Jeder lieben Riad, niemand den Kronprinzen



Zwei Jahre nachher Khashoggi-Mord

Jeder lieben Riad, niemand den Kronprinzen

Welcher Mord an Jamal Khashoggi, dieser Krieg im , Quälerei, Hinrichtungen – Saudi-Arabien ist nicht pro seine Zimperlichkeit prestigevoll. Trotzdem macht die halbe Welt Geschäfte mit dem streng islamischen Königtum. Nur dieser mächtige Kronprinz ist nicht mehr gerne gesehen.

Mehr qua zwei Jahre sind mittlerweile vergangen seitdem dem Mord am Journalisten Jamal Khashoggi aus Saudi-Arabien. Ein Tötungskommando bringt den Regierungskritiker im zehnter Monat des Jahres 2018 im saudischen Konsulat in Istanbul pro immer zum Stillschweigen. Mohammed bin Salman, dieser Kronprinz des streng islamischen Königreichs, habe privat den Mordauftrag angeordnet, ist dieser amerikanische Geheimdienst CIA überzeugt.

Konsequenzen nichtsdestotrotz hat die Tat nicht. Saudi-Arabien mischt noch immer im internationalen Musikaufführung dieser Großen mit. “Die wirtschaftlichen und wirtschaftspolitischen Beziehungen haben sich tatsächlich nicht verändert”, sagt Nahost-Koryphäe Guido Steinberg von dieser Stiftung Wissenschaft und Politik im ntv-Podcast “Wieder was gelernt”. Es habe “eine gewisse Abkühlung in den ersten Monaten nach dem Khashoggi-Mord” gegeben, blickt dieser Islamwissenschaftler zurück. “Aber es war von Beginn an klar, dass Saudi-Arabien als Markt vor allem für westliche Firmen zu interessant ist. Saudi-Arabien einlädt, kommen sie alle.”

“Davos der Wüste”

Dasjenige beste Denkmuster ist die Future Investment Initiative, ein Investitionsforum in dieser saudischen Kapitale Riad. Beim “Davos in der Wüste” kommen einmal im Jahr hochrangige Wirtschaftsvertreter aus aller Welt zusammen. Finale Januar fand die 2021er-Version statt. Wegen dieser Corona-Weltweite Seuche nur virtuell, nichtsdestotrotz trotzdem mit einem großen Aufgebot an Regierungsvertretern und Unternehmensbossen von überall, obwohl parallel nachrangig dasjenige originale Weltwirtschaftsforum digital ausgetragen wurde.

“Was die Saudis machen, ist eine Ergänzung. Sie wissen natürlich, dass Saudi-Arabien die Schweiz als Standort nicht ersetzen kann. Das Davoser Forum ist seit Jahrzehnten dominant. Aber sie wollen ihre eigene Nische besetzen. Und es aussieht, gelingt ihnen das”, analysiert Steinberg.

Saudi-Arabien ist wirtschaftlich sehr gesucht. Unlust instabiler Preise schwimmt dasjenige Königtum in Ölmilliarden. Außerdem hat Kronprinz bin Salman vor fünf Jahren ein teures Reformprogramm ins Leben gerufen. Mit dieser “Vision 2030” soll Saudi-Arabien langfristig unabhängig vom Öl werden. Es gehe vor allem um eine Untermauerung des Privatsektors, erklärt Koryphäe Steinberg die Hintergründe. “Es ist ein Staatsfonds geschaffen worden, der zwei Dinge tun soll: bereitstellen für in den saudi-arabischen Privatsektor und weltweit in erfolgreiche Firmen investieren, um damit langfristig Einnahmen zu generieren.”

Solche Politik folge dem Denkmuster dieser Vereinigten Arabischen Emirate, wohingegen es Saudi-Arabien spürbar schwerer habe, sagt Steinberg: “Das Königreich hat pro Kopf deutlich geringere Einnahmen als die Vereinigten Arabischen Emirate. Saudi-Arabien braucht sehr viel mehr Geld.” Die Frage ist, ob dasjenige Geld reicht, um nachrangig nachher dem Ölzeitalter wirtschaftlich so stark zu bleiben wie nunmehrig. “Ich persönlich habe meine Zweifel, dass die Strategie, zur Förderung der Privatwirtschaft auf massive staatliche Intervention zu setzen, erfolgreich ist.”

