Gorch Fock? „Neubau wäre besser gewesen“



Jahrelange Kostenexplosion

Gorch Fock? „Neubau wäre besser gewesen“

Weitestgehend sechs Jahre weit wird die „Gorch Fock“ saniert. Die Wert explodieren, die Staatsanwaltschaft ermittelt zwischenzeitlich wegen Korruptionsverdachts. Ein Neubau des Segelschulschiffs wäre klar günstiger gewesen, ist ein Schiffbauer überzeugt.

Finale August ist die „Gorch Fock“ zum ersten Mal seit dieser Zeit sozusagen sechs Jahren wieder in Teich gestochen. Praktisch schlecht qua recht, die Probefahrt des Segelschulschiffs von Bremerhaven nachdem Helgoland wurde nachdem kurzer Zeit abgebrochen. Ein Ventil im Treibkraft war kaputt. Zumindest: Welcher Termin zu Händen die Einlieferung an die Marine am 30. September ist offenbar nicht in Gefahr. „Jetzt sehe ich keine Schwierigkeiten, den vielfach verschobenen Termin nun tatsächlich zu halten“, sagt Detlev Löll im ntv-Podcast „Wieder was gelernt“.

Welcher Schiffbauer ist Inhaber eines uff Großsegler spezialisierten Ingenieurbüros und war in jener Vergangenheit wiewohl an mehreren Sanierungen jener „Gorch Fock“ beteiligt. „Wir haben auch an der Gorch Fock I gearbeitet, aber vor allem die Gorch Fock II kennen wir bis zur letzten Schraube, wir haben das Schiff mehrfach zerlegt.“

Detlev Löll ist nicht nur Schiffbauingenieur, sondern wiewohl sogenannter Großtakelagen-Sachverständiger, jener einzige in Deutschland. Nachdem Beginn jener Sanierungsarbeiten wurde er von jener Bundeswehr wiewohl qua Sachverständiger zu Händen die Gorch Fock II eingesetzt. Sein Ergebnis: Die Takelage hatte nur ein paar kleinere Schäden, hätte weiterverwendet werden können. Doch weder uff dies Gutachten von Löll noch uff dies verwandt lautende Gutachten vom Germanischen Lloyd, dem „Schiffs-TÜV“, habe die Bundeswehr gehört, berichtet jener Koryphäe. Dasjenige Marineunterstützungskommando habe stattdessen empfohlen, die Takelage auszutauschen. Und so seien die Gutachten vom „Schiffs-TÜV“ und von Detlev Löll unberücksichtigt worden.

135 Mio. Euro Sanierungskosten

Die Sanierungsarbeiten an jener Gorch Fock dauern mittlerweile seit dieser Zeit sozusagen sechs Jahren an. „Das liegt bei der Bundeswehr im Wesentlichen daran, dass die eine eigene Prüforganisation haben und diese sehr seltsam an Schiffsprüfungen rangeht. Im kommerziellen Bereich ist es üblicherweise so, dass ich genau weiß, was ich machen will, bevor ich einen Auftrag vergebe. Das heißt, ich schicke ein Ingenieurbüro da durch, die gucken sich das genau an, machen eine Arbeitsspezifikation.“ Folglich gebe es eine Ausschreibung nebst verschiedenen Werften und eine bekomme schließlich vereinen sogenannten Festpreisauftrag, erklärt Löll.

„Die Marine macht das anders. Das mag daran liegen, dass die Budgetprobleme haben oder über die letzten 30 Jahre hinweg auch nicht gelernt haben, wie man kommerziell arbeitet.“ Im Rahmen jener Bundeswehr werde im Fallgrube notwendiger Funktionieren zunächst nur „ein kleiner Teil beauftragt“, erklärt Löll. „Und alles, was dann noch anfällt, wird nachgeschoben.“

Die unendlich groß wirkende Sanierung jener „Gorch Fock“ beginnt im November 2015. Dasjenige Segelschulschiff wird jener Elsflether Werft, die den Auftrag zu Händen die Sanierung erhalten hatte, Erbrechungen. Praktisch sind nur kleinere Instandsetzungsarbeiten vorgesehen. Die Reparaturen sollen zehn Mio. Euro kosten. Doch die Werft stellt nachdem und nachdem immer größere Schäden verspannt, die Wert schießen in die Höhe. Zwischenzeitlich werden Baustopps verhängt. Welcher Bundesrechnungshof schaltet sich ein, prüft den Vorgang. Es kommt raus, dass die Bundeswehr vor Beginn jener Sanierungsarbeiten keiner genau überprüft hat, ob eine Reparatur schier noch wirtschaftlich ist.

