FC rutscht in Tabellenkeller: Hertha-Joker Ibisevic schießt Köln K.o.


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Vedad Ibisevic wird eingewechselt – und trifft gleich doppelt.

(Foto: imago images/Moritz Müller)

Der Start der Fußball-Bundesliga-Saison verläuft für Hertha BSC verheerend. Doch in Köln gelingt der zweite Sieg in Folge, was den Gastgeber in die Krise stürzt. Die Kölner scheitern erst an Hertha-Keeper Jarstein, dezimieren sich anschließend selbst – und dann kommt auch noch Ibisevic.

Hertha BSC hat das Kellerduell der Fußball-Bundesliga klar für sich entschieden und den 1. FC Köln früh in der Saison in eine tiefe Krise gestürzt. Die Mannschaft von Trainer Achim Beierlorzer kassierte gegen die Berliner im eigenen Stadion eine derbe 0:4 (0:1)-Niederlage und droht sich im Tabellenkeller festzusetzen. „Alles, was schief laufen kann, ist heute schief gelaufen“, klagte FC-Torhüter Timo Horn. „Auch in Unterzahl darf man im eigenen Stadion nicht untergehen.“

Javairo Dilrosun (23.) brachte die Berliner mit einem Kunstschuss in Führung, Joker Vedad Ibisevic (58., 63.) mit einem Doppelpack und Dedryck Boyata (83.) fügten dem FC eine regelrechte Demontage bei. Dabei spielte der Aufsteiger nach dem Platzverweis gegen Verteidiger Jorge Mere nach einem brutalen Foul an Vladimir Darida (41.) lange in Unterzahl.

Seit März kein Heimsieg

Köln, das in den Vorwochen gegen starke Gegner oft gut ausgesehen, aber dabei nur drei Punkte errungen hatte, rutschte auf den 17. Tabellenplatz ab. Das Team von Beierlorzer verlor damit auch das sechste der letzten sieben Ligaspiele gegen die Berliner und wartet nun schon seit Ende März auf einen Heimsieg – damals spielten die Geißböcke aber noch in der 2. Bundesliga. Die Hertha nahm damit den Schwung nach dem 2:1 gegen Aufsteiger SC Paderborn erfolgreich mit und rückte auf Rang zehn vor. „Manchmal hat man eben das Glück, dass die Bälle genauso kommen“, sagte Ibisevic. „Die letzten beiden Spiele geben uns nun Selbstvertrauen.“

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In Köln war nach dem 0:4 bei Meister Bayern München am vergangenen Samstag und der bitteren Derby-Pleite gegen Borussia Mönchengladbach (0:1) zuvor die Sehnsucht nach dem ersten Saisonsieg im heimischen Stadion groß. „Wir müssen die Mentalität auf den Platz bringen, damit die Fans das auch sehen“, hatte der FC-Trainer vor dem 1600. Spiel der Kölner in der höchsten Spielklasse noch gefordert.

Moral, aber kein Glück

Diese Mentalität bekamen die 49.700 Zuschauer in der fast ausverkauften Arena in der Anfangsphase auch zu sehen. Das 4-4-2 von Beierlorzer funktionierte gut, die Gastgeber gewannen viele Zweikämpfe, erspielten sich Chance um Chance und waren klar überlegen.
Geburtstagskind Rune Jarstein musste sich im Hertha-Tor bereits früh zweimal auszeichnen. Erst war der 35-Jährige bei einem Freistoß von Florian Kainz (7.) zur Stelle, dann parierte er einen Kopfball von Jhon Cordoba aus kurzer Distanz (14.). Doch die Hertha, die erfolgreich auf Konter setzte, stellte den Spielverlauf auf den Kopf: Dilrosun ließ Köln-Torwart Timo Horn mit einem platzierten Schuss keine Chance.

Danach hatte Dilrosun mit einem Lattentreffer das 2:0 auf dem Fuß, ehe Mere Darida unsanft von den Beinen holte. Schiedsrichter Sören Storks gab zunächst nur Gelb, ehe er seine Meinung nach Ansicht der Videobilder zurecht revidierte. Im zweiten Durchgang zeigten die Kölner Moral und hatten auch in Unterzahl hohe Spielanteile. Doch der eine Minute vor seinem ersten Treffer eingewechselte Ibisevic machte alle Hoffnungen auf einen Punktgewinn zunichte.



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