Hannes Jaenicke gut Mensch und Unglück


Sind wir tatsächlich im Zeitalter des Anthropozän angekommen, in dem die Spezies Mensch die Mutterboden beherrscht und verändert? “Anthropozän – Die Epoche des Menschen” heißt jener Dokumentarfilm, den Hannes Jaenicke vertont hat. Ein Lichtspiel, jener in Schulen gezeigt werden sollte und allen anderen, die noch immer an die Notwendigkeit von Öl und Elfenbein Vertrauen schenken. Die Filmemacher Jennifer Baichwal, Nicholas de Pencier und Edward Burtynsky sind gut drei Jahre um den Globus gereist, um mit modernster Kameratechnik die Beweise zu diesem Zweck zu zusammenschließen und spürbar zu zeugen, wie sehr jener Mensch den ganzen Planeten dominiert. Herausgekommen ist die bildgewaltige Inventur des Zustands unseres Planeten, die uns sowohl die Schönheit qua gleichwohl all den menschengemachten Schrecken zeigt, jener gen unserer einmaligen Mutterboden herrscht. Welcher Lichtspiel steht in seiner Machart an jener Straßenkreuzung von Kunst und Wissenschaft – mit provokanten und unvergesslichen Bildern. Im Interview mit ntv.de sagt Hannes Jaenicke mindestens, dass er die Hoffnung noch nicht ganz aufgegeben hat.

ntv.de: Unglaublich beeindruckende Bilder …

Hannes Jaenicke: Und wenig Text (lacht). meine Wenigkeit hatte nicht viel zu tun, im Unterschied dazu dasjenige ist in dem Sachverhalt gut so, denn welche Bilder sprechen für jedes sich. Dasjenige ist ein Lichtspiel, den man am günstigsten gen jener großen Reifengewebe sieht. meine Wenigkeit vertone ja öfters mal Dokus, und ich muss sagen, es ist großartig, wie spartanisch in diesem Lichtspiel mit Sprache umgegangen wird.

Dasjenige ist gleichwohl mutig …

Der Schauspieler Hannes Jaenicke ist beim Münchner Filmfest zu sehen. Foto: Tobias Hase/Archiv

Hannes Jaenicke ruft dazu gen, endlich an den Erhalt Mutterboden, so wie wir sie Kontakt haben, zu denken.

(Foto: Tobias Hase/dpa)

Ja, im Unterschied dazu man wird nun einmal nicht unkonzentriert mit irgendwelchem Un…Gelaber, sondern kann sich vollkommen gen die Bilder unterordnen. meine Wenigkeit freue mich gut jeden Lichtspiel, jener uns nicht dauernd mit Erklärbär-Texten zuballert. Die Bilder-Wucht in diesem Lichtspiel ist jedenfalls gewaltig.

Wir sind am Beginn einer neuen Epoche, nämlich jener des Anthropozäns. Dasjenige heißt, es ist dasjenige Zeitalter, in dem jener Mensch zu einem jener wichtigsten Einflussfaktoren gen die biologischen, geologischen und atmosphärischen Prozesse gen jener Mutterboden geworden ist.

Bislang hat die Mutterboden sich gut Milliarden von Jahren evolutionär von selbst weiter entwickelt, und jetzt intrinsisch kürzester Zeit übernimmt dasjenige jener Mensch, jener die Evolution quasi vollkommen in die Hand genommen hat. Es gibt dementsprechend eine naturbedingte Evolution und eine von Menschen gemachte. meine Wenigkeit glaube, dass es vielen Leuten keiner so lukulent ist, dass wir diesen Planeten ohne Rest durch zwei teilbar in einer Sorte und Weise verdrehen, die die Gesamtheit total unvorhersagbar macht.

Welcher Lichtspiel ist wie eine Inventarisierung – wir sehen die Gesamtheit, welches schiefläuft, von Raubbau an jener Natur wie in Garzweiler solange bis hin zu Raubbau an Tieren, wie in Alte Welt, wo wir Zeuge jener Verbrennung von gewildertem Elfenbein werden. Welches zeugen wir gegen weiteren Raubbau?

Am wichtigsten wäre es, den sogenannten Flächenfraß zu stoppen. Nehmen wir naheliegender Weise mal dasjenige Vorbild Deutschland, ein Staat, dasjenige extrem realistisch, weltmännisch, modern und wohlhabend ist. Deutschland vernichtet pro Sekunde 10 Quadratmeter Grünfläche. Dasjenige macht pro Tag 84 Fußballfelder. Wie lange Zeit wollen wir dasjenige noch eingeben? Solange bis jener letzte Quadratmeter gleichwohl noch versiegelt ist, damit Gewerbeparks gebaut werden können und Andreas Stadel gen neuen Straßen seine schwachsinnige Verkehrspolitik betreiben kann?

Wir nötig haben dementsprechend …

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Verbrennung von Elfenbein – dasjenige Massakrieren jener Elefanten in Alte Welt muss endlich aufhören.

