“Großartig” und “sehr spannend”: Button und Spektakel werten DTM-Finale hinaus


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Jenson Button (links) Andy Priaulx beim DTM Moskau City Race 2013.

(Foto: imago sportfotodienst)

Die Meisterschaft ist längst entschieden, Champion René Rast freut sich auf ein Wochenende ohne Druck. Dafür lockt die DTM mit dem ehemaligen Formel-1-Weltmeister Jenson Button. Beim Saisonfinale in Hockenheim verspricht die Motorsport-Klasse Spektakel – und kräftig Werbung in eigener Sache machen.

Der ehemalige Formel-1-Weltmeister Jenson Button als Gaststarter, ein Schaulaufen des neuen Champions René Rast und drei Super-GT-Fahrzeuge aus Japan: Die Meisterschaft ist zwar bereits entschieden, dafür will die DTM beim Finalwochenende in Hockenheim immerhin mit einem vollgepackten Rahmenprogramm für Spektakel sorgen. “Ich freue mich auf die Rückkehr nach Deutschland”, sagte Button, der bis 2016 in der fuhr und mittlerweile in die japanische Super GT gewechselt ist. Dort wurde er 2018 Meister – nun führt er die Gäste-Delegation aus Fernost an, die sich in Hockenheim mit den 18 DTM-Autos misst. Ende November revanchiert sich die DTM und stattet der Super GT in Fuji einen Besuch ab. Button nannte diese Kooperation der beiden Rennserien “großartig” und “sehr spannend”.

Doch wohin diese enge Zusammenarbeit führt, ist noch unklar. DTM-Boss Gerhard Berger will seine Serie internationaler und auch außerhalb Deutschlands bekannt machen. Das spiegelt sich auch im Kalender für wider, fünf der neun Rennwochenenden finden im Ausland statt und betritt dabei neues Gebiet: Auf der Rennstrecke im Multi- Komplex “Igora Drive” nördlich von St. Petersburg findet am 29. und 30. Mai das dritte von zehn Rennwochenenden der Tourenwagenserie statt.

Rast freut sich auf Wochenende ohne Druck

Ohnehin muss es das große Ziel der DTM sein, sportlich wieder für mehr Spannung zu sorgen – und zwar unabhängig von der Auswahl der Rennstrecken. Der Ausstieg von Mercedes konnte in dieser Saison nicht kompensiert werden, im Duell mit BMW und dem Neueinsteiger Aston Martin war Audi drückend überlegen. Kaum verwunderlich, dass sich Rast bereits am vergangenen Rennwochenende auf dem Nürburgring den Titel sicherte.

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Immerhin für den neuen Meister hat diese Dominanz etwas Positives. “Ich freue mich darauf, mal ein DTM-Wochenende komplett ohne Druck zu haben”, sagte Rast unbekümmert. Aber freut das auch die Fans, die Mitbewerber und die Serienveranstalter? Die Konkurrenz von BMW gibt sich immerhin kämpferisch. “Wir wollen bis zur letzten Runde einer Meisterschaft um den Titel kämpfen. Dass wir das in dieser Saison nicht geschafft haben, ist für alle eine Enttäuschung”, sagte Motorsport-Direktor Jens Marquardt: “Zugleich ziehen wir daraus natürlich neue Motivation und großen Ansporn für die kommende Saison. Denn wir müssen und werden uns in der kommenden Saison steigern, um am Ende wieder ein Wort um den Titel mitreden zu können.”



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