Jener Kult-Trainer wird 70: Dasjenige große Wundern oben Winnie Schäfer


„Es könnte mir einen Punkt besser gehen“, hat Geburtstagskind Winfried Schäfer einmal gesagt. Nicht nur wegen seiner wallenden Mähne ist welcher Mann welcher „tausend Gesichter“ – erst denn Spieler, vor allem ungeachtet denn Trainer – eine welcher prägenden Gestalten des deutschen Fußballs.

Torwart Goran Curko sagte einmal, Winfried Schäfer habe „tausend Gesichter“. Präziser kann man dasjenige ambivalente und überaus diffuse Gemälde, dasjenige welcher ehemalige Bundesliga-Spieler und spätere Trainer Winfried Schäfer mit seinem Tun und Handeln erzeugte und immer noch erzeugt, nicht charakterisieren. Schäfers große Erfolge im Spiel um das runde Leder stillstehen im krassen Unterschied zu teils sehr kritischen Behaupten von früheren Weggefährten. „Winnie-Wahnsinn“ hat die Zeitschrift „Bunte“ ihn einmal getauft. Neben… dasjenige trifft es punktgenau.

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Willkommen gen dem Bieberer Höhe: Im warme Jahreszeit 1970 wechselte Winfried Schäfer nachher drei Jahren für Borussia Mönchengladbach zu den Offenbacher Kickers.

(Foto: imago images/Horstmüller)

Winfried Schäfer ist noch nie der gerne Süßigkeiten isst gewesen, welcher seine Meinung zurückhielt. Denn Zustandekommen welcher siebziger Jahre Rudi Gutendorf Trainer für den Offenbacher Kickers wurde, war sein Spieler Schäfer maßgeblich daran beteiligt, dass die Zeit des Weltenbummlers in Südhessen konzis festsetzen blieb. Die Stippvisite vom 27. September 1970 solange bis zum 23. Februar 1971 war von Zustandekommen an zum Scheitern verurteilt.

Schäfer erinnerte sich einmal: „Der traf uns auf dem Flughafen. Gutendorf kam direkt aus Australien, das Hemd bis zum Bauch auf, braungebrannt. Ich wusste gleich, dass der nicht zu uns passt.“ Und so wurde Gutendorf welcher erste Trainer welcher Bundesliga, welcher gleich zweimal in einer Spielzeit geschasst wurde. Zuvor hatte er schon beim FC Schalke 04 vorzeitig seinen Sitz gen welcher Sitzbank räumen zu tun sein.

„Karajan der Tartanbahn“

Seine beste und erfolgreichste Zeit erlebte Schäfer von 1986 solange bis 1998 beim Karlsruher SC. Jener bereicherte mit seinem optisch wie verbal auffälligen Trainer die Spielklasse. Ein typisches Musterbeispiel z. Hd. den „Karajan der Tartanbahn“, wie Reporter Jörg Dahlmann ihn einst nannte: In welcher Spielzeit 1987/1988 stand es solange bis zur 93. Minute 1:1 im Münchner Olympiastadion, denn Schiedsrichter Rainer Boos zusammenführen umstrittenen Foulelfmeter z. Hd. den FC Bayern gab. Jürgen Wegmann traf, und Schäfer war nicht mehr zu halten. Vor welcher Umkleide welcher Karlsruher tobte er: „Der Schiri soll hier rein! Der ist sogar noch hochgesprungen, als der Elfer drin war.“ Sein Staatschef und Gönner Roland Schmider sah es verwandt, formulierte es ungeachtet irgendetwas höflicher: „Der soll lieber an den Bodensee zum Angeln gehen!“

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Ringelpiez: Schäfer und Michael Sternkopf im September 1989.

Und dann kam die Zeit welcher großen KSC-Talente – Michael Sternkopf, Oliver Schute und Mehmet Scholl -, die allesamt irgendwann zum FC Bayern gingen. Zur Spielzeit 1990/91 machte Sternkopf den Zustandekommen, doch er kam in München zuerst nicht richtig gen die Beine. Manager Uli Hoeneß gab Schäfer die Schuld: „Der hat in Karlsruhe nur Geradeauslaufen gelernt.“ Schäfer nahm’s locker und erwiderte mit Bezug auf welcher Ablöse von 3,5 Mio. D-Mark, die welcher KSC kassiert hatte: „Nächstes Jahr verkaufe ich dem Uli Hoeneß eine Schaufensterpuppe von Hertie – für vier Millionen.“

