Europa trocknet aus – Hitze und Dürren werden Normalität


Staubige Muttererde, verkohlte Baumstämme und aus dem Wasserhahn zischt es nur noch: Weite Teile Europas leiden unter extremer Hitze und Trockenheit. Die Gesamtheit Hinweis, worauf wir uns in Zukunft stellen sollen.

Die schwerste Trockenheit seither Jahrzehnten trifft derzeit Haushalte, Landwirte und Unternehmen in Westeuropa. In vielen Regionen zeigt sich dasjenige gleiche Portrait: verdorrte Felder, ausgetrocknete Flussbetten, leere Brunnen. Ein Ausnahmefall-Warme Jahreszeit? Keineswegs, sagen Experten und warnen: Wasserknappheit wird durch trockenere Winter und sengende Warme Jahreszeit zur neuen Normalität.

CDI_3rd_period_july_2022.png

Laut jener Europäischen Dürrebeobachtungsstelle (EDO) galt Mittelpunkt Juli für jedes weitestgehend die Hälfte des gesamten EU-Gebiets eine Dürrewarnung, wodurch für jedes 15 v. H. schon die Alarmstufe Rot ausgerufen wurde.

(Foto: European Drought Observatory (EDO))

Wohnhaft bei keinem anderen Themenkreis sind sich Klimatologe so sicher verbleibend die künftige Tendenz wie im Kontext Temperatur und Hitze. Beim Regen spricht zwar viel für jedes mehr Extreme. Daher die Modelle seien in diesem Zähler ohne Rest durch zwei teilbar für jedes Zentraleuropa verhalten, sagt Jakob Zscheischler vom Helmholtz-Zentrum für jedes Umweltforschung. „Bei Hitze ist klar, dass es so weitergeht wie in den letzten Jahren.“ In allen Modellen werde es wärmer, in manchen gar extrem sehr warm. „40 Grad in Deutschland werden zur Regel“, verdeutlicht Peter Hoffmann vom Potsdam-Institut für jedes Klimafolgenforschung. „Heutige Extremjahre mit 20 Hitzetagen werden Durchschnittssommer zum Ende des Jahrhunderts, wenn wir in den kommenden Jahren nicht massiv gegensteuern.“

Berechnungen des Expertennetzwerks des Bundesverkehrsministeriums verdeutlichen die erschreckenden Prognosen: Demnach könnte dasjenige 30-jährige Mittel jener Temperatur in den Sommermonaten in Deutschland im Zeitraum 2071 solange bis 2100 um drei solange bis fünf Stufe höher sein wie im Vergleichszeitraum 1971 solange bis 2000. Indem würden dann Tageshöchstwerte von verbleibend 45 Stufe mindestens so vielerorts erreicht, wie dasjenige en vogue schon für jedes die 40-Stufe-Marke jener Kern ist.

Die Zahl jener heißen Tage mit 30 Stufe und mehr könnte diesen Datenansammlung zufolge im deutschlandweiten Mittel mit hoher Wahrscheinlichkeit in einer Spanne von 9,4 solange bis 23,0 pro Jahr liegen. Zum Vergleich: Von 1971 solange bis 2000 gab es im Mittel nur 4,6 solcher Tage im bundesweiten Durchschnitt. Die Zahl jener Sommertage mit Höchsttemperaturen ab 25 Stufe könnte sogar hinaus 39,5 solange bis 63,8 steigen (Vergleichszeitraum: 29,0). Wohnhaft bei Tropennächten, in denen dasjenige Thermometer nicht weniger wie 20 Stufe anzeigt, sind 0,8 solange bis 7,8 im Jahr möglich. Im Vergleichszeitraum 1971 solange bis 2000 lag jener Zahl im Kontext 0,1.

Brände vernichten ganze Wälder

Und nicht nur in Deutschland wird es immer heißer. Klimatologe anderer europäischer Länder kommen in ihren Modellen zu ähnlichen Ergebnissen. Welches die extreme Hitze schon jetzt für jedes Auswirkungen hat, zeigt die Europäische Dürrebeobachtungsstelle jener Europäischen Union (EDO): Mittelpunkt Juli galt für jedes weitestgehend die Hälfte des gesamten EU-Gebiets eine Dürrewarnung, wodurch für jedes 15 v. H. schon die Alarmstufe Rot ausgerufen wurde. Seitdem nach sich ziehen sich die Bedingungen durch immer neue Hitzewellen hinaus dem Kontinent weiter verschlechtert.