Und dies sind noch nicht jedweder schlechten News: Mitwirkender jener Marine sollen Bestechungsgeld von jener Werft und weiteren Unternehmen fiktiv nach sich ziehen, die an jener Sanierung beteiligt waren. Seitdem ermittelt die Staatsanwaltschaft Osnabrück – im Raum stillstehen Betrug, Untreue und Korruption.

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Im Februar 2019 meldet die Elsflether Werft Insolvenz an, zu dem Zeitpunkt sind schon verbleibend 70 Mio. Euro in die Sanierung jener „Gorch Fock“ geflossen. Ein paar Monate später übernimmt die Lürssen-Werft die Funktionieren. Es hinterher gehen weitere zeitliche Verzögerungen, die Wert liegen am Finale nebst 135 Mio. Euro.

Neubau „hätte nicht mal die Hälfte gekostet“

„Die Marine hat eigentlich eigene Kassenprüfer. Aber wir wissen ja nun, dass das wohl nicht so richtig funktioniert hat. Mit der Kontrolle im kommerziellen Bereich läuft das völlig anders. Da schickt der Reeder seine Bauaufsicht zur Werft und sorgt dafür, dass die Arbeiten im Budget bleiben“, so Löll im ntv-Podcast.

Welcher Koryphäe ist überzeugt, dass unter diesen Umständen ein Neubau jener „Gorch Fock“ die bessere und günstigere Ausweichlösung gewesen wäre. „Ja, definitiv. Das hätte nicht mal die Hälfte gekostet.“ Ein Paradigma sei ein Segelschulschiff jener indonesischen Marine, an dessen Konstruktion Lölls Firma beteiligt war. „Das Schiff ist 110 Meter lang, also gut 20 Prozent länger als die Gorch Fock, und hat weniger als die Hälfte gekostet“, sagt jener Schiffbauer.

„Die Geldquelle ist bei der Marine eben unendlich, das ist das große Problem. Im kommerziellen Bereich ist die Geldquelle nicht unendlich. Da ist das Geld limitiert, es gibt ein festes Budget und darüber hinaus kann es nicht gehen. Oder wenn, dann nur mit einem riesigen Aufwand, dann müssen irgendwelche anderen Töpfe herangezogen oder Spender gesucht werden“, analysiert Löll. Im militärischen Sektor scheine es solche Verfahren jener Kostenkontrolle nicht zu verschenken, sagt jener Koryphäe. „Nur deshalb kann man sich erklären, dass solche Sachen immer so brutal viel Geld kosten.“

Dasjenige Image jener „Gorch Fock“ hat in den vergangenen Jahr riesenhaft gelitten. In Medien ist die Referat vom „Schrottboot“ oder „Skandalschiff“. Und dies liegt nicht nur an den Wert jener Sanierung. Die Umweltorganisation WWF vermeldete vor einigen Wochen, dass die „Gorch Fock“ sehr wahrscheinlich mit illegalem Holz restauriert worden sei. Aufwärts dem Deck des Schiffs sei Holz aus illegalem Anbau in Myanmar verbaut worden.

Außerdem gab es in den vergangenen Jahren mehrere Todesfälle uff dem Segelschulschiff. 2008 war eine 18-jährige Offiziersanwärterin verbleibend Bord gegangen. Die genauen Todesumstände sind solange bis heute ungeklärt. 2010 kam eine 25-jährige Offiziersanwärterin nebst einem Sturz aus jener Takelage ums Leben. Folglich gab es viel Kritik an den Zuständen und Ausbildungsmethoden an Bord.

Hat dies Linie „Gorch Fock“ Zukunft?

Braucht es eine „Gorch Fock“ schier noch qua Segelschulschiff? Oder sollte man uff die Offiziersausbildung an Bord ganz verzichten und den Segler nur qua Prestigeobjekt einsetzen? Für jedes Detlev Löll hat dies Schiff trotz jener Skandale vergangener Jahre seine Daseinsberichtigung. „Das Ziel eines Segelschulschiffes ist es ja nicht, den Leuten Segeln beizubringen. Es geht im Wesentlichen darum, dass die Leute lernen, sich aufeinander zu verlassen. Das ist ein ganz wesentliches Schulungselement, das mit dem Ziel der Landesverteidigung nichts zu tun hat. So etwas kann man auf einem klassischen Militärschiff nicht machen. Deshalb betreiben alle größeren Marinen auf dieser Erde Segelschulschiffe.“

Eins steht verspannt: Wenn die Marine nächste Woche die „Gorch Fock“ endlich Erbrechungen bekommt, braucht es wenige Jahre ohne Skandale, um dies ramponierte Image aufzupolieren. Zumindest sind die neuesten Probleme mittlerweile aus dem Weg geschafft: Dasjenige kaputte Motorenventil wurde ausgetauscht. Die zweite Probefahrt jener „Gorch Fock“ verlief reibungslos.