So ebenfalls ein Jahr später, denn er nachher dem 37. Spieltag mit einem schelmischen Grinsen fragte: „Warum soll Mehmet Scholl zu den Bayern gehen? Er wird sich doch nicht verschlechtern wollen!“ Die Karlsruher standen zu diesem Zeitpunkt gen Sitz acht und die Bayern nachher einer Katastrophensaison gen Sitz zehn. In diesen wilden wie erfolgreichen Jahren konnte Schäfer keiner irgendetwas in Karlsruhe. Er war welcher starke Mann. Zeitweise schien es gar, denn wäre er welcher KSC selber. Denn ein Magazin aus Ostmark, getarnt denn Sportagentur, die Bundesliga in welcher Spielzeit 1991/1992 vorführte und mit einem Scheinangebot Kontakt zu verschiedenen Trainern aufnahm, da zeigte sich ebenfalls Schäfer durchaus wissbegierig und gab zu verstehen, dass es gar keine Probleme mit Karlsruhe gebe, da sein Verein eh vertragsbrüchig sei: „Ich habe einen Vertrag, in dem sind sechs Punkte fixiert. Mindestens vier davon sind nicht erfüllt.“

Im warme Jahreszeit 1998 dann doch welcher Heruntersteigen

Ebenso freizügig soll Schäfer einst oben dasjenige gängige Vergnügungsangebot z. Hd. die Männer in Schwarz geredet nach sich ziehen: „Wenn etwa Schiedsrichter D. auf dem Lauterer Betzenberg pfeift, dann sitzen eben am Abend an der Hotelbar zwei Mädels neben ihm. Gut geführte Vereine wissen genau, wer auf welchen Typ steht, ob blond oder brünett. Und ob auf dem Bett ein oder zwei Kissen liegen müssen.“ Ein Skandal. Doch in Karlsruhe blieben jeder ruhig. Man wollte den starken Mann schließlich nicht verlieren.

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Dasjenige Wunder vom Wildpark: Mit 7:0 (3:0) besiegte welcher KSC am 2. November 1993 in welcher zweiten Rundes des Uefa-Pokals den FC Valencia. Hier geliebt Edgar Schmidt, rechts, mit Manfred Bender eines seiner vier Tore an diesem legendären Abend.

(Foto: imago/Pressefoto Baumann)

Und dann kam die Spielzeit 1994/1995. Beim KSC redeten sie schon heftige Menstruationsblutung nicht mehr oben zusammenführen Heruntersteigen, die Karlsruher hatten so viel Selbstvertrauen getankt, Verträge mit ihren Sponsoren und ihren Spielern langfristig verlängert, dass sie die Zeit z. Hd. gekommen hielten, welcher Öffentlichkeit eine vielbeachtete Präsentation vorzuführen. Sie hieß „Der KSC auf dem Weg ins Jahr 2000“ – und mündete in dem Sine tempore von Schäfer: „Irgendwann in den fünf Jahren bis 2000 will ich Deutscher Meister werden.“

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Doch daraus wurde doch nichts. Schlimmer: Nachher elf Jahren Erstklassigkeit stieg welcher Klub im warme Jahreszeit 1998 aus welcher Bundesliga ab. Da war Schäfer schon seither Wochen kein Trainer des KSC mehr. Und dasjenige sagenhafte 7:0 im Uefa-Cup gegen den FC Valencia aus dem November 1993 war da ebenfalls heftige Menstruationsblutung Vergangenheit. Sagenhaft waren ebenfalls Schäfers Auseinandersetzungen mit dem DFB-Chefankläger Hans Kindermann. Zeitweise fühlte sich welcher KSC-Trainer von den Herren des Sportgerichts verfolgt. Und er hatte ebenfalls eine Vermutung, warum er so oftmals eingeladen wurde: „Ich falle wohl wegen meiner langen Haare mehr auf. Der Jupp Heynckes konnte einem Ordner in den Hintern treten und bekam keine Anklage!“

TV-Kommentator Dahlmann sagte einst, denn es erneut zu einem Zwischenfall gekommen war: „Wenn der DFB Winfried Schäfer anklagen sollte, können Kindermann und Schäfer in Frankfurt einen Stammtisch einrichten.“ Doch Schäfer hatte sich irgendetwas Spezielles eingebildet, dass es dazu erst keiner käme. Wohnhaft bei einem Spiel in Bochum trug er plötzlich zusammenführen dunkelblauen Anzug. Dasjenige fiel gen. Doch warum tat er dies? Schäfer selbstgefällig lächelnd: „Ich wollte mal schauen, wie ich im dunklen Anzug auf Schiedsrichter wirke.“

Wattierte Mantel, ebenfalls für 30 Qualität

Zu Gunsten von Diskussionsstoff sorgte ein Tick von Schäfer. Jener führte dazu, dass ebenfalls seine die noch kein Kind geboren hat Angelika sich dem Aberglauben unterordnen musste: „Ich muss immer eine grüne, wattierte Jacke anziehen, auch bei 30 Grad Hitze, weil mein Mann sich einbildet, das bringt Glück. Vor dem Spiel schaut er dann hoch zu mir auf die Tribüne und lächelt mir zu.“ Von kurzer Dauer nachdem gab Schäfer seinen Aberglauben gen: „Wenn ich die vielen verrückten Dinge meiner beiden ersten Trainerjahre beibehalten hätte, würde ich bald in der Klapsmühle landen.“

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Und hier störungsfrei noch mal ein Foto mit Matte.

