Historiker: Viele Rechte in USA erwarten Bürgerkrieg


Tiefdruckgebiet sitzt jener Schock oben den gen dasjenige Kapitol mit fünf Todesopfern. Doch wie können die verhindern, dass die Wucht weiter um sich greift? Dieser Schlüssel liegt unter Donald Trump, sagt jener USA-Guru Simon Wendt von jener Universität Frankfurt/Oder am Main im Gespräch mit ntv.de.

ntv.de: Die wollen womöglich schon morgiger Tag ein zweites Verfahren zur Amtsenthebung gegen den scheidenden Präsidenten Donald Trump einleiten. Um ein Zeichen zu setzen, so heißt es. Eine gute Wettkampf?

Simon Wendt: Es ist verständlicherweise, dass die Demokraten sagen, man könne dem Präsidenten nicht was auch immer passieren lassen. Welches für jedes ein Symbol wird gesendet, wenn jener Staatschef jener USA schalten und walten kann, wie er möchte, und sich oben Normen und Gesetze hinwegsetzt? Trotz habe ich Zweifel, dass ein Impeachment-Verfahren eine kluge Wettkampf ist. Zum zusammensetzen, weil es nicht triumphierend sein wird. Die Zweidrittelmehrheit, die man dazu braucht, ist im Senat nicht da. Zum anderen wird die Polarisierung in den USA indem nur noch weiter vorangetrieben. Selbst dasjenige erste Impeachment-Verfahren wurde von den Trump-Anhängern in erster Linie denn Schikane verstanden. Und zweitrangig wenn jetzt wenige Republikaner die Erstürmung des Kapitols verurteilen, würden sie sich unter einem Impeachment wahrscheinlich doch darin bestätigt wahrnehmen, dass es nur drum geht, den Präsidenten zu schikanieren. Von dort glaube ich, dass es nicht unbedingt klug wäre.

Dasjenige klingt so, denn wäre es inzwischen beinahe egal, welches man tut. Die Trump-Sympathisant würden darin immer ihre Verschwörungstheorien bestätigt sehen.

Simon Wendt, Experte für amerikanische Geschichte

Simon Wendt ist Guru für jedes amerikanische Vergangenheit.

(Foto: privat )

Die Gesamtheit wird in dieses QAnon-Verschwörungsraster gedrückt. Sie zu tun sein sehen, wie weit dasjenige mittlerweile geht: Die Senatoren Lindsey Graham und Mitt Romney, die am vergangenen Mittwoch für jedes den Wahlsieg Bidens gestimmt nach sich ziehen, welches ja tatsächlich nur eine Zeremonie war, ohne Mächtigkeit, den Triumph zu verhindern, wurden später am Flughafen gen dem Weg zurück in ihre Heimatstaaten von Trump-Anhängern verbal angegriffen. Graham, einer jener lautesten Unterstützer Trumps in den vergangenen vier Jahren, sagt inzwischen, es gab keinen Wahlbetrug, Biden ist jener Gewinner. Die Trump-Sympathisant beschimpfen ihn nun denn Verräter, sowie den Vizepräsidenten Mike Pence. Wer sich einmal gegen Trump stellt, ist unter freiem Himmel und wird Teil jener Verschwörungstheorie. Und da kommt man dann zweitrangig erstmal nicht mehr raus.

Welches bedeutet dasjenige für jedes die Zukunft jener Republikaner?

Die republikanische Senatorin Lisa Murkowski aus Alaska hat ihren Austritt angekündigt, wenn die politische Kraft Trump weiter folgt. Doch zweitrangig wenn es sich im Sekunde von einigen verschiedenartig anhört: Trump wird weiterhin eine sehr wichtige Rolle in jener republikanischen politische Kraft spielen, damit muss man rechnen. In sehr konservativen Bundesstaaten wie Missouri oder Texas werden die Verschwörungstheorien zur Grund für jedes politische Kandidaturen werden. Inwieweit dasjenige zusammensetzen Ritze jener politische Kraft nachher sich zieht, werden die kommenden Monate zeigen.

Könnte es gen eine Spaltung jener Republikaner hinauslaufen?

