Institute sagen Deutschland weniger Wirtschaftswachstum voraus


Berlin (Reuters) – Die führenden Forschungsinstitute blicken skeptischer auf die deutsche Wirtschaft.

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) werde in diesem Jahr nur um 0,5 Prozent und um 1,1 Prozent zulegen, teilten die Institute am Mittwoch in ihrem Herbstgutachten mit. Sie bestätigten damit einen Bericht Nachrichtenagentur Reuters vom Montag. Im Frühjahr waren die Institute noch von einem von 0,8 und 1,8 Prozent ausgegangen. “Die Industrie befindet sich in der Rezession, ihre Produktion ist seit gut eineinhalb Jahren rückläufig, was maßgeblich für die konjunkturelle Schwäche ist”, heißt es nun in dem Gutachten. Diese Flaute strahle allmählich auch auf unternehmensnahe Dienstleister aus.

Nach dem Schrumpfen der Wirtschaft im Frühjahr dürfte das BIP auch im abgelaufenen dritten Quartal gesunken sein, erklärten die Ökonomen. Sie betonten aber: “Eine Konjunkturkrise mit einer ausgeprägten Unterauslastung der deutschen Wirtschaft ist trotz rückläufiger Wirtschaftsleistung im Sommerhalbjahr 2019 nicht zu erwarten.” Allerdings hätten die der USA mit China und der sowie die Unklarheit über die zukünftigen Wirtschaftsbeziehungen zwischen und der EU die Unsicherheit erhöht: “Mit negativen Folgen für die Investitionen weltweit”, fügten die Forscher hinzu.

Die sogenannte Gemeinschaftsdiagnose dient der als Basis für ihre eigenen Projektionen, die wiederum die Grundlage für die Steuerschätzung bilden. Erarbeitet wird das Gutachten vom RWI in Essen, vom DIW in Berlin, vom Ifo-Institut in München, vom IfW in Kiel und vom IWH in Halle.



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