So erreichte in Deutschland jener Wasserstand von Bodensee und Rhein zuletzt Tiefstände. Selten betroffen sind Binnenschiffer und Landwirte. Die Schiffe hinaus dem Rhein können nur noch ein Drittel jener möglichen Frachtgut verzeichnen. Dasjenige treibt die Preise im Kontext Container-, Kohle- und Getreidetransporten in die Höhe. Die umliegenden Felder sind zudem staubtrocken. Landwirte fürchten schon um die Maisernte und die späten Kartoffelsorten.

Zudem verbrennen vielerorts die Wälder. In Brandenburg „ist die Dürre-Situation die schlimmste, die das Land in seiner Geschichte bisher erlebt hat“, sagt Minister für Inneres Michael Stübgen. Hintergrund seien die ausbleibenden Niederschläge jener vergangenen fünf Jahre und die große Trockenheit Neben… in diesem Jahr. „Wir hatten in der Folge bereits über 400 Brände“, erläutert Stübgen.

Selbst in Französische Republik stillstehen die Wälder in Flammen. Schon im Juli zerstörte ein Feuer in jener Nähe von Bordeaux Tausende Hektar Wald. Nun lodern die Brände wie Folge jener extremen Trockenheit erneut hinaus. Vergangene Woche richtete Premierministerin Élisabeth Borne zusammensetzen Krisenstab ein, um die Trockenheit zu bekämpfen, die laut Météo-France, dem staatlichen Wetterdienst, die schlimmste seither Beginn jener Aufzeichnungen im Jahr 1958 ist. Dieser verbleibend 1000 Kilometer stark Wasserlauf Loire ist stellenweise so trocken, dass er zu Standvorrichtung durchquert werden kann. Die Niederschläge lagen im Juli laut Wetterdienst 85 v. H. unter den üblichen Werten.

20220730_DroughtFrance.jpg

Hohe Temperaturen und ausbleibender Regen lassen Frankreichs einst grüne Flächen dehydrieren

(Foto: European Union, Copernicus Sentinel-3 imagery)

Mehr wie 100 französische Gemeinden nach sich ziehen kein fließendes Wasser mehr. Lastwagen karren Trinkwasser für jedes die Menschen vor Ort an, berichtet jener Ressortchef für jedes den ökologischen Wandel und territorialen Zusammenhalt, Christophe Béchu. Er blickt bang in die Zukunft: „Wir werden uns an solche Episoden gewöhnen müssen. Anpassung ist nicht länger eine Option, sondern eine Pflicht“. Die Bodenfeuchtigkeit ist schon jetzt hinaus einem historischen Tiefstand, jener erlösende Regen lässt weiter hinaus sich warten.

Weiter  Wie meinem Mann dies Leben gerettet wurde

Trinkwasser wird kurz

Mit extremem Wassermangel kämpft Neben… Spanien. Dasjenige Nationalstaat erlebt derzeit den wahrscheinlich trockensten Warme Jahreszeit jener letzten 60 Jahre. Nachher Informationen jener Regierung sind die Wasserreserven mit kurz 40 v. H. so tief wie nie zuvor. Durch die Hitze wird mehr Wasser verbraucht, während die natürlichen Reserven immer weiter sinken – jede Woche um 1,5 v. H., wie es aus Madrid heißt.

In den letzten drei Monaten fiel weniger wie die Hälfte jener für jedes selbige Saison erwarteten Niederschläge. 70 v. H. jener Stauseen in Spanien können den Begehren jener ihr zugeteilten Region immer während nicht mehr decken. In vielen Landesteilen wird die Wassernutzung von dort unbelehrbar. Gemeinden stellen nachts dasjenige Wasser ab, schließen Duschen am Strand und zensurieren die Schwimmbecken-Füllung.

Heuer wird dasjenige heißeste und trockenste Jahr werden, dasjenige je in Italien aufgezeichnet wurde. „Ich weiß nicht, was wir noch tun müssen, um die Klimakrise zu einem politischen Thema zu machen“, sagte zuletzt Luca Mercalli, jener Staatsoberhaupt jener Italienischen Meteorologischen Sozialstruktur. „Es gibt keine vergleichbaren Daten in den letzten 230 Jahren, die mit der Dürre und Hitze, die wir in diesem Jahr erleben, vergleichbar sind.“ Ebendiese Episoden würden an 7-Sep und Intensität zunehmen.

