Forscher finden neue Tierarten und Quellen



Im Meerbusen von Kalifornien

Forscher finden neue Tierarten und Quellen

Im Meerbusen von Kalifornien leben schillernde blaue Schuppenwürmer, wie Wissenschaftler nun herausfinden. Zweite Geige hydrothermale Quellen, die solange bis zu 287 Klasse heiße Fluid ausstoßen, erspähen sie. Mindestens sechs notfalls unbekannte Arten fördert die Expedition mit einem Forschungsschiff zutage.

Forschende aus Mexiko und den USA nach sich ziehen im Meerbusen von Kalifornien neue hydrothermale Quellen und wohl bislang unbekannte Tierarten entdeckt. Mit einem Tauchroboter machten die Wissenschaftler Aufnahmen des Meeresbodens und von schillernden blauen Schuppenwürmern, wie dasjenige Schmidt Ocean Institute mitteilte. Die hydrothermalen Quellen stoßen solange bis zu 287 Klasse heiße Fluid aus.

Während in anderen Regionen die Flüssigkeiten oft dunkel sind und die Quellen somit Schwarze Raucher genannt werden, sind sie im Meerbusen von Kalifornien transparent, berichten die Forscher. Sie entnahmen Proben, um die chemische Zusammensetzung dieser Fluid zu untersuchen. Außerdem wollen sie herausfinden, ob die hydrothermalen Quellen miteinander verbunden sind oder sich unabhängig voneinander aus einzelnen Rissen in dieser Erdkruste speisen.

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Ein blauer Schuppenwurm (Peinaleopolynoe orphanae) in dieser Nähe von weißen Anemonen, aufgenommen in 3656 Metern Tiefsinn.

(Foto: dpa)

Hinaus dieser Expedition mit dem Forschungsschiff „Falkor“ entdeckten die Wissenschaftler mindestens sechs notfalls bislang unbekannte Arten, darunter Vielborster, Pfeilwürmer, Krebse und Weichtiere. In den vergangenen drei Jahren erforschten die Wissenschaftler weitestgehend 20.000 Quadratkilometer des Golfs von Kalifornien. Dies entspreche rund einem Achtel dieser gesamten Fläche.

„Die Untersuchung der relativ schnellen Geschwindigkeit, mit der sich der Golf von Kalifornien bildet, erweitert unser Wissen darüber, wie sich die Kontinentalränder formen – also die Orte, an denen heute die meisten Menschen leben“, sagte Ronald Spelz-Madero von dieser Unabhängigen Universität von Baja California.

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