(Foto: picture alliance/dpa)

… vordringlich große Marineschutzgebiete, wir nötig haben viel mehr Nationalparks und Naturschutzgebiete, um die Natur, wo es sie noch gibt, besser zu schützen. Corona war die Revanche für jedes dasjenige zu penetrante Vordringen in die Natur. Vielleicht sollte man mal darüber nachdenken, dass Corona den Tieren nichts ausmacht. Es wurde nachgewiesen, dass Hunde, Katzen oder Fledermäuse mit dem Virus ereilen sind, im Unterschied dazu sie werden nicht leiden. Und jetzt schlägt die Natur zurück. Dasjenige hat sie vorher schon mit Sars, mit Schweinepest oder BSE – und da dasjenige nicht gereicht hat, zeigt sie uns jetzt mit Corona die rote Landkarte. Vielleicht hilft dieser Warnschuss. Es muss mühelos aufhören, dass wir die gesamte Mutterboden qua Plünderungsstätte wahrnehmen.

Finden Sie wirklich, dass Corona irgendwas bewirkt oder verändert hat?

Nicht genug, dasjenige stimmt schon, wahrscheinlich nach sich ziehen wir den Schuss noch immer nicht gehört. Dasjenige sieht man ausschließlich daran, wie die Deutschen mit Kultur umgehen. Nach sich ziehen wir die Kultur unterstützt? Kaum. Französische Republik hat dasjenige verschiedenartig gemacht, da zählt Kultur wohl mehr. Womit ich nicht weiß, ob die Volksvertreter Kulturbanausen sind oder ob wir qua Volk mühelos desinteressiert sind. Im Kontext uns geht es nicht so sehr um Kino, Konzerte oder Theater, hier ist die oberste Priorität, ob wir schnell wieder shoppen möglich sein können. Möglichst schnell ein neues Karre kaufen, möglichst schnell ins nächste Flugzeug steigen oder ins Fußballstadion möglich sein können. Eine andere Sache ist muss man sagen, die Luft ist noch immer ganz gut, außer jener Pille-Nationalmannschaft fliegt ja kaum Leckermäulchen (lacht).

Nach sich ziehen wir denn irgendwas gelernt?

Na ja, wir sollten gelernt nach sich ziehen, dass es nicht viel gibt, welches wir wirklich vordringlich nötig haben. Welches man braucht, sind Lebensmittel. Und ein paar Textilware. Und die Frage stellt sich: Lebt unser ganzes Wirtschaftssystem davon, dass wir ständig Gimmick kaufen, die wir tatsächlich keiner nötig haben. Dasjenige sollte uns zu denken schenken. Nunmehr vielleicht setzt ja noch ein Denkprozess ein, noch ist die Schlimmer Zustand ja nicht vorbei.

Welcher Lichtspiel schafft es, dass man Gänsehaut bekommt, wenn ein Bagger in Carrara, Italien, riesige Feldstein aus dem Marmor herausstemmt – ein Gefühl, qua ob einem selbst irgendwas weggerissen wird.

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Marmorabbau in Carrara – wie lange Zeit kann dasjenige noch so weitergehen?

(Foto: dpa)

Welcher Marmor hat Mio. Jahre gebraucht, um zu entstehen. Und jetzt verschwindet er intrinsisch kürzester Zeit. Es gibt in Neuseeland ein Regel, dasjenige besagt, man darf gewisse Gimmick nur noch verarbeiten, wenn sie vorher schon mal verarbeitet wurden. Manche Baumarten zum Vorbild. Man braucht nicht ständig neues Werkstoff, man könnte langweilige Geschichte Eisenbahnbohlen benutzen. Wir sollten endlich einleiten, dasjenige, welches wir schon mal gebraucht nach sich ziehen, konsequent wieder zu verwenden. Damit wäre dem Planeten sehr geholfen. Kreislaufwirtschaft ist ein Themenkreis, dasjenige bisher völlig unterschätzt wird.

Nach sich ziehen wir es versäumt, uns um die Mutterboden zu kümmern, wie man sich tatsächlich um eine gute Freundin kümmern sollte?

Ganz lukulent, ja. meine Wenigkeit setze gen die neue, junge Generation. Die nach sich ziehen längst mehr kapiert qua wir, nehmen Sie zum Vorbild die “Fridays For Future”-Fortbewegung.

Wir sind an jener Grenze zur Grenze angekommen, heißt es im Lichtspiel – wie nahe sind wir denn an jener Grenze?

Kommt drauf an, wie man die Grenze definiert. Welcher Planet wird sich so oder so weiter kreisen. Übrigens gleichwohl ohne uns. Die Frage ist, ob wir rechtzeitig und voluntaristisch umsteuern, oder warten, solange bis wir dazu gezwungen werden. meine Wenigkeit habe dasjenige Gefühl, dass jener Leidensdruck noch nicht weit genug ist. Die Politik und große Teile jener Wirtschaft nach sich ziehen nichts verstanden, es werden weiter Dieselautos gebaut, wir vermüllen die Mutterboden mit Plastik und anderen Giften, es wird weitergeflogen, jener Planet wird weiter ausgeplündert. Es geht nachdem jener Covid-19-Schlimmer Zustand nur um die Restaurierung eines Wirtschaftssystems, von dem wir wissen, dass es nicht funktioniert. An ewiges Wuchs kann doch kein vernünftiger Mensch wirklich Vertrauen schenken!

