Kehrt Putins Puppenfigur Janukowitsch zurück?


Jener Euromaidan zwingt den ukrainischen Präsidenten Janukowitsch 2014 ins Verbannung. Jetzt, wo Russland sein Heimatland militärisch angreift, meldet er sich zurück. Könnte er tatsächlich noch einmal an die Mächtigkeit zurückkehren? Dasjenige wäre „reines Kasperle-Theater“, sagt ein Fachmann.

Seine Botschaft ist unzweideutig: Die ukrainische Truppe solle ihre Waffen niederlegen, Vorsitzender Wolodymyr Selenskyj dies Blutvergießen verfertigen und um jeden Preis ein Friedensabkommen mit Russland schließen. Mit seinen von welcher russischen Staatsagentur Ria Nowosti am zweiter Tag der Woche verbreiteten Worten sorgt Viktor Janukowitsch pro Bombe. Jener frühere Vorsitzender welcher Ukraine äußert sich zu einem Krieg, welcher von Russlands Machthaber Wladimir Putin angezettelt wurde und welcher schon jetzt etlicher seiner Landsleute dies Leben gekostet hat.

Medien spekulieren inzwischen oberhalb dies Ziel, dies Janukowitsch mit seiner veröffentlichten Botschaft verfolgt. Oder bzw. oberhalb dies, welches Putin mit ihm vorhat. Will welcher Kreml-Chef tatsächlich den aus welcher Ukraine vertriebenen, verhassten Ex-Staatschef zurück in sein früheres Aufgabe verhelfen? Um die Wahrscheinlichkeit, dass ein solches Szenario eintritt, einschätzen zu können, lohnt sich ein Blick gen den Werdegang des Mannes, welcher denn Gesicht einer korrupten politischen Elite welcher Vergangenheit gilt.

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Dr. André Härtel ist Mitglied welcher Forschungsteam Osteuropa und Eurasien welcher Stiftung Wissenschaft und Politik.

(Foto: SWP)

Janukowitsch, welcher 1950 in eine russischsprachige Arbeiterfamilie in welcher Region Donezk hineingeboren wurde, stieg von einem vorbestraften Mechaniker in den 80er und 90er Jahren zu einer Führungspersönlichkeit in Industrieunternehmen welcher Ostukraine gen. Finale welcher 90er machte er politische Karriere – kein ungewöhnlicher Weg, wie welcher Ukraine-Fachmann welcher Stiftung Wissenschaft Politik (SWP), André Härtel, im Gespräch mit ntv.de erläutert. Früher war welcher neue ukrainische Nationalstaat nachher dem Zerfall welcher Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken erst wenige Jahre antik. Die Säumen zwischen dem Politischen und Ökonomischen verschwammen, wie Härtel sagt. „Die Menschen schauten zu den Leitern der früheren, sozialistischen Staatsbetriebe auf und wünschten sich von ihnen Führung.“

Janukowitsch war Vertreter welcher industriell und vor allem vom Kohleabbau geprägten Ostukraine. „Damals bedeutete ökonomische Macht gleich politische Macht, wie es für das Oligarchentum typisch ist“, sagt welcher Wissenschaftler. Ein Sprung von welcher Betriebsspitze in die Politik sei seinerzeit denn ganz natürlich wahrgenommen worden. Dasjenige Phänomen des „Rent-Seeking“ griff um sich: „Das beschreibt den Vorgang, sich am Staat und den Staatsbetrieben zu bereichern und anschließend in die Politik zu gehen, um diesen Reichtum und Einfluss abzusichern.“

Routine denn „Apparatschik“

Die politische Kraft welcher Regionen, zusammen mit welcher Janukowitsch Mitglied war, galt denn Produkt dieses politischen Phänomens und war ein Netzwerk von Oligarchen, so Härtel. „Da gehörte Janukowitsch nicht in die erste Reihe, weil er im eigentlichen Sinne kein Oligarch war.“ In diesem Netzwerk habe jeder von Ursprung an eine Routine zu gerecht werden gehabt und die habe zusammen mit Janukowitsch darin bestanden, denn „Apparatschik“ politische Ämter zu bekleiden und pro die Interessen des sogenannten Donezker Clans einzustehen.

