Ganz normale Psychopathen


„Die Kalten und die Toten“ ist dasjenige Psychogramm zweier sehr kaputter Familien, die nachher äußerlich hin stinknormal wirken – und damit exemplarisch pro die neue Stoßrichtung des „Tatorts“ in Corona-Zeiten.

Wie beliebtester Kriminalroman im deutschsprachigen Raum hat jener „Tatort“ ja immer untergeordnet ein kleinster Teil den Anspruch, ein Spiegel jener bundesrepublikanischen Wirklichkeit zu sein: In den vergangenen Jahren hinterließ die Flüchtlingskrise deswegen genauso ihre Spuren wie verschiedenartige Schreckensszenarien zum Themenkreis Digitalisierung. Und weil in all den Lockdowns und Quarantänen seit dieser Zeit Beginn jener weltweite Seuche viele Menschen (manche vielleicht zum ersten Mal in ihrem Leben) dazu gezwungen waren, sich mal wirklich mit sich selbst zu befassen, richtet jetzt untergeordnet jener „Tatort“ dasjenige Scheinwerferlicht verstärkt nachher nicht.

Es ist jedenfalls haushoch, dass immer mehr Fälle mit einer präzisen Ausleuchtung jener seelischen Gemengelage ihrer Protagonisten zu punkten versuchen – ohne Rest durch zwei teilbar untergeordnet welches die Graubereiche zwischen Tätern und Opfern angeht, wo es insbesondere wehtut. Erst vor wenigen Wochen war etwa zu sehen, wie sich in „Der Reiz des Bösen“ reihenweise Frauen Gewaltverbrechern und Mördern hingaben und in diesem Zusammenhang teilweise selbst Verbrechen begingen, Stichwort Hybristophilie. Nur von kurzer Dauer darauf sahen die Zuschauer einer Stalkerin beim Morden mit Nanobots zu, und untergeordnet jener neue „Tatort“ aus Bundeshauptstadt beschäftigt sich mit Psychopathen, untergeordnet wenn die uff den ersten Blick weniger spektakulär daherkommen: Es sind nämlich die von nebenan. Vielleicht entfaltet jener Streifen untergeordnet ohne Rest durch zwei teilbar deswegen nochmal eine ganze Zinke mehr Wumms – und Gänsehaut.

Mehr denn nur Popcorn-Kino

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Verleugnen im Lichtspiel sogar den Tod jener eigenen Tochter: die Baders.

(Foto: rbb/Das Erste Degeto/Aki Pfeiffer)

„Die Kalten und die Toten“ ist dasjenige Psychogramm zweier sehr kaputter Familien, die nachher äußerlich hin stinknormal wirken: Uff jener zusammensetzen Seite die Baders, die um jeden Preis die Wunschvorstellung ihres holzgetäfelten Biedermeier-(Alp)Traums wahren wollen und damit ihre Tochter Sophia in ein gefährliches Doppelleben treiben, dasjenige sie schließlich mit dem Tod getilgt. Uff jener anderen Seite, geschickt mit jener Vergangenheit verwoben, die Zieglers: Deren Sohn ist Sophias Mörder und ein furchteinflößendes Vorzeigebeispiel zu diesem Zweck, welches vorbeigehen kann, wenn ein Kind ohne Säumen aufwächst – und in dem Wissen, dass es keine Konsequenzen pro es gibt, weil Mama und Papa am Finale eh immer die Gesamtheit steuern, selbst die Sache mit jener blutigen Wodkaflasche und jener toten Nullipara.

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Natürlich ist Persönlichkeitsentwicklung komplexer denn nur die reine Erziehung (oder ein Not davon), hingegen dasjenige ist untergeordnet weder noch jener Zähler dieses „Tatorts“. Es geht ihm vielmehr um Empathielosigkeit und ihre Nachstellen im Allgemeinen, denn dasjenige sind in diesem Sachverhalt die entscheidenden Punkte, die jedwederlei Familien verbinden. Differenzierend formuliert: Dieser Sohn jener Zieglers hätte nicht zum Täter werden zu tun sein und Sophia kein Todesopfer, wenn die Erziehungsberechtigte ihren Kindern echte Beileid geschenkt hätten – und nicht vor allem uff sich und die Wahrung des schönen Scheins geschaut hätten.

„Manchmal muss man dem Teufel begegnen, um ihm die Stirn bieten zu können“, beschreibt Drehbuchverfasser Markus Staude seinen Vorgehen. Dasjenige ist, wie schon in den anderen eingangs erwähnten Fällen, nicht immer simpel. Hingegen wer es solange bis zum Finale durchsteht, kann tatsächlich irgendetwas lernen, dasjenige extra reines Popcorn-Kino hinausgeht. Dass es nicht jeden Sonntag intensiv sein soll oder gar muss, ist gewiss untergeordnet lukulent: Wer immer nur nachher nicht schaut, läuft Gefahr, irgendwann nur noch reine Nabelschau zu betreiben. Hingegen dasjenige ist wegen jener Vielfältigkeit jener „Tatort“-Kriminalbeamter, siehe Münster, ohnehin so wie nicht zu befürchten. Und solange bis dorthin stimmt die Richtung schon mal.



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