Ex-Schulleiterin packt aus: “Es gab kaum einen Tag ohne Gewalt”


Morddrohungen, Drogenhandel, brutale Schwung unter Schülern und gegen Lehrkräfte: schildert Doris Unzeitig ihren Joch an einer Hefegebäck Brennpunktschule. Fünf Jahre weit hat sie dort denn Rektorin gearbeitet. Im September 2018 hat sie aufgegeben. In ihrem Buch “Eine Lehrerin sieht Rot: Mini-Machos, Kultur-Clash, Gewalt in der Schule und das Versagen der ” rechnet sie den Behörden und dem Schulsystem ab. Nicht sie habe die Kinder im Stoß gelassen, sondern die Politik.

n-tv.de: Warum genau sehen Sie Rot?

Doris Unzeitig: Rot ist man meistens, wenn man verärgert, zornig oder wütend ist. Und dasjenige bin ich, weil ich mich von jener zuständigen Senatsverwaltung im Stoß gelassen gefühlt habe – nicht denn Person, sondern denn Schulleiterin und Lehrerin jener Kinder. meine Wenigkeit bin vor allem empört oberhalb die Gleichgültigkeit, mit denen die verantwortlichen Bildungspolitiker mit den Problemen an meiner Schulhaus umgegangen sind. Am Finale sind es vor allem die Schulkinder, die darunter leiden.

In Ihrem Buch charakterisieren Sie eine Schlange von Gewaltvorfällen. Welche davon sind Ihnen vornehmlich im Gedächtnis geblieben?

Dasjenige fängt damit an, dass sich die Schüler prügeln, an den Haaren ziehen, rumschubsen oder zum Denkmuster ein Loch ins Kleid einer Mitschülerin schneiden. Sie erpressen sich wechselseitig durch Schwung. Vielmals stillstehen andere Schüler daneben und zücken ihr Handy, statt einzugreifen. Ein Schüler hat sogar Morddrohungen gegen andere Schüler wirklich. Schlimm ist im Gegensatz dazu genauso die Schwung gegen die Lehrkräfte. Eine schwangere Kollegin wurde von einem Schüler in den Magen getreten und ist dann psychologisch zusammengebrochen. Sie musste dann sofort zu einem Halbgott in Weiß und wurde vorübergehend freigestellt. Außer von jener großen Befürchtung um ihr Kind, fehlte mir somit eine Pädagogin. Es gab kaum verdongeln Tag ohne Schwung.

Woher kommt jene Verrohung jener Kinder?

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Doris Unzeitig verließ nachher fünf Jahren frustriert und ausgelaugt die Spreewald-Volksschule in Spreeathen.

In jedem Kern spielen dasjenige Elternhaus und dasjenige soziale Umfeld dieser Wenigstens-Machos eine entscheidende Rolle. Dasjenige betrifft natürlich nicht nur Kinder mit Migrationshintergrund, sondern gleichermaßen sogenannte bildungsferne wie bildungsnahe Kinder. Dasjenige Problem an meiner Schulhaus war, dass hinaus die Schülerinnen und Schüler dort in jener Regel mehrere benachteiligende Umstände zutrafen: Sie hatten Sprachdefizite, ihre Erziehungsberechtigte hatten kein Motivation an ihrem Schulerfolg, schulische Leistungen wurden von ihren Peers nicht profiliert, und nachher Schulschluss hielten sie sich tunlichst hinaus jener Straße hinaus. Dort erlebten sie den rauen Umgangston und lernten, dass man sich vermeintlich das Mittel der Wahl durchsetzt, nicht man denn Erster zuschlägt. Dieses Verhalten schaffen sie dann mit in die Schulhaus.

Dazu kommt, dass viele Erziehungsberechtigte sich zu wenig um ihre Kinder kümmern. In den muslimisch geprägten Elternhäusern herrscht vielerorts ein autoritärer Führungsstil. Welches jener ältere Gebrüder oder jener Vater sagt, ist meistens Richtlinie. Außerdem sind die Väter vielerorts nicht zu internsodass die Mütter oft ihre Kinder für sich zu erziehen versuchen.