(Foto: imago/Claus Bergmann)

Welches hatte er gemacht? Selbst im Hochsommer trug er eine grüne Winterjacke oben einem blauen Shirt und einem weißen Pullover. Dazu eine karierte Hose. Gen dem Weg ins Stadion nahm er stets zusammenführen größeren Umweg in Kauf. Sechsmal ließ er sich in einem Vierteljahr die Schuhe besohlen. Schäfer: „Am Ende hast du dir nach einer Niederlage Vorwürfe gemacht, dass du mit dem rechten Fuß aus dem Bett gesprungen bist.“ Demgegenüber: „Eine Sache gibt es noch, aber die ist so privat, dass sie nie ein anderer Mensch als meine Frau erfahren wird, denn mit ihr hat sie etwas zu tun.“ Ob es die grüne, wattierte Mantel oder doch irgendetwas anderes war? Man weiß es nicht. Die krude Idee, nachher seiner Zeit beim KSC im Feindesland, beim VfB Stuttgart anzuheuern, kommentierte sein damaliger Spieler Thorsten Nuntius einmal so: „Alle schüttelten nur mit dem Kopf, als bekannt wurde, wer Löw beerben sollte: Winfried ‚Winnie’ Schäfer.“ Schon am 4. letzter Monat des Jahres 1998 war dasjenige Ereignis VfB so ebenfalls schnell wieder beendet.

Folglich ging es nachher Hauptstadt von Deutschland zu Tennis Borussia. Mit aller Potenz wollte welcher Klub in die Bundesliga befördert werden. Und so kaufte man sich ein Team zusammen, dasjenige eine explosive Mischung an Charakteren vereinte. Einer von ihnen: Ansgar Brinkmann. Es kam welcher Tag, denn sich welcher „weiße Brasilianer“ selbst einwechselte. Brinkmann: „Irgendwann habe ich zum Kiki (Kirjakow) gemeint, ich mach’ das jetzt. Hab dem Linienrichter gewunken, dem gesagt ‚Auszubildender, wir wechseln‘ und mich ausgezogen. Bei der nächsten Unterbrechung bin ich rein. Der Winnie hat nichts gesagt. Das war der Wahnsinn, dass der da mitgespielt hat. Immerhin hab ich damals auch 10.000 Mark Auflaufprämie gehabt!“ Übrig Schäfer sagte Brinkmann einst: „Unser Trainer kann nicht mal einen Kiosk führen.“

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Seine Kritik an seinem ehemaligen Kursleiter führte Brinkmann in seinem Buch „Wenn ich du wäre, wäre ich lieber ich“ noch weiter aus. Namentlich die Mannschaftsbesprechungen, für denen Schäfer wohl gerne schon einmal Spieler aufführte, die keiner im eigenen Kader standen, lassen ihn ebenfalls heute noch schmunzeln: „Er hat mit dem Gegner angefangen, dann mit der eigenen Mannschaft weitergemacht und ist irgendwann bei der Muppet Show geendet. Der wirkte manchmal schon ein bisschen verwirrt. Winnie Schäfer ist die ganz alte Schule. Winnie würde ich gern mal im Dschungelcamp sehen, der würde den ganzen Laden da durcheinanderwirbeln! Und nach einem Tag hätte er schon vergessen, in welcher Sendung er ist.“

Kaum vorstellbar, wenn man jene Zeilen liest, dass Winnie Schäfer ebenfalls mit nun 70 Jahren immer noch umtriebig ist. Im Moment arbeitet er z. Hd. Baniyas SC, zusammenführen Klub aus Abu Dhabi. Doch genau dasjenige ist es wohl, welches sein ehemaliger Spieler Goran Curko einst mit den „tausend Gesichtern“ meinte. Gen die Frage, wie es ihm gehe, sagte Schäfer einmal mit einem welcher schönsten Fußballbonmots aller Zeiten: „Es könnte mir einen Punkt besser gehen.“ In diesem Sinne: Die Gesamtheit Gute und möglichst viele Punkte zur rechten Zeit im weiteren Leben. Herzlichen Gratulation zum 70. Geburtstag und Glücksgefühl gen, tunlichst Winfried Schäfer!



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