308153528.jpg

Dieser Po, die Lebensader Norditaliens, führt kaum noch Wasser.

(Foto: picture alliance / NurPhoto)

Dieser austrocknende Wasserlauf Po veranschaulicht die Klimakrise mit erschreckender Deutlichkeit. Die Durchflussmenge jener längsten Wasserstraße Italiens ist hinaus ein Zehntel des üblichen Wertes gesunken, jener Wasserstand liegt zwei Meter unter dem Normalwert. Ursprung Juli rief die Regierung den Trockenheit-Notstand in fünf nördlichen Regionen aus und rationierte dort dasjenige Trinkwasser. Lastwagen versorgen seitdem die Dörfer rund um den Lago Maggiore.

Landwirte fürchten um Viehzeug und Felder

Die Niederlande nach sich ziehen vergangene Woche ebenfalls eine Wasserknappheit ausgerufen. Noch hat die Regierung keine Beschränkungen für jedes den Verbrauch in den Haushalten eingeführt. Daher die Menschen sind aufgefordert, sich genau zu übermächtig, ob sie ihr Automobil waschen oder zusammensetzen Schwimmbecken füllen wollen.

202200805_DroughtNL_0.jpg

Satellitenaufnahmen zeigen die extreme Trockenheit in den Niederlanden im Vergleich zum vergangenen Jahr.

(Foto: European Union, Copernicus Sentinel-2 imagery)

Im benachbarten Niederlande meldeten die Meteorologen unterdessen den trockensten Juli seither 1885. Unlust eines Verbots für jedes Landwirte, Wasser für jedes die Ernte abzupumpen, ist jener Grundwasserspiegel extraordinär tief. Moorgebiete drohen auszutrocknen. Und Neben… die Kanäle und Flüsse sind in einem schlechten Zustand: Örtliche Behörden berichten, dass viele Fische verenden, da dort nur noch Industrie- oder Abwasser eintreffen. 13 Gemeinden in den Ardenner Wald nach sich ziehen den Menschen verboten, ihre Swimmingpools zu befüllen.

In jener Schweiz ist derweil die Milchwirtschaft am stärksten von jener Trockenheit betroffen: Die Behörden in Freiburg, Juristik und Neuenburg mussten die Wiesen in den Tälern, die normalerweise nicht zum Weiden genutzt werden, solange bis September öffnen, da die Weidenflächen in den höheren Lagen schon ausgetrocknet sind. Im Kanton Obwalden in jener Nähe von Luzern musste die Heer mit Hubschraubern Wasser aus einem Weiher zu den Kühen transportieren, um sie vor dem Verdursten zu erhalten.

„Jedes Zehntelgrad zählt“

Verglichen mit anderen Regionen jener nördlichen mittleren Breitengrade, etwa den USA oder Ostasien, habe die Zahl jener Hitzewellen verbleibend Europa drei- solange bis viermal schneller zugenommen, heißt es in einer Ursprung Juli erschienenen Studie in jener Fachzeitschrift „Nature Communications“. „Mit jedem weiteren Zehntelgrad globalen Temperaturanstiegs erhöht sich die Wahrscheinlichkeit für noch heißere Sommer“, mahnt Klimatologe Peter Hoffmann. Es bestehe dringender Handlungsbedarf. „Der Klimawandel schreitet voran und wir wissen, wie mögliche Zukunftsszenarien aussehen könnten. Wir müssen unbedingt jetzt handeln, um die Chance zu wahren, das Weltklima auf deutlich unter zwei Grad zu stabilisieren.“

Selbst die Physikerin und Klimawissenschaftlerin Friederike Otto vom Grantham vom Institute des Imperial College London findet eindringliche Worte zur aktuellen Position: „Es ist heiß in Europa und wird möglicherweise extrem heiß werden“, schreibt sie hinaus Twitter. „Diese Temperaturen wären niedriger gewesen, wenn wir keine fossilen Brennstoffe verbrannt hätten. Das bedeutet auch, dass weniger Menschen gestorben wären. Hitzewellen sind die bei Weitem tödlichsten Extreme in Europa.“

Noch sei es nicht zu tardiv zum Handeln, sagen Experten. „Auch wenn wir heute erst anfangen mit Klimaschutz, können wir noch Einfluss nehmen“, erklärt Andreas Becker, Leitweglenkungjener DWD-Kommando Klimaüberwachung. „Jedes Zehntelgrad zählt.“