Dasjenige Zweiparteiensystem aus Republikanern und Demokraten wird Dasein bleiben, da kommt man nicht drum herum. Drum ist eine Aufhebung einer Verbindung des Trump-Flügels nicht wahrscheinlich. Eigentlich könnte irgendwas Ähnliches wie die Tea-Party-Fortbewegung entstehen, die ab 2009 sehr viel Kraft hatte, obwohl es keine politische Kraft war. Solch eine Fortbewegung würde dazu münden, dass zweitrangig in Zukunft eine größere Zahl von sehr rechtsgerichteten Politikerinnen und Politikern in den Senat und dasjenige Repräsentantenhaus einzieht, nur unter dem Kuppel jener republikanischen politische Kraft.

Wie können die gemäßigten Republikaner verhindern, dass die Trumpisten zu viel Kraft bekommen?

Dasjenige wird schwierig. Pro die republikanischen Politikerinnen und Volksvertreter stellt sich die Frage: Welches Vertrauen schenken ihre Wählerinnen und Wähler? Die Tatsache, dass Volksvertreter wie jener Trump-Kritiker Mitt Romney in seinem Bundesstaat Utah denn Verräter bezeichnet werden, deutet daraufhin, dass in sehr konservativen Regionen die Moderaten, die sich von Trump lossagen, in den Vorwahlen abgewählt werden. Sie werden von extremeren Parteikollegen geschlagen, die am Finale statt ihrer nominiert werden und dann zweitrangig ins Parlament einziehen. In den letzten Jahren hat man dasjenige zum Teil schon erlebt. Solche, die Trump nicht extrem genug waren, hat er nicht mehr unterstützt und die nach sich ziehen dann zweitrangig verloren. Selbst fürchte, Fälle dieser Genre werden wir in den kommenden Jahren zig-mal sehen.

Dieser gewählte Staatschef Joe Biden sagt, dasjenige, welches wir ohne Rest durch teilbar sehen, sei nicht Vereinigte Staaten von Amerika. Viele Ami sehnen sich nachher jener früheren Einigkeit und demokratischer Kultur. Nunmehr hat es die wirklich jemals gegeben?

Vor allem weiße Ami, so ist mein Eindruck, meinen da die Zeit vor jener Bürgerrechtsbewegung. Genug damit ihrer Sicht war einst was auch immer in Regelmäßigkeit. Weil es nur Weiße waren, die miteinander gesprochen nach sich ziehen, mussten sie sich nicht mit Belangen von Afroamerikanern oder mit Immigration auseinandersetzen, sondern es ging um nationale Sicherheit und Wirtschaftspolitik. Die Themen, die wir hingegen heute nach sich ziehen – Immigration, für jedes kesser Vater, Armutsbekämpfung, Rassismus – die kamen aufgebraucht erst nachher den Erfolgen jener Bürgerrechtsbewegung gen, deshalb in den 1970er-Jahren. Und die extreme Polarisierung, die wir heute sehen, ist aus dem Erfolgdieser sozialen Bewegungen entstanden. Wenn deshalb eine Sehnsucht nachher dem alten Konsens aufkommt, dann ist dasjenige in gewisser Weise eine Wunschvorstellung. Dieser Konsens war nur möglich, weil große Teile jener Nation reibungslos Ding der Unmöglichkeit waren von dem politischen Prozess und ihre Belange keine Rolle spielten.

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Dasjenige ist heute nicht mehr so.

Weil viel mehr politische Gruppen heute sagen, dass sie an diesem Prozess teilnehmen wollen. Je heterogener jener Prozess wurde, umso schwieriger wurde die und umso problematischer wurde es, sich gen Kompromisse zu einigen. So gesehen wird nachher meiner Einschätzung die Polarisierung immer stärker werden. Es sind wirklich nicht wenige Ami, die Vertrauen schenken, Trump versuche, eine weltweite Verschwörung von Pädophilen und Satanisten zurückzuschlagen. Die Wirklichkeit lehnen sie ab. Kompromisse zu finden mit solchen Leuten ist kaum möglich. Biden hat die Wahl gewonnen, nur es war sehr kurz, viel knapper, denn aufgebraucht gedacht nach sich ziehen. Und es zeigt: Vereinigte Staaten von Amerika ist in jener Mittelpunkt geteilt und je nachdem, wie die Reservoir ihre Sympathisant mobilisieren können, schlägt dasjenige Pendel mal in die eine oder mal in die andere Richtung aus. In zwei Jahren, unter den Midterms, werden viele Abstimmungen, die jetzt von Demokraten gewonnen wurden, womöglich wieder an die Republikaner in Betracht kommen.

