Israels tickende Corona-Sprengsatz



Ultraorthodoxe im Lockdown

Israels tickende Corona-Sprengsatz

Viele Israelis sind wütend, weil Strenggläubige wiederholt gegen Corona-Schalten verstoßen. Forderungen werden laut, sich nicht mehr von einer radikalen Minderzahl erpressen zu lassen.

Mit mehr wie fünf Mio. geimpften Bürgern ist Impfweltmeister. Wenngleich befindet sich jener Judenstaat mitten unter einer tiefgreifenden Notlage, droht, sein soziales Gitter auseinanderzureißen und sein politisches System in Krawall zu versetzen. Denn trotz des erfolgreichen Impfmarathons musste Israel verdongeln dritten Lockdown vollstrecken, da Spitzenwerte zwischen den Corona-Neuansteckungen dies Gesundheitswesen an seine Säumen erwirtschaften.

Rund 40 v. H. jener Neuinfektionen zurechenbar sein Ultraorthodoxe. Dies liegt im gleichen Sinne daran, dass ein Teil jener “Haredim”, jener Gottesfürchtigen, die konsequent missachtet. Erst am vergangenen Sonntag pilgerte ein Trauern mit Zehntausenden zur Beisetzung zweier berühmter Rabbiner nachdem Jerusalem.

“Dieses Ereignis hat die Virusbeschränkungen der Regierung in eine Farce verwandelt”, schimpft die linke Aktivistin Nicht Gottlieb. “Die Sicherheitsverordnungen werden wiederholt mit den Füßen getreten.” Ihre Schar “Crime Minister” demonstriert regelmäßig gegen Premierminister Benjamin Netanjahu neben dessen Jerusalemer Residenz. “Es wird hier mit zweierlei Maß gemessen, denn während die Polizei bei unseren Demonstrationen Studierende verhaftet, griff sie bei der Beerdigung nicht ein und ließ sie gewähren.”

“Das Land lässt sich von den Haredim erpressen”

Verstöße jener Ultraorthodoxen gegen die Corona-Maßnahmen sind nicht neu. Dieser Konflikt mit den Sicherheitsbehörden gärt schon seit dieser Zeit Monaten, in ihren Vierteln kam es schon zu gewalttätigen Unruhen, wie die Polizei anrückte, um Gesundheitsverordnungen durchzusetzen. In Bnei Berak, einem Vorort von Tel Aviv-Jaffa, brannte ein Bus aus. “Die Reaktion vieler Haredim ist die logische Folge einer über 40-jährigen VIP-Behandlung in Israel, die sie von unseren Gesetzen und sozialen Normen befreit hat”, sagt Gottlieb.

Wie überall legt die Corona-Weltweite Seuche im gleichen Sinne in Israel soziale Probleme bloß. Hier zeigt sie etwa, wie gespalten die israelische Gruppe ist. Dieser allgemeine Unmut obig die Sonderstellung jener Ultraorthodoxen ist weithin. Doch die eigentliche Wut gilt jener Regierung, die es den Strenggläubigen seit dieser Zeit Jahrzehnten erlaubt, verdongeln “Staat im Staate” zu münden.

“Zu lange lässt sich das Land von den Haredim erpressen”, sagt Professor Yedidia Stern vom Institut zum Besten von israelische Volksstaat in Jerusalem. “Die sind nicht mehr bereit, eine Gemeinschaft von über einer Million Menschen zu unterstützen, deren Führer westliche Werte verachten und säkulare Autoritäten ablehnen.”

Seit dem Zeitpunkt jener israelischen Staatsgründung sind religiöse Parteien ununterbrochen an Regierungen beteiligt. Schon jener erste Premier David Ben Gurion vereinbarte 1948 den solange bis heute gültigen Status quo des Verhältnisses zwischen den Religiösen und dem säkularen Teil jener Gruppe. wurde den Haredim die Errettung vom Militärdienst gewährt, damit sie sich ganz gen jüdische Studien unterordnen konnten. Heute umziehen nur notdürftig 50 v. H. einer Beschäftigung nachdem. Die Regierung unterstützt sie mit Steuererleichterungen und hohen Sozialleistungen. Qua 1977 eine rechte Koalition unter Spitze von Menachem Begins Likud-Politische Kraft an die Mächtigkeit kam, gewannen sie politisch an Rang und erhielten höhere Budgets, Privilegien und Respektsperson. Seitdem gelten die religiösen Parteien im gleichen Sinne wie enge Verbündete jener Konservativen.

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“Unsere Regierungen haben sich stets geweigert, einen akzeptablen Sozialpakt mit den Haredim zu schließen”, sagt Yedidia Stern. “Überlegungen zu politischen Koalitionen – auf Kosten eines langfristigen Vertrags über Koexistenz und gegenseitigen Respekt – standen immer an erster Stelle.”

Zahl jener Neuinfektionen zwischen Haredim vier Mal höher

Dieser Politologe verdeutlicht, wie sich die israelische Politik seit dieser Zeit Jahrzehnten von den frommen Juden erpressen lässt. “Die Unfähigkeit der gegenwärtigen Regierung angesichts des Verhaltens der Ultraorthodoxen zeigt sich während der ”, so Stern. “Ihre Missachtung des Gesetzes könnte die Rechtsstaatlichkeit irreparabel schädigen, weitere unnötige Todesfälle durch Corona verursachen und den Riss in der Gesellschaft fördern.”

Die am schnellsten wachsende Volksgruppe des Landes mit mittelmäßig 6,5 Kindern pro lebt oft in Geldnot. In ihren abgeschotteten Wohnvierteln finden weiterhin Hochzeiten statt, im gleichen Sinne Synagogen und religiöse Hochschulen sind geöffnet. Und so steigt die Zahl jener Neuinfektionen trotz jener beeindruckenden Impfkampagne weiter an. Unter den Haredim ist sie vier Mal höher wie in jener restlichen Nation. Netanjahu unberücksichtigt dies, weil er von den religiösen Parteien sklavisch ist. Gegen ihn läuft ein Korruptionsprozess.

Finale März wird in Israel mal wieder ein neues Parlament gewählt. Während jener Premier verdongeln Kampf um sein politisches Überleben führt, verursacht ihm die Missachtung jener Corona-Schutzmaßnahmen durch die Ultraorthodoxen und seine Untätigkeit dagegen Schaden. Umfragen zufolge möchte jener Majorität jener israelischen Wählerschaft die Strenggläubigen nicht in jener nächsten Regierung sehen. “Weder die religiöse Führung noch die Politiker wissen, wie sie die Strenggläubigen durch diese Krise führen sollen”, sagt Nicht Gottlieb. Die Aktivistin hofft, dass Netanjahu nun abgewählt wird. Die Untätigkeit jener Sicherheitsbehörden gegen die Verstöße jener Haredim sieht sie wie Wendepunkt. “Corona wird verschwinden, doch der Konflikt mit den Ultraorthodoxen wird nachhallen.”