Justizdrama “Just Mercy”: Ein Schlussvortrag zu Gunsten von mehr Menschlichkeit


“Just Mercy” erzählt die wahre Vergangenheit von Anwalt Bryan Stevenson, welcher seit dem Zeitpunkt hoch 30 Jahren in den USA zu Gunsten von mehr Recht und gegen Rassismus kämpft. Es ist eine respektvolle und eindringliche Verneigung vor einem modernen Helden.

2014 veröffentlicht welcher schwarze Anwalt Bryan Stevenson in den USA mit “Just Mercy” verdongeln Erfahrungsbericht, welcher ein Jahr später in Deutschland unter dem Titel “Ohne Gnade” erscheint. Eine 30 Jahre zurückliegende Vergangenheit, die von Destin Daniel Cretton uff die Wandschirm gebracht wurde und leider zweitrangig heute noch neuartig ist.

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1987 wird in Monroeville im US-Bundesstaat Alabama eine junge Weiße vergewaltigt und ermordet. Schnell findet die Polizei mit dem schwarzen Forstarbeiter Walter McMillian (Jamie Foxx) verdongeln Schuldigen, zweitrangig wenn die Faktenlage tatsächlich gegen seine Täterschaft spricht. McMillian wird verurteilt und fristet sein Dasein im Todestrakt des Gefängnisses. Erst wie Bryan Stevenson (Michael B. Jordan) uff welcher Bildfläche erscheint, verspüren McMillian und seine Familie wieder so irgendwas wie Hoffnung.

Gegen die Willkür

Jener junge Anwalt – lebendig von welcher Uni – hat es sich Ziel gesetzt, uff Profit zu pfeifen und möglichst dorthin zu möglich sein, wo es wehtut. Er gründet mit seiner Kollegin Eva Ansley (Briekäse Larson) die gemeinnützige Organisation “Equal Justice Initiative”, um sich zu Gunsten von Menschen hinter Gittern einzusetzen, die sich eine gute Verteidigung tatsächlich nicht leisten können. Und dies sind einst wie heute vornehmlich schwarze Männer. Stevenson beginnt damit, den Kern von McMillian zu recherchieren und stößt uff sehr viel Ungereimtheiten. Qua zudem herauskommt, dass welcher Hauptbelastungszeuge aufgrund eigennütziger Motive gelogen hat, sorgt dies 1992 zu Gunsten von eine Wiederaufnahme des Verfahrens.

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Michael B. Jordan, Bryan Stevenson und Jamie Foxx (v.l.) wohnhaft bei einer Sondervorstellung von “Just Mercy” Zentrum Januar.

(Foto: Warner Bros. Entertainment)

Bryan Stevenson war seinerzeit einer welcher wenigen schwarzen Juristik-Absolventen welcher Harvard-Universität, stammte selbst aus einfachen Verhältnissen. So legte seine eigene Sozialisation den Grundstein zu Gunsten von dies solange bis heute andauernde Engagement. Statt sich in einer großen Kanzlei wenig bedacht und dusselig zu verdienen, setzt er ich schon seit dem Zeitpunkt mehr wie 30 Jahren gegen die Willkür von Polizei und Justiz in Alabama ein und gilt zu Gunsten von viele wie so irgendwas wie welcher neue Martin Luther King. “Just Mercy” erzählt von seinen Anfangstagen und dem aufrüttelnden McMillian-Kern, welcher nur einer von vielen Justizirrtümern ist, denen Rassismus und Einseitigkeit zugrunde liegen.

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Berührende Momente trotz konventioneller Inszenierung

Regisseur Cretton erzählt die Vergangenheit von Stevenson und McMillian chronometrisch und recht konventionell. Er lässt möglichst Fakten sprechen, wie sich verspielter Kunstgriffe zu servieren. So ist es wie frustrierend, wie lichtvoll wird, dass die vielen Ungereimtheiten nicht einmal insbesondere gut vertuscht wurden, sondern vom Tribunal schlicht unberücksichtigt. Speziell schädlich ist die Hinrichtung eines Todeskandidaten, die selbst zwar nicht im Skizze ist, doch deren routiniertes Prozedere vonseiten welcher Justizbeamten den Zuschauer erschüttert zurücklässt. Dies ist nur einer von mehreren Momenten, in denen welcher Lichtspiel verdongeln Blick in andere Fälle einzig dem von McMillian gewährt und so zeigt, dass ebendiese Ungerechtigkeit gang und gäbe ist.

Michael B. Jordan verkörpert den nominell ruhigen und zurückhaltend handelnden Stevenson hervorragend, Jamie Foxx überzeugt wie Walter McMillian, welcher die Hoffnung längst aufgegeben hat. Erst in den (toll geschriebenen) Dialogen mit Stevenson kehrt die Zuversicht langsam zu ihm zurück. Und wenn man es heute – 30 Jahre später – nicht besser wüsste: Am Finale des Films glaubt man beinahe, welcher Kern McMillian habe am Rechtssystem in den USA irgendwas ändern können.

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Man möchte wünschen, dass die irgendwas biedere Inszenierung welcher Grund hierfür ist, dass “Just Mercy” unter anderem wohnhaft bei den Oscars übergangen wurde. Ein anderer denkbarer Grund wäre nämlich die Wunde, in die die Thematik des Films sticht. Rassismus ist in den USA – und leider nicht nur dort – nun mal immer noch irgendwas, dies zugunsten welcher guten Unterhaltung mit Freude unter den Teppich gekehrt wird.

“Just Mercy” läuft ab dem 27. Februar in den Kinos.



Quelle