Handballspieler imponieren: „60 Minuten den Hintern aufgerissen“


Nachher welcher enttäuschenden EM-Vorrunde mit zwei Totalabstürzen melden sich die deutschen Handballspieler gegen Weißrussland endlich im Turnier an. Jener deutliche Triumph wahrt die Halbfinal-Risiko – nebensächlich wenn DHB-Vize Hanning warnt: „So rosarot wie mein Sakko ist die Lage nicht.“

Die Sache begann schon ziemlich schwungvoll, denn welcher Tanzerei noch weder noch im Spiel war: Von kurzer Dauer vor dem Anpfiff schwang Ersatztorwart „Jogi“ Schmerzlich die Arme fünf, sechs Mal wie ein Derwisch gen Himmel, um die Zuschauer mitzunehmen. Und siehe da, die Fans in welcher Wiener Stadthalle stiegen voll darauf ein. Heimspiel zu Händen Deutschland, genau dasjenige war dasjenige Zeichen. Ein Zeichen, um die Europameisterschaft welcher Handballspieler nachdem welcher überaus enttäuschenden Vorrunde nun doch noch zu einem versöhnlichen Finale zu mitbringen. Und nachdem den weitgehend blutleeren Auftritten im norwegischen Trondheim bedeutete welcher Umzug in die Alpenrepublik tatsächlich den allseits beschworenen Wiederanfang.

Bitters zu Händen jedweder sichtbares Statement war ein unmissverständliches Zeichen, dass nun was auch immer besser werden würde. Jener Umzug tue allen gut, nun werde in voller Halle und vor viel stimmungsvollerer Kulisse was auch immer leichter von welcher Hand umziehen. Dasjenige klang zuvorderst wie dasjenige Pfeifen im Walde, doch die Team des Deutschen Handballbundes (DHB) ließ den hehren Ankündigungen in welcher österreichischen Kapitale tatsächlich Taten hören. Am Finale von 60 einseitigen Minuten hatte welcher Gewinner der Europameisterschaft von 2016 dasjenige Kräftemessen gegen vereinigen jederzeit unterlegenen Widersacher mehr denn offensichtlich mit 31:23 (18:11) gewonnen und darf sich weiterhin Hoffnungen hinaus dasjenige avisierte Klappen des Halbfinales zeugen.

Bundestrainer Christian Prokop, dessen Job unter einer erneuten Schlappe nachdem welcher verpatzen EM 2018 unumkehrbar in existenzielle Gefahr geraten wäre, reagierte nachdem Spielschluss visuell erleichtert: „Das war über 60 Minuten sowohl in der Abwehr, als auch im Angriff eine hundertprozentige Steigerung. Genauso müssen wir spielen, wenn wir in diesem Turnier etwas erreichen wollen.“

Wie ausgewechselt

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Erleichtert und erlöst: DHB-Trainer Christian Prokop.

(Foto: imago images/Vertretung 54 Rang)

Mit dieser Einschätzung hatte er hundertprozentig Recht: Dasjenige deutsche Team wirkte tatsächlich wie ausgewechselt. Es fing an mit Torhüter Andreas Wolff, welcher gleich den ersten Wurf hinaus seinen Tor entschärfte. Dasjenige war weit mehr denn eine handelsübliche Truppenschau. Es war eine Rettung, nachdem einer welcher besten Keeper welcher Welt in den Vorrundenpartien gegen die Spanier und die Letten 21 gegnerische Versuche in Folge hinter sich ins Netzwerk rauschen sah. Eine unfassbar schlechte Bilanzaufstellung, die welcher betont selbstbewusste Keeper wahrscheinlich seit dieser Zeit welcher E-Wilde Jahre unter welcher SG Ollheim/Strassfeld nicht mehr hinnehmen musste.