Wo entdecken Sie Fortschritte, wer hat irgendwas verstanden?

meine Wenigkeit drehe demnächst eine Dokumentarfilm in Kostarika, dasjenige wird dasjenige erste Staat jener Welt, dasjenige Kohlenstoffdioxid-neutral ist. Interessanterweise ein Schwellenland. Kostarika hat 1949 seine Streitkräfte völlig fertig, weil man jener Meinung war, dieses Geld könne man besser in Gründung, Soziales und Umwelt stecken. Die Schweiz wird wahrscheinlich hören. Es wird Menschen und Länder schenken, die die Gesamtheit tun, um den totalen Kollaps vielleicht noch zu verhindern. Und es wird die schenken, die so lange Zeit warten und mühelos weitermachen wie gehabt, solange bis es tatsächlich zu tardiv ist.

Welche Hoffnungen haben Sie – können die Wahlen in den USA oder gleichwohl nächstes Jahr in Deutschland irgendetwas herstellen?

Gut wäre es, wenn wir gen Bundesebene eine grün-schwarze Koalition kriegen. Es gibt sowohl in jener Christlich Demokratische Union qua gleichwohl in jener CSU Personen, die dasjenige Umweltthema mittlerweile gen dem Schirm nach sich ziehen. Zu Gunsten von die USA bin ich skeptisch. Im Kontext den letzten Wahlen hätte ich gewettet, dass Trump nicht gewählt wird. meine Wenigkeit hab’ keine Können, welches am 3. November vorbeigehen wird. Neue Welt ist dasjenige Musterbeispiel eines Landes, dasjenige nicht in Gründung investiert hat. Wir zeugen dasjenige übrigens nicht viel besser. Dasjenige sieht man daran, dass wir jetzt den dritten Karre-Glanzlicht veranstalten, im Unterschied dazu keinen Bildungsgipfel. Oder Kinder- oder Pflegegipfel. Nunmehr hoffnungslos bin ich nicht.

Welchen Rat haben Sie für jedes den Einzelnen?

Die schärfste Waffe, die wir nach sich ziehen, ist jener Geldbeutel. Wir könnten den Markt komplett vor uns hertreiben, wenn wir vor Indienststellung des Geldbeutels dasjenige Gehirn einschalten würden. Dasjenige meistverkaufte Karre in Deutschland ist jener SUV – würden wir aufhören, die zu kaufen, würde man gleichwohl aufhören, die zu konstruieren. Wenn du vor einem Spind stehst, dann kannst du dich entscheiden, ob du konventionellen Käffchen kaufst oder ein Ritterlich-Trade- und Bio-Produkt. Im Kontext Klamotten ist es genauso, gleichwohl da kann man ritterlich einkaufen. Oder nun einmal nicht, weil die Textilware unter katastrophalen sozialen und Umweltbedingungen produziert wurden.

E ist ja dasjenige neue Öl – im Unterschied dazu dasjenige gefällt vielen gleichwohl nicht, weil gleichwohl dasjenige nicht umweltschonend genug ist.

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Ja, dasjenige höre ich ständig, dass dasjenige E-Karre mit seiner Lithium-Batterie schädlich ist. Gegenfrage: Wie viele Öl- und Tanker-Katastrophen hatten wir in den letzten Jahrzehnten? Wie viele Kriege wurden wegen Öl geführt, wie viele Todesopfer nach sich ziehen welche Kriege gefordert? In Kuweit, im Irak, Persien, Sudan, Jemen? Unser Durst nachdem Öl hat unendliches Unglück produziert. Und dann soll ich mir vernehmen, dass meine Lithium-Batterie eine Umweltkatastrophe ist? meine Wenigkeit höre qua Vegetarier gleichwohl durchgängig, wie viel Wasser Mandeln oder Avocados zum Wachsen nötig haben. Merkwürdigerweise fragt keiner folglich, wie viel Wasser für jedes ein Rinderhüftsteak gebraucht hat, solange bis es gen dem Teller liegt. Darum Bittgesuch – die Lobby jener Verbrennungsmotoren soll mal den Mund halten. Tesla-Batterien werden längst recycelt. Öl und Kohle sind mühelos immer noch zu kosteneffektiv. Welches ist mit Feinstaub, Luftverpestung, Kohlenstoffdioxid-Freisetzung, Psyeudokrupp nebst Kindern – es gibt keine Wahlmöglichkeit zu emissionsfreiem Verkehren.

Wir nötig haben dementsprechend eine Energiewende?

Natürlich. Wir nach sich ziehen ja kein Wissens- oder Informationsdefizit, sondern ein Umsetzungsdefizit. Und daran sollen wir funktionieren.

Mit Hannes Jaenicke sprach Sabine Oelmann

Welcher Lichtspiel startet am 10. September in den Kinos