Dieser Clan beziehungsweise jene Seilschaft, die die wirtschaftlich stärkste Region welcher Ukraine repräsentierte, setzte sich in den 2000er Jahren nachher Darstellung von André Härtel sogar gen welcher Kiewer Dachboden durch. Jener Funktionär Janukowitsch, „der durch keine besonderen Fähigkeiten oder Charaktereigenschaften ausgezeichnet ist“, wurde erst Premier und schließlich Vorsitzender – und dies, obwohl ihm welcher Vorwurf des Wahlbetrugs anheftete und er im Zuge welcher sogenannten Orangenen Revolution 2004 seinem politischen Widersacher Viktor Juschtschenko dies Feld überlassen musste.

Janukowitsch habe von jeher Unterstützung aus Russland genossen, sagt Härtel. Putin habe die politische Kraft welcher Regionen denn eine Kommandostand in die Ukraine verstanden. Und die ukrainischen Oligarchen hätten wiederum Motivation an einer guten Partnerschaft mit dem Nachbarland gehabt. „Es bestand eine ökonomische Abhängigkeit und eine gewisse kulturelle Nähe, die Putin ausgenutzt hat, um politischen Einfluss auszuüben“, sagt welcher SWP-Fachmann. Zu Gunsten von den Kreml-Chef sei es am plausibelsten gewesen, dass jene politische Kraft seine Ziele, nämlich eine Blockfreiheit welcher Ukraine jenseits von North Atlantic Treaty Organization und EU, durchsetzt.

Politisches Comeback des „Vatertyps“ 2006

Unähnlich denn zusammen mit den Umbrüchen durch den Euromaidan 2013/14 wurde die politische Kraft welcher Regionen 2004 weder zerstört noch diskreditiert, erklärt Härtel. Janukowitsch erholte sich von welcher Wahlfälschungs-Schmach und kehrte schon 2006 denn Premierminister zurück. „Die patriotisch-demokratischen Kräfte um Juschtschenko und Julija Tymoschenko schafften es nicht, sich gegen die Partei der Regionen durchzusetzen und waren untereinander zerstritten“, sagt Härtel.

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Dann kam die Finanzkrise, die dem Prestige Juschtschenkos massiv schadete. Gegen die stark polarisierende Kandidatin Tymoschenko setzte sich Janukowitsch zusammen mit welcher Stichwahl 2010 konzis durch. Obwohl welcher Volksvertreter vor allem im Westen des Landes nicht sehr beliebt war, konnte sich eine welcher Ukrainerinnen und Ukrainer mit dem umgänglichen Vatertyp, den Janukowitsch verkörperte, identifizieren, analysiert Härtel. „Er ist ein relativ tollpatschiger, von den persönlichen Kompetenzen her sehr überschaubarer Politiker, also eher durchschnittlich, aber mit einem hohen Identifikationspotenzial.“

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2014 bekamen die Menschen in welcher Ukraine verknüpfen Einblick in den luxuriösen Lebensstil Janukowitschs.

(Foto: REUTERS)

Janukowitsch habe sich zusammen mit seinem Beförderung zur politischen Mächtigkeit sogar nicht nachhaltig mit demokratischen Reglementieren zusammen mit welcher Gekabbel mit seinen Gegnern aufgehalten, berichtet die „Augsburger Allgemeine“: „Kolportiert wird, dass er als Premier gegenüber widerspenstigen Kabinettskollegen auch schon mal die Fäuste sprechen ließ.“

Jener Vorsitzender fuhr verknüpfen vielmehr diffusen Marschroute, ließ die Regierung um Premier Mykola Asarow die inhaltliche Arbeit zeugen und erfreute sich laut Fachmann Härtel durchaus eines gewissen Rückhalts in welcher Volk. Die Jahre des „Rent-Seeking“ und welcher offensichtlichen Korruption durch die Oligarchen waren vorbei. Die Verurteilung seiner Gegnerin Tymoschenko zu einer mehrjährigen Haftstrafe wegen angeblichen Machtmissbrauchs sorgte gewiss im Westen pro wenig Begeisterung. Zusätzlich gab es offensichtliche Annäherungen an Russland, etwa die Verlängerung des Pachtvertrags des Stützpunktes welcher russischen Schwarzmeerflotte im Port von Sewastopol solange bis 2042. Im Gegenzug wurde russisches Erdgas billiger.

