Jens Lehmann wird 50: Die “hysterische Tussi” mit dem Helikopter


Rudi Völler meinte einmal reichlich Jens Lehmann, er “den Oscar der Beliebtheit” wohl in seinem Leben nicht profitieren werde. Peter Neururer wird dies unterschiedlich sehen, wie eine ganz besondere Historie zeigt. Heute feiert Jens Lehmann seinen 50. Geburtstag.

Welcher professioneller Fußballspieler Jens Lehmann hat einmal gesagt: “Ab und zu trinke ich sogar ein Bierchen, aber nur eins, weil das gesund ist.” Den Sine tempore muss man sich uff welcher Zunge zergehen lassen. Journalisten beschrieben den deutschen WM-Torhüter 2006 mit den Worten “193 Zentimeter intelligente Arroganz”. Und aus seiner Zeit in England beim FC Waffenvorrat ist dieser Sine tempore welcher Mitspieler hängen geblieben: “Mit mehr Lehmanns hättet ihr Deutschen den Zweiten Weltkrieg gewonnen”. Viel Substanz z. Hd. Interpretationen daher. Nur welcher “Spiegel” legte sich unverzagt und nannte ihn den “Oberlehrer Lehmann”.

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Mannschaftsfoto 1989: Schalke in blau-weiß, Lehmann schon in Lichtgelb.

Rudi Völler, den dies Volk einst denn “Tante Käthe” verehrte, befand einmal: “Den Oscar der Beliebtheit wird Jens Lehmann nicht mehr gewinnen.” Da ist welches Wahres dran. Doch man hatte stets den Eindruck, dass Lehmann die Meinung welcher anderen eh nicht sonderlich interessierte. Wer mit dem Hubschrauber zum Training fliegt, muss damit rechnen, dass man solche Eine Behauptung aufstellen wie welche (“Ich will jetzt nicht sagen, ich bin der tollste Torhüter. Aber ich habe bisher noch keinen kennengelernt, der von seinem Können her kompletter ist als ich”) z. Hd. bare Münze nimmt.

Eigenwillig war Lehmann uff jeden Kern von Beginn seiner Karriere an – und er hatte neben seinem großen Ehrgeiz sogar immer dies Glücksgefühl uff seiner Seite. Hinaus Schalke hatte Trainer Aleksandar Ristic im Januar 1992 kein Gunst mit Jens Lehmann. Wie welcher Torhüter nicht rechtzeitig zum Treffpunkt erschien, ließ welcher Trainer den Bus ohne Lehmann zu einem Hallenturnier nachdem Kiel gehen. Welcher 22-jährige Keeper reagierte schnell, stieg kurzerhand in sein eigenes Personenwagen und kam sogar früher denn die Team im Hotel an.

“Es gibt Leute, die kommen mit ihrem Beruf nicht zurecht”

Doch Ristic gab sich keine Nacktheit. “Ich will dich nicht mehr sehen, fahr nach Hause”, fauchte er Lehmann an und drehte sich weg. Den Journalisten erzählte er, dass welcher Torhüter schon mehrmals zu tardiv erschienen sei und jetzt irreversibel Schluss mit diesen Eskapaden sein müsse. “Es gibt Leute, die sind nicht klar im Kopf und kommen mit ihrem Beruf nicht zurecht”, fällte welcher Bosnier ein vernichtendes Urteil. “Das ist nicht mehr die gelbe Karte, sondern schon die rote.” Wie vier Wochen später die Rückrunde begann, stand Lehmann, wie in allen Partien welcher Spielzeit, jedoch wieder im Schalker Treffer. Ristic hingegen musste nur acht Wochen folglich seinen Hut nehmen. Im internen Votum hatte sich die Team mit 19:0-Stimmen gegen ihren Trainer sehr.

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Im zwölfter Monat des Jahres 1997 traf Lehmann im Revierderby gegen Dortmund per Kopf zum 2:2-Rückzahlung. Er ist damit welcher einzige Torwart welcher Bundesliga-Historie, welcher aus dem laufenden Spiel traf.

(Foto: imago images/Sven Simon)

Verdongeln Karriere-Plan hatte welcher Mann aus dem gutbürgerlichen Nahrungsmittel-Heisingen weiland offensichtlich noch nicht. Denn uff die Leserbrief-Frage von Catrin Kalium. aus Löhne, ob Schalker Mädchen hübscher denn die aus “Doofmund” seien, antwortete welcher junge Torwart welcher Königsblauen sehr unerschrocken: “Na, klar. Das sieht man doch schon an den Farben: Schalker Mädels haben weiße Zähne und im Winter, wenn es kalt ist, blaue Lippen. Dortmunder haben nun mal ’nen schwarzen Hals und gelbe Zähne!”

Lehmann “uriniert seine Karriere”

Noch 2009, in seiner letzten Spielzeit denn Keeper des VfB Stuttgart, legte Lehmann die Messlatte z. Hd. kommende Torwart-Generationen sehr hoch. Vom Unterhaltungswert her wird welcher ehemalige Nationalkeeper so schnell wohl nicht zu übertreffen sein. So stieg Lehmann dem Mainzer Bancé bewusst uff die Füße, klaute am selben Tag einem FSV-Tifoso die Brille, schmiss den Schuh des Hoffenheimers Ibisevic hoch uff sein Tornetz, zeigte den Fans des VfL Wolfsburg den Stinkefinger, pinkelte während eines Champions-League-Spiels hinter eine Werbebande (“Jens Lehmann ist dabei, seine Karriere zu urinieren”, Arnd Zeigler) und legte sich zu guter Letzt sogar noch mit einem Balljungen an – was auch immer in einem Jahr und was auch immer hoch emotional im bewährten, sachlichen Lehmann-Stil. Seitdem welcher Torwart 1987 von Schwarz-Weiß Nahrungsmittel zum wechselte, erlebte er eine Karriere uff Starkstrombasis.

