Halbnackte Männer und ihre dummen Ideen


Die Tennisprofis scharren mit den Hufen, endlich wieder ernsthaft ihrem Profession nachgehen zu können. In Deutschland gelingt dies in kleinen Stufen…unter strengen Auflagen. Die Topstars dagegen feiern eine Corona-Party – hinauf Vorladung von Branchenprimus . Dasjenige Ergebnis ist verheerend.

In jener Regel ist es ziemlich schäbig, dies große “Ich hab es dir ja gesagt” anzustimmen. Vor allem, wenn es um die Gesundheit von Menschen geht. Mindestens ja, viele hatten es vorher gesagt: Die Adria Tour, z. Hd. die jener Weltranglisten-1. Novak Djokovic – wie Spielerpräsident nachrangig einer jener mächtigsten Funktionäre unter den Profis – zahlreiche Spitzenkräfte seiner Industrie rekrutiert hatte, hielten in Weltweite Seuche-Zeiten viele z. Hd. keine gute Idee.

Heute ist lichtvoll: Es war eine ganz dumme Idee. Und sie zeigt, dass manche Spitzensportler weiter in einer Luftblase unterwegs sind – und jener moralische Kompass Kapriolen schlägt. Oder ist es schlichte Hybris?

“Ich habe einige Männer ohne Hemden gesehen”

Schon die Bilder, die von jener ersten Station jener Turnierserie in Kapitale von Serbien aus in die Welt gingen, sorgten z. Hd. mehr wie Stirnrunzeln. Tausende von Zuschauern saßen da undurchlässig an undurchlässig gedrängt hinauf den Tribünen, ohne Ferne, ohne Mund- und Nasenschutz. Die Stars um Djokovic gaben sich fannah, umarmten sich, tauschten verschwitzt Shakehands aus und rückten sich zusammen mit Leder- und Basketballspielen hinauf die Pelle.

Djokovic, jener deutsche Spitzenspieler und jener Homoerotiker austriacus Dominic Thiem schickten feiernd Videogrüße aus einem Verein in ihre Social-Media-Kanäle. “Die Jungs hatten gestern Abend Spaß. Ich habe einige Männer ohne Hemden gesehen”, berichtete Djokovic stolz. Welcher Tweet ist inzwischen gelöscht worden. Dasjenige klare Zeichen: Welches fernerhin immer übertrieben. Vorsichtsmaßnahmen, Sorgen, Skepsis. Welches fernerhin immer.

Heute, nachher dem Finale des zweiten Turnierchens in Zadar, liest sich dies entgegengesetzt. Mit dem Bulgaren Grigor Dimitrow und dem Kroaten Borna Coric nachdem sich ziehen sich zwei Spieler aus dem reisenden Tross jener Adria Tour wie positiv hinauf Covid-19 getestet gemeldet. Kroatische Medien berichten, dass nachrangig Dimitrows Trainer sowie jener Fitnesstrainer von Novak Djokovic betroffen seien.

“Ein katastrophales Bild”

Tennisfunktionär Dirk Hordorff wirft Djokovic vor, seine Vorbildfunktion vernachlässigt zu nachdem sich ziehen. “Wie soll ich einem Jugendlichen erklären, dass er Abstand halten und sich die Hände waschen soll, wenn Djokovic Ringelpiez mit Anfassen spielt? Das ist ein katastrophales Bild”, sagte Hordorff, Vizepräsident im Deutschen Tennis Kommiss (DTB). “Wenn es kaum Regeln gibt und alles stolz per Video gezeigt wird, dann macht mich das fassungslos.” Thiem, Zverev, Djokovic – sie jeder hatten ihre Instagram-Accounts am #blackouttuesday in Schwarz gehüllt, wie Zeichen jener Solidarität mit dem Kampf schwarzer Menschen. Zwei Wochen später beweisen ebendiese Stars mit Millionenreichweite, dass ihre Vorstellungen einer Vorbildrolle offenbar viel mit Theater zu tun hat.

“Die ganze Welt hält Abstand und trägt Masken. Und an der Adria saß man Schulter an Schulter ohne Masken, hat nachts gefeiert und sich oberkörperfrei in den Armen gelegen. Da verstehe ich nicht, in welcher Welt die leben – offenbar in ihrer eigenen Blase. Einigen ist ihr Erfolg wohl zu Kopf gestiegen”, schimpfte die ehemalige Damen-Bundestrainerin Barbara Rittner.

