Griechenlands Beschäftigte streiken – Protest gegen Arbeitsreformen


Athen (Reuters) – Zum zweiten Mal binnen einer Woche haben Beschäftigten der griechischen Privatwirtschaft am Mittwoch die Arbeit für 24 Stunden niedergelegt.

Der Protest richtet sich gegen von der neuen geplanten Arbeitsmarktreformen. Betroffen waren auch der Schiffs- und Zugverkehr sowie Bankdienstleistungen. größte Gewerkschaft Griechenlands, die GSEE, die rund 2,5 Millionen Beschäftigte vertritt, forderte die Regierung auf, ihre Pläne zurückzuziehen. Die Reformen würden nicht helfen, die Arbeitslosigkeit zu senken. In Griechenland ist die Arbeitslosenquote mit 17 Prozent die höchste der Euro-Zone. Am Mittag marschierten Tausende Menschen in Athen in Richtung Parlament, um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen.

Hauptkritikpunkt sind Ankündigungen der Regierung, die Gewerkschaften betreffend. Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis plant Änderungen im Streikrecht und für Tarifverträge sowie eine Registrierung von Gewerkschaften. Die Arbeitnehmervertreter werfen der vor, sie damit kontrollieren und schwächen zu wollen. Mitsotakis zudem einen Rentenbonus einführen und Löhne durch die Kürzung von Sozialversicherungsbeiträgen erhöhen. Zugleich will der Regierungschef mit den europäischen Gläubigern über die Modalitäten zur Rückzahlung der Schulden Griechenlands verhandeln.



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