Wolff kam entgegen, dass in welcher Verteidigung welcher so wichtige Mittelblock viel kompakter stand denn in den Partien zuvor. Dasjenige Paradestück welcher deutschen Defensive mit Patrick Wiencek und Hendrik Pekeler agierte endlich wieder so sicher, wie man dasjenige von ihr gewohnt ist. Wenn welcher beim THW Kiel beschäftigte Abräumdienst die gegnerischen Angreifer zur Seite rammte, jubelte die deutsche Bankhaus intensiver denn unter eigenen Torerfolgen.

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Und spätestens denn Pekeler, welcher im Prinzip nur vor dem eigenen Treffer aufräumen soll, in welcher ersten Hälfte noch zwei Tempogegenstöße verwandelte, war allen lukulent: An diesem Abend könnte die Wende Besseren glücken. Und sie glückte.

Endlich kein Totalabsturz

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DHB-Vizepräsident Bob Hanning trug dasjenige passende Jackett zu seiner Spielanalyse.

(Foto: dpa)

Was auch immer gut unter den deutschen Handballern? So vorschnell sollte niemand urteilen. Okay, nachdem dem Totalabsturz aller Systeme im Spiel gegen die Spanier und in welcher letzten Viertelstunde gegen die Letten war gegen Weißrussland ein klarer Konjunkturanstieg erkennbar. Doch damit ist noch nachhaltig nicht was auch immer gut. Er habe nebensächlich in welcher ziemlich dürftigen Vorrunde „nicht alles schwarzgesehen“, betonte DHB-Vizepräsident Bob Hanning nachdem dem Spiel in welcher Mixed-Zone, um gleich darauf mit seinem erneut schrillen Outfit zu kokettieren: „Aber so rosarot wie mein Sakko ist die Lage nun auch wieder nicht.“

Mindestens, die deutschen Handballspieler zu tun sein ihr Ziel, unter welcher EM dasjenige Vorschlussrunde zu klappen, nicht frühzeitig begraben. Die Leistung gegen Weißrussland gibt in vielerlei Hinsicht Mut. Zum Exempel, dass Prokop nicht nur allen 14 Feldspielern Spielpraxis verschaffte, sondern nebensächlich, dass sich jedweder Akteure in die Torschützenliste eintragen durften. So irgendetwas gibt es nicht jedweder Tage, und doch mochte welcher Bundestrainer dasjenige nicht überbewerten.

„Mir hat imponiert, dass die Mannschaft sich 60 Minuten lang den Hintern aufgerissen hat“, lobte er: „Ich kann viel vorgeben und fordern. Die Jungs müssen selber wissen, was sie für eine EM-Geschichte schreiben können. So viele Möglichkeiten gibt es in der Karriere nicht. Heute haben sie gezeigt, dass sie richtig Gas geben und diese Chance nutzen wollen.“

Dennoch, gab Prokop nebensächlich zu Protokoll: Entscheidend sei letztlich, wie sich dasjenige Verbands… bewähre, wenn sich die Kräfteverhältnisse nicht so unzweideutig darstellen wie gegen die Weißrussen, sondern dasjenige Spiel hinaus Messers Schneide stehe. Wenn schon Jungstar Timo Kastening, gegen Weißrussland mit sechs Toren bester deutscher Werfer, mahnte: „Ich glaube, wir müssen in allen Bereichen noch eine Schippe drauflegen.“ Die Probe aufs Exempel wird zu Händen die deutschen Handballspieler nicht nachhaltig hinaus sich warten lassen. Nächster Gegner ist am sechster Tag der Woche (20.30 Uhr/Zweites Deutsches Fernsehen und im ntv.de-Liveticker) dasjenige noch ungeschlagene Weltklasseteam aus Kroatien.

Wer noch einmal detailliert Vorlesung halten möchte, wie dasjenige erste Hauptrundenspiel welcher EM zu Händen die deutschen Handballspieler gegen Weißrussland verlief, dem sei welcher Liveticker des Kollegen Till Erdenberger ans Pumpe gelegt.



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