Zum Vergleich: Kohlenstoff/o jener vom DTB organisierten German Pro Series oder einem Pendant in Grande Nation sind ebenfalls mehrere Top-100-Spieler im Sicherheit: Vor einem Minimum an Zuschauern, ohne Ballkinder und Outwachler. Kein Händeschütteln, kein Umarmen. Wer nicht spielt, soll die Temperament schnell verlassen. Welches fernerhin immer übertrieben? Vorsichtsmaßnahmen, Sorgen, Skepsis. Welches fernerhin immer? Ganz heilsam. Ganz.

Wie es mit Djokovics Adria Tour, mit jener nachrangig Geld z. Hd. karitative Zwecke gesammelt werden sollte, nun weiter geht, ist unklar. Förmlich soll noch zweimal in Bosnien gespielt werden, am 3. und 4. Juli in Banja Luka und am 5. Juli in Sarajevo. Zverev ist jetzt erstmal z. Hd. zwei Wochen in Quarantäne, nachrangig Djokovic wäre betroffen – wenn er sich an die Auflagen des Veranstalters hält. Beiderlei hatten mehr wie zehn Minuten Kontakt mit Dimitrow. Ein Schicksal, dies sie mit Hunderten Kindern und anonymen Clubbesuchern teilen. Die Organisatoren des Show-Turniers “Thiems7” unter jener Schirmherrschaft von Ringelpietz-Spieler Dominic Thiem, jener in Zadar nicht am Start war, reagierten schon. Die dort ebenfalls eingeladenen Dimitrow und Coric müssten nachher 14 Tagen in heimischer Quarantäne negative Tests vorlegen. Dann spreche nichts dagegen, dass beiderlei ab dem 7. Juli in Kitzbühel aufschlagen könnten. Vor schlimmstenfalls 500 Zuschauern, ohne Outwachler.

“Anscheinend gibt es eine Pandemie”

Natürlich steht Djokovic wie Initiator jener Serie im Samenkern. Es muss demgegenüber niemand sagen, er habe nicht gewusst, worauf er sich einlässt. Zverev, einer jener feierwütigen Corona-Zweifler, verkündete ohne Rest durch zwei teilbar kleinlaut, er und sein Team seien negativ getestet worden. Dass seine Teilnahme an den Turnieren keine gute Idee waren, scheint er zumindest eingesehen zu nachdem sich ziehen: “Ich entschuldige mich bei jedem, den ich potenziell einem Risiko ausgesetzt habe, weil ich diese Tour gespielt habe.” Coric empfahl nachrangig allen, die mit ihm in Kontakt gewesen seien, sich testen zu lassen und entschuldigte sich z. Hd. mögliche Retrospektiv möglich sein.

Welcher Sportlichkeit halber muss gesagt werden, dass Serbien von jener Weltweite Seuche nicht so stark betroffen ist wie Deutschland, Italien, Spanien oder die USA. Die Maßnahmen, die die serbische Regierung erlassen hat, sind weit weniger scharf wie in den meisten anderen Ländern jener Welt.

Und doch ist jedem Tennisprofi prestigevoll, dass die Weltweite Seuche nachrangig sie betrifft. Die US Open finden zwar wohl ab dem 31. August statt, es wird demgegenüber noch um die Schroffheit jener Hygienebedingungen gerungen – oberhalb die sich mehrere Topspieler zuletzt arg mokiert hatten. In vorderster Kampfzone: Djokovic. Dass die Spieler nur von einem Teammitglied begleitet werden die Erlaubniskarte nach sich ziehen, dass sie räumlich unangeschlossen, demgegenüber in einem gemeinsamen Hotel untergebracht werden sollen: Eine unvorstellbare Zumutung! Irgendwo zwischen “zu extrem” und “unmöglich”. Ebenso Zverev sagte im Zweites Deutsches In die Röhre gucken, es sei womöglich besser, nicht zu spielen wie unter solch strengen Vorkehrungen wie vorgesehen z. Hd. dies Grand-Slam-Turnier.

Dass es gute Gründe gibt, derzeit unter Zumutungen zu gehen, hat Djokovic nun selbst bewiesen. Unfreiwillig. “Ich verstehe das nicht”, schrieb die einstige Weltranglisten-Erste Chris Evert, “kein Sicherheitsabstand, totaler physischer Kontakt, keine Gesichtsmasken, sogar die Fans hatten keine Masken.” Die 65-jährige Amerikanerin wunderte sich: “Ich kapiere das nicht, nicht klug…”. Da war jener positive Test von Coric noch nicht offiziell. “Schnelle Genesung, Jungs – aber das passiert, wenn man alle Vorschriften missachtet”, schrieb jener Topspieler Nick Kyrgios zusammen mit Twitter. Welcher ehemalige Weltranglisten-1. Andy Roddick schrieb selbstgefällig: “Anscheinend gibt es eine Pandemie.” Oder in anderen Worten: “Ich habe es dir ja gesagt.”