Genforschung jenseits aller Wertvorstellungen


Welches passiert, wenn Wissenschaftler olympische Gottheit spielen? Dieser Frage geht die vierte deutsche -Serie “Biohackers” nachdem. Sie erzählt von ehrgeizigen wie getriebenen Studenten und einer durchtriebenen Wissenschaftlerin. Klischees gibt es kostenlos dazu.

Zuletzt verwirrte die dritte Staffellauf “Dark” durch eine wenig stringente Reihung von Ereignissen gen unterschiedlichen Zeitebenen. Dasjenige kann man von jener vierten deutschen Netflix-Produktion, “Biohackers”, nicht behaupten. Deren Erzählweise ist tendenziell konventionell, ja bieder. Stattdessen sind es wissenschaftliche Begriffe und Erklärungen, die den Zuschauer gelegentlich unentschlossen zurücklassen dürften. Dasjenige ist es doch nicht, welches dem Spannungsbogen jener sechsteiligen Serie verknüpfen Hemmnis verpasst.

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Mia Akerlund (Luna Wedler) ist jung, hübsch und offenbar nicht zuletzt noch ziemlich schlau. olympische Gottheit sei Dankfest, denn rastlos von einem privaten Schicksal schafft sie es an die Freiburger Universität ins Seminar von Tanja Lorenz (Jessica Schwarz). Die ist nicht nur die jüngste Medizin-Professorin aller deutschen Unis, sondern nicht zuletzt Leiter eines Forschungsinstituts pro synthetische Lebenslehre. olympische Gottheit ist pro sie danach niemand, dem man danken muss, er ist aufgrund ihrer Arbeit schlicht obsolet. Mit Vehemenz und Hybris pflanzt sie ihren Studenten ihre Weisheiten ein. Ihre Fachrichtung sei es, die “das Geschöpf zum Schöpfer” mache, verkündet Lorenz voller Selbstgerechtigkeit.

Mia, wohlgemerkt Studentin im ersten Semester, setzt die Gesamtheit daran, die Professorin gen sich bei der Sache zu zeugen und Teil ihres Teams zu werden. Ihr augenscheinlicher Forscherdrang begeistert nicht zuletzt Lorenz’ studentischen Mitwirkender Jasper (Adrian Julius Tillmann), jener sich in die sexy Streberin verliebt, welches ihr die gewünschten Türen öffnet. Mit fatalen Nachstellen pro die Gesamtheit Beteiligten.

Krankhafter Ehrgeiz und grenzenlose Möglichkeiten

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Kann dies Liebe sein? Jasper und Mia

(Foto: Netflix)

Wie Normalsterblicher möchte man keiner wissen, welches in den Gen-Laboren dieser Welt pro Schindluder rastlos wird. An welchen Stellen die natürliche Schöpfungskette schon ausgehebelt wurde und welches möglich ist, wäre es nur nicht per Verordnung verboten. Welches pro ein Schlaghose Mensch danach beschäftigt sich gar mit dieser Fasson jener Wissenschaft? Nicht mehr da in “Biohackers” erzählten Figuren sind jedenfalls pathologisch ehrgeizig, von ihrem Forschungsthema geradezu besessen und bereit liegend, zu diesem Zweck nicht zuletzt moralische und ethische Zwiespalt in die Tonne zu treten. Und sie nach sich ziehen ihre ganz eigenen Motive pro dies, welches sie da so treiben. Speziell gut kommen Genforscher hier danach nicht weg.

Und dies, obwohl die Macher jener Serie – darunter “Türkisch für Anfänger”-Skribent und “Vorstadtkrokodile”-Regisseur Christian Ditter – versucht nach sich ziehen, zumindest Mias WG sympathisch kauzig und irgendwie witzig zu zeichnen. Zu kauzig, zu wenig witzig, um wirklich sympathisch zu sein. Die eine redet viel zu schnell wirres Nerd-Zeug, dies jener Zuschauer in Slow Motion von ihren Lippen erkennen muss, um es zu verstehen. Wodurch es am Finale quasi nicht zuletzt egal ist. Welcher andere schnippelt pro seine persönliche Wissenschaft ständig von selbst herum. Und die dritte ist zwar nicht zuletzt super schlau, schaulustig sich freilich vor allem pro Sex, Drogen und durchtanzte Nächte und hat ständig verknüpfen vermeintlich lockeren Urteilsspruch gen den Lippen.

Mangelnder Tiefgang

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WG-Bewohner durften nicht zuletzt mal die Sau rauslassen.

(Foto: Netflix)

In der Regel ist jener Arbeitsweise von “Biohackers”, die dunklen Seiten jener zu thematisieren, kein unterlegen. Doch fällt es einem schwergewichtig, einer Erstsemesterstudentin schon so viel Wissen abzukaufen, dass sie in kritischen Situationen die Gesamtheit solch im Handgriff hat. Die Figuren – von Tanja Lorenz solange bis zu den Mitbewohnern – sind überzeichnet und facettenarm. Die Story selbst ist vorhersehbar. Lediglich jener Cliffhanger am Finale, jener eine zweite Staffellauf erahnen lässt, gibt Hoffnung darauf, dass Story und Figuren dann vielleicht irgendetwas mehr Tiefsinn bekommen.

Übrigens sollte “Biohackers” quasi schon im vierter Monat des Jahres starten. Doch verschob Netflix den Termin aufgrund jener Corona-Weltweite Seuche und jener womöglich gen manchen in dieser Situation verstörend wirkenden Bilder am Entstehen. Inhaltlich freilich nach sich ziehen dies Virus und Biohacking nichts verbinden. Jedenfalls dies gibt doch Hoffnung.

“Biohackers” ist ab dem 20. August zwischen Netflix einsehbar.