“Saudi-Arabien braucht sehr viel mehr Geld”

Lichtvoll sei jedoch, dass sich Saudi-Arabien in den nächsten Jahren stark verändern wird. Isoliert dieser Ölindustrie entstehen neue Märkte, die multinationale Unternehmen aus dem Ausland pro sich Vorteil verschaffen wollen. Damit Saudi-Arabien nachrangig dann im Musikaufführung dieser geopolitischen Riesen mitspielen kann, nachdem dieser letzte Tropfen Öl gefördert ist. Ungeachtet dieser gravierenden Menschenrechtsverletzungen im Nation, dieser brutalen Hinrichtungen und des Mordes an Journalist Khashoggi.

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Einzig pro Kronprinz Mohammed bin Salman ist eine Rehabilitation im Ausland unwahrscheinlich, mit ihm will sich kein Unternehmenschef mehr ablichten lassen. “Ich sehe keinen Ausweg aus der persönlichen Isolation. Er wird weiter Vertreter in die Welt schicken, die dort lieber gesehen werden als seine Person. Mohammed bin Salman ist vor allem in europäischen Demokratien verbrannt aufgrund des Mordes an Khashoggi”, sagt Saudi-Arabien-Kenner Steinberg im Podcast.

Obwohl die CIA überzeugt ist, dass bin Salman den Mord privat befohlen hat, blieb die Tat ohne Konsequenzen. In einem umstrittenen Verfahren wurden fünf unbekannte und namenlose Angeklagte in Saudi-Arabien erst zum Tode verurteilt, ehe ein saudisches Tribunal die Spiel im vergangenen September kassierte. Die Angeklagten sollen nun 20 Jahre in Haft sitzen. Im zehnter Monat des Jahres verklagte die Verlobten von Jamal Khashoggi Kronprinz bin Salman in den USA gen Schadensersatz. Resultat ungeschützt.

Biden weicht vom Trump-Reiseweg ab

Bisher konnte sich dieser saudische Kronprinz trotz dieser fürchterlichen Tat und dieser mutmaßlichen Beweise pro seine Rolle in dem Mord gen die Unterstützung dieser Vereinigten Staaten verlassen. Saudi-Arabien war ein Eckpfeiler dieser Nahost-Diplomatie von Ex-Staatschef Donald Trump. Doch dessen Nachfolger Joe Biden verfolgt offensichtlich eine andere Strategie. Welcher neue US-Staatschef geht gen Entfernung zu Riad, hat Waffenlieferungen gestoppt und will die von den Saudis angeführte Militärallianz im Jemen nicht weiter unterstützen. “Biden hat Saudi-Arabien sogar als Paria-Staat bezeichnet”, sagt Steinberg und stellt lukulent, dass sich solange bis Salman letztendlich doch verkalkuliert nach sich ziehen könnte.

Welcher Begriff von US-Staatschef Biden ist eine diplomatische Ohrfeige. Paria stammt aus dem Indischen und bezeichnet im dortigen Kastensystem kombinieren Ausgestoßenen. Ein Paria-Staat ist ein Nation, dasjenige sich nicht an internationale Gepflogenheiten hält. Saudi-Arabien steht damit derzeit gen einer Stufe mit Nordkorea, Syrien oder Weißrussland.

Untergeordnet die Bundesregierung hat Konsequenzen aus den Taten des Kronprinzen gezogen. Welcher Waffenexportstopp klingt harmlos, ist nichtsdestotrotz ein vergleichsweise deutliches Zeichen in Richtung Riad. Im Großen und Ganzen bleibt dasjenige deutsche Verhältnis zu den Saudis dessen ungeachtet doppelwertig. “Wir sehen zum einen die großen Firmen, die natürlich an den Kontakten mit Saudi-Arabien festhalten. Das ist ihr Job. Sie wollen sich ihr Geschäft nicht durch politische Erwägungen beeinträchtigen lassen”, erklärt Nahost-Koryphäe Steinberg. “Auf der anderen Seite sehen wir eine gespaltene Bundesregierung, die auf Druck der SPD keine Waffenexporte mehr genehmigt.”

Mutmaßlich hat dieser saudische Kronprinz vor zwei Jahren kombinieren bestialischen Mord an einem regimekritischen Journalisten befohlen. Doch wenn Saudi-Arabien einlädt und mit milliardenschweren Staatsaufträgen lockt, kommen sie trotzdem weitestgehend jeder.

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