Institute erwarten maues Wachstum in Euro-Zone – Bremsfaktor Industrie


Euro coins are displayed in a shop in Brussels, Belgium November 14, 2017. REUTERS/Eric Vidal

Berlin (Reuters) – Die Euro-Zone wird nach Prognose führender Forschungsinstitute bis Anfang 2020 nur schwach wachsen.

Demnach betrug das Wirtschaftswachstum im gerade beendeten dritten Quartal lediglich 0,2 Prozent und werde in den beiden Folgequartalen jeweils 0,3 Prozent nur einen Tick schneller zulegen, sagten das Münchner Ifo-Institut, das Züricher KOF und Istat aus am Dienstag voraus.

“Die größten Risiken für die Prognose sind die weltpolitischen Turbulenzen: die Handelskriege, drohende Brexit und die militärischen Angriffe auf die Ölversorgung”, sagte Ifo-Ökonom Christian Grimme. “Die möglichen negativen Konsequenzen für den Welthandel könnten vor allem das Wachstum der Exportnation beeinträchtigen. Das wiederum würde sich dann auch auf den Rest des Euroraums auswirken.”

Ein Bremsfaktor sei die Industrieproduktion, sagte Grimme. Diese sei von Juli bis September um 0,6 Prozent geschrumpft, dürfte in den beiden folgenden Vierteljahren 0,2 und 0,3 Prozent jeweils leicht zulegen. Die Inflationsrate werde vorerst deutlich unter dem Wert von knapp zwei Prozent verharren, den die Europäische Zentralbank anstrebt.



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