Am Mittwoch nach sich ziehen es die Randalierer geschafft, Büros von Politikern zu kapern, sie nach sich ziehen in die Ecken des Capitols uriniert, den Ort jener Volksvertretung entwürdigt. Welches für jedes zusammensetzen Auftriebskraft gibt dasjenige den extremen Rechten in den USA?

Dieser Sturm gen dasjenige Kapitol war zwar kein Putschversuch im eigentlichen Sinn und war nicht sehr gut weise. Nunmehr es gibt Hinweise darauf, dass geplant war, Waffen und Bomben zu nutzen und Geiseln zu nehmen. Drum muss man die Vorkommnisse denn Versuch verstehen, den demokratischen Prozess auszuhebeln. Unabhängig von jener Frage, ob dasjenige letztlich triumphierend war, wird erwartet, dass die extreme Rechte davon zusammensetzen unglaublichen Schub bekommen wird. Wahrscheinlich ist, dass Trump von Twitter zu Parler abwandert, jener Kommunikationsplattform, die von Rechten schon seit dieser Zeit Langem genutzt wird, wodurch mittlerweile zweitrangig die Zukunft von Parler in Gefahr ist. So oder so wird Trump noch mehr zu einem jener ihren, nicht er in ihren präferierten Kommunikationsplattformen mit ihnen kommuniziert.

Die Rechtsextremen werden sich von Trump bestätigt wahrnehmen?

Die Proud Boys, sie rechtsextreme und gewaltbereite Pro-Trump-Gruppierung, hat sich schon während des Wahlkampfs in ihrem Weg bestätigt gefühlt. In Portland sind Trump-Sympathisant denn Karavane durch die Viertel gefahren und es kam zu Schusswechseln. Eine Miliz in Michigan plante, die dortige Gouverneurin zu kidnappen; die Pläne wurden vorher aufgedeckt, nur so gesehen kam es nicht dazu. Vor den Wahllokalen, wo die Menschen ihre Stimmen hergeben konnten, standen teilweise bewaffnete Trump-Sympathisant, und es hat mich positiv überrascht, dass es nicht zu noch mehr Konflikten gekommen ist. Von jener Erstürmung des Kapitols und jener Niederlage Trumps könnte nun ein starker Schub für jedes Gewalttäter zur Neige gehen, die noch stärker in ihr Paralleluniversum abwandern.

Dasjenige klingt gefährlich.

Eine weitere mögliche Variante wäre, dass sich viele Trump-Sympathisant nachher Finale seiner Amtszeit zurückziehen, ihre Notfallausrüstung und die Waffen bereitlegen und scheffeln, um fertig zu sein für jedes den möglichen Bürgerkrieg, jener in jener Wahrnehmung vieler Rechter kommen wird. Ebendiese Volk würden sich nur nicht weiter rege politisch beteiligen. Letztlich muss man sagen: Vieles wird von Trump loslösen. Seine Referat am Mittwoch, vorweg die Volk dasjenige Kapitol gestürmt nach sich ziehen, war letztlich jener Funktionsaufruf dazu, dasjenige zu tun. Wir sehen hier zusammensetzen Personenkult, den man sonst tendenziell in Drittweltländern oder Diktaturen sieht. Umgekehrt ist extrem wichtig, welches jener Pilot sagt. Und dann gibt es noch den Sachverhalt, dass Sympathisant Vertrauen schenken zu wissen, welches jener Pilot , und ihm entgegenwirken.

Nicht sehr wahrscheinlich, dass Trump sich solcher Verantwortung gewahr ist, oder?

Wenn er seine provokativen Verschwörungstheorien weiter gen die Genre kommuniziert, wie er es getan hat, dann sind weitere Gewalttaten wahrscheinlich. Nimmt er sich zurück, dann hätte zweitrangig dasjenige Kraft, nur denn Narzisst wird ihn die Niederlage solange bis ans Finale seines Lebens verfolgen und er wird niemals sagen, dass er die Wahl verloren hat. In jedem Sachverhalt – jener Schlüssel zur Frage jener Wucht wird Trump sein.

Mit Simon Wendt sprach Frauke Niemeyer