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Welches zeugen die Lehrkräfte falsch?

Die Kollegen werden in ihrer Erziehung hinaus solche Extremsituationen nicht vorbereitet. Wer nicht oberhalb die natürliche Respektsperson einer selbstbewussten Persönlichkeit verfügt, zieht dann in den Konfliktsituationen mit den Schülern erfahrungsgemäß den Kürzeren. Es gibt Lehrer, die in diesen Milieus aufgewachsen sind und dasjenige nötige Wasserpegel an Respektsperson mitbringen, um mit diesen Bedingungen zurechtzukommen. Die meisten sind im Gegensatz dazu in solchen Situationen restlos überfordert.

Welches fordern Sie von jener Politik und den Behörden?

Die Mehrheit jener Lehrkräfte muss viel zu viel Zeit zu Händen Probleme aufwenden, die mit ihrem Lehrauftrag nichts zu tun nach sich ziehen. Sie kommen kaum noch dazu, zu unterrichten. Die Schulen sollen Erziehungsberechtigte fühlbar stärker in die Pflicht nehmen können. Schüler, die die Klassensituation sprengen, sollen konsequent mit Erziehungsmaßnahmen belegt werden können, in denen sie die nötige Unterstützung routiniert. Zur Not genauso gegen den Willen ihrer Erziehungsberechtigte. Gleichermaßen ein Schulverweis muss, wenn erforderlich, von jener Schulaufsicht mitgetragen werden.

Ein weiteres Problem sind die konkurrierenden Zuständigkeiten sowie die Bürokratie intrinsisch jener Senatsverwaltung. Anträge hinaus Fördermittel oder genauso disziplinarische Maßnahmen wie Hausverbote erfordern meist eine Genehmigung oberhalb so viele Instanzen, dass sie letztlich verspannt werden. Die Schulhaus verliert in Folge dessen an Respektsperson. Eine Verwaltung, die zentraler arbeitet, würde dieses Problem verringern.

Sie fordern mehr Respektsperson. Welches bedeutet dasjenige?

Neben einem bestimmten pädagogischen und fachlichen Wissen braucht man eine gewisse Körperhaltung und Charisma in jener Lebensart wie genauso im Rahmen Elterngesprächen. Wer dasjenige nicht mitbringt, kann dasjenige erlernen, vorausgesetzt es wird einem vermittelt. An deutschen Universitäten liegt jener Hauptaugenmerk im Gegensatz dazu zu sehr hinaus Schulentwicklung, Statistiken und einzelnen Projekten. Die Lehrer wissen oft weder noch, wie sie dasjenige Gelernte im Schulalltag umtopfen sollen. Die Erziehung ist zu wenig praxisorientiert. Zudem fehlt die kritische Reflexion darüber, wie Lehrer im Unterricht mit schwierigen Situationen umgehen sollten.

Welches zeugen Schwung, Beleidigungen und Ignoranz mit den Lehrern?

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Eine Lehrerin sieht Rot: Wenigstens-Machos, Kultur-Clash, Schwung in jener Schulhaus und dasjenige Versagen jener Politik

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Viele Lehrkräfte wollen sich zwischenmenschlich engagieren und umziehen klar an Brennpunktschulen. Sie wollen irgendwas erzeugen und verändern. Die meisten von ihnen sind nachher kürzester Zeit ausgebrannt und werden seelisch oder materiell laborieren. Problematisch ist, dass junge Lehrer mit guten Zeugnissen solche Schulen oft weder noch in Erwägung ziehen, weil sie höhere Ansprüche im Prinzip und die Schüler nach sich ziehen. Dasjenige sollen sie in der Tat genauso nicht, weil die Verteilung nicht zentral gesteuert wird. Insoweit funktionieren in Brennpunktschulen meist Lehrer, die sonst wo nur schwergewichtig unterkommen.

Mit Doris Unzeitig sprach Daniel Gutsche



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