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Vor welcher WM 2006 löste Lehmann seinen ewigen Rivalen Oliver Schute im DFB-Treffer ab – und sicherte im Elfmeterschießen gegen Argentinische Konföderation den Einzug ins Vorschlussrunde.

(Foto: imago/Sammy Minkoff)

Einer seiner ersten Trainer c/o den Profis, Peter Neururer, sagte: “In Freundschaftsspielen konntest du den nicht einsetzen.” Da war dies Nachwuchstalent ohne Rest durch zwei teilbar c/o einem Hallenturnier dem Zweitligatorjäger Michael Tönnies aus Duisburg mit gestrecktem Knochen gegen dies Kniegelenk gesprungen. Hastig versuchte Lehmann sich zu entschuldigen: “Ich will doch niemanden umhauen oder gar verletzen.” Doch Tönnies verweigerte immer noch geschockt und kopfschüttelnd die ausgestreckte Hand.

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Etwa zur gleichen Zeit soll sich welcher fidele Lehmann in einem Trainingslager in nachtsüber im jugendlichen Keckheit aus seinem Zimmer des Hotelhochhauses abgeseilt nach sich ziehen. Leider reichte dies gespannte Tuch nicht ganz nachdem unten. Hinaus halber Strecke endete dies Spannung uff dem Galerie des ob des überraschenden Besuchs erfreut grinsenden Neururer, wie dieser einmal an einem launigen Abend aus dem Nähkästchen plauderte.

Lebensretter z. Hd. Neururers Sohn

Doch uff den Keeper lässt welcher Marler Fußballlehrer nichts kommen. Wie sich Lehmann am Finale welcher Spielzeit 2009/2010 offiziell verabschiedete, erzählte Neururer eine so gut wie unglaubliche Historie: “Kein Witz. Jens Lehmann ist der Lebensretter meines Sohnes! Zur Saison-Eröffnungsfeier war ein Podest vor dem Stadion aufgebaut, von dem mein kleiner Sohn runtergefallen ist. Unten stand Jens und hat ihn aufgefangen. Von da an war er meine Nummer 1.” Doch zurück zu den Vorkommnissen in seiner letzten Spielzeit.

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Die rote Speisezettel war am Tag des Spiels gegen Mainz nicht Lehmanns größtes Problem.

(Foto: imago sportfotodienst)

Nachdem Lehmann am 13. zwölfter Monat des Jahres 2009 im Spiel c/o Mainz 05 vom Sportstätte gestellt wurde, weil er mit seinen Stollen uff den Mauke von Aristide Bancé getreten war, eilte er, ohne den Abpfiff abzuwarten, aus dem Stadion. Unterwegs schubste er erst verdongeln Kameramann zur Seite und legte sich dann mit Fans an. Nachher einem kurzen Wortwechsel griff Lehmann schließlich nachdem welcher Brille eines Anhängers und lief davon. Erst nachdem mehrmaligen Bitten und nachdem so gut wie einer Minute des Zögerns rückte welcher Torwart letztendlich die Sehhilfe des Fans wieder hervor.

Wenige Tage später meldete sich Klaus Puderbach, Leitweglenkungwelcher Staatsanwaltschaft in Mainz, zu Wort: “Wir haben eine Strafanzeige gegen Herrn Lehmann vorliegen. Der Sache werden wir wie üblich nachgehen.” Welcher vorgebliche Rechtswissenschaftler, welcher die Strafanzeige gestellt hatte und den Tatbestand des Diebstahls erfüllt sah, meinte: “Man muss dem Handeln von Lehmann endlich einen Riegel vorschieben.”

Stress mit dem Balljungen

Zuvor hatte Lehmann, den welcher “Daily Star” einmal denn “hysterische Tussi” bezeichnet hat, c/o welcher 1:0-Niederlage welcher Stuttgarter in Hannover Stress mit einem Balljungen gehabt – weil dieser dem heranstürzenden VfB-Keeper die Kugel nicht wie erwartet in die Hände geworfen hatte, sondern reichlich den Kopf. Lehmann verlor daraufhin dies Gleichgewicht und stolperte gegen die Clique. Welcher Balljunge rechtfertigte sich anschließend schulterzuckend: “Ich habe nur meinen Job gemacht. Ich habe ihm den Ball hoch zugeworfen und er kam dann auf seinem Kopf runter. Lehmann hat mich dann gefragt: ›Was soll der Scheiß?‹”

Welcher 40-jährige VfB-Torhüter wollte sich weiland sogar nachdem Spielschluss nicht beschwichtigen. Wütend stand er vor den TV-Kameras und sagte in die Mikrofone: “Wir machen Fehler, wir werden mit Fehlern von anderen Leuten konfrontiert. Die Balljungen spielen auf Zeit. Damit muss man in der Bundesliga leben. Am meisten hat mich heute die Kultur des Zeitspielens und des Betrügens gestört. Ich muss jetzt gehen. Ich muss nach Hause, meine Kinder gut erziehen, damit die sich korrekt verhalten!” Herzlichen Gratulation und Glücksgefühl uff, tunlichst Jens Lehmann, zum 50. Geburtstag.

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