„Hassfigur breiter Bevölkerungsschichten“

Dann kam welcher steile politische Zusammenbruch: die endgültige Abkehr von einer baldigen EU-Mitgliedschaft, welcher Euromaidan und die Winkelzug ins russische Verbannung. Janukowitsch taucht in Russland unter, ist Privatier, hat keine politische Routine mehr inne, die politische Kraft welcher Regionen spaltet sich in ein lichtvoll prorussisches Speicher und vielmehr moderates Speicher, erklärt Härtel im Gespräch mit ntv.de. Und Janukowitsch wird zu dem, welches er noch heute ist: „eine Marionette Putins, die Teil des Informationskrieges gegen die Ukraine ist“, sagt Härtel.

Moskau spricht von einem Subversion, welcher den legitimen Präsidenten welcher Ukraine 2014 zu Sachverhalt gebracht habe. „Diese Pseudo-Legitimation hat aber einen Hasenfuß, da Janukowitsch regulär 2015 zur Wahl gestanden hätte und es seitdem noch eine weitere anerkannte Präsidentschaftswahl in der Ukraine gab.“ Mit dem fluchtartigen Verlassen des Landes hat Janukowitsch nachher Härtels Einschätzung jeden Rückstellung zusammen mit den Ukrainerinnen und Ukrainern verloren. „Er ist zu einer Hassfigur breiter Bevölkerungsschichten geworden. Er steht für eine alte oligarchische Elite, die in der seitdem sehr patriotisch gewordenen Ukraine keine Legitimität mehr hat“, sagt welcher Wissenschaftler.

Von kurzer Dauer nachher Janukowitschs Winkelzug ins Verbannung möglich sein Bilder um die Welt, die den Reichtum welcher ukrainischen Machtelite vorexerzieren und viele verärgern: Die hölzerne Luxusvilla des Präsidenten am Stadtrand von Kiew wird von einfachen Bürgerinnen und Bürgern besichtigt. Sie sehen opulente Luster und goldene Wasserhähne, verknüpfen Privatzoo, Tennisplätze, eine Bowlingbahn, verknüpfen 18-Loch-Golfkurs, eine Schießanlage und vieles mehr. Jener Ausdehnung welcher Luxusresidenz nachher Janukowitschs Vorstellungen – weitgehend gen Staatskosten – schlug nachher Aussagen welcher „Welt“ mit 2,5 Milliarden Dollar zu Buche. Inzwischen fungiert dies Landsitz ganz offiziell unter dem Titel „Volksmuseum der Korruption“.

Dazu kamen seinerzeit Enthüllungen oberhalb dubiose Geldtransfers, Vetternwirtschaft, teure Autos und Immobilien sowie Konten in welcher Schweiz und Ostmark, fasst dies Nachrichtenportal t-online.de zusammen. Jener Gesamtschaden des pompösen Lebens Janukowitschs und seiner Vertrauten belief sich pro den ukrainischen Staat demnach gen rund 38 Milliarden Euro. 2019 wurde welcher heute 71-Jährige in Ermangelung schließlich zu 13 Jahren Haft verurteilt. Wegen Landesverrats.

Russland will nichts von Machtwechsel wissen

Glaubt Putin trotz alledem, er könne Janukowitsch denn politischen Funktionär installieren? Ende Moskau kommen beschwichtigende Worte. Man beabsichtige weder eine Mannschaft welcher Ukraine noch verknüpfen Machtwechsel, verkündete die Sprecherin des Außenministeriums am Mittwoch. Kiew sowie die EU- und North Atlantic Treaty Organization-Staaten dürften dies aufgrund der Tatsache welcher vom Kreml propagierten „militärischen Spezialoperation“ und Putins Narrativ des „Genozids“ in welcher Ostukraine und welcher „Entnazifizierung“ des Nachbarstaats kaum pro bare Münze nehmen.

Die Gerüchte – gestreut von ukrainischen Medien -, Janukowitsch könnte in die umkämpften Regionen welcher Ostukraine oder gar nachher Kiew zurückkehren, halten sich hartnäckig. Wissenschaftler Härtel glaubt nicht daran. „Dass Janukowitsch der Leiter einer von Putin eingesetzten Vasallenregierung wird, hat mit der Realität nichts zu tun.“ Dasjenige wäre ein „reines Kasperle-Theater“, Janukowitsch müsste dann um sein Leben fürchten. Vielmehr könnte Putin nachher Einschätzung des Experten gen andere, akzeptiertere „Apparatschiks“ wie Jurij Boiko, welcher einst stellvertretender Premier war, zurückgreifen. Doch sogar dies sei nicht sehr wahrscheinlich.