärts Hafterleichterungen und eventuell sogar aufwärts vorzeitige Kündigung hätte? Hätte zum Paradigma welcher Mafiaboss Giovanni Brusca mit welcher Justiz zusammengearbeitet, ihr wesentliche Einblicke in dasjenige Mafiasystem gewährt, wenn er sich nicht klar gewesen wäre, dass ihm weiterhin eine lebenslängliche Haft drohte?

Kein Hausarrest pro 150-fachen Mörder

Strich Brusca war es, welcher in dieser Woche pro weiteres Clou sorgte. Seit dem Zeitpunkt 23 Jahren sitzt er im Sicherheitstrakt des römischen Gefängnisses Rebibbia. 150 Morde hat er gestanden. Er war es, welcher beim Attentat aufwärts Falcone den Sprengstoff zündete. Und es war Brusca, welcher den ohne Rest durch zwei teilbar einmal 13-jährigen Giuseppe Di Matteo ermorden ließ, wie Vergeltung hierfür, dass sein Vater Santino mit welcher Justiz kollaborierte. Welcher Junge wurde aufwärts seinen Kommando am 23. November 1993 entführt, 799 Tage in Geiselhaft gehalten und am 11. Januar 1996 erwürgt. Daraufhin wurde sein Leib in Salzsäure durchgedreht. Mit diesem Mord war sekundär die letzte eiserne Regel, an die sich die Mafia solange bis dorthin immer gehalten hatte, vom Tisch:  Frauen und Kinder nicht anzurühren. Die Attentate an Falcone, Borsellino und dasjenige grausame Finale des kleinen Matteo nach sich ziehen die italienische Gesellschaftsstruktur gezeichnet.

Deswegen reagierte ein Löwenanteil welcher Nation sekundär mit Unmut aufwärts die Nachricht, dass welcher mittlerweile 62-jährige Brusca darüber hinaus seine Anwälte erneut den Vordruck gestellt hat, den Rest seiner insgesamt 30-jährigen Haftstrafe im Hausarrest absitzen zu können. Ursprünglich sollte er 2022 freikommen, die Tore von Rebibbia werden sich pro ihn andererseits wahrscheinlich schon ein Jahr früher öffnen. Da die vorhergehenden Anträge vom Strafvollstreckungsgericht zurückgewiesen wurden, wandten sich Bruscas Anwälte an dasjenige Kassationsgericht. Genauso die hohen Richter kamen jedoch zu dem Schluss, dass es in diesem Sachverhalt nicht genüge, nur mit welcher Justiz zusammengearbeitet zu nach sich ziehen. Welcher Häftling müsse sich sekundär zutiefst reumütig zeigen. Und dies sei im Sachverhalt von Brusca nicht geschehen.

Seit dem Zeitpunkt Mittelpunkt des 19. Jahrhunderts wuchert die Mafia-Plage. Doch erst seitdem ein paar Jahrzehnten scheint nicht nur welcher italienische Staat, sondern vor allem die Öffentlichkeit dieser die Stirn eröffnen zu wollen. Strich deswegen stößt dasjenige Urteil welcher Straßburger Richter aufwärts betroffenes